1. Sonstiges

Juristerei, Politik und Journalismus bedingen Distanz

Ich habe in mei­nem Leben mich vor allem mit Ju­ris­te­rei, Po­li­tik und Jour­na­lis­mus be­schäf­tigt und merke im Mo­ment, dass alle drei Ge­biete ein sehr wich­ti­ges Ele­ment um­fas­sen: Man ar­bei­tet für das Ge­samte und muss die not­wen­dige Di­stanz zum Ein­zel­fall auf­recht er­hal­ten! Die schlech­tes­ten Ge­setze sind die­je­ni­gen, wel­che wegen eines Ein­zel­fal­les ent­ste­hen. Natür­lich ist es tra­gisch, wenn ein Ju­gend­li­cher stirbt und natür­lich tut es weh, wenn man über einen Mord an einem Kind be­rich­ten muss und es be­las­tet, wenn man über einen Se­xual­ver­bre­cher ur­tei­len muss oder gar einen ver­tei­di­gen soll­te. Es be­las­tet auch, wenn El­tern in einer Schei­dung die Kin­der ge­gen­ein­an­der aus­spie­len.

In der Politik muss man die Einzelfälle ausblenden, man macht Gesetze, welche allgemeingültig sei müssen. Hier ist eine professionelle emotionale Distanz gefragt. Zu viel Nähe vernebelt den Sinn. Auch im Journalismus muss man über den Einzelfall stehen und das Gesamte sehen.

Zu viel emotionale Nähe verhindert eine genaue Analyse und ein sauberes Urteil.

Überall hat zu viel emotionale Nähe noch einen anderen Nachteil: Ohne eine gesunde Distanz frisst einem der Beruf auf und man gerät sehr schnell in ein Burn-Out. Ein Pflegender, der dies nicht einhält, hält nicht lange durch und geht kaputt.

Das heisst nicht, dass man gefühllos sein muss, man muss aber eine professionelle Distanz bewahren, um sich und sein Umfeld zu schützen und nicht falsche Entscheide zu treffen. Gefühle sind wichtig, aber sie dürfen nicht die Oberhand gewinnen.

Wenn ich analysiere, wie momentan entschieden und kommentiert wird, dann haben Gefühle die Oberhand. Es fehlt an Distanz und saubererer Analyse. Diese ist jedoch in Krisenzeiten notwendig, so weh es tut. Ich wünschte, unser Bundesrat würde endlich weniger emotional dafür mehr professionell agieren. Das wäre seine Aufgabe, auf Gefahr hin, dass man ihm vorwirft, er sei gefühlslos. Wer diesen Vorwurf jedoch nicht erträgt, hat weder in der Juristerei noch im Journalismus, geschweige denn in der Politik was zu suchen und auch Pflegende und andere soziale Berufe bedingen diese Distanz. Nur so kann man überleben und richtige Entscheide fällen.

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Comments to: Juristerei, Politik und Journalismus bedingen Distanz
  • April 5, 2020

    Grundsatz:
    Die Gesetzbücher basieren auf der Geldbetrugslehrmeinun​g der Fakultät Ökonomie, welche auch das Phantom Zahler zementiert!
    «Hierbei​ leiht man der Bank gegen Zinsen Geld, das die Bank gegen höhere Zinsen als Kredit an andere Haushalte und vor allem die Wirtschaft weitergibt. Der Umfang der möglichen Kreditvergabe ist jedoch von den Kapitalquoten abhängig und hier kommen die Kundeneinlagen (Einlagen gibt es nicht nur Guthaben) ins Spiel, die von den Banken benötigt werden, um die Reserveanforderungen und die Kapitalquoten zu erfüllen.«

    Tatsäch​lich können Banken weder für ihre Kreditvergaben noch für ihre Investitionen (verfassungswidrig = Vorteilsnahme), Kundenguthaben verwenden, weil aus der Geldschöpfung der Geschäftsbanken, keine Liquidität entstehen kann. Das Bankensystem muss einfach die Kundengeldwanderungen​ von einer zur anderen Bank, sicherstellen. Dieser Zahlungