1. Medien & Kommunikation

Ihr habt gesiegt, ich halte meine Schnauze

(Verabschiedung aus dem Facebook)

Es ist einfach nicht mehr zu verantworten kritisch zu sein. Heute massen sich private Unternehmen begleitet von Mimosen, die alles persönlich nehmen und Politiker, die auf die politisch Korrekten reinfallen zu entscheiden, was der Gesellschaft zugemutet werden darf und was erlaubt ist und was nicht. Der Staat schaut tatenlos zu. Wie Private seine Aufgaben übernehmen und insbesondere linke Politiker fachen diese private Zensur an.

Es geht nicht an, dass jede falsche Formulierung strafrechtliche Folgen nach sich ziehen kann und sich nur noch Juristen erlauben können kritisch zu sein. Ich muss wieder mal betonen, auch wenn es die politisch Korrekten nicht verstehen wollen: Fehlender Anstand und ungeschicktes Verhalten ist nicht strafbar und was strafbar ist, das wird von Strafrecht definiert und nicht von selbsternannten Sittenwächter.

Besond​ers lächerlich ist die Anfeindung, welche nun wegen der Fastnacht erhoben werden. Die Fastnacht treibt ein Thema auf die Spitze, ritzt die Grenzen und wer sich an einem Wort nervt, weil er nicht fähig ist den Satzkontext zu verstehen, der zerstört die Gesellschaft. MeToo ist ein besonders umstrittenes Thema und wenn man diese Entwicklung nicht mehr kritisieren darf (Feuerhorn), dann ist unsere persönliche Freiheit noch tiefer gesunken als 1933 wo, wie heute, Bücher verbrannt wurde. Wir sind von Zensur derart umgeben, dass es wirklich langsam besser ist zu schweigen. Und nur Kritik zu erheben, weil das Wort Neger (Umzug in Allenwinden) verwendet wird, grenzt an religiöse Fanatismus. Es gibt ganz wenige Wörter, die alleine stehend schon rassistisch sind und Neger gehört nicht dazu.

Ich habe keine Lust diesen Kindergarten mit zu machen und glaube auch nicht, dass unsere Staats-Medien und unsere Politik auch nur das Geringste Interesse daran haben, das wieder frisch von der Leber diskutiert werden darf ohne, dass man Besuch von der Staatsanwaltschaft befürchte muss.

Deshalb habe ich mich als Privatperson nun auch aus dem Facebook zurückgezogen und poste nur noch für Vereine und nicht mehr privat. Ich werde erst wieder mich im Facebook kritisch äussern, wenn die Meinungsfreiheit innerhalb der strafrechtlichen Grenzen wieder beachtet wird. Bin am Überlegen eine persönliche WEB-Seite zu gestalten, auf der ich mich äussern kann ohne Rücksicht auf Mimosen und Sittenwächter nehmen zu müssen und mich dann nur noch dem Strafrecht verantworten zu müssen. Wenn wir jedoch soweit gehen etwas Ähnliches wie das deutsche Netzwerkdurchsetzungs​gesetz zu tolerieren, wie es einige linke Politiker schon gefordert habe, werde ich auch das sein lassen, dann sind wir endgültig in einem totalitären Staat angelangt.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
Kommentare anzeigen Hide comments
Comments to: Ihr habt gesiegt, ich halte meine Schnauze
  • Februar 18, 2018

    Facebook, Google und Twitter sind private Unternehmen mit Sitz in den USA.

    Sie haben das Recht, eigene Hausregeln aufzustellen, was erlaubt ist und was nicht. Wem das nicht passt, kann gehen wo er will. Niemand ist gezwungen, einen Account auf Facebook zu haben. Ebenso wenig gibt es ein Menschenrecht auf Facebook und Twitter.

    Es gibt kein Anrecht, auf Facebook und Twitter zu tun und zu lassen was man will. Schliesslich bestimmen auch Zeitungen selber, welche Leserbriefe sie veröffentlichen und welche nicht.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Eberhardt,
      die genannten Portale sind internationale Schwatzbuden. Und die Betreiber hatten vielleicht zuerst die Idee , etwas gutes für die Menschheit zu tun. Doch wenn man die astronomischen Gewinne sieht, denke ich, die Benutzer sind nur noch Mittel zum Zweck. und das Wissen, welche die Benutzer über sich selber preisgeben, kann von den Portalen wieder auf verschieden Art genutzt werden. Es erstaunt mich deshalb, wie wenig kritisch die Menschen sich da einlassen.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Alex Müller,
      Die Ideen sind genial, Leute gratis dazu bringen, Sachen zu posten, bei denen sie sonst aus Datenschutz Gründen bedenken hätten.
      Diese Datenflut muss nur noch ausgewertet und richtig vermarktet werden.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Nabulon, ja geniale Denker haben die Portale auf die Beine gestellt. Vielleicht sogar verbunden mit der Idee, dass jeder auf der Welt sich mit andern austauschen soll und damit vielleicht etwas “Freiheit” in Diktaturen getragen wird. Sogar Hilferufe von Unterdückten können so in die Welt getragen werden.
      Jetzt aber zeigt sich auch, dass es auch Nutzer gibt, die alles andere als freiheitlich gesinnt sind. Wenn es wahr sein sollte, dass Portale gezielt von z.B. Russland genutzt wurden, um den Amerikanischen Wahlkampf zu beeinflussen, dann wäre der Gedanken der Freiheit damit ernstlich ” unterwandert” worden und Facebook und Co. müssen selbst eine “Zensur” aufbauen, um die Freiheit zu schützen.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Alex Müller,
      Das ist eigentlich logisch, dass solche die Macht ausüben wollen, sich dieser Foren bemächtigen.
      Falls man mit dem richtigen Namen drin ist, können solche “Beherrscher” alle gelieferten Daten nutzen und gegen einem selber oder ein Land verwenden.

      Elektronik in Ehren, aber das ist einer meiner Gründe, sich vehement gegen Elektronisches Abstimmen zu wehren. Um das sicher zu machen, Daumenabdruck gibt’s ja schon, wird man so Sience Fiction mässig, z.b. Implantate Cips verlangen, geht ja auch bequemer, und so wird sich das Schaf ganz alleine zum Wolf begeben, aus lauter Faulheit und zu wenig Intelligenz.
      Und z.b. Staats Medien, was machen Generäle bei einem Putsch als Erstes? TV Station, Radiostation, Zeitungen besetzen…
      Nein, Keine Zensur, egal ob es korrekt ist, was geschrieben wird.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Ist etwas nicht korrekt, strafrechtlich relevant, kann eine Behörde dem nachgehen. Wobei so Politische Korrekte Wörter und Verhalten in meinen Augen nur Mittel zum Angst machen und Unterdrücken ist, siehe dieser Blog, Es meldet sich jemand ab, Bankrott Erklärung …

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Ja Herr Nabulon, ich bin gegen die Idee, Volksabstimmungen und Wahlen elektronisch abzuwickeln. Erstens, weil bis heute keine Garantie besteht, dass die Softwareentwickler das so sicher gestalten können. Diese Branche erlaubt sich zu viele fehlerhafte Produkte. Beispiele: Der “Absturz” des militärischen Führungssystems wurde mit ca 800 Mio Verrlust einfach beerdigt. In der Bundesverwaltung sind schon einige solche Projekte ebenfalls wegen Fehlerhaftigkeit wieder ausgeschaubt worden. Allerdings haben die Besteller oft auch eine Verantwortung dafür. Nämlich dann, wenn man während der Erstellung des Programms “Zusatzwünsche” hineinpacken will.
      Zurück zum Thema Abstimmungen. Ich finde, wenn wir zu bequem geworden sind, ein Stimmcouvert zu öffnen, es wieder zu verschliessen und der Gemeinde zu schicken, haben wir dieses Privileg – abstimmen zu dürfen – irgenwann nicht mehr verdient. Wir werden darum beneidet. Gleichzeitig schütteln vielleicht Bürger aus andern Ländern den Kopf wegen unserer geringen Teilnahme an Abstimmungen.

      Kommentar melden
  • Februar 18, 2018

    Wir sind heute in einer Lage wie in den 1930er als die Meinungsfreiheit mit SA-Fäusten geprügelt wurde und Bücher verbrannt wurden. So hat z.B. die deutsche Schauspielerin Silvana Heis­senberg faktisch ein Berufsverbot weil sie Mutter Merkel kritisiert hat.

    https://philo​sophia-perennis.com/2​017/04/29/silvana-hei​ssenberg/

    Heute muss man in Zürich, Bern und Basel mit Gewalt rechnen, wenn man einer andern als der herrschenden Meinung ist und dazu steht.
    Die faschistischen SA-Banden “Schwarzer Block*, Reithalle usw. gehen heutzutage auf Saubannerzüge um die freie Meinung niederzuknüppeln. Auch die sogenannten *Antifa* geben sich sehr faschistisch.

    Da Staat und Regierung diese Banden machen lassen wird es mit der Zeit immer Schlimmer.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Sauhäfeli – Saudeckeli. In der Stadt herrscht der Terror des schwarzen Blocks und bei uns auf dem Land der Gesinnungsterror der SVP. Wie ich dei beiden Pole verabscheue und bestens auf diese verzichenten könnte.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      @Urs Scheiwiller, auf dem Land durfte ich immer meine Meinung äussern und die ist meist auch kritisch, habe nie etwas von Gesinnungsterror erfahren.

      Sie waren wahrscheinlich noch nie ausserhalb der Stadt und reimen sich da etwas zusammen.
      Aber auf dem Land darf man auch Links-Grün wählen, nur Mut !

