1. Sonstiges

In der Schweiz steigt die Lebenserwartung

Es scheint so, als hätte die Schweiz gut lach­ten. Denn die Schwei­ze­rin­nen und Schwei­zer haben die höchste Le­bens­er­war­tung welt­weit. Der Durch­schnitt liegt bei den Frauen bei 85 Jah­ren und bei den Män­nern bei 80,7 Jah­ren.

Woran liegt das nur, dass die Schweizer Bevölkerung ein so hohes Alter erreicht?

o Zum Teil an dem Reichtum und dem hohen Lebensstandard. Aber dabei gilt zu bemerken, die Schweizer Städter werden älter, als die Schweizer, welche am Land beheimatet sind.

o Aber die Schweiz gilt auch als eines der zufriedensten und glücklichsten Länder dieser Welt. Und wer zufrieden und glücklich ist, der erreicht ein hohes Lebensalter. Das Wohlbefinden ist also das A und O.

o Der Faktor ausgewogene Ernährung spielt beim Altern eine ganz entscheidende Rolle. Wer viel Käse und Milch verzehrt, der kann sich über ein gesundes Altern erfreuen.

Aber die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung bringt nicht nur Vorteile mit sich. Denn die steigenden Lebenserwartungen und die immer weniger werdenden Geburten führen zu einem hohen und ständig wachsenden Anteil der älteren Bevölkerung. Dieser Umstand ist nicht allein in der Schweiz klar zu erkennen, sondern in vielen anderen Industrieländern ebenso.

Welche wirtschaftlichen Effekte zieht die steigende Lebenserwartung nach sich?

An dieser Frage ist eine weitere geknüpft, die wie folgt lautet: Wie anpassungsfähig wird die alternde Gesellschaft sein? Nimmt sie die ökonomischen Aktivitäten an und passen sich wirklich alle Institutionen der immer älter werdenden Bevölkerung an?

Das Wohlfahrtssystem muss darauf abgestimmt werden. Das heißt, das Pensionssystem muss neu überdacht werden. Die Gesundheits- und Pflegevorsorge muss in den kommenden Jahren ausgeweitert werden. Forschung und Entwicklung müssen sich ebenso mit der steigenden Lebenserwartung auseinandersetzen. Nicht zuletzt ist es auch die Wirtschaft, die dadurch neue Impulse erhält. Casino Kapitalismus ist da fehl am Platz (mehr Informationen zum Thema seriöse Casinos). Viel mehr muss auf die Nachhaltigkeit eines „gesunden“ Wohlfahrtssystems geachtet werden.

Mehr Rentner und weniger Erwerbstätige

Auch die Ressourcenverteilung innerhalb der verschiedenen Generationen muss neu aufgestellt werden. Es wird eine Umverteilung der Ressourcen unaufhaltsam sein. Die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung muss um einen wesentlichen Faktor erweitert werden. Dem Faktor Altern. Dabei gilt zu bedenken, dass die jüngere Altersgruppe im Durchschnitt mehr konsumiert, als sie verdient. In jungen Jahren soll sich etwas geschaffen werden. Die Älteren hingegen, konsumieren weniger. Alle diese Punkte müssen bei einer volkswirtschaftlichen​​ Aufstellung neu überdacht werden.

So müssen sich die unterschiedlichen Institutionen an die veränderte Altersstruktur anpassen. Ein späterer Pensionsantritt wird sich vermutlich nicht vermeiden lassen. Der Bund gibt zu bedenken, dass bereits im Jahr 2030 9 Milliarden Franken in der Altersversorgung fehlen werden.

o Es wird künftig immer mehr Rentner geben

o und dafür weniger Personen im Erwerbsalter.

Aber​​ wichtig ist es mit dem steigenden Alter der Bevölkerung nicht nur die finanziellen Belastungen zu sehen, sondern jeder Staat sollte auch die Chancen wahrnehmen, die sich hinter dieser Entwicklung verbergen. Die Seniorinnen und Senioren werden wichtige Konsumenten werden, die zur Wirtschaft beitragen. Auch die Freiwilligenarbeit wird künftig ausgebaut werden, denn die Senioren der Neuzeit sind in der Regel rüstig und gesund und können einen wichtigen Beitrag in der Freiwilligenarbeit leisten. Sie werden dadurch die Gesellschaft entlasten.

Sicher ist, die steigende Lebenserwartung wird die Gesellschaft der Schweiz verändern. Die Politik und auch die Wirtschaft sind gefordert, gute Lösungen für Jung und Alt zu finden.

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