1. Gesellschaft

Juden (Isaak) Christen (Jakob) Moslems (Ismael) ist dasselbe

1. Weih­nach­ten ist ein Fest der Liebe und des Friedens.

Jetzt kurz nach Weihnachten sagte mir eine besorgte Frau voller Leid; “Was ist das nur für eine Welt heute, überall Zwist, Streit & Krieg, Jeder denkt zuerst an sich, diese ungeheure Selbstsucht & Machtbesessenheit, das kann nie ein gutes ENDE nehmen.”

Ich konnte dieser äusserst besorgten Frau leider gar nicht widersprechen, einfach weil ich dies auch so sehe. Aber so wenige Tage nach Weihnachten, das doch ein Tag des Lichtes, des Friedens und vor allem der Liebe ist (sein sollte), darf ich sicher einige Gedanken hier noch dazu beitragen. Liebe heisst ja geben, nicht nehmen, noch verlangen, da finde ich Geschenke seinen Lieben geben ganz adäquat richtig. Doch es kommt leider doch auch nur zu häufig vor, dass die Erwartungen dabei so hoch im voraus gesteckt werden vom zu Beschenkenden, dass unmittelbar danach leicht eine Enttäuschung resultiert, sehr leicht in Misstönen & sogar Streit an Weihnachten ausartet. Ja wer hat dies noch nie erlebt ? Kommt Ihnen doch bekannt vor oder ? Das ist sicher sehr schade und völlig Fehl am Platze.

Denn Weihnachten, astronomisch die Sonnenwende können Christen, Moslems, Juden & alle Religionen eigentlich gemeinsam feiern, denn es gibt nur eeine Sonne, und einen Gott, aber diverse Namen;

2. Der Quran macht an vielen Stellen ja deutlich, dass Allah und der Gott der Bibel identisch sind.

2. So wird bspw. in Sure 29:46 festgestellt; ” dass “unser Gott (d.h. der Gott der Muslime) derselbe” ist. Und in Sure 3:84 heisst es; “Sprich; Wir glauben an Allah und an das, was auf uns herabgesandt worden ist, und was auf Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und die Stämme herabgesandt worden war, und was Moses und Jesus und den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde.”
Das Wort Allah ist mit den biblischen Wörtern ‘elonund ‘elohim (in der Bedeutung von “Gott”) verwandt, ebenso wie mit dem aramäischen Wort ‘elah. Christliche Leser sollten sich auch vergegenwärtigen;

da​​​​​​​​ss GOTT auf Aramäisch “ala(h)a” heisst. Da Jesus wahrscheinlich Aramäisch gesprochen hat, wäre dies dann auch das Wort, das Jesus Christus für “Vater”, somit Gott verwendet hat. Dies dürfte dann doch eine für viele abendländische Christen überraschende Erkenntnis darstellen.

3. Keine Dogmas, weder religiös noch politisch.

Ich sagte mir immer, es gibt nur “eine Gottheit” = “die Vollkommenheit”, wie es nur eine Sonne gibt, aber diverse Namen dafür, je nach Kultur halt. Das finde ich gut, dass sich alle Religionen in Zukunft endlich verbrüdern sollten, ja müssten, damit wenigsten zwischen Gott-Gläubigen Menschen Frieden & gutes Zusammenleben herrschen kann. Mehr Verständnis zwischen Christen & friedfertigen Muslimen könnnten primär schon zum Frieden beitragen. Es lehrt uns doch das Fremde, als etwas wissenswertes ganz anderes, immer erst mutig & wissbegierig selber ganz kennen zu lernen, so besser zu verstehen, um so in keinem Dogma verhaftet zu bleiben, weder politisch noch religiös. Privat können wir dies selber an die Hand nehmen, unseren Leitfaden für unser Leben selber bestimmen. Bei so viel Unfrieden, Hass und Krieg im nahen Osten wäre es aber auch jetzt einmal an der Zeit, dass die Verantwortlichen dort – und in den USA – endlich nach diesem Prinzip lernen würden, diese Menschen, ihre Kultur und Religion erst einmal besser zu verstehen zu lernen. Vor allem scheint wichtig, einem Problem grundsätzlich erst einmal auf den Grund zu gehen, d.h. immer die Wahrheit suchen, die liegt meistens in der goldenen “Mitte” sich streitender Parteien.

4. Zu grosse Furcht im Westen vor dem fundamentalistischen Islamismus.

Heute besteht aber grosse Furcht im Westen (vgl. momentane Protestmärsche zu 12-16’000 Menschen in deutschen Städten “gegen die “Islamisierung”. Die grossen Masse junger Menschen haben keine Identität mehr, bei uns wie bei den Moslems, keine richtigen geistig ethischen Vorbilder. Früher war ein ÄGYPTER ein Ägypter. Der 6-Tage Krieg z. B. hat dies endgültig zerstört, diese Identität zerbrochen, jetzt sagt er sich, gut ich bin ein Moslem, aber was ist das eigentlich ?. Falsche Immane, dort wie leider auch hier in der Schweiz, welche die Suren Allah’s auf der falschen, eben der materiellen Ebene auslegen sagen Ihnen; “Ich sage dir, was ein Muslim ist = Islmamismus = IS, dies versteht der Westen eben leider immer noch nicht. Auch im Christentum, im Judentum gab und gibt es derartige Verdrehungen der jeweiligen Religions-Schriften, zur Ausübung & dem Missbrauch von Macht. Darum heisst es ja im Gebet Christi, das er seine 12 Jüngern lernte; …. Vater führe mich in der Versuchung, und erlöse mich von dem Bösen”. Bei den Moslems gibt es z.B. zwei Suren über den Jihaad, die grosse & die kleine Suren, erstere z.B. lautet inhaltlich so; “kämpfe gegen das Böse in dir inwändig in deiner Seele (also geistig)“, die 2. kämpfe im Aussen (materiellen), nur wenn du angegriffen wirst.” Diese Versuchung des Bösen sucht uns doch alle, immer & immer wieder heim, so auch vermehrt den Politiker, der Macht zustrebt, auch wenn er zuvor nur Gutes im Sinne hat, mit der Macht kommt immer diese Versuchung diese eben dann zu missbrauchen, und die Wenigsten können widerstehen. Darum ist eine zu grosse Machtkonzentration auf eine einzelne Person immer mit dieser Gefahr auch verbunden. Diese Entwicklung sehe ich auch z.B. in der heutigen EU mit dem Kommissionspräsidente​​​​​​​​n Hr. Juncker, hat ja doch erst kürzlich einige Vize-Kommissare (selbstlos ?) neu eingesetzt und dabei so selbst kommentiert; “Nicht dass es dann noch heisst, ich regiere diktatorisch, ich bin kein Diktator.”

Möge dieser Beitrag ein klein wenig zum Nachdenken, zu mehr Verständnis und schlussendlich zu mehr Toleranz von uns ALLEN den Friedfertigen Andergläubigen gegenüber beitragen, dann hat er seinen Zweck in der Nach-Weihnachtszeit & dem kommenden neuen Jahr 2015 schon erfüllt.

*******​​​​​​​​​​​​

* F​​riede ist allezeit in Gott, denn Gott ist Friede.

Nikolaus von Flüe (1417 – 1487), katholischer Heiliger, Patron der Schweiz

*******

F​​​​riede gilt mehr denn alles Recht,

und Friede ist nicht um des Rechtes willen,

sondern Recht um des Friedens willen gemacht.

Darum, wenn ja eines weichen muß,

so soll das Recht dem Frieden und nicht der Friede dem Rechte weichen.

Martin Luther

(1483 – 1546), deutscher Theologe und Reformator

Gemeinsame Erinnerungen sind manchmal die besten Friedensstifter.

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Comments to: Juden (Isaak) Christen (Jakob) Moslems (Ismael) ist dasselbe
  • Dezember 29, 2014

    Jeder Glaube (ausser Budhismus) hat irgendwann Kriege ausgelöst.

    Zu glauben der Glaube würde irgendwas zum Frieden auf der Welt zutun ist ein Irrglaube. Nur wir Menschen können das… und am besten ohne, dass uns Einer über ein Glauben “vorschreibt” was wir zu glauben haben.

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    • Juli 19, 2021

      Selbst der Buddhismus wurde zur ideologischen Unterlegung von Konflikten missbraucht. Z.b. führten die buddhistischen Singhalesen in Sri Lanka ihre Religion gegen die hinduistischen Tamilen ins Feld.

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    • Juli 19, 2021

      Leider ist das so, Herr Kernen. Und Tatsache ist ebenso, dass in Sri Lanka unter der Leitung von ein paar radikalen buddhistischen Mönchen Stimmung gegen die Muslime gemacht wird.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kernen

      Ich habe nicht geschrieben, dass Buddhismus fair oder korrekt sei. Ich habe geschrieben, dass er keine Kriege ausgelöst hat.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Schweizer!

      Ich bin der Ansicht, dass Religionen äusserst selten der Grund für Kriege sind. Ich glaube eher, dass Religionen dazu missbraucht werden, Kriege, die aus anderen Gründen entstanden sind, ideologisch zu rechtfertigen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kernen

      Ich finde auch, dass Autofahrer selten der Grund sind für einen Unfall. Ich glaube eher, dass der Autofahrer dazu missbraucht wird, Unfälle die aus anderen Gründen entstanden sind, ideologisch zu rechtfertigen.

      Som​it ist das Auto schuld, dass wir die Menschen das Fahrzeug falsch bedienen, falsch nutzen

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    • Juli 19, 2021

      Nachtrag:

      Religion​en (zumindest ihre Anhänger) haben sich IMHO aber auch schon seit je her gerne dazu missbrauchen lassen, den ideologischen Ueberbau für Konflikte zu liefern.

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  • Dezember 29, 2014

    Traurig, dass sich Menschen die Köpfe einschlagen, weil sie auf unterschiedliche Art zum gleichen Gott beten. Und dabei die Werte über Bord werfen, die sie zu verteidigen glauben; denn mit der Friedensbotschaft dieser (und aller anderen mir bekannten Religionen) hat das nun wirklich nichts mehr zu tun.

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    • Juli 19, 2021

      @ St. Pfister,

      Wortwörtl​ich was Sie schreiben, da gebe ich Ihnen einmal zu 100 % Recht. Merci für Ihr sachliches Votum.

      Jetzt wünsche ich Ihnen noch die weise Einsicht, – w a r u m – das denn so ist.

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    • Juli 19, 2021

      Kann mich hier nur anschliessen. Es ist traurig…

      Doch nicht anders zu erwarten. Statt die Gemeinsamkeiten zu suchen erstellt man die Extremheiten und nutzt diese um den anders Glaubenden anzugreifen.

      Macht​s klick Herr Pfister?

      Aber es ist so – stimme Ihnen in diesem Vote in Bezug dieser Aussage völlig zu.

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    • Juli 19, 2021

      @ Herr Witschi,

      Habe ich doch im Hauptartikel schon sehr ausführlich beschrieben.
      Eigentl​ich der wichtigste Teil !!!

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  • Dezember 29, 2014

    @ D. Schweizer,

    1. Ihr Einwand stimmt eben hier nur zur Hälfte, nicht die geistigen Schriften und Lehren haben je einen Krieg ausgelöst, im Gegenteil sie helfen zum Friede und Nächstenliebe, sondern deren krassen Missbrauch ins Gegenteil, eben weil gewisse Menschen der Versuchungen des Bösen nicht widerstehen können, z.B. die Inquisation der röm, kath. Kirche & die “Hexenverbrennungen”,​ die Kinder- Kreuzzüge, der Nationalsozialismus, der Faschismus links wie rechts uniso ect. Schwere Kriegsverbrecher wie Dr. Mengele & Eichmann, der 6. Mio. Judenschlächter wurden z.B. durch die sogenannte “Rattenlinie” durch die röm. kath. Kirche aus Rom mit Pässen vom Roten Kreuz versorgt, damit zur Flucht vor der Verantwortung ihrer Taten vor einem ordentlichen Gericht, nach Südamerika verholfen. Einzige Bedingung; Sie mussten sich röm. kath. taufen lassen, also zuvor die Beichte ablegen.

    2. Jede spirituelle, eben geistige Lehre ist nur der Kompass, auch der Budhismus, gehen müssen wir unseren Lebensweg immer selber, ganz freiwillig nach unserem eigenen Willen, das ist wohl wahr.
    Wie Erich FROMM es doch schon lange schön formulierte, jede Religion die sich als die alleine seehlig machende ausgibt, bringt den Faschismus hervor, durch extreme Intoleranz, die Ausgrenzung und schlussendlich die Vernichtung des Andersartigen respektive Andersgläubigen (z.B. eben die Judenvernichtung).


    3. Dem verfielen bisher leider schon alle minomischen Religionslehren;

    a​) Das Judentum behauptet ja ganz deutlichschon im alten Testament; “Wir sind das auserwählte Volk Gottes”. In der Konsequenz bis heute das Dogma; wir sind die Guten, alle anderen die Bösen. Vrgl. die Politik in Israel bis heute in die Neuzeit hinein, und ein Ende ist noch nicht abzusehen, leider.

    b) Die kath. Lehre im Katechismus formuliert; “Keiner kommt in den Himmel, der nicht kath. getauft worden ist”. Darum ist die in der Öffentlichkeit zelelbrierte friedfertige Ökomene – meiner Meinung nach – nur ein verlogenes Feigenblatt. Das glauben Sie nicht ?. Jedes gemischte Paar muss heute zwar nicht mehr schriftlich bestätigen, den Nachwuchs im röm, kath. Glauben zu erziehen, es – m u s s – aber geloben, und das ist doch dasselbe, oder ? Dies ist Zwang im Glauben, da gebe ich Ihnen gerne Recht, nur Christus hat immer nur vom freien Willen jedes Einzelnen geredet, denn; “Was Ihr säet, das werdet Ihr ernten, im Guten wie im Bösen.”
    Gibt es denn eine grössere Gerechtigkeit ?
    Ein alter griechische Philosoph sagte doch das gleiche mit anderen Worten;
    “Erwartet keine Gerechtigkeit von einem weltlichen Gericht, denn sie sind fehlbar, von Menschen für Menschen gemacht, wie schon deren Gesetze eben auch.”

    c) Die moslemische Gotteslehre ist mit dem radikalen Islamismus jetzt ebenfalls, leider Gottes, auf dem direkten Wege der physischen Gewalt, siehe Hauptbeitrag, in Form der IS.
    Ich bedaure sehr, dass unsere Parlamentarier in der Mehrheit und unsere Bundesräte in dieser Hinsicht völlig blind sind, diese Radikalität z.T. sogar noch fördern, in dem sie nichts dagegen – nämlich jeglicher Gewalt, Mord und Totschlag & der radikalsten Islamisierung durch Hassprediger in den Moscheen ain der Schweiz – unternehmen, sondern – A L L E – die bereits rechtstaatlich verurteilten Schwerverbrecher noch “scheinheilig” behalten, indem sie vorschieben, im Namen der Menschenrechte. Dabei sind diese Menschenrechte in unserer Bundesverfassung Art. 5 vom Richter/In schon berücksichtigt worden. Man muss aber gerade als Verantwortlicher/In das Leben primär schützen, nicht wie beschrieben eben die Gewalt so damit noch befördern.

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  • Dezember 29, 2014

    @ “Schlaue lernen von allem und jedem,
    Normale von ihren Erfahrungen,
    Dumme wissen immer alles besser.”

    S o k r a t e s

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  • Dezember 29, 2014

    Ja, Allah heisst sicher Gott, Herr Hottinger, das ist kein Vorname oder so. Diese Erkenntnis reicht aber nicht um zu belegen, dass es sich bei allem was als Gott bezeichnet wird, um den gleichen Gott handelt.

    Die Muslime versuchen, die ganze Welt von der Idee zu überzeugen, dass es drei himmlische Religionen mit drei himmlischen Büchern gibt. Aber: Wenn es derselbe Gott ist, warum braucht er drei Religionen oder drei Bücher?
    Es ist wahr, dass viele Wege nach Rom führen, aber laut Bibel gibt es nur einen Weg der zu Gott führt und dieser Weg ist Jesus Christus, der sagt: “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich.” (Johannes 14, 6)

    Mohammed sagt, dass er der Diener des Gottes des Mose und des Christus sei, des Gottes der Juden und der Christen. Trotzdem hat er sich nicht geschämt seinen Nachfolgern zu befehlen „nehmt nicht die Juden und die Christen zu Freunde und Beschützern“. Wieso dieser Widerspruch?

    Der Gott der Bibel möchte, dass wir Menschen die Wahl treffen: „Ich nehme heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch: das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, auf dass du lebest.“ (5. Mose 30, 19)

    Der Allah des Korans hingegen wählt den Weg für uns: „Heute sind die Ungläubigen an eurem Glauben verzweifelt, also fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich. Heute habe Ich eure Glaubenslehre für euch vollendet und Meine Gnade an euch erfüllt und euch den Islam zum Bekenntnis erwählt.“ (Sure 5, 3)

    Weil Allah darauf besteht, jederzeit absolut frei in seinen Entscheidungen über die Menschen zu sein, ist es für die Muslime nie sicher, ob sie von ihm angenommen werden.
    Das Wesen Allahs ist nach Ansicht der Theologen letztlich verborgen. Allah ist grösser oder der Allergrösste das bekennen fromme Muslime vielmals am Tag. Allah ist von niemandem abhängig, er ist absolut frei, er tut, was er will. Alles Geschehen in der Schöpfung wird von ihm bestimmt, ja vorherbestimmt. Die Schöpfung hängt in jedem Moment an Allahs Willen, wie an einem seidenen Faden. SEIN freier Wille ist das Schicksal des Menschen, in das er sich zu fügen hat. Aus der Willkür Allahs folgt, dass Muslime keine letzte Gewissheit ihres Heils haben können, denn sie können bis zum jüngsten Gericht nicht abschätzen, wie der freie Wille Allahs zu diesem Zeitpunkt aussehen wird.

    In der Bibel gibt es auch Verse, die Gottes uneingeschränkte Allmacht bezeugen (Lukas 2,49ff.). Aber das ist in der Bibel nur die eine Seite.
    Die Bibel bezeugt auf vielfache Weise die unerschütterliche Treue Gottes. Denn Gott bindet sich in seinen Bundesschlüssen an Menschen. Er verheisst und erfüllt. Auf ihn ist Verlass! Gott legt sich in seinen Versprechungen fest. „Gott ist treu, durch den ihr berufen seid…”, schreibt Paulus (1.Kor 1,9).
    An dieser Treue Gottes hängt die Gewissheit unseres Heils. Wie die Dreieinigkeit Gottes, so sind auch seine Allmacht und Treue an seinem Heilshandeln orientiert.

    Also, warum alles verkomplizieren? Jesus sagt:
    „Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8, 12)

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    • Juli 19, 2021

      @ Herr Knall,

      Sie schreiben;

      “Die Muslime versuchen, die ganze Welt von der Idee zu überzeugen, dass es drei himmlische Religionen mit drei himmlischen Büchern gibt. Aber: Wenn es derselbe Gott ist, warum braucht er drei Religionen oder drei Bücher ?

      Je nach Region & Kultur hat sich diese Vielheit halt zeitlich herausgebildet.

      Ja​ es ist wahr, dass viele Wege nach Rom führen, aber laut Bibel gibt es nur einen Weg der zu Gott führt und dieser Weg ist Jesus Christus, der sagt: “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich.” (Johannes 14, 6)”.

      Richtig, letzter Satz bezeugt, dass es im geistigen nur einen richigen Weg gibt, der zur geistig/seelischen Vollkommenheit (anderes Wort für Himmel, Nirvana, Paradies ect.) führt, und Jesus Christus ist zu uns Menschen (ALLEN) aus seiner geistigen Welt herabgekommen in die Materie und hat uns in der Praxis diesen geistigen Weg inhaltlich vorgelebt. Rom ist dabei nur ein Gleichnis für “Himmel od. Paradies).

      Somit ist auch der letzte Satz der von Ihnen erwähnt wird, goldrichtig;

      “Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8, 12)

      Herr Knall ich danke Ihnen für Ihren sehr sachlich fundierten, sehr guten Beitrag.

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  • Dezember 29, 2014

    Stimmt, alle sind Töchter und Söhne Abrahams, wenn man dies so betrachtet.

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    • Juli 19, 2021

      Na und, Herr Kneubühl? Die Abstammung von Abraham sagt gar nichts darüber aus, ob Allah der gleiche Gott sei, wie der Gott der Bibel. Abraham war ja nicht Gott und stammte selber auch ab. Von Tharah, von Sem, von Noah, von Seth und von Adam.

      Der Islamische Allah ist eine vergleichsweise junge Gottheit. Er wurde erst ein paar tausend Jahre nach Abraham und ca. 600 Jahre nach Jesu Geburt von Mohammed entdeckt.
      Es war und ist deshalb sicher nicht einfach, gegen alteingesessene Götter mit den auf Liebe- und Frieden basierten Konzepten eines Buddha, eines Shiva oder eines Jehova zu bestehen. Ganz zu schweigen vom Gott der Bibel, der schon immer da war.

      Vielleicht ist das die tiefere Bedeutung für die gewählte aggressive Grundhaltung des Korans.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kneubühl

      Wir sind Töchter und Söhne dieser Erde, und nicht eines von uns “erfundenen höheren Wesen”. Auch ich glaube an “etwas” aber sicher nicht an ein von einer Religion kreirtes “Gebilde”.

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    • Juli 19, 2021

      Abraham war kein “höheres Wesen”, Herr Schweizer. Er hat laut Bibel nur einen direkten Draht zu einem höheren Wesen gehabt.

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    • Juli 19, 2021

      Naja Herr Pfister

      War wohl ein langer Draht…

      Wenn Sie den Sinn im Text nicht lesen möchten, mag Ihre Aussage stimmen. Obwohl es nur eine Überlieferung ist, was Sie hier beschreiben.

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    • Juli 19, 2021

      In der Schweiz ist ja für viele Christoph Blocher ein höheres Wesen.

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    • Juli 19, 2021

      Hat derselbe aber nie von sich behauptet. Angebetet wurde Blocher noch nie!

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    • Juli 19, 2021

      “Angebetet wurde Blocher noch nie! “

      Der war gut!

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    • Juli 19, 2021

      Wieso, haben Sie etwas anderes erlebt? Ich nicht! Ebensowenig, wie ich das Anbeten von linken Bundesräten samt EWS als Frau des Jahres für sinnvoll gehalten habe.

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  • Dezember 30, 2014

    Man kann die Sache mit den drei grosse monotheistischen Religionen auch von der humorvollen Seite nehmen:

    https://ww​w.youtube.com/watch?v​=6Es45HmIR8U

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    • Juli 19, 2021

      Die 4 da, eine Entdeckung! Kannte ich bisher nicht. Danke für den Link, Herr Pfister.

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    • Juli 19, 2021

      @ St. Pfister,

      Ich bin ansonsten auf auch sehr für die Satiriker, den Humor, aber mit den geistigen Lehren & Schriften, gleich welcher Religionsrichtung, damit sollte man keinen Schabernack betreiben, der das Ganze in eine Lächerlichkeit nur aus Unkenntnis zieht,
      selbst wenn der Urheber ein Atheist oder Agnostiker ist.

      Dies gebietet uns die Toleranz vor Andersdenkenden, sofern physisch völlig gewaltlos, dies verlangt uns klar schon unsere Bundesverfassung ab.

      Danke.

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    • Juli 19, 2021

      “aber mit den geistigen Lehren & Schriften, gleich welcher Religionsrichtung, damit sollte man keinen Schabernack betreiben”

      Werden Sie diesen Kommetar auch bringen, wenn hier wieder von den üblichen Verdächtigen mal über den Islam als Wurzel alles Bösen hergezogen wird?

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    • Juli 19, 2021

      Verdrehungen kann man auch so formulieren, Herr Pfister.

      Muss doch niemand religiös sein. Aber die Achtung eben dieser Haltung bei anderen ist einzuhalten bzw. zu respektieren.

      Athe​isten ‘glauben’, es gäbe keinen Gott. Und für mich vollkommen klar: Gott kann man per ‘Wissenschaft’ nicht beweisen, höchstens staunen, was wir allenfalls noch entdecken werden. Aber das ist nichts anderes als die ‘Abdeckung von bereits Bestehendem’.

      Ich sehe den Weg eher in Richtung wie von Herrn Hottinger beschrieben.

      Damit​​ rechtfertige ich nicht verbetonisierte Theologien, aber das ist ein unendliches Thema.

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  • Januar 4, 2015

    Für alle Atheisten zum mal darüber Nachenken;

    Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang,
    für den Wissenschaftler am Ende aller seiner Überlegungen.

    Max Planck

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    • Juli 19, 2021

      Über das Max Planck Institut

      Die Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Physik in München erforschen die kleinsten Bausteine der Materie und ihre Wechselwirkung. Das Verhalten dieser Bausteine, der Quarks, geladenen Leptonen und Neutrinos, hilft den Ursprung des Universums besser zu verstehen. Das Institut führt in internationaler Zusammenarbeit experimentelle Untersuchungen an den großen Teilchenphysiklaboren​ der Welt durch. Dazu zählen das CERN in Genf, das DESY in Hamburg und das Gran Sasso-Untergrundlabor​ in Italien. Hinzu kommen Experimente zur Untersuchung der Kosmischen Strahlung auf der kanarischen Insel La Palma. Theoretiker interpretieren nicht nur gemeinsam mit den Experimentatoren die Resultate der Experimente, sondern sie entwickeln auch neue Theorien, um unser Universum besser zu verstehen.

      Max Planck sagte im weisen Alter dann aus Erkenntis als Wissenschaftler des rein Materiellen dies;

      Ich als Atheist muss bekennen,
      wenn man die Materie bis ins kleinste Atom untersucht,
      diese wundersame Zweckmässigkeiten & Funktionen der Materie sieht,
      dann muss man zwangsläufig eingestehen & anerkennen,
      dass einem die wundersame Gestaltung des Universum & der Atome,
      nur einen folglerichtigen Schluss zu lässt,
      nämlich dass es einen Schöpfer all dessen, einen Gott geben muss.

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    • Juli 19, 2021

      Herrr Hottinger, im letzten Beobachter (www.beobachter.ch) gibt es einen Artikel: “Gott und die Physik. Wie die Wissenschaft dem Glauben die Tür öffnet”. Ich denke, das könnte Sie interessieren.
      Ein gutes neues Jahr wünsche ich Ihnen.

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    • Juli 19, 2021

      @ Frau Inge Votava,

      Ich werde den Beobachter Beitrag natürlich sehr gerne lesen. Merci.

      Ich wünsche Ihnen dasselbe und danke Ihnen für die guten Wünsche.

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  • Januar 4, 2015

    Das sollten sich mal die Evolutionsfanatiker wieder mal vor Augen führen, wenn sie Gott leugnen und felsenfest davon überzeugt sind, dass sich der Mensch und alle Lebewesen vollständig über die natürliche Auslese entwickelt haben.

    Gemäss dieser Evolutionstheorie „vererbt“ die Natur ja nur die sinnvollen Entwicklungen, die ein Überleben garantieren und verbessern. Unnütze Mutationen sterben aus und werden nicht mehr weitervererbt. Sie stehen der Evolution später also nicht mehr zur Verfügung.

    Man könnte das bildlich stark vereinfacht mit einer Mausefalle vergleichen.
    http://intelligentd​esigner.de/pic/mausef​alle.png
    Um ihren Zweck zu erfüllen, braucht das Gerät sagen wir mal sechs Teile: Holzbrettchen, Sicherungsbügel, Schlagbügel, Feder, Köderklappe, Köder. Nur wenn alle diese Teile vorhanden und in einer genau bestimmten Anordnung kombiniert sind, kann die Mausefalle funktionieren. Fehlt auch nur eines der Teile oder ein Teil ist am falschen Ort montiert, dann ist das Ding ein völlig sinn- und nutzloses Holz- und Drahtgeschwurbel. Die Evolution würde es wegwerfen.

    Es gibt hunderte von Kombinationen wie die Hölzchen und Drähte zusammengeschustert werden können. Zudem verlangt die Feder eine Spiralform, der Sicherungsbügel eine andere Drahtlänge, der Schlagbügel darf nicht an der Unterseite montiert sein usw.
    Jedes der Mausefallen-Teile ist für sich allein ebenfalls für nichts zu gebrauchen. Es gibt also nur eine einzige Kombination die vor der Evolution Gnade finden könnte. Und wie kommt die zustande?

    Zufall, sagen die Evolutiönler. Aus dem Urknall haben sich zufälligerweise die nötigen Verbindungen ergeben und sich von dort aus weiterentwickelt.
    Im Mausefallen-Beispiel wäre das so, wie wenn man die Einzelteile in einer riesigen Turnhalle verteilen, und dann die Halle sprengen würde. Wie gross wäre wohl die Chance, dass nachdem der Rauch abgezogen ist, eine gespannte Mausefalle auf den Trümmern läge?

    Aber genau dieser, respektive noch viel kompliziertere Zufälle wären nötig gewesen, um den Menschen oder andere Lebewesen aus dem Urknall in die Evolution zu bugsieren.
    Eine einzige menschliche Zelle benötigt, um überhaupt zu funktionieren mindestens 6 verschiedene Elemente, die in einer exakten Anordnung zueinander stehen müssen. Jedes dieser Elemente ist in sich selbst eine bestimmte Kombination. Hier ist das kurz erklärt:
    http://www.​erlebnis-mensch.at/ze​llen/zellaufbau.html

    Wenn man sich bewusst ist, wie viele Zellen es in ganz bestimmter Kombination es braucht um einen Menschen zu ergeben, dann muss man doch voller Ehrfurcht sagen: So etwas kann nur Gott geplant und geschaffen haben!

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    • Juli 19, 2021

      @ Herr Hans Knall,

      Vielen Dank für Ihren sehr sachlichen & auch aufschlussreichen Beitrag, zu 100 % einverstanden.

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    • Juli 19, 2021

      “Wenn man sich bewusst ist, wie viele Zellen es in ganz bestimmter Kombination es braucht um einen Menschen zu ergeben, dann muss man doch voller Ehrfurcht sagen: So etwas kann nur Gott geplant und geschaffen haben! “

      Nein muss man nicht. Dies ist die einfachste und bequemste Variante: Wenn man etwas nicht erklären kann, so muss es einfach von einem Gott erschaffen sein.

      Es könnte sein, MUSS aber nicht. Nur weil wir es (noch) nicht verstehen.

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    • Juli 19, 2021

      @ Herr Zoller,

      Herr Max Planck, Gründer des Max Planck Institutes in Stuttgart sagte einmal -ER als selbst erklärter Atheist wohlverstanden – folgendes;

      “Wenn man in die Materie eindringt bis zum kleinsten Atom,
      und diesen wunderbaren physischen Mechanismus in seiner Vollkommenheit erkennt,
      kommt man nicht darum herum zu erkennen, & sich in der Folge ein zu gestehen,
      das ist nicht anders möglich als dass es einen GOTT (Vollkommenheit) gibt.”

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  • Januar 6, 2015

    Weder die Juden, die Christen noch die Muslime haben das Recht, sich als die alleinigen Gottesbläubigen zu bezeichnen, was sie aber alle machen, somit Intoleranz & am Schluss Hass auf die Anderen, damit in der ganzen Konsequenz die sogenannten “*Ungläubigen” erst “gebähren. Am Schluss steht dann extreme Intoleleranz = Faschismus, denn sie meinen, wenn man etwas “Schlechtes” tötet, begehe man noch eine gute, ihrem “Gott” gefällige Tat. Du sollst nicht töten, weil es etwas böses, des Satans ist, hingeben Leben schenken & ermöglichen, etwas Gutes, somit göttliches. Es erfordert aber eigentlich nur ein einziges, ethisch geistiges Gebot;
    “Behandle jeden Menschen so, wie Du selber behandelt werden willst.”

    2. Zum gleichen Schluss wie Max Planck als ursprünglicher Atheist (vgl. vorheriger Beitrag), zum gleichen Schluss kommt interessanter Weiise auch der Schweizer Astrophysiker Bruno Binggeli;

    Im Makrokosmos und im Mikrokosmos stossen Forscher an die Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis. Der Schweizer Astrophysiker Bruno Binggeli über das Verhältnis von Geist und Materie.

    An den Grenzen der erfahrbaren Welt stellen sich Wissenschaftler Fragen nach dem Einfluss einer geistigen Kraft auf die Materie. Der Schweizer Astronom und Physiker Bruno Binggeli verweist auf die Relativitätstheorie und die Quantenphysik, die unser Weltbild dramatisch verändert haben. In einem grossen Interview mit dem Beobachter erklärt er, warum Photonen oder Lichtquanten erstaunlich ähnliche Eigenschaften aufweisen, wie sie Engeln zugeschrieben werden, und warum Geist und Materie einander scheinbar bedingen.

    Ein Auszug aus dem Interview (das gesamte Interview finden Sie in der Beobachter-Ausgabe 26/2014):

    Beobacht​er: Die heutige Physik zeigt, man kann noch so genau messen, am Ende steht man vor Unschärfen, vor Geisterteilchen; vor Dingen, die physikalisch kaum erklärbar sind. Gibt’s Hinweise auf eine Art steuernde Intelligenz hinter den Dingen?
    Bruno Binggeli: Nein, ich glaube, das kann man so nicht sagen. Was wir aber sagen können, ist, dass es mehr Raum, mehr Platz gibt in den wissenschaftlichen Modellen für so etwas wie eine steuernde Intelligenz. Hier hat die moderne Physik die Türen sicher weiter geöffnet als auch schon. Ob es aber etwas wie einen lenkenden Geist gibt, ist und bleibt eine Glaubenssache.

    Beo​bachter: Die Quantenphysik zeigt, dass es scheinbar vom Beobachter abhängt, wie sich die Materie im ganz Kleinen verhält. Wie lässt sich das erklären?
    Binggeli: In der Quantenphysik wird die Abhängigkeit eines messbaren Vorgangs vom Beobachter intensiv diskutiert. Es gibt Hinweise darauf, dass bei physikalischen Vorgängen das menschliche Bewusstsein auf irgendeine Weise hineinspielt. Hier sind wir sicher auf einer heissen Spur. Aber wohin sie letztlich führt, ob und wie hier etwas Geistiges einwirkt, bleibt offen und ist bis heute Interpretationssache.​

    Beobachter: Was ist denn am Ende Materie überhaupt?
    Binggeli:​ Das ist die grosse Frage. Es gibt Paradoxien in der Quantenphysik, unauflösbare Widersprüche. Ein Musterbeispiel dafür ist die Teilchen-Welle-Dualit​ät, in der sich beispielsweise ein Lichtquant wechselweise als Welle oder eben als Teilchen verhält, aber wann es was tut, ist von der Art der Beobachtung abhängig. Populär ausgedrückt: Je nachdem, welche Fragen man stellt, bekommt man verschiedene Antworten, so dass wir bis heute nicht richtig dingfest machen können, was Materie überhaupt ist. Je genauer wir hinschauen, desto mehr entzieht sich die Materie dem Blick und löst sich auf in etwas nicht Materielles, wenn Sie so wollen, Geistiges.

    Quelle;

    http:/​/www.beobachter.ch/na​tur/forschung-wissen/​urzeit-evolution/arti​kel/forschung_gott-un​d-die-physik/

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  • Januar 6, 2015

    »Jesus spricht zu ihm
    Ich bin der Weg,
    die Wahrheit
    und das Leben.
    Niemand kommt zum Vater
    denn durch mich.«

    Johannes 14,6, Gedanken zu Johannes 14,6

    Niemand kommt zum Vater denn durch mich.

    Hier ist er: der »Absolutheitsanspruch​« des Christentums. An dieser Stelle, so scheint es auf den ersten Blick, steht die Überlegenheit des Christentums über alle anderen Religionen, insbesondere über Judentum und Islam. Aber ist das wirklich ein Kampfspruch gegen irgendjemanden? Was meint dieser Satz wirklich?

    Dieser Vers öffnet den Blick für den Kontext, in dem er steht. Während der vorherige Satz isoliert im Raum steht (bis auf die einleitende Frage nach dem Weg, die aber nur zum Anlaß genommen wird, um eine verallgemeinerte Antwort, eine generelle Aussage zu formulieren), so leitet dieser nun eine ganze Reihe von Aussagen ein, die man mit in Betracht ziehen muß: Wer Jesus erkannt hat, wird auch Gott erkennen, daß Jesus im Vater ist und der Vater in ihm. Im allgemeinen wird dies als eine klare Stellungnahme Jesu zur Offenbarungseinheit zwischen dem Vater und dem Sohn in der Trinität angesehen. Es mag schon sein, daß Johannes hier im Hinterkopf eine trinitätsähnliche Vorstellung hatte, doch was bedeutet für uns dieser Satz, was bedeuten diese Aussagen für die Existenz des einzelnen? Der einzelne hat nichts davon, wenn eine theologische Konzeption bestätigt wird, seine Existenz bleibt von der Dreieinigkeit unberührt.

    Also, was läßt sich aus diesen theologisierenden Sätzen gewinnen: 1. Jesus verkündigt ganz eindeutig den Willen Gottes, nicht seinen eigenen. 2. In der Botschaft Jesu wird noch nie zuvor etwas über Gott offfenbar. 3. Wer Jesus außer acht läßt, der kann nie Spuren der Wirklichkeit Gottes aufnehmen, Spuren der Gottesherrschaft erkennen.

    Und plötzlich meint dieser Satz nicht viel anderes als der Satz davor: nicht der Absolutheitsanspruch des Christentums als einer menschlichen Einheit, sondern den Absolutheitsanspruch des Einen Gottes, der als einziger das Recht dazu hat, einen Absolutheitsanspruch zu formulieren. Und zu diesem Absolutheitsanspruch Gottes gehört auch, daß man Jesus ernstnimmt als Seinen Gesalbten, daß man seine Botschaft ernstnimmt, nicht versucht, der Herausforderung Jesu und damit der Herausforderung Gottes zu entgehen. Wer dies versucht, findet nicht zum Vater, findet seinen Urgrund und seine Bestimmung nicht, weil er von der angebrochenen Gottesherrschaft nichts weiß.

    Wer also nunmehr diesen Satz als Legitimation für religiöse Intoleranz lesen will, der läßt die Demut vor dem einzigen außer acht, der so etwas sagen darf. Kein Mensch, bis auf Gottes Bevollmächtigten, darf diesen Absolutheitsanspruch für irgendetwas Menschliches vereinnahmen. Das einzige Würdige, was wir tun dürfen, ist die Anerkenntnis dieses Absolutheitsanspruche​s, was aber zugleich meint, daß wir eben alles Menschliche zurückstellen müssen. Und Religion ist nuneinmal etwas Menschliches.
    Eine Interpretation

    Wenn ihr nach dem Weg sucht,
    wenn ihr nicht wißt, wohin ihr umkehren sollt,
    die Botschaft Jesu weist euch den Weg,
    wenn ihr nach etwas Beständigem sucht,
    die wahre Wirklichkeit euch erschließen wollt,
    in der Botschaft Jesu findet ihr Gottes Wirklichkeit,
    und wenn ihr wirklich leben wollt,
    und zu eurer Bestimmung gelangen,
    in der Botschaft Jesu findet ihr dieses Leben.
    Stellt euch der Herausforderung der Person Jesu,
    an ihm kommt ihr nicht vorbei,
    wenn ihr zu Gott finden wollt.

    Schlussfo​lgerung;

    Keiner kommt zum Vater (GOTT) denn durch mich, gilt für ALLE Menschen, denn es erklärt eben das geistige Prinzip (als Wegweiser), wie wir (Juden, Christen, Moslems, Ungläubige, auch zuvor atheistische Naturwissenschaftler ect.) alle die geistige Meisterschaft (Himmel, Ganzheit) erlangen können.

    Quelle;


    http://buber.de/chri​stl/johannes14_6

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  • Januar 6, 2015

    Der Absolutheitsanspruch,​​ den definitionsgemäss natürlich alle Religionen haben, wird von den „Rechtgläubigen“ völlig unterschiedlich ausgelegt.

    Klar gibt es keine Religion, die von sich sagt, sie liege eigentlich falsch und eigentlich sei die Wahrheit das, was eine andere Konfession lehre. Zu glauben, dass man mit dem eigenen Bekenntnis richtig liegt, ist grundlegende Voraussetzung jedes Gottesglaubens. Ausser vielleicht bei den Schizoisten oder im Debilaner-Orden.

    A​​ber diese Überzeugung führt zu komplett divergierenden Reaktionen. Während im Islam gepredigt wird, es sei die Aufgabe der Muslime, alle Ungläubigen entweder zum Islam zu bekehren oder sie zu „vernichten“, so empfindet der Christ eher Bedauern und Mitleid gegenüber Menschen, die Gott nicht kennen oder ihn gar ablehnen.

    Der Muslim fühlt sich persönlich beleidigt oder gar ins Unrecht versetzt, wenn andere Menschen seinen Glauben nicht in exakt seiner Vorstellung teilen. Um sich zu bestätigen, dass er die Wahrheit kennt, sieht er sich gezwungen, jegliche Abweichung zu „bekämpfen“ und zu „besiegen“. Das Endziel ist, dass schlussendlich niemand mehr den islamischen Glauben in Frage stellt oder nicht selber glaubt.

    Christen dagegen haben zwar das Bedürfnis, die Bibel möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, aber nicht in der Absicht diese dem Glauben zu unterwerfen, sondern um ihnen die Chance zu vermitteln, in freiem Willen Jesus zu folgen und seine Liebe anzunehmen. Sie finden es eher traurig, wenn Menschen dieses Angebot Gottes verschmähen oder gar bekämpfen und aktiv verhöhnen.
    Aber einen Durchsetzungsauftrag an die Gläubigen gibt es im Christentum nicht.

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    • Juli 19, 2021

      @ Hans Knall,

      Ich bin mit Ihnen einer Meinung, Merci für Ihren guten, sachlichen Beitrag, mit einer Einschränkung im letzten Abschnitt;

      Auch die “Christen” haben nämlich im Mittelalter furchtbaren Zwang angewandt, in Missachtung der Lehre Christi, insbesondere die röm. kath. Kirche durch die Verfügung des “unfehlbaren” Papstes Innozenz III mit der Inquisation. Genau ähnliches machen jetzt die extremen Muslime durch durch fanatischen Islamismus praktizieren, zunehmend auf radikalste Weise (vgl. IS in Syrien & im Irak), entweder oder, konvertieren zum moslemischen Glauben oder Tod.

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  • Januar 6, 2015

    @ Hans Knall,

    Ich bin mit Ihnen gerne einer Meinung, Merci für Ihren guten, sachlich guten Beitrag in Würde & Respekt, mit einer Einschränkung im letzten Abschnitt;

    Auch die “Christen” haben im Mittelalter furchtbaren Zwang angewandt, in Missachtung der Lehre Christi, insbesondere die röm. kath. Kirche durch die Verfügung des “unfehlbaren” Papstes Innozenz III der Inquisation, was jetzt die extremen Muslime durch ihre Priester z.T. schon fanatisch praktizieren, und zunehmend auf radikalste Weise (vgl. IS in Syrien & im Irak), entweder oder, Konversation oder Tod.

    Mahatma Gandhi; “Weil der Mensch nichts lernt aus der Geschichte, muss diese sich immer wiederholen”.

    Ge​schichte der Inquisition

    Unerbi​ttlich und grausam wurden Andersdenkende verhört, gefoltert und wenn nötig auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ein nicht gerade christlicher Umgang mit Menschen, aber die Inquisitoren des Mittelalters kannten keine Gnade, wenn es um die Einheit des Glaubens ging. Über fünf Jahrhunderte ging die Kirche gegen sogenannte Häretiker vor, machte auch nicht vor prominenten Wissenschaftlern wie Galileo Galilei halt. Und bei aller Grausamkeit – die Historiker sind sich einig, dass die Einführung der Inquisition dennoch ein Fortschritt in der Rechtsgeschichte des Mittelalters war.
    Holzstich, auf dem ein Mensch an ein Kreuz geschnallt wird. Rechts daneben ein Priester, der betet.

    Die Methoden der Inquisition waren grausam

    Das Gottesurteil

    Schon​ immer verfolgt die Kirche Andersgläubige. Um sie zu überführen, bedient sie sich im frühen Mittelalter des sogenannten Gottesurteils. Das Gottesurteil ist zu dieser Zeit die einzige Möglichkeit, einen Verdächtigen der Tat zu überführen, wenn er nicht auf frischer Tat ertappt wird und so die Schuld augenscheinlich ist. Ein mutmaßlicher Mörder wird zur Leiche geführt: Fangen die Wunden wieder an zu bluten, ist das ein Beweis seiner Schuld. Verdächtige müssen glühendes Eisen anfassen: Werden sie nicht ernsthaft verletzt, sind sie unschuldig. Der Zweikampf zwischen zwei Adligen entscheidet über Schuld oder Unschuld, Gott wird demjenigen den Sieg geben, der Recht hat. Der Richter hält sich im Verfahren zurück. Er achtet auf ein formal korrektes Verhalten von Ankläger und Angeklagtem, nimmt aber keine eigenen Ermittlungen vor. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts verbietet die Kirche Klerikern, an solchen Prozessen und Beweisführungen teilzunehmen.

    Die Inquisitoren waren Kläger, Verteidiger und Richter

    Es gibt aber noch keine allgemeingültige Rechtsnorm im Umgang mit Häretikern, und so entsteht sukzessive ein neues Prozessverfahren, die “Inquisitio”. “Inquisitio” bedeutet “Erforschung”. Die Inquisitoren sind Ankläger, Verteidiger und Richter zugleich, sie “forschen nach”, sie sind befugt, ohne die Anklage eines Dritten einen Prozess von Amtswegen einzuleiten und Zeugen zu verhören. So grausam diese auch oft sind, vom Verfahren her ist die “Inquisitio” ein Fortschritt, weil sie dem Angeklagten zumindest eine geringe Chance der Verteidigung gibt und die Gottesurteile und ähnliche irrationale Verfahren ablöst. Dieses Verfahren wird auch dringend gebraucht, weil das Entstehen großer Ketzergruppen die Kirche existenziell bedroht.
    Eine französische Buchmalerei aus dem 14.Jahrhundert zeigt die Vertreibung der Katharer aus Carcassonne durch die Kreuzritter unter Simon IV. von Montfort.

    1209 kommt es zu einem Kreuzzug gegen die Katharer

    Das Entstehen von Ketzergruppen im 12. Jahrhundert

    Im 12. Jahrhundert nach Christus verliert die katholische Kirche an Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung. Die Kirchenmänner Roms sind mehr mit der Ansammlung von Reichtümern beschäftigt, als mit der kirchlichen Lehre und dem Seelenheil ihrer Gläubigen. Zugleich ist dies eine Zeit, in der die Lebensbedingungen der Menschen schlecht sind: Es gibt viel Hunger und große Not. Das Leben ist für die Gläubigen ein Jammertal, sie suchen Halt in der Frömmigkeit und all ihre Hoffnung richtet sich auf ein gutes Leben nach dem Tode. Aber wer kann ihnen ihr Seelenheil garantieren? Von der katholischen Kirche, die sündig in Saus und Braus lebt, wenden sich immer mehr Menschen ab.

    Zu dieser Zeit entsteht im Süden Frankreichs und in Oberitalien eine neue Kirchenbewegung, gegründet durch die Katharer, die “Reinen”, wie sie sich nennen, und die Waldenser. Sie leben im Gegensatz zu den katholischen Kirchenleuten in Armut. Für sie sind materielle Dinge ein Werk des Teufels, sie predigen die Botschaft des Evangeliums und sind davon überzeugt, dass nur durch Askese die Seele gerettet werden kann. Die Katharer gründen eigene Bistümer und setzen eigene Bischöfe ein. Enttäuscht von den Kirchenfürsten in Rom, schließen sich ihnen immer mehr gläubige Christen an.

    So entsteht eine Gegenkirche, die nicht nur dem Papst eine Dorn im Auge ist, sondern auch die politischen Machtverhältnisse im Süden Frankreichs bedroht, denn die Anhänger der “Reinen”, zu denen auch Fürsten gehören, lehnen auch den Eid auf den König ab. Noch nie in ihrer Geschichte ist die katholische Kirche durch Häretiker, Abweichler ihres Glaubens, so existenziell bedroht. Völlig verunsichert im Umgang mit den Ketzern, überredet Papst Innozenz III. den französischen König 1209 zu einem Kreuzzug gegen die Katharer. Zwanzig Jahre später endet der Kreuzzug, der mehr und mehr in einen Eroberungsfeldzug gegen die Grafen des Südens ausartet und zu einer Machterweiterung des französischen Königs führt. Das Problem der Ketzerei kann damit aber nicht gelöst werden. Die Häresie existiert weiter.

    ‘Der Traum des Papstes Innozenz III’

    Die Etablierung der Inquisition

    Die Kirche steht vor der Aufgabe, einen Weg zu finden, wie sie systematisch Ketzer aufspüren und bekämpfen kann. Ursprünglich waren die Bischöfe für die Bekämpfung von Ketzern zuständig. Sie sind aber überfordert oder erst gar nicht an der Lösung des Problems interessiert. Deshalb sollen speziell ausgebildete Abgesandte des Papstes die Verantwortung übernehmen. Papst Innozenz III. hat den Orden der Dominikaner und Franziskaner schon zu Beginn des 13. Jahrhunderts eine wichtige Aufgabe im Kampf gegen die Ketzerei zugedacht. Die Bettelorden, die – anders als die anderen Orden – nicht ihr ganzes Leben betend und arbeitend hinter Klostermauern verbringen, haben eine ganz andere Nähe zum Volk. Sie ziehen als Wanderprediger übers Land, predigen das wahre Evangelium und sollen schon mal auf diese Weise den Ketzern den Wind aus den Segeln nehmen. Papst Gregor IX. ist es dann, der 1231 Dominikaner und Franziskaner zu “Inquisitoren” ernennt und sie mit der Verfolgung der Ketzer beauftragt. Das ist die Geburtsstunde der Inquisition.

    Que​lle;

    http://www.go​ogle.de/imgres?imgurl​=https://daserwachend​ervalkyrjar.files.wor​dpress.com/2014/07/in​quisition.jpg&imgrefu​rl=https://daserwache​ndervalkyrjar.wordpre​ss.com/tag/inquisitio​n/&h=698&w=1000&tbnid​=FVqm4j2fBkWJYM:&zoom​=1&tbnh=93&tbnw=133&u​sg=__iT3-lWVD_em9iHlZ​H7eK1GF_2RI=&docid=kg​igSrTAgUYGxM&sa=X&ei=​DFSsVLWNEIXDOvv5gcgC&​sqi=2&ved=0CIsBEP4dMB​I

    http://www.plane​t-wissen.de/kultur_me​dien/religion/inquisi​tion/

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  • Januar 7, 2015

    Was Sie da untenstehend anführen, Herr Hottinger, ist selbstverständlich geschichtlich belegt, aber es erinnert an Zeiten wo die Welt noch eine völlig andere war. Diese Argumentation wird immer wieder vorgebracht deshalb hier als eigenen Beitrag.
    Die eigentlichen Schlüsselwörter der Begründung erwähnen auch Sie: Mittelalter, Kirche, Missachtung der Lehre Christi. Und vor allem die Anwendung der Vergangenheitsform.

    Um die Zusammenhänge in unserer Zeit zu verstehen, ist es ganz wichtig die Entwicklung der Geschichte zu kennen. Dennoch haben die Christen von heute überhaupt keine Ähnlichkeiten mit den damaligen Zeitgenossen gemein.

    Man muss sich also in Erinnerung rufen: Das Mittelalter war spätestens um 1500 zu ende. Also vor über 500 Jahren. Der letzte Kreuzzug war noch vor dem Rütlischwur vor 700 Jahren beendet.
    „Die Kirche“ war damals ein Machtapparat, der sowohl die religiöse wie auch die weltliche Macht vereinte. An Stelle Gottes und an Stelle der weltlichen Machthaber hatte sich „die Kirche“ durchgesetzt. Die Bibel, die Lehre Christi, wurde immer mehr in den Hintergrund gedrängt und durch Erlasse „der Kirche“ ersetzt. Die Gläubigen hatten praktisch keine Möglichkeit die Bibel selber zu lesen, denn die gab es zu dieser Zeit nur in Klosterbibliotheken und nur in Lateinisch, was kein Bürger verstand. In Lateinisch wurden auch alle Messen abgehalten, so dass die Gläubigen die Lehre Christi gar nicht selber lernen konnten, weil immer „die Kirche“ zwischengeschaltet war.

    Aber auch während dieser dunklen Zeit hatten die Christen aufgrund der Lehre Christi keinen Auftrag, Zwang zum Glauben anzuwenden. In der Bibel steht nämlich immer noch das Gleiche wie vor 500 Jahren. Es ist das, was uns Jesus vor über 2000 Jahren vorgelebt und erklärt hat.
    Dass es lange gedauert hat, bis die Macht der Kirche gebrochen war und sich der Zugang zur Bibel für alle Christen geöffnet hat, kann man nicht „den Christen“ vorwerfen. Denn diese wurden damals vom Machtapparat „Kirche“ komplett unterdrückt.

    Der entscheidende Unterschied zum Islam besteht darin, dass der Koran und die Bibel völlig entgegengesetzte „Missionsverständniss​e“ propagieren. Auch wenn heute alle Gläubigen die beiden Bücher selber lesen können, steht eben dort nicht das Gleiche.

    Die Bibel wirbt dafür, die Liebe Jesu als göttliches Angebot zu verstehen und seinem Beispiel nachfolgen zu wollen.
    Der Koran hingegen befiehlt den Muslimen die Durchsetzung seiner exakt vorgeschriebenen Verhaltens- und Denkweisen. Er versteht alle Nichtgläubigen als direkte Feinde.

    Fazit: Es ist unredlich, immer wieder die Kreuzzüge und die Inquisition usw. vorzubringen um damit zu behaupten, „die Christen“ seien aufgrund der Bibel genauso aggressiv wie die Muslime aufgrund des Korans.
    Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass in der heutigen Zeit noch solche menschenfeindlichen Schriften als „Wort Gottes“ unter dem Register „Religionsfreiheit“ verharmlost und entstellt werden.

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    • Juli 19, 2021

      Stimme mit Ihnen im Allgemeinen überein. Wenn Sie von der Macht der Kirche sprechen, meinen Sie im Wesentlichen die Katholische Kirche?

      Nicht nur deren Blokadetheologien, Heiligenverehrung, Marienverehrungen und Kleiderpomp sowie Papst und Kardinäle haben mit dem Neuen Testament soviel gemeinsam wie ISIS mit dem Koran.

      Erst wenn sich die Katholische Kirche von diesen regelrecht heidnischen Zuständen löst und sich auf die Kernbotschaft mit der damaligen apostolischen Ordnung zurückbesinnt, ist die Grundlage für eine umfassende Erneuerung gegeben.

      Solange aber Pilger auf dem Petersplatz beklatschen, dass der neue Papst Franziskus sie als ‘Brüder und Schwestern’ anspricht und das als Zeichen einer ‘Neuerung’ betrachten, sind die noch meilenweit davon entfernt.

      Im NT steht auch nichts von Klöstern usw., auch nichts von ‘Bischofsstühlen’, wie man die heute noch kennt und auch nicht von Prunk heutiger Kirchengemäuer samt sogenannter ‘Heiligsprechungen’.

      Ein unendliches Thema….

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    • Juli 19, 2021

      Ich meine, Herr Limaa, die Institution Kirche. Im Mittelalter gab es noch keine andere, aber dennoch unterscheidet sich heute der christliche Glauben auch von Katholiken, von dem was „die Kirche“ damals vorgegeben hat.

      Die christlichen Kirchen sind heute nur noch Kultgemeinschaften, die halt in unterschiedlicher Weise die gleiche Bibel respektive deren Inhalt zelebrieren. Jeder Christ kann ja selber überprüfen, ob dies oder jenes ein Bibelauftrag sei oder nicht. Aber mir ist es egal, ob nun eine Gemeinschaft findet der Kirchenpomp würde ihnen helfen, die Botschaft der Bibel besser leben zu können oder nicht.

      Solange keine Gemeinschaft den Anspruch erhebt, alle anderen müssten unbedingt die gleichen Riten übernehmen, oder sie müssten gar bekämpft werden, bleibt ja die Lehre Jesu für alle Christen unverändert.

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    • Juli 19, 2021

      Die frühere ‘Inquisition’ heisst heute ‘Glaubenskongregation​’ und ist noch an alter Adresse in Rom domiziliert. Die Sexualtheologie samt weiteren Theologien der Katholischen Kirche sind weiter unverändert, Herr Knall. Das sollten Sie bedenken. Nicht nur deshalb sind katholische Christen in einem enormen Zwiespalt.

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    • Juli 19, 2021

      @ Herr H. Knall,

      1. Die röm kath. Kirche hat leider Gottes immer noch in ihrem Katechismus verankert wie ein Fels; “Wer nicht kath. getauft wurde, kommt nicht ins Paradies” zu Gott. Immer noch ein absoluter,

      2. ausschliessendes Dogma, wie bei den Muslimen auch wie folgt; “Nur ein Muslim hat den richtigen Gott (Alaah) und kommt ins Paradies zu Gott.”

      3. Und bei den Israelis resp. Juden; Wir sind das auserwählte Volk Gottes”; dies impliziert genau den gleichen Absolutismus, bis heute praktiziert im Nahen Osten mit den Palestinensern. Oder will hier ein jüdischer Mitbürger etwa die Behauptung aufstellen & auch noch belegen, die Juden/Israelis würden die Palestinenser dort gleichwertig auch als Menschen behandeln ?

      *******

      Das Dogma ist nichts anderes
      als ein ausdrückliches Verbot zu denken.

      von Ludwig Andreas Feuerbach

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    • Juli 19, 2021

      Kommt noch das Dogma der ‘Unfehlbarkeit’ des Papstes hinzu, Herr Hottinger!

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    • Juli 19, 2021

      Ich sage es ja immer wieder, Herr Hottinger und Herr Limaa: Der Anspruch, den einzig richtigen Glauben zu lehren, ist das Grundprinzip jeder Religion. Das ist also nichts Besonderes und schon gar nicht etwas das man ändern könnte. Denn ohne dieses Dogma gibt es keine Religion!

      Aber registrieren Sie denn nicht den grundlegenden Unterschied ob man versucht seinen Glauben durch vorleben und ermutigen zu bewerben, oder ob man dem Ungläubigen den Kopf abschneiden soll, um ihn von der Überlegenheit des eigenen Gottes zu überzeugen?

      Es ist also für diese Diskussion völlig egal, was schlussendlich eine Religion von ihren Anhängern verlangt, ausser die kriegerische und menschenverachtende Durchsetzung der entsprechenden Religions-Dogmen. Weder gegenüber Gläubigen noch Ungläubigen.

      Das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes bringt niemanden um, das Dogma des Dschihad aber schon.

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    • Juli 19, 2021

      Sie stossen hier eine Diskussion an, die hier kaum in der Tiefe abzuhandeln ist. Danke.

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    • Juli 19, 2021

      @ Herr Knall & Herr Limaa,

      Herzlichen Dank beiden Herren für die sachlichen und korrekten Beiträge, bin damit ebenso der Gleichen Meinung.

      Diese Krux ausschliesslicher Hüter der einzigen Wahrheit der drei minoischen Religionen Judentum, Christentum, Moslems zu sein, hat Erich FROMM i.s. Buch sehr gut durchdacht und eigentlich auch leicht verständlich, jedenfalls für jeden – o f f e n e n – Geist, beschrieben;

      “Die menschliche Seele zwischen gut & Böse”,
      Untertitel,
      ​”Die Entstehung des Faschismus”.

      (Ich bekomme keine Dantiemen aus der Empfehlung, und Erich Fromm ist in den 80-er Jahren leider im Tessin schon vertorben.

      Eigentl​ich legt einem schon dieser Titel die Auflösung dieses Dilemmas tief in die Seele.

      Herr Knall & Herr Limaa, ich wünsche Euch beiden einen schönen, besinnlichen Tag, und bedanke mich nochmals herzlich, weil Ihr mit inhaltlich interessanten Beiträgen meinen Hauptbeitrag “geistig geadelt” habt. Keinerlei Polemiken betrieben, wie es hier auf Vimentis leider noch zu viele “Kommentatoren” gibt, was ich sehr schade finde.

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  • Februar 18, 2016

    Greifen die Wurzeln des “Christentums” bis zu den ägyptischen Pharaonen ?

    War Mose ein ägyptischer Pharao ?

    Echnaton und Nofretete huldigen Aton, der Sonne
    Etwa 200 Jahre nach Hatschepsuts Tod sollte sich eine noch rätselhafterere Geschichte am Nil ereignen. König Echnaton leitete revolutionäre Umwälzungen ein: Er rief einen Sonnenkult ins Leben und betete Aton (die Sonnenscheibe) als einzige, verborgene Gottheit an. Eine gewisse Sonnenverehrung (Re) gab es zu allen Zeiten, doch Echnaton transzendiert alle übrigen Götter zu Erscheinungsformen des einen Gott Aton. Er erhob den Monotheismus quasi zur Staatsreligion.

    Vo​m nüchternen Verstandes-Standpunkt​e her geht doch ALLES LEBEN ausschliesslich vom Licht, also von der Sonne aus. Ohne die Sonne ist kein physisches Leben auf der Erde möglich.

    Eine Minderheit der Ägyptologen geht so weit, diese weltweit erste Theorie des “einen Gottes” mit der Bibel und der Gestalt des Mose, in Verbindung zu bringen. Schon Abraham, der Stammvater aller drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Islam und Christentum zog mit seiner Ziegenherde um die Pyramiden. Sein Urenkel Josef wurde nach Ägypten verschleppt und stieg dort zum Stellvertreter des Pharaos auf. Auch Mose war Ägypter. Nach seiner Geburt wurde er am Ufer des Nils ausgesetzt, von der Tochter des Pharaos gefunden und “adoptiert”. Sie gab Mose einer hebräischen Frau – die leibliche Mutter des Kindes – als Amme. Mose war also ein ägyptischer Adeliger und führte die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten in das kanaanäische Land.

    Sind die reichlichen Bezüge der Bibel zu Ägypten zufällig ?
    Oder waren die Erzählungen auch Ausdruck eines Ideenexports ?

    Schon 1933 vermutete der Ägyptologe James Breasted, dass sich die biblischen Moralvorstellungen aus dem altägyptischen Denken entwickelt haben. Freud griff diese These auf und legte dar, dass Moses revolutionäres Gedankengut auf die Ideen des ägyptischen Pharaos Echnaton zurückzuführen sei. Freud wiest weiter darauf hin, dass die ägyptische Sitte der Beschneidung auch bei den Juden, und zwar durch Mose einführte wurde. Es gibt keine Beweise, dass Mose eine historische Gestalt ist, hält dem die Archäologie entgegen. Zwischen der Ausbreitung des monotheistischen Judentums auf dem Sinai (ca. 600 v. Ch.) und Echnaton (1350 – 1334 v. Ch.) lägen mehrere hundert Jahre. Unter den Religionswissenschaft​lern besteht inzwischen der Konsens darüber, dass sich zwischen Bibel und Echnaton ein unsichtbares Band spannt.

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