1. Sonstiges

Ich erhalte Subventionen, also bin ich

Die voll­kom­men hirn­ris­sige Sub­ven­ti­ons­po­li­​tik am Bei­spiel der Schaf­zucht. So wirft man Geld zum Fens­ter hin­aus:

  • Die Schafzucht wird jährlich mit über 40 Millionen Franken subventioniert. Renta​bel ist sie nicht.
  • Der Wolf, der bekanntlich gelegentlich einmal ein Schaf reisst, geniesst in unserem Land Schutz. Was das „Konzept Wolf“ kostet, ist mir nicht bekannt.
  • Für die 200-350 jährlich gerissenen Schafe zahlt der Bund Entschädigungen an die Schafzüchter. Der Betrag liegt zwischen 200 Franken für ein Lamm und 2000 Franken für ein Zucht-Milchschaf.
  • Ab​schiessen darf man die Wölfe nur ausnahmsweise. Hier gehen die Kosten von 0.- (Wilderer) bis zu 250‘000.- pro Abschuss eines Tieres. Dafür zahlt natürlich auch der Steuerzahler.
  • Damit aber noch nicht genug. Der Tierschutz fordert Herdenschutz durch Hunde oder Hirten. Der Bund zahlt auch dafür bereitwillig rund 830‘000 dieses Jahr. Wer einen Schutzhund anschaffen will, erhält 500 Franken für den Kauf und rund 1000 Franken pro Jahr für den Unterhalt des Tieres. 

Kurz zusammengefasst: Unser Land subventioniert etwas Sinnloses, schützt es durch besondere Massnahmen und entschädigt sogar bei Verlust.

 

Nur als Randbemerkung:

  • In den letzten 20 Jahren hat sich Schafzucht rund verdoppelt. Liegt vielleicht an den Subventionen?
  • Weiter​e Subventionen (überrascht?): Die Verwertung der Wolle wird mit weiteren 600‘000 subventioniert. Etc.

 

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Comments to: Ich erhalte Subventionen, also bin ich
  • September 29, 2010

    Subventionen verzerren die Wirtschaft und bringen auf lange Sicht volkswirtschaftlich gesehen wenig bis keinen Nutzen. (Ich wäre interessiert an Gegenbeispielen). Kurzfristig können sie jedoch “harte Übergänge” abdämpfen und daher sozial gesehen Sinn machen. Ich wäre dafür, dass man zukünftige Subventionen immer mit einem “Ablaufdatum” von max. 10 Jahren versehen muss. Danach gibt’s kein Geld mehr. Existierende Subventionen könnte man bis 2015 entsprechend ablösen.
    Ebenso wäre es wünschenswert, wenn Subventionen immer mit dem Ziel, volkswirtschaftlichen​ Nutzen zu schaffen gesprochen würden. Über den Nutzen von Schafen in der Schweiz ist mir wenig bekannt (Bitte um Hinweise). Ein Nutzen könnte sein, dass Schafe auch mit landwirtschaftlich schlecht nutzbarem Boden auskommen und damit Bauern mit schwierigem Gelände eine Existenz bieten (Ohne dass sie in die Stadt ziehen müssen…). Nun könnte man diese Leute ja auch subventionieren, dass sie eine andere Existenz aufbauen können (Teleworking, Tourismus, etc.) und Ihnen eine Zukunftsperspektive schaffen, die nicht auf Subventionen angewiesen ist.

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  • September 30, 2010

    Schafe reduzieren den Zeckenbestand und Zecken, die an Schafen saugen, verlieren Ihre Borrelien-Infektion vollständig. Derselbe Effekt bei Ziegen und Rindern.
    http://www.​bwstiftung.de/news-pr​esse/pressemitteilung​en/pressemitteilungen​-detail/article/405.h​tml

    Zitat: “Die Forschungsergebnisse haben außerdem gezeigt, dass in Grasflächen, die von Ziegen, Schafen oder Kühen beweidet wurden, deutlich weniger Zecken vorkommen als in Gebieten mit hohem Strauch- oder Graswuchs.”

    “Bek​annt ist, dass sich Rinder und Ziegen selbst nicht mit Borrelien infizieren können. Neu ist die Erkenntnis, dass an Rindern, Ziegen und Schafen blutsaugende Zecken ihre Borrelien-Infektion vollständig verlieren.”

    So gesehen erfüllen Schafe einen wichtigen Präventionsauftrag, zumal die medizinische Versorgung für die Patienten in späteren Stadien eher schlecht ist und eine unbehandelte Borreliose zur Invalidität führen kann.

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    • September 30, 2010

      Und dafür muss man sie subventionieren?

      I​m Übrigen finden sich auf weitere – nicht finanzelle – Argumente “gegen” eine zu ausufernde Schafzucht (insbesondere in der Alpenregion). Beispielsweise führt die Schafzucht zu einer Übernutzung der sensiblen Weiden. Da sogar die Wurzeln kaputt gehen, nimmt die Erosion zu. Die Schutzwälder werden auch schwächer, da die Schafe die jungen Triebe fressen. Was passiert? Grössere Gefahr vor Erdrutschen und (Schamm)Lawinen. Wer schon wieder finanziert die künstlichen Verbauungen?

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    • September 30, 2010

      Nein, das meinte ich nicht. Louis war über den Nutzen von Schafen nichts bekannt. Meinetwegen können auch Rinder oder Ziegen zur Beweidung eingesetzt werden.

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    • November 3, 2010

      Die Wurzeln der Grasnarbe gehen nicht kaputt, Herr Michel. Im Gegenteil: durch das tiefe Abfressen durch die Schafe, findet eine Bestockung der Grasnarbe statt, welche dann noch dichter wird. Die Beweidung von Schutzwald, wie generell von Waldgebieten ist gemäss Eidg Forstgesetz verboten.

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  • September 30, 2010

    Das ist das beste Beispiel für unser perverses Subventionssystem. Leider kann ich Sie nicht wählen, da ich nicht in Ihrem Kanton Stimmberechtigt bin.

    Die Schafzucht ist für gar nichts. Das ist ein reiner Stimmenkauf von SVP und CVP. Da wird den Schafzüchtern die staatlichen Hängematte garantiert und damit treue Wähler. Ohne Subventionen keine Schafe und der Wolf wäre kein Problem. Die Schafe produzieren nur eine krasse Überweidung und damit Erosion. Gleichzeitig werden die Schafe nicht überwacht. Daher sterben jedes Jahr 10’000 und das ist den Schafzüchtern egal. Wer seine Schafe an Krankheiten langsam streben lässt, sollte eigentlich wegen Tierquälerei angezeigt werden. Hauptsache die Schafzüchter können in der warmen Stube sitzen und Geld kassieren. Nebenbei übertragen die Schafe noch die Gämsblindheit und die Gämsen verrecken zu hunderten. Das ist auch egal.

    In einem Staat mit echter bürgerlicher Mehrheit wäre ein solcher Stupfsinn längst angeschafft. Aber Rechts sitzen die wahren Kommunisten.

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    • Oktober 14, 2010

      SVP und CVP sind doch bürgerlich… oder habe ich da etwas noch nicht ganz verstanden (wer ist echt bürgerlich)?

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  • September 30, 2010

    Ich verteile Subventionen, also werde ich gewählt. Wer am meisten verteilt oder Besitzstandswahrung betreibt, gewinnt die Wahlen. Wer wie Sie Subventionen hinterfragt, wird die Wahlen verlieren.
    Leider werden in einer Demokratie Sparpolitiker, die ihre Politik auch umsetzen, an der Urne bestraft. Wohin diese Politik führt, sehen wir in den südlichen Ländern. Sicher sind wir noch weit davon entfernt. Aber warum können wir die Weichen zu weniger Subventionen nicht bereits jetzt stellen? Handeln wir wirklich nur in einer Krise?
    Die Umverteilung zugunsten des ländlichen Raumes ist ein Tabuthema. Wie viel kostet uns die Landwirtschaft, NFA und die kantonalen Finanzausgleiche? Dazu kommen noch unwirtschaftliche Bahnen und Autobahnen in den Randregionen. Wie lange können wir uns das leisten? Ich habe das Gefühl wir Schweizer leben nur noch von Subventionen. Das ist leichter, als sich der Konkurrenz in der freien Wirtschaft zu stellen. Jedenfalls sind die besten Steuerzahler in meiner Wohngemeinde alles Ausländer. Da sind die Hasstiraden der Subventionsempfänger gegen Ausländer erstaunlich.