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Mit Ihrer Gesinnung Herr Gutier haben Sie auf dem Land auch kein Problem mit Ihrer Meinung.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      @Raschle Felix, was für eine Gesinnung braucht es ihrer Meinung nach ?

      In der Stadt, auf dem Land ?

      Wollen die gnädigen Herren der Stadt Zürich wieder, wie auch schon, die Landbevölkerung züchtigen und an den Galgen bringen wie z.B. im Bockenkrieg ?

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Carlos Gutier

      Sehr gute Stellungnahme von Ihnen, dankeschön. Ich würde aber etwas noch ergänzen:

      Die (links)-faschistische​n SA-Banden “Schwarzer Block*, Reithalle usw. gehen heutzutage auf Saubannerzüge um die freie Meinung niederzuknüppeln.

      Kommentar melden
  • Februar 19, 2018

    Tragisch, sich einfach so das Wort nehmen zu lassen. Aber jedermann’s eigene Entscheidung.

    Übrigens, eine Wortmeldung wird nicht besser, (sondern schlechter) wenn man so komische Wörter verwendet, mit welchen man strafrechtlich verfolgt werden kann. Es geht auch anders, schauen sie wie Medien dies tun, ….

    Kommentar melden
  • Februar 19, 2018

    ..es ist immer schade,wenn man sich wegen ein paar Gesinnungs-Meinungsma​chern-“Terrorristen” aus dem Tritt bringen lässt!
    Ich persönlich geniesse es,ab und zu meinen “Senf” zu einem bestimmten Thema äussern zu dürfen,und grundsätzlich habe ich nicht das Gefühl,dass es soo schlimm ist!Was mir oft zu denken gibt,ist,dass so viele Menschen auf Grund einer persönlichen Meinung,die man zu äussern “wagt” sofort sich in einer gewagten “Art” von Menschenkenntnis äussern,als ob sie einem schon seit Geburt täglich begegnet wären!
    Aber das ist halt wie beim Autofahren!Die Blechhülle und der gewisse “Abstand” der dadurch entsteht,flösst so vielen Mitmenschen ungeahnten Mut ein!..so dass sie sich Sachen getrauen, zu schreiben,die bei einem persönlichen “Téte à Téte” kaum vorstellbar wären.Wichtig ist auch,dass man sich selbst nicht in einer allzu ernst zu nehmenden Rolle sieht..!Mein Grund der Meinungsäusserung ist vorsätzlich der,dass ich im Alter meine “Gehirnzellen” noch etwas nutze,und versuche vielleicht dem einen oder anderen einen kleinen Denkanstoss zu geben,ohne gleich die ganz grosse Ueberzeugung zu prophezeien,dass das nun der Wahrheit letzter “Schluss” ist!So möchte dem Herr Ebinger zurufen,machen Sie doch weiter und geniessen Sie alles Kritische mit einer gewissen Gelassenheit.Das ist braucht etwas Uebung,…!..macht einem aber im gewissen Sinne auch freier…!!!!!!!

    Kommentar melden
  • Februar 19, 2018

    Herr Ebinger,
    es kommt immer drauf an wie man ein Fastnachtsthema auswählt und mit Figur, Bild und Text zu einem ironischen Ganzen komponiert. Sobald es plump daherkommt, wird es eben “anstössig” d.h. einige stossen sich daran. Im privaten Kreis werden vielleicht verbotene Ausdrücke hie und da verwendet. Aber die Fasnacht ist ein öffentlicher Anlass. Das muss eine Fastnachtsgesellschaf​t klar berücksichtigen.
    Kab​arettisten haben eine feines Gespür für die Verweendung von Wörtern oder Gesten, welche alle verstehen. Die Ironie, der Witz und die Witzzeichnungen sind die besten Waffen gegen Diktaturen und Meinungseinfalt.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Am besten wirken die beschriebenen Waffen gegen Diktatoren wohl dann, wenn sie „mit feinem Gespür“ verboten und zensuriert werden, Herr Müller…

      Kommentar melden

Kommentar schreiben

Neuste Artikel

  1. Umwelt, Klima & Energie
Biodiversität: Wir haben zu wenig Schutzflächen! Die Leistungen der Ökosysteme müssen in Zielsetzungen und Steuerungsinstrumente der Politik und Wirtschaft einfliessen. Ein zu enger Aktionsplan des Bundes reicht dafür trotz guter Ansätze nicht.“ (Markus Fischer Der Professor für Pflanzenphysiologie ist Mitglied des Expertengremiums des Weltbiodiversitätsrats in BaZ vom 1.10.2020)

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen



  1. 10 Jahre ökologischer Fussabdruck bei Vimentis: \"Unser ökologischer Fuss­ab­druck in der Schweiz ist min­des­ten 3 x zu gross. Immer noch…


Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu