Die Schweiz stirbt lang­sam aus. Wir haben ein Pro­blem. Die Ge­bur­ten­zahl ist zu ge­ring. Während die Ge­bur­ten­rate im 19. Jahr­hun­dert pro Frau noch 4,4 Kin­der be­trug, ver­zeich­nete man zu Be­ginn des 20. Jahr­hun­derts und in der Nach­kriegs­zeit noch 2,5 Kin­der pro Frau. Ab den 1960er Jah­ren be­gann der Ab­sturz. Heute sind wir bei 1,54 Kin­der pro Frau an­ge­langt. Die Fol­gen für die So­zi­al­ver­si­che­r​un­gen sind ver­hee­rend.

Ich nenne nur die AHV: Als sie im Jahre 1948 in Kraft gesetzt wurde, kam auf 6,5 Erwerbstätige noch ein Rentner bzw. eine Rentnerin. Wenn diese Entwicklung ungebremst weiterläuft, müssten im Jahre 2035 zwei Erwerbstätige für eine AHV-Rente aufkommen. Das Bundesamt für Sozialversicherungen rechnet mit einer Finanzierungslücke von 5,6 bis fast 12 Milliarden Franken jährlich, je nach Wirtschaftslage und Einwanderungspolitik.​

Es braucht mehr Junge. Die Lücke kann mit noch mehr Ausländern oder mit mehr Geburten geschlossen werden. Politisch dürfte das Letztere wesentlich realistischer sein. Es ist erwiesen, dass in Ländern mit besseren Rahmenbedingungen für Familien mit Kindern höhere Geburtenzahlen registriert werden. Das ist zum Beispiel in Frankreich mit fast zwei Kindern sowie in Norwegen und Schweden mit über 1,9 Kindern pro Frau der Fall. Weil sich der Verfassungsartikel insbesondere auf die Krippen-und Tagesschulförderung bezieht, will ich mich auch nur auf entsprechende Verbesserungen fokussieren, obwohl selbstverständlich die steuerlichen und finanziellen Bedingungen für Familien mindestens so bedeutsam sind.

Genügend zahlbare Krippenplätze

In Schweden besuchen drei Viertel aller Kinder eine Kindertagesstätte, und praktisch alle Kinder erhalten in der Schule ein kostenloses Mittagessen. Zwar ist die Anzahl der Kindertagesstätten auch bei uns angewachsen, aber die Nachfrage ist immer noch weit grösser als das Angebot. Gemäss einer Studie fehlen in der Schweiz Krippen für rund 120 000 Kinder im Vorschulalter. Und Krippen sind oft zu teuer. Der neue Verfassungsartikel bildet nur ein kleines Wegstück auf dem Weg zu besseren Bedingungen für Familien. Aber er ist immerhin das. Er kann zur Verbreiterung des Angebotes an Krippenplätzen und zu deren Verbilligung beitragen. Genügend zahlbare Krippenplätze und mehr Tagesschulen sind heute unabdingbar. Aus diversen Gründen. Sie ermöglichen beiden Ehepartnern auch mit Kindern, sich beruflich weiterhin zu verwirklichen.

Von konservativen Gegnern des Artikels wird oft das negative Beispiel aus den alten DDR-Zeiten erwähnt, wo Kinder in Krippen und Tagesschulen angeblich mit sozialistischem Gedankengut förmlich indoktriniert wurden. Logischerweise müssten wir dann auch die Schule abschaffen. Bei uns verhindert aber schon die demokratische Kontrolle solche Indoktrinierungsversu​che. Erziehung bleibt wie bis anhin Privatsache. Der Staat darf sich nicht einmischen. Aber er soll die Privaten entlasten. Er übernimmt nicht die Erziehung der Kinder. Hier geht es nur darum, ein sinnvolles Nebeneinander von Beruf und Familie zu ermöglichen. Die Eigenverantwortung der Familie wird dadurch keineswegs abgewertet.

