1. Gesellschaft

IS zerstört die Schätze der Wiege der Menschheit

 
 

Pressl​uftham​mer gegen Schätze der Menschheit

«Tragödie​​», «Katastrophe», «Schande»: IS-­Mi­li­zen wüten in einem Mu­seum und zerstören jahr­tau­sende­alte Statuen.

 

Bilder, die die Welt bewegen: IS-Milizen wüten in Mosul in einem Museum für Altertumskunst.

 

​​

Nach der Zerstörung einzigartiger Kulturgüter im Irak durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat Unesco-Chefin Irina Bokova eine Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrates gefordert. Sie betrachtet die Vorgänge als Sicherheitsproblem. «Dieser Angriff ist mehr als eine Kulturtragödie – dies ist auch eine Sicherheitsfrage, da er Sektierertum, gewaltsamen Extremismus und Konflikte im Irak schürt», begründete die Generaldirektorin der UNO-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur ihre Forderung.

Sie verurteilte die systematische Zerstörung irakischen Kulturguts als «gezielten Angriff auf die jahrtausendealte Geschichte und Kultur des Iraks» ebenso wie als «Anstacheln zu Gewalt und Hass».

 

Vergleich mit Sphinx

Der IS hatte im Norden des Irak einzigartige Kulturgüter aus altorientalischer Zeit zerstört. Darunter ist eine assyrische Türhüterfigur, die mehr als 2600 Jahre alt ist. Ein Internetvideo der Extremisten zeigt, wie IS-Anhänger im Museum der Stadt Mosul und an der Grabungsstätte Ninive bedeutende Bildwerke aus der Antike zertrümmern. Auch Quellen vor Ort berichteten von der Zerstörung.

Experten​​ bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass es sich bei vielen der zerstörten Stücke um Originale handelt. Die Türhüterfigur sei eine «Ikone der altorientalischen Bildkunst», sagte Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums in Berlin, am Donnerstag.

«Das ist so, als würde jemand die Sphinx in Ägypten zerstören.» Der Verlust sei eine Katastrophe. Die sunnitischen Extremisten zerstörten die Figur mit einem Presslufthammer.

 

Geg​en bildliche Darstellung von Gott

Unter den zerstörten Kulturgütern sind auch zahlreiche weitere assyrische Statuen, teilweise grösser als ein Mensch. Der etwa fünf Minuten lange Film zeigt, wie Islamisten im Museum in der IS-Hochburg Mosul mit grossen Hämmern auf die Stücke einschlagen oder sie umstürzen, sodass sie zu Bruch gehen.

In dem Video erklärt ein IS-Anhänger, die Statuen hätten Assyrern und anderen Völkern der Vielgötterei gedient. Auch der Prophet Mohammed habe alle Götzenfiguren zerstört, als er nach Mekka gekommen sei. Der IS beruft sich dabei auf eine Interpretation des Islam, die die bildliche Darstellung von Menschen und Gott verbietet.

 

Vorbil​d Taliban

Der Fall erinnert an die Buddha-Statuen von Bamian, die den Taliban in Afghanistan zum Opfer fielen. Am kommenden Sonntag vor genau 14 Jahren begann das damals in Kabul herrschende radikalislamische Regime damit, die beiden 38 und 55 Meter hohen Statuen aus dem 6. Jahrhundert zerstören zu lassen.

 

Schlussfo​​lgerungen;

 

1. Was bedeutet diese Zerstörung von Kulturgut aus der Zeit der Assyrer, die Wurzel jeglicher, menschlicher Kultur ? Unser geistiger Landesvater Niklaus von Flüeh (Bruder Klaus) sagte diesbezüglich schon damals treffend; “Wehret den Anfängen”.

 

2. Zum einmal fundiert NACHDENKEN; Hat diese Zerstörung und dieses Töten eigentlich primär  mit GOTT oder mit seinem Widersacher etwas zu tun ?

 

3.  Erinnert an  die Buddha-Statuen von Bamian, die den radikalen Taliban in Afghanistan ebenso zum Opfer fielen. Am kommenden Sonntag vor genau 14 Jahren begann das damals in Kabul herrschende radikalislamische Regime damit, die beiden 38 und 55 Meter hohen Statuen aus dem 6. Jahrhundert zerstören zu lassen, & Niemand auf dieser Welt hinderte sie daran. Wie M. Gandhi es richtig formulierte;

 

“Wei​​l der Mensch aus der Geschichte nichts lernt, muss diese sich immer wiederholen”.

 

Que​​lle;

http://bazonli​n​e.ch/ausland/naher-​os​ten-und-afrika/Pre​ssl​ufthammer-gegen-S​chae​tze-der-Menschhe​it/st​ory/25829139

 ​

Acht​ung;

Das Video finden Sie im 1. Kommentar eingestellt zum abspielen.

27. Februar 2015

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Comments to: IS zerstört die Schätze der Wiege der Menschheit
  • Februar 27, 2015

    In dem Video erklärt ein IS-Anhänger, die Statuen hätten Assyrern und anderen Völkern der Vielgötterei gedient. Auch der Prophet Mohammed habe alle Götzenfiguren zerstört, als er nach Mekka gekommen sei. Der IS beruft sich dabei auf eine Interpretation des Islam, die die bildliche Darstellung von Menschen und Gott verbietet.

    Video-Q​uelle;

    http://bazo​nline.ch/ausland/nahe​r-osten-und-afrika/Pr​esslufthammer-gegen-S​chaetze-der-Menschhei​t/story/25829139

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  • Februar 27, 2015

    Was genau wollen Sie hier diskutieren, Herr Hottinger? Der Aussage das die Zerstörung historischer Artefakte verwerflich ist wird wohl niemand widersprechen. Die Leute die diese Zerstörungen anrichten verstehen dabei auch nicht das jede Art von Geschichte bewahrt werden sollte, selbst solche die nur dazu dienen kann ein schlechtes Beispiel zu geben. In dem Sinne haben Sie auch mit dem Zitat von Ghandi recht … aber eben, was sollen wir hier diskutieren?

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    • Juli 19, 2021

      Mit einer solche Argumentation des Verständnisses könnte man MAO, Hitler, Stalin und auch die USA posthum rechtfertigen, Herr Wagner.

      Frage mich, wer den Mut hat, den ‘Georgia Guide Stone’ in den USA nieder zu reissen.

      Nein, so kann man nicht argumentieren. Nein danke!

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    • Juli 19, 2021

      Ich habe keine Ahnung was Sie hier schreiben, Herr von Limaa. Ich habe NIRGENDWO Verständnis aufgebracht für Leute die historische Artefakte zerstören, ganz im Gegenteil. Ich habe sogar Herrn Hottinger zugestimmt.

      Sie sollten vielleicht, wenn Sie glauben das Sie irgendwas gefunden haben um eine Ihrer üblichen Attacken gegen mich abzulassen vielleicht 2 – 3 Minuten länger drüber nachdenken als Sie es offensichtlich hier gemacht haben.

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    • Juli 19, 2021

      Zitat, Herr Wagner:

      ‘…Die Leute die diese Zerstörungen anrichten verstehen dabei auch nicht das jede Art von Geschichte bewahrt werden sollte, selbst solche die nur dazu dienen kann ein schlechtes Beispiel zu geben..’

      Ende Zitat

      Woher nehmen Sie Ihre Annahme, dass ‘die Leute’ nicht verstehen? Haben die Ihnen das ausführlich dargelegt?

      Welche Art von Geschichte sollte also demnach ‘bewahrt’ werden, wenn Sie ‘den Leuten ein schlechtes Beispiel zugestehen, jedoch keine klare Ablehnung für solche Vorgehensweise darlegen?

      Für mich drehen Sie das ganze sehr elegant um.

      Muss daraus geschlossen werden, dass alle UNESCO geschützten ‘Welterben’ quasi entschuldigend zur Diskussion gestellt werden dürfen?

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    • Juli 19, 2021

      Es sind halt eifrige Muslime bei der Ausübung ihrer Religionspflicht.

      ​Wie das bei uns ankommt, gab doch Gott dem Menschen Das Bewusstsein und die Freiheit zu denken und zu handeln

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    • Juli 19, 2021

      Herr von Limaa, noch einmal, scheinbar ist es immer noch nicht bei Ihnen angekommen: ich lehne JEDE Art Zerstörung geschichtlicher Zeugnisse ab. Ich habe Ihnen in meinem letzten Beitrag bereits mitgeteilt das ich nirgendwo Verständnis für solche Taten gezeigt habe.

      Aus Geschichte, ob guter oder schlechter, kann man etwas lernen.

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  • Februar 28, 2015

    Schade das es Menschen gibt, die den Wert solcher historischer Werke nicht schätzen und interpretieren können. Wir Menschen sind intelligent genug, solche Götzen nicht anzubeten, da wir wissen, dass es nur einen Gott gibt, den wir uns bildlich in uns selber vorstellen und mehr nicht. Sie sagen richtig, das hat nichts mehr mit Gott oder der Religion zu tun, nur mit den Widersachern.

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  • März 1, 2015

    Irakisches Kulturerbe
    Geplünder​tes Museum wieder offen, wieder ein kleiner Lichtblick

    1.3.201​5,

    Zwölf Jahre nach seiner Plünderung ist das Irakische Nationalmuseum in Bagdad mit einzigartigen Schätzen aus altorientalischer und islamischer Zeit wiedereröffnet worden. Damit wolle man auf die Zerstörung von wertvollen assyrischen Kulturgütern durch die Terrormiliz IS reagieren, teilte das irakische Antikenministerium mit. Seit Sonntag ist das Museum wieder für Besucher zugänglich. Nach der amerikanischen Invasion im Frühjahr 2003 waren dort rund 15 000 wertvolle archäologische Fundstücke gestohlen worden. Rund ein Drittel davon ist nach Angaben irakischer Experten bis heute wieder aufgetaucht.

    Quell​e;

    http://www.nzz.​ch/international/gepl​uendertes-museum-wied​er-offen-1.18493078

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