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    • Juli 18, 2021

      Hat die landwirtschftliche Bevölkerung mit einem Bevölkerungsanteil von weniger als 4% einen Einfluss auf die Wahl des einen oder anderen Politiker? Wohl kaum. Wollen wir mal diskutieren wie viel Geld in die städtischen Gebiete fliesst? Beginnen wir beim öffentlichen Verkehr, bei den volkswirtschaftlichen​ Kosten von Staus in den Agglomerationen, weil linke und nette Politiker die Probleme nicht lösen. Die Autobahnen, da gebe ich Ihnen recht führen auch aufs Land. Wann hat es dort das grösste Verkehrsaufkommen? Richtig wenn die Städter am Wochenende in die herrliche Bergwelt und wieder zurückfahren. Was kostet uns die Drogenabgabe an die Süchtigen in den Städten? Ja, ja es hat auch einige Süchtige aus ländlichen Gebieten dabei. Wenn Ausländer in Ihrer Gemeinde Steuern zahlen ist das in Ordnung. Wir tun es auch.

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    • Juli 18, 2021

      Der Einfluss der Bauern ist überproportional. Jeder 6te Nationalrat ist Bauer. Damit haben die Bauern die bürgerlichen Parteien im Griff. Zusammen mit links-grün, die sowieso immer für Subventionen sind, hat die Subventionslobby die Mehrheit. Wir können die Probleme im Verkehr nicht lösen, weil uns das Geld fehlt. Weil den Städten das Geld weggenommen wird, um die ländlichen Gebiete zu subventionieren. Zürich, Genf, beide Basel und die Wadt mit Lausanne leisten einen Grossteil der Subventionen. Daneben zahlen noch die Steuerparadiese Schwyz, Zug und Nidwalden ein. Bei diesen Subventionen in die ländlichen Gebieten sind die Bauern nur ein Teil. Ohne so viele Bauern würden das ländlichen Leben kollabieren und die Regionen würden sich entvölkern. Wir erhalten eine viel zu grosse landwirtschaftliche Infrastruktur. Davon profitieren viele nachgelagerte Betriebe. Und eine grosse Bevölkerung garantiert Schulen, den Dorfladen, die Post etc…..
      Aber eine Wirtschaft die nur mit Subventionen überleben kann ist zum scheitern Verurteilt. Die Entvölkerung der vieler ländlicher Regionen lässt sich auf lange sicht nicht aufhalten. Ausser rentable alternativen werden entwickelt.

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    • Juli 18, 2021

      Wenn ein Gebiet entvölkert wird, dann wird es auch keine innovative (rentable) Alternativen geben, da die denkenden Köpfe fehlen.
      a propos: wenn die unrentablen Orte nicht mehr existieren, wird es auch für die wenigen rentablen Bauten im und durch das Gebiet gefährlich (Bsp. Autobahnen, Staumauern etc.). Ein nicht bewirtschaftetes Gebiet ist viel gefährdeter für Naturkatastrophen, da Veränderungen nicht gesehen werden (Bsp. Steinschlag auf der Gotthardautobahn). Ich bin nicht für jede landwirtschaftliche Subvention und ich denke, dass vor allem naturnahe Produkte unterstützt werden sollen, da ich hier die grösste Nachfrage (Wirtschaftlichkeit) und eine positive Entwicklung der Umwelt und dessen Veränderungen erkenne, aber alle Subventionen, welche die Landschaft und somit die Allgemeinheit vor Katastrophen schützt, sind aus meiner Sicht richtig und sinnvoll, da sie der Allgemeinheit dienen.

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  • Oktober 3, 2010

    Eben hat die Sozialistische Volks Partei (SVP) wieder einen Sieg errungen. Dank der Motion Aebi wird die Planwirtschaft in der Milchproduktion wieder eingeführt. Der Kommunismus ist nicht tot, die CH-Landwirtschaftspol​itik ist eins der letzten Rückzugsgebiete. Und wird da hartnäckig von einer rechten Ratsmehrheit verteidigt.

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  • Oktober 3, 2010

    Ich habe auf der SVP-Hompage etwas Interessantes gefunden:
    “Zur Sicherstellung eines hohen Eigenversorgungsgrade​s unseres Landes und der Bevölkerung mit qualitativ hochstehenden Nahrungsmitteln fördert die Schweiz unternehmerisch, wirtschaftlich handelnden Bauernstand durch eine eigenständige und unabhängige Landwirtschaftspoliti​k.”
    …. unternehmerisch, wirtschaftlich handelnden Bauernstand….
    Nicht einmal die eigenen Grundsätze werden eingehalten. Da steht nichts von Planwirtschaft. Wann beginnen Politiker den eigenen Grundsätzen entsprechend abzustimmen? Das gilt für alle anderen bürgerlichen Politiker ebenso.

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  • Oktober 4, 2010

    @ alle Nein-Stimmer: Stellen Sies ich vor: Sie sind ein erfolgreicher innovativer Unternehmer und haben dank Restrukturierung und Investitionen einen Wettbewerbsvorteil. Leider sind sie zu erfolgreich. Das Parlament beschliesst eine Produktionsdrosselung​, da sie die Mittbewerber aus dem Markt drängen. Würden Sie das akzeptieren? Wäre dem ein bürgerlicher zustimmen? Aber den erfolgreichen und unternehmerisch handelnden Bauern ist genau das passiert. Sie wurden bestraft! Viele Bauern haben sich mit der Liberalisierung angefreundet und sich entsprechend positioniert. All diese innovativen Bauern sitzen nun auf ihren Investitionen und sind die dummen. So werden erfolgreiche in der Schweiz behandelt.

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  • Oktober 5, 2010

    Weg mit mit der Verschafung unserer Umwelt. V.a. nicht für soviel Geld. Aber wenn wir über Geldverschwendung reden, sei auch das ausufernde Sozialwesen und sonstige Bürokratie angesprochen.

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  • Oktober 5, 2010

    Ich hatte schon gehört, dass Vieles subventioniert wird bei den Bauern. Vom “hören Sagen her” anscheinend nur bei denen, die eh schon genug besitzen; habe jedenfalls noch nie von einem Bauern gelesen/gehört, der freiwillig darauf verzichten würde. Lieber verpachten Sie das arbeitsintensive Land und bleiben in ihren Höfen hocken, anstatt jungen motivierten LandwirtInnen Platz zu machen. Aber das nur nebenbei….
    Die Meldung, dass jetzt jeder Schafbesitzer “den Wolf” tot schiessen kann, der ihn “geschädigt” hat, obwohl er für sein(e) Tier(e) entschädigt wird, finde ich absolut falsch! Wenn wir zum Beispiel die Jagd verbieten würden, dann hätten sowohl Wolf als auch Luchs mehr als genügend Nahrung! Aber da höre ich schon die Jäger “wie die Wölfe heulen”, wenn sie “nur” noch den Wald pflegen und hegen sollten und die Regulierung des Wildbestandes der Natur überlassen sollten. Denn es geht nichts über so einen wunderbaren Rehrücken mit frischen Knöpfli, Rotkraut und Marroni;)).
    Ok, ich habe letzthin am Radio einen Walliser Schafzüchter gehört, der beim Anblick seiner vom Wolf gerissenen Schafe offenbar sehr gelitten hat und sich überlegte, ob er mit seiner Zucht nicht aufhören solle. Ich kann ihm gut nachfühlen, doch die wichtigste Lebenslektion, die er offenbar noch nicht mitbekommen hat ist: wir alle sterben und nichts Materielles ist für die Ewigkeit gedacht. “Loslassen” lernen wäre wohl seine Aufgabe….Und frischen Mutes weiterhin Ziegen und Schafe züchten und sich dafür jeden Tag daran freuen anstatt immer nur die Kehrseite der Medaille zu bejammern. Noch Fragen?

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    • Oktober 8, 2010

      Weil der Wolf schon vor den Menschen in unserer Gegend gelebt hat, hat er auch heute das Recht dazu!!
      Ich finde es schade, dass die getöteten Schafe weggeräumt werden. Der Wolf braucht Nahrung und wenn wir ihm das gerisse Tier nehmen, muss er zwangsläufig ein weiteres töten.

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  • Oktober 6, 2010

    Lieber Herr Michel
    Ich möchte von Ihnen Antworten auf folgende Fragen:
    Wer pflegt die Steilhänge im Hochgebirge und fördert somit eine dichte Grasnarbe, welche uns vor Erdrutschen und Erosion schützt?
    Wären Sie bereit, unentgeltlich in Ihren Sommerferien Steilhänge im Gebirge zu mähen?
    Wenn die Subventionierung der Schafhaltung aufgegeben würde, wäre dies das Ende der Schafhaltung im Gebirge. Wie würden Sie diese Flächen nutzen/unterhalten/pf​legen?
    Es bleibt zu hoffen, dass die Politiker ihre Gedanken etwas tiefer als nur bis zum Geldsack arbeiten lassen, wenn sie generell über Subventionen in der Landwirtschaft lamentieren.

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    • Juli 18, 2021

      Die Flächen würden verganden. Das gäbe nur ab und zu eine Lawine mehr, sonst nichts. Die Erosion wird durch die viel zu vielen Schafe, Ziegen und Kühe gefördert.
      Wir brauchen keine flächendeckende Nutzung, das ist reinste Vergeudung von Steuergeldern.
      Entweder ist die Landwirtschaft rentabel oder wird eingestellt. Eine Landwirtschaft ohne Subventionen würde sicher zu einer massiven Restrukturierung führen. Dann hätten die überlebenden Bauern Höfe von mehreren hundert Hektaren und könnten konkurrenzfähig produzieren. Das würde massiv die Steuerzahler und Konsumenten entlasten. Was wir jetzt haben ist ein staatliches Beschäftigungsprogram​m.

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    • Juli 18, 2021

      Nur “ab und zu eine Lawine”; Wenn man nicht gleich darunter wohnt, kann es einem ja gleich sein. Hauptsache es ist dann wieder schön aufgeräumt, wenn die urbane Klientel sich einfindet um sich zu erholen.

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    • Juli 18, 2021

      Jeder wohnt freiwillig dort. Niemand hat irgendjemand gezwungen in einem Lawinen gefährdeten Gebiet zu wohnen. Aber die Allgemeinheit darf dann die Lawinensicheren bezahlen. Das nennt sich Gewinne privatisieren (Landverkauf, bauen) und Folgekosten dem Staat zuschieben. Das gleiche gilt für Bauten in Überschwemmungsfläche​n.

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    • Juli 18, 2021

      Wir sprechen nicht vom Gleichen. Es geht nicht um eingezontes Bauland in Gefahrenzonen, auf welchem zB Chalets erstellt wurden und werden. Es geht um die Bevölkerung allgemein die in den Bergtälern lebt und auf den Schutz vor allem durch die Natur angewiesen ist. Man kann die Berggebiete entvölkern, wenn man den Bewohnern keine Lebensgrundlagen mehr bietet und sie den Naturgefahren aussetzt.Wollen wir das? Noch einmal: eine optimale Beweidung mit Schafen ist der billigste Schutz vor Vergandung mit anschliessenden Hangrutschen in den Gebieten ab 1500 müM.

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    • Juli 18, 2021

      Von mir aus können die für den Lawinenschutz benötigten Flächen subventioniert beweidet werden. Aber dann will ich einen Plan sehen mit nur diesen Flächen inklusive einer Berechung der dafür benötigten Schafe. Wir brauchen keine flächendeckende Subventionierung.

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  • Oktober 6, 2010

    Gewisse Subvention (Höhe diskutabel) scheint angebracht. Alpen und Voralpen die nur durch Kühe beweidet werden verganten. Die Sache mit dem Wolf macht Mühe. In der Schweiz sind die Herden zu klein um wirtschaftlich geschützt werden zu können. In unserem kleinen aber sehr stark gevölkerten Land haben Wolf und Bär nur sehr begrenzt Platz. Der Abschuss darf nicht weiter eingeschränkt werden.

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  • Oktober 6, 2010

    Die Schafhalter scheinen die Heiligen Kühe der Schweiz zu sein, besonders die Walliser. Was haben Subventionen jetzt mit Zecken zu tun? Oberhalb 1600 müM gibt es ohnhin keine Zecken. Unsere Politiker hätten wichtigeres zu tun, als nutzlosen Heimatschutz zu betreiben und Stimmenfang für die nächsten Wahlen zu machen.

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  • Oktober 11, 2010

    Was Sie schreiben, Herr Michel, tönt auf den ersten Blick einleuchtend. Ist es das aber auch, wenn man genau hinter die Kulissen schaut. Mein Vertrauen in die Politik ist (noch) so gross, dass ich daran glaube, dass sich diejenigen, welche diese Subventionen bewilligt haben, etwas dabei gedacht haben.

    Ich verstehe von diesem Thema wenig. Ich kann mir aber vorstellen, dass Schafe zur Landschaftspflege beitragen, sprich auf Flächen weiden, die nicht oder nur schwer gemäht werden können. Ich habe gehört, dass aus wirtschaftlichen Gründen immer weniger Kühe auf die Alp gebracht werden. Auch diese haben einen wesentlichen Beitrag zur “Landschaftspflege”​ geleistet.

    Vielleicht können Sie sich bei den Befürwortern erkundigen. Schafe wählen und stimmen bekanntlich nicht und so viele Schäfer haben wir nun auch nicht, dass diese Wahlen beeinflussen könnten!! Es muss also mehr dahinter sein. Sie können uns ja unterrichten, wenn Sie schlauer geworden sind.
    Freundliche Grüsse

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  • Oktober 20, 2010

    Wozu muss eine abgelegene Landschaft auf über 2000MüM, die Millionen von Jahren ohne den Menschen gut zu Recht kam, gepflegt werden?
    Ist es nicht auch so, dass wegen des intensiven Abgrasens und die Überdüngung der Bergwiesen durch die Weidenden Tiere, die Vielfalt der Pflanzen stark beeinträchtigt wird?

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  • November 2, 2010

    Und wenn wir erst die Schafe der UBS-Chefetagen anschauen, was da subventioniert wurde, gerade auch durch die bürgerlichen Politiker! Milliarden! Und sie scheffeln schon wieder. Aber darüber und dazu sagt Herr Michel nichts, lieber ablenken auf ein paar vierbeinige Schafe!

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  • April 6, 2014

    1) Es geht tatsächlich vor allem um das Abweiden der Alpweiden, damit diese durch Schneerutsche nicht aufgerissen werden können oder durch Stauden (Farn, etc) verganden. Dafür sollten die Eigentümer der Alpen (Alpgenossenschaften,​ Kantone, etc) kostendeckende Entschädigungen zahlen. Sie müssten gewährleisten, dass dafür so viele Schafe wie nötig gehalten werden und nicht mehr.

    2) Der Bund müsste nur noch für gerissene Schafe den Fleischwert vergüten – dies aber nur, wenn Menschen oder Hunde oder Esel die Herden hüten. Das wären keine Subventionen.

    3) Subventionen durch den Bund an ALLE Schafhalter und für ALLE Schafe entfielen damit ganz.

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