Selbstve​rständlich sind Krippen und Tagesstrukturen nicht gratis. Wie hoch die exakten Kosten sind, kann erst beziffert werden, wenn der Verfassungsartikel auch konkret umgesetzt wird. So oder so sind es gut eingesetzte Mittel. Es ist gut investiertes Geld der Steuerzahler, worunter auch die Wirtschaft zu zählen ist. Von einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie profitiert nicht nur die Familie, sondern auch die Wirtschaft, der dadurch zusätzliche qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Es ergibt volkswirtschaftlich keinen Sinn, wenn Firmen fehlende Arbeitskräfte im Ausland suchen müssen, obwohl sie im Inland vorhanden wären. Der Schweizerische Arbeitgeberverband und Economiesuisse haben deshalb – trotz den Kosten – keine Nein-Parole beschlossen. Entscheidend ist aber, dass Wirtschaft und Verwaltungen mehr Teilzeitstellen schaffen, da in der Praxis – trotz Krippen und Tagesschulen – kaum beide Elternteile zu 100 Prozent arbeiten können.

Kompetenzen der Kantone respektiert

Erzföderalisten befürchten eine Kompetenzverschiebung​ von den Kantonen zum Bund. Das ist falsch: Die Schulhoheit bleibt bei den Kantonen. Sie allein bleiben zuständig für ein bedarfsgerechtes Angebot an familien- und schulergänzenden Tagesstrukturen. Der Bund erhält lediglich eine subsidiäre Kompetenz, die erst zum Zuge kommt, wenn die Bestrebungen der Kantone und Dritter nicht ausreichen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Wir kennen dieses System vom Bildungsartikel (Schulkoordination), wo nur gute Erfahrungen damit gemacht wurden.

Die Kantone haben das begriffen, weshalb sich nicht weniger als 21 Kantone in der Vernehmlassung für den Bundesbeschluss zur Familienpolitik ausgesprochen haben.

Die gesellschaftliche Bedeutung der Familie – in welcher Form auch immer – ist absolut zentral. Ohne Kinder überlebt kein Land. Die finanzielle Situation für Familien mit Kindern ist heute oft sehr eng. Eigentlich müsste ein Verfassungsartikel zur Förderung der Familien mit Kindern weit umfassender sein als derjenige, der zur Abstimmung vorliegt. Aber halten wir lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Sagen wir Ja zu einer Verfassungsänderung, die ein Stück weit beiträgt zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Familien mit Kindern.

 

Der neue Verfassungsartikel kommt am 3. März zur Abstimmung. Den Anstoss dazu gab CVP alt Nationalrat Norbert Hochreutener (BE) mit seiner Parlamentarischen Initiative „Verfassungsbasis für eine umfassende Familienpolitik“ vom 23. März 2007.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: JA zum Familienartikel!
  • Januar 18, 2013

    Sehr geehrter Herr Hochreutener CVP
    Ich denke es braucht mehr Lehr- und Arbeitsstellen für Junge.
    Wenn jede jüngere Person arbeiten würde hätten wir vermutlich weniger Probleme mit der AHV usw.
    leider ist es so dass viele der Jungen zwar ein Studium haben dafür anschliessend auf der Strasse landen.
    Auch ältere Personen sind heute nicht mehr in der Statistik aufzufinden, da sie das Sozialamt besuchen müssen.weil sie ja bereits ab 50 Jahren Überqualifiziert sind. Das heisst weniger Steuern und Sozialeinnahmen.
    Fre​undliche Grüsse

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  • Januar 18, 2013

    Ich kann mich J.Nyffeler nur anschliessen und noch etwas ergänzen. Es muss sichergestellt werden, dass die Jungen AHV Einzahler einst im Land Schweiz verbleiben. Sie konsumieren hier später wieder, reisen nicht nach Irgendwo, und geben das Geld dort aus. So stützen wir zusätzlich unsere Wirtschaft.

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  • Januar 18, 2013

    Was soll der Familienartikel bringen? Dies ist doch alles nur Kosmetik. Wer will denn heute noch Kinder in so eine Schweiz stellen? Ich jedenfalls bin froh, dass ich keine Kinder auf die Welt gesetzt habe. So wie die Schweiz heute immer mehr lebensfeindlicher wird, habe ich meinen möglichen Nachkommen viel Leid erspaart.

    Die Lebensqualität in der Schweiz hat über die letzten Jahre immer mehr abgenommen. Und durch das übermässige Bevölkerungswachstum wird die Schweiz immer weniger attraktiv. Man spricht ja heute schon von einer Schweiz mit 10 Millionen. Wer will ein Kind in so eine Welt setzen??

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  • Januar 19, 2013

    Werter Herr Hochreuener

    Nein zum Familienartikel.

    Weshalb:

    – Zuerst woll(t)en in erster Linie “linke” Parteien, dass Frauen wieder arbeiten gehen, trotz Familie und Kindern

    – Im weiteren möchten augenscheinlich die selben Parteien, dass Schweizer Frauen Kinder gebähren, sie möglichst rasch dem Staat “abtreten”, damit dieser sie nach dessen Gusto “verziehen” kann, um danach durch ebenso meist linke Bürokratien dies nachhaltig bewirtschaften können mit Sozialarbeitern, Pädagogen, Betreuern, Psychologon, Psychiatern etc.

    – Jetzt wünschen dieselben Parteien Krippen etc., Schweizer sollen zwar finanzieren, aber wenns um Hilfe derselben geht: Schaut selber! Kennt man aus linken Kreisen bereits zur Genüge: IV/AH/ALV jeder Bereich ist bereits “infiziert” mit diesen Taktiken. Leider

    Der CVP täte gut, mal wieder an die eigene Bevölkerung zu denken (notabene nicht nur der CVP), statt diese “auszu”nützen als Bedienungsladen für eigene Polit-Interessen und Denken bis zum eigenen Geldbeutel.

    CVP = C? Was heisst das heutzutage noch? Christlich zu allem ausser dem eigenen Volk, das einem notabene gewählt hat und von dessen man verdient/bzw. bezahlt ist? CVP Unglaubwürdiger denn je. Schade.

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  • Januar 19, 2013

    Herr Hochreutener führte einige klumpfüssige Argumente ins Feld:

    – Vergleich mit Frankreich und den skandinavischen Hauptländern, die ausgesprochen ungeeignet sind für den Vergleich mit der Schweiz. Schon in der Primarschule lernte ich, dass in Frankreich nicht mehr arbeiten müsse, wer eine gewisse Anzahl Kinder habe; in Skandinavien gilt, stark abgekürzt und zusammengefasst: Die Tüchtigen, Fleissigen und Sparsamen werden bestraft. Das sind Verhältnisse, die sich der Normalschweizer jedoch absolut nicht wünscht.

    – Unter “besseren Bedingungen für die Familie” stellt sich Herr Hochreutener wohl nur die finanziellen Verhältnisse vor. Dazu zu zählen wäre aber auch, dass die Kinder dem Familienleben möglichst wenig entfremdet werden; so hat eine Mutter vitale Interessen, ihr Kind individuell zu fördern, in ihm Interessen zu wecken und ihm plausibel zu machen, wie man sich in einzelnen Situationen zu verhalten hat (Grundbegriff der Erziehung). Dies geht aber in der Krippe völlig verloren. Den blutleeren Befürwortern seines Vorstosses scheinen also nur messbare, mit Geldeinheiten definierte Vorteile wichtig zu sein.

    – Die Demokratie verhindert keineswegs Indoktrinierungsversu​che. Unsere
    staatlichen Bildungsanstalten sind durchtränkt von sozialistischen, nicht demokratisch gewählten Akteuren. Wer dort nicht rot ist, wird im gesamten Umfeld ausgegrenzt, gemobbt, hinausgeekelt oder gar mit gezielten und von höchsten Stellen gedeckten exotischen Verfahrensabläufen bedacht, um sie in Kündigungen ausmünden zu lassen. Natürlich liegt es in der Absicht der Befürworter, jeder Kinderkrippe einen Führungsoffizier ihrer Couleur beizuordnen. Dagegen ist selbst unsere direkte Demokratie gänzlich machtlos.

    – Es ist einleuchtend, dass sich Economiesuisse und Arbeitgeberverband nicht gegen Einrichtungen wenden, die ihnen den Zugang zu Arbeitskräften erleichtern und damit ihr ja zumeist nur quantitatives, aber nicht qualitatives Wachstum zu vergrössern helfen: der Industrie schaut dann auch mehr Gewinn heraus, doch davon profitiert der normale Steuerzahler nicht, denn der Fiskus lässt gewiss nicht sein Füllhorn über letzteren ergiessen, sondern setzt vielmehr seine Bestrebungen nach noch mehr Steuerbelastungen fort. Die beiden stillschweigend unterstützenden Verbände in die Argumentationspalette​ aufzunehmen gehört also ebenfalls zu den untauglichen
    Versuch​en, krampfhaft an den Haaren herbeigezogene Gründe vorzubringen.

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  • Januar 20, 2013

    Früher war es sebstverständlich, dass eine Familie mit einem Einkommen einen vernünftigen Lebensstandard aufrechterhalten konnte. Dies ist heute leider nicht mehr gegeben. Es wurde bewusst von verschiedener Seite gefördert, dass die Frauen auf den Arbeitsmarkt kommen und so die Löhne ihrer Männer konkurenzieren und tief halten.
    Danach wurde der Arbeitsmarkt durch die PFZ mit ausländischen Arbeitskräften überschwemmt, was die Löhne weiter tief hielt.

    Ich bin ja für die Gleichberechtigung und finde es gut, wenn sich in der heutigen Zeit auch die Frauen verwirklichen können. Leider hat dies aber auch dazu geführt, dass solche Dinge wie der Familienartikel zur Abstimmung kommen.
    Dabei ist dies gar nicht notwendig. Wenn der Arbeitsmarkt der Schweiz wieder fair funktionieren würde, könnten die finanziellen Zustände von früher wieder wirklichkeit werden. Stopp dem Bevölkerungswachstum so lange die Arbeitslosenrate grösser als 1% ist. Dann steigen die Löhne der einfachen Arbeitskräfte automatisch und die Familien können sich ihren gewünschten Lebensstil selber so finanzieren wie sie wollen.

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  • Januar 20, 2013

    Die Forderung Kinder auf die Welt zu stellen um die Sozialversicherungen zu sanieren ist völlig absurd!
    Man sollte sich eher fragen, warum weniger Schweizer Kinder zur Welt kommen.
    Und das liegt wohl zum einen an den immer mehr steigenden Lebenshaltungskosten.​
    Insbesondere die hauptsächlich hohen Wohnkosten, welche durch Bodenspekulation, Marktmiete, Luxussanierungen und Aufschläge bei Handänderungen entstanden sind belasten das Budget. Dann die immer noch durch die Luxusmedizin steigenden Gesundheitskosten.
    W​enn Kinder bei tieferen Einkommen ein Armutsrisiko darstellen besteht halt kein grosses Interesse am Nachwuchs.
    Andere Gründe dürfte die gesellschaftliche Abwertung der “nur” Hausfrau und Mutter sein. So entstehen immer mehr “Karrierefrauen”.
    ​Der Staat welcher sich immer mehr in die Erziehung einmischt ist ein weiter Faktor wie auch fehlende Lehrstellen, mehr Druck am Arbeitsmarkt durch die PFZ und die damit verbundenen Zukunftsängste.

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    • Juli 19, 2021
    • Juli 19, 2021

      Frage mich nur in welchem Gemütszustand man sein muss das man etwas vom Kopp Verlag liest. Ich lese aber auch keine Annabelle Zeitschrift, also muss ich wohl ein ernsthaftes Problem haben.

      Was die Finanzierung der Altervorsorge geht steht die recht gesund da, wenn die Gauner der Versicherungen, Banken und Politik nicht mehr vorhanden wären gäbe es keinen Grund zur besorgnis.
      Bei der AHV liegt das Problem der Umlageversicherung und eben auch der Gaunerei in der Politik, auch da sehe ich keine Probleme auch ohne Schweiz mit 20Millionen Einwohner. Das Schneeballsystem der AHV kann schrittweise geändert werden und den Rentner sogar mehr Kaufkraft zukommen lassen. Nur nicht mit den Gauner und Betrüger in Bern.

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    • Juli 19, 2021

      @ Heinz Mahler
      Wenn Ihnen der Kopp – Verlag als Quelle nicht gefällt dürfen Sie gerne auch das schwedische Original lesen und z.B bei Google übersetzen lassen:

      http:/​/www.gp.se/nyheter/de​batt/1.583949-en-fami​ljepolitik-som-gor-ba​rnen-psykiskt-sjuka

      http://translat​e.google.de/translate​?sl=sv&tl=de&js=n&pre​v=_t&hl=de&ie=UTF-8&e​otf=1&u=http%3A%2F%2F​www.gp.se%2Fnyheter%2​Fdebatt%2F1.583949-en​-familjepolitik-som-g​or-barnen-psykiskt

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    • Juli 19, 2021

      Herr Mahler
      AHV steht ihrer Meinung gut da? Weshalb macht sich die SP dann so viele Mühe für die AHV+ ?
      Sie sehen auch keine Probleme bei 20 mio Eihnwohner auf einer Fläche von 14275m2 ?
      1.Woher nehmen Sie all diese Arbeitsstellen?
      und denken Sie nicht so weit, dass 20 mio Einwohner auch mal AHV oder einige Sozial bezüger sein könnten?
      Wie soll Ihrer Meinung nach das Schneeballsystem funktionieren, wenn es nicht einmal in der Arbeitswelt richtig funktioniert?
      Wer das glaubt, wurde einer Gehirnwäsche unterzogen.
      Schneeba​llsystem gibt es seit eh und je

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  • Januar 21, 2013

    Obwohl nicht in der gleichen Partei wie Herr Hochreutener, finde ich seine
    Ausführungen richtig und weitblickend. Das Oberziel heisst doch: Stärkung der Familie als wesentliches Standbein für eine Entwicklung aller in dieser Gesellschaft und in diesem Staat, jung und alt, Wirtschaft und Sozialwerke.
    Wenn ich aber die Mehrzahl der Kommentare lese, bleibt mir die Sprache weg: so viel Egoismus, Kurzsichtigkeit und engem (nationalen) Chauvinismus.
    Schön in diesem Land leben zu dürfen (echt gemeint), halt mit allerhand Mitbürgern, die auf ihre Weise Lösungen vorschlagen (oder vielleicht halt nur Frust ablassen).

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    • Juli 19, 2021

      Zeichnend für die Unverfrorenheit der Initianten die blendende Argumentation:
      “Die​ Vorlage nützt der Wirtschaft und führt zu höheren Steuereinnahmen.” AHAA, daher weht der Wind…
      Familien werden genötigt, dass beide Elternteile – am besten beide zu 150%, wie in den USA schon seit Jahrzehnten üblich- arbeiten sollen/müssen. Dieses Clichét der modernen Familie, der Freiheit, des Wohlstandes sollte überdacht werden. Ich denke die Kinder-/Alters-/etc.-​Heime sind voll von Menschen die eigentlich in eine Familie gehören, ja gar in eine mit mehreren Generationen unter einem Dach. Aber mehrere Generationen unter einem Dach nützt natürlich nicht der Wirtschaft und führt nicht zu höheren Steuereinnahmen! Es ist wesentlich gescheiter einem Familienvater einen in der Schweiz Menschwürdigen garantierten Mindestlohn zuzusichern, als mit “Almosen” zu berieseln. Denn wenn die Eltern sich die Erziehung z.B. zu je 50% teilen möchten, dann haben beide einen Menschwürdigen garantieren Lohn und müssen nicht erst um ein paar Fränkli mit der Arbeitgeberin streiten. Oder geht es wohl nur um die die über 100’000.- verdienen? Dass die noch günstiger und ohne dem schlechten Gewissen, dass allenfalls ihre Kinder als Schlüsselkinder heranwachsen müssen???
      daher NEIN zum Familienartikel!!!

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Selk
      Soll doch der Mindestlohn eingeführt werden. Dann haben wenigstens einige wieder zu jammern, wenn sie höhere Steuern bezahlt müssen 🙂
      Auch die Familienpolitik könnte man auf Steuern derjenigen belasten, die Ihre Jugend gerne dem Staat überlassen möchten.
      So wäre zumindest Herr Justin Koller sicher der erste, der sich beklagen würde.

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    • Juli 19, 2021

      Ja Herr Selk
      Aber es gibt immer noch Personen in unserem schönen Land ,die fürs wenig Arbeiten, oder als Hilfsarbeiter sich einen hohen Lohn vorstellen.
      Ich würde sowiso nur Leistungslöhne Bezahlen. Wer nichts arbeitet erhält nichts wer viel arbeitet erhählt einen anständigen Lohn.
      Kommt auf die Erfahrung an.
      Es grüessli

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    • Juli 19, 2021

      So ist es nicht Herr Selk
      ich habe vor Jahren im Gastgewerbe angefangen Mit 18 Jahren hatte ich einen Grundlohn, Umsatzbeteiligung plus Trinkgeld. Damit konnte ich sehr gut leben.(Ich habe auf Kinder verzichtet da mir meine Karriere damals wichtiger war. Das habe ich bis heute nicht bereut, da ich nun Patin und Tante von zwei ganz tollen Jungs bin und so geniesse ich heute meine freie Zeit mit ihnen ohne es zu bereuen. Heute wird sowiso jede zweite Ehe geschieden und wer leidet da am meisten?
      Jeder der an Karriere und Kinder denkt sollte zumindest in der Lage sein, selber für sein Kind SORGEN ( dies sagt ja bereits das Wort aus)
      Es gibt auch heute noch Familien die zwei Kinder gross ziehen und beide gehen ihrer Arbeit (100% + 50%) nach. Ohne dass ein Kind auswärts abgegeben werden muss.Man sollte sich entscheiden können wer sich eien Hund anlegt, muss sich auch dafür Zeit nehmen, ansonsten soll man dies sein lassen.
      Alles andere ist Egoismus

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  • Januar 21, 2013

    Herr Hochreutener will die Geburtenrate in der Schweiz erhöhen. In welcher Welt lebt dieser Mann? Sicher nicht in einer Schweiz mit 8 Millionen Einwohnern. Dass es mehr Kinder braucht, um die Sozialwerke sicherzustellen, ist längst wiederlegt. Dass damit die Zuwanderung ersetzt werden kann ist eine Illusion: die Wirtschaft wird weiterhin billigere ausländische Arbeitskräfte einstellen.

    Freund​liche Grüsse

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    • Juli 19, 2021

      Herr Hutzli

      alles machbar! Bereits heute, Schweizer Frauen (Mütter) werden schräg angeguckt oder angemacht, wenn sie “eine Rasselbande” um sich haben. Zuweilen Tagesmütter welche “andere Kinder” betreuen.

      Im Gegenzug z. b. in der Stadt Bern, Ausländerinnen können ein Kind/oder mehrere im Wägeli “herumchauffieren” und präsentieren am hellichten Tag. Kein “Hahn” krächzt.

      Motto: Liebe Schweizerinnen, gebärt gefälligst viele Kinder, übergebt diese bitte unverzüglich dem Staat und geht gefälligst ebensoschnell arbeiten, wir brauchen das Geld für Ausländer, denn die Behördlichen Bürokratien leben davon diese “Fehlkonstruktion” nachhaltig bewirtschaften zu können. Danke.

      Anmerkung: Bin keine Rassistin, sonst könnte ich nicht tagtäglich mit Ausländern arbeiten, welche mir solches gar bestätigen

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  • Januar 21, 2013

    Auch Tiere vermindern ihre Reproduktion, wenn ihr Lebensraum “übervölkert” ist.
    Verdichtetes Bauen – grössere Familien?
    Entweder oder!

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  • Januar 25, 2013

    Sollte nicht mal zuerst das Rechtsystem in Ordnung gebracht werden?????
    Abzocker​initiative Sozialamt und Renten sichern????
    Mehr offene Arbeitsstellen für Familien die in der Schweiz Lebenunterhalt und Steuern, KK usw.bezahlen.?????
    (​Laut keiner richtigen Statistik aufgeführt:Sozialempf​änger die Minimallöhne empfangen und sich mit Bevormundung herumschlagen müssen.)????

    Nein stattdessen brauchen wir ja noch mehr Grenzgänger und Asylsuchende die uns Kinder bescheren, damit unsere lieben Schweizerfamilien vor lauter Existenzangst gar keine Zeit mehr für eine eigene Familienplanung haben!!!!!
    Wenn schon eine Familienplanung dann sicherlich nicht so

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  • Januar 27, 2013

    Mit dem Bundesbeschluss zur Familienpolitik, versuchen vorwiegend linke Parteien, welche sich zwar als Familienfreundlich vermarkten möchten und Ihre Entouragen (Pädagogen, Lehrer, Soziologen, Psychologen, Psychiater etc.) eine neue “vorwiegend behördliche/verstaatl​ichte Bürokratie” aufzubauen.

    Wer am 3. März 2013 ein (Ja) zum Bundesbeschluss in die Urne legt, bietet Hand zu:

    •Entmündigung von Familien/insbesonders​ von Müttern
    •Mehr Staat, weniger Selbstbestimmungsrech​t
    •Mehr Bevormundung, weniger Stärkung der Eigenverantwortung
    •​Ausbau der Entsolidarisierung (eines der Fundamente der Demokratie/Familie)
    ​•Einer neuen “Bürokratenindustrie​”

    Erneute “verdeckte/versteckt​e” Integrationsprogramme​=erneutes Giesskannenprinzip

    Gemeinden, welche allfälligen Hilfesuchenden weit näher stehen, werden “gekonnt” ausgeschaltet, in ihrer Komptetenz und wichtigen Arbeit beschnitten

    Es scheint an der Zeit, zuerst die bereits vorhandenen, zuweilen “überzüchteten” Bürokratien (z. B. Asylindustrie, Gesundheitsindustrie)​ in den Griff zu bekommen, bevor man wieder eine Neue aufbaut/bzw. aufbläht

    JA zur Familie

    NEIN zum Bundesbeschluss

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    • Juli 19, 2021

      Für jene die es noch nicht gemerkt haben. Anstatt endlich mal etwas Bürokratie abschaffen, kommt immer mehr dazu. Es ist wirklich fang ein Graus.

      Wenn diese Iniziative Zustande kommt,wird die Geburtenrate sogar noch sinken. Denn welche Eltern wollen ihre Kinder dem Staat übergeben und selber nicht mehr die Kontrolle über ihre Kinder haben und welche Eltern sind begeistert,wenn man ihnen die Kinder wegnimmt.

      Ist es sinnvoll, dass der Staat den Kindern lernt, was sie denken sollen. Das fördert nicht das miteinander der Eltern, sondern schadet sogar nur. Am Ende fragen sich die Eltern, warum, ist mein Kind ganz anderes geworden, als ich es erzogen haben.

      Richtig, weil das Kind, die meiste Zeit nicht mehr zu Hause sind. Was sind den das für Kinder, die die meiste Zeit nicht mehr zu Hause sind. Es ist erwiesen das die Kinder in Jugendheimen wesentlich gewaltbereiter, agressiver, schwererziehbarer und mehr Drogen konsumieren.

      Ich kenne viele Kinder aus Kinderheimen die Drogenprobleme haben. Kinder aus zerütteten Familien. Das Kinderheim war nie eine Alternative, sondern Vater und Mutter, die sich um die Kinder kümmern, müssen Verantwortung übernehmen.

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  • Januar 28, 2013

    “Ich nenne nur die AHV: Als sie im Jahre 1948 in Kraft gesetzt wurde, kam auf 6,5 Erwerbstätige noch ein Rentner bzw. eine Rentnerin.”

    Richt​ig, aber anstatt die staatliche Vorsorge der heutigen Zeit anzupassen (das wäre die Aufgabe von unseren Politikern), verlangt man von der Bevölkerung, dass sie sich doch bitte so wie vor 60 Jahren verhalten solle… Denn sonst funktioniere die 1948 eingeführte AHV nicht mehr.

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  • Januar 30, 2013

    Sehr geehrter Herr Hochreutener, “Die Schweiz stirbt also aus” So frage ich Sie welche Familien wollen Sie denn unterstützen, diejenigen die unsere Sprache nicht verstehen, oder diejenigen die den Familiennachzug voll ausnützen und fünf Kinder im Schlepptau haben. Später kommt dann noch die Grossmutter, die die Kinder hütet. Das sind dann die Probleme die sich in den Schulen wiederspiegeln. Ich war neulich im Kinderspital, wenn Sie meinen, dass diese Generation unsere AHV Kasse füllen soll, dann werde ich Ihnen sagen dass, das Gegenteil eintreffen wird. Hier zu Lande werden Sachen erfunden ohne die weitreichenden Folgen überhaupt zu kennen. Es wäre sicher an der Zeit den Familiennachzug nu zu regeln.

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    • Juli 19, 2021

      Nachtrag: Anstelle immer neuer kostspieligen Artikeln zu erfinden, wäre es besser die überholten und Verlustbringenden Artikeln zu überdenken oder abzuschaffen. Ist denn hier zu Lande alles gut was Geld kostet und den Steuerzahler immer mehr belastet. Es wäre mal an der Zeit, dem Bürger Vorlagen zu präsentieren die zur Steuerentlastung führen.

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  • Januar 30, 2013

    Sehr geehrter Herr Hochreutener

    Mir erschliesst sich nicht ganz, wie dieser Artikel gezielt den Schweizer Nachwuchsbestand fördern soll. Möchten Sie mir dies näher erläutern?

    Wenn es tatsächlich um die Sicherung der schweizerischen Fortbestands geht, sind ganz andere Massnahmen notwendig. Dies müsste mit gezielten Bevorteilungen von Schweizer Familien gegenüber ausländischen Familien geschehen: Bonus (Schweizer Bestand erhöhen) / Malus (ausländischer Bestand reduzieren). Logische Aspekte versus politische/juristisch​e/ethische Aspekte.

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  • Februar 1, 2013

    Sehr geehrter Herr Hochreutener,

    Aus ihrem Artikel:”Erziehung bleibt wie bis anhin Privatsache. Der Staat darf sich nicht einmischen. Aber er soll die Privaten entlasten. Er übernimmt nicht die Erziehung der Kinder. Hier geht es nur darum, ein sinnvolles Nebeneinander von Beruf und Familie zu ermöglichen.”
    Wann soll diese Erziehung denn stattfinden? Die Eltern arbeiten bis abends. Wie ist ein sinnvolles Nebeneinander möglich? Nachts, wenn alle schlafen? Erziehung morgens vor dem (gemeinsamen)Frühstüc​k, abends nach dem (gemeinsamen)Abendess​en? Müde, überarbeitete Eltern sind hervorragende Erzieher.
    Als Lehrer werde ich tagtäglich mit diesen Situationen konfrontiert. Erziehung wird auch hier schon in die Schule delegiert.
    CVP quo vadis?

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  • Februar 1, 2013

    Ich bin gegen diese INI, obwohl ich ein 4 Jahre alter Sohn habe. Meine Frau arbeitet 100%, ich habe mich seit ca 1 Jahr selbständig gemacht, mein Sohn besucht 1 nen tag eine Kinderkrippe. Wir bezahlen das aus unserer privaten Kasse, was auch gut ist.
    Wieso also muss der Staat sich hier noch einmischen, und die Eltern bestrafen, welche ihre Kinder 100% selber erziehen? Ich möchte nicht noch mehr staatliche Kosten sprich höhere Steuern. Also für mich ein überzeugendes NEIN am 3. März

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  • Februar 5, 2013

    Es ist einfach schlimm !!!

    vermutlich noch für den Beitritt zur EU !!

    Einführung der sogenannten demokratischen Diktatur!

    Zu viel Studierte, Abgerichtete die am Schluss in der Politk oder

    in einer Institution landen, weil man sie in der realen Wirtschaft

    nicht brauchen kann!!!

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  • Februar 7, 2013

    Wer verantwortungsbewusst​ ist,einen gesunden Menschenverstand ( bei Politikern immer rarer ! ) hat und die Familie als Herausforderung
    und eine der schönsten Aufgaben zum Erhalt eine intakten Gesellschaft
    sieht, gibt diesem von Juristen, Oberstudierten und Besserwissern
    gescha​ffenen Werk eine deutliche Absage!!

    Ein klares NEIN zm Familienartikel!!!!

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  • März 4, 2013

    Jetzt stirbt die Schweiz aus!

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  • März 4, 2013

    Das Volk hat seine Stimme gegeben. Was die Zukunft bringt, wird die Zeit zeigen. Wird die Wirtschaft mehr Ausländer anstellen, weil Mütter zu Hause bleiben und der Wiedereinstieg ausbleibt? Werden früher oder später die kantonalen Regelungen harmonisiert, was auch Kosten zur Folge hat, da Arbeitskanton und Wohnkanton nicht zwingend gleich ist? Wie sieht es auch mit jenen Konstellationen aus dem Tieflohnsegment welche gezwungen werden zu arbeiten? Darf da der Sozialdienst Einsatz leisten weil Betreuungsangebote und Möglichkeiten fehlen (Schichtarbeit und Wochenendarbeit machen soziale Kontakte schwieriger und Grosseltern sind auch nicht zwingend in der Nähe. Flexibilitätsforderun​gen seitens Arbeitgeber tun das übrige hinzu, dass man Feuerwehrübungen machen darf um das Kind betreuen zu lassen). Ich jedenfalls empfinde es trotzdem als Eingriff in die Familienplanung eines Paares, wenn die Möglichkeiten der Fremdbetreuung fehlen und denke es ist verantwortungsvoller selber für die Familie sorgen zu können als vom Sozialdienst abhängig zu sein (Vorbildfunktion auch für Kinder). Die Wirtschaft und der Kanton sind nun weiterhin in der Verantwortung. Denn ich glaube kaum, dass die Eltern die Erziehung nicht wahrnehmen wollen. Vielfach liegt es an den Konstellationen der Möglichkeit der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie.

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