1. Sonstiges

Ihr Kinderlein kommet

Wissen Sie was eine su­per­pro­vi­so­ri­s​​​che Verfügung ist?

Mit dieser Massnahme kann die KESB (Kindes- und Erwachsenenschutzbehö​​​rde) Entscheide fällen, die erstinstanzlich nicht mehr angefochten werden können. Betroffene Personen fallen der Willkür der Behörde zum Opfer.

In der Vergangenheit haben schon leidtragende Bürgerinnen und Bürger versucht, diese Entscheidungen vor Gericht anzufechten.

Die Ursache dieses Problems liegt in der neuen Zivilprozessordnung und in Gerichtsentscheiden, in welchen festgehalten wird, dass gegen superprovisorische Massnahmen keine Rechtsmittel ergriffen werden müssen. Begründet wird dies damit, dass den von diesen Entscheiden betroffenen Personen unmittelbar rechtliches Gehör gewährt werden muss.

Dummerweise müssen sich Betroffene wieder an die verfügende Behörde wenden, also der KESB. Die Willkür dreht sich im Kreis und aus diesem Irrsinn kommt man so schnell nicht wieder heraus. Unter den beliebten „Opfern“ der KESB befinden sich vorwiegend alleinstehende Elternteile und ältere Personen, die den Verfügungen fast machtlos ausgesetzt sind.

Betroffene bewegen sich in der Quadratur des Kreises. Jüngst habe ich von Fällen erfahren, wo alleinstehende Elternteile sich nichts sehnlicher wünschen, als die Weihnachtstage mit Ihren durch die Behörde „entrissenen“ Kindern verbringen zu können.

Sie ahnen es bestimmt.

Mit superprovisorischen Verfügungen kann die KESB dem entgegenwirken und dies verhindern.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ganz frohe Festtage und eine besinnliche Zeit im Kreise Ihrer Liebsten.

http://www​​​.blick.ch/news/schw​e​i​z/die-mutter-eine​s-​13​-jaehrigen-klag​t-a​n-h​ier-fuehrte-d​ie-p​oliz​ei-mein-kin​d-in-​hands​chellen-a​b-id32​23498.​html

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Comments to: Ihr Kinderlein kommet
  • Dezember 10, 2014

    Jede Einsparung in einer Behörde bringt solche Probleme mit sich. Meiner erachtens war es so oder so “dumm” die zwei Behörden zusammen zu legen. Kind und Eltern gehören nicht in die gleiche Behörde. Oder wie soll die gleiche Behörde sich selber an den Karren fahren, wenn ein Kind Hilfe gegen die Handlungsweise der Eltern braucht?

    Aber es sieht so aus, wie wenn man nun die Behörden zusammen gelegt hat. Dann später mit dem Vorschlag kommt, externe Berater sollten solche Entscheidungen dann treffen, welche Unbeteiligt seinen. So sind wir dann beim Bsp. IV.

    Auslagern und schwupps hat man neue Stellen geschaffen und schlussendlich das typische Staatseinsparpotenial​ gefunden…. Sparen KOSTE es was es wolle. Eine PUK einsetzen die Einsparpotenial sucht, welche 3 Mio kostet und 1 Mio Sparpotential bringt. So läuft das zur Zeit ab in den Behörden.

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  • Dezember 10, 2014

    Dieser Fall ist schwierig zu beurteilen. Ich gehe davon aus, dass in dieser Familie ein gewisses Konfliktpotential vorherrschte. Eine Scheidung wird vielleicht vorher noch bei dieser Mutter gewesen sein. Die KESB kommt erst dann zum Zug, wenn ein Kind, die Eltern oder die Schule sich dort meldet. Das Kind war in der Schule verhaltensauffällig. Dies hat verschiedene Gründe. Mit Bestimmtheit durch einen äusserlichen Einfluss. Eine superprovisorische Verfügung gibt es eigentlich nur in Notfällen. Also bei Gefahr für einzelne Familienmitglieder. In den meisten Fällen sind es die Kinder. Wenn diese Verfügung umgesetzt wird ist es natürlich eine schmerzhaft Situation. Wir leben heutzutage in einer schnelllebigen, in der Lebensqualität inhaltslosen Zeit. Die KESB hat es ermöglicht, dass vor Gefahr bedrohte Personen innerhalb von Familien oder des Umfeldes, sich praktisch anonym bei der KESB melden können. Diese Behörde ist nicht mehr auf Gemeindestufe sondern auf kantonaler Ebene gegliedert. Die KESB ist jetzt durch diesen Umstand logischerweise überfordert, weil chronische Gewalt oder Vernachlässigung in der Familie gern verschwiegen wird. Dieser Bericht im Blick ist auch so dargestellt, als wäre die Mutter oder der Kevin das Unschultslamm. Das ist klar ersichtlich. Die KESB braucht eine gewisse Zeit und liegt so oder so ans uns allen, dass wir lernen müssen, harmonisch miteinander umzugehen.

    Es gibt immer mehr Burnouts, immer mehr IV-Fälle, immer mehr Machtmissbräuche, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung im Wohlstand lebt. Für Laien ist dies kaum zu verstehen. Ich denke, es müssen wirklich einmal Statistiken auf den Tisch, aus welchen Gründen die KESB so beansprucht wird.

    Etwas darf bei dieser Nachfrage der KESB nicht passieren. Dass zuviel getan wird und dass ein Wirtschaftssektor entsteht auf Kosten der Allgemeinheit.

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  • Dezember 12, 2014

    Man “geschäftet” halt immer noch mit den “Schwächsten”!Früher hat man Kinder an Bauern “abegeben”oder in sog.”guten Häusern”als “Haushilffe” angestellt.Das hat man dann “Verding-Kinder” genannt.
    Heute geht es andersrum!…man schickt diese “Hilflosen” in teure Psycho-Therapien,”Erz​iehungs-Heime” etc.Wieder werden Eltern die Kinder weggenommen!…und der Steuerzahler soll”blechen,dass die Haare zu Berge stehen!”
    Wo ist da der Unterschied?…Kann es sein,dass die nächste Generation dann auch wieder Forderungen stellt?….wegen psychischen Schäden,denen ihnen diese Therapien verursacht haben?????…selbstve​rständlich sind dann wieder finanzielle “Wiedergutmachungs-Za​hlungen” fällig….!..sofern das Geld noch vorhanden ist…..!…tja …der Mensch ändert sich nicht…nur die Umstände ….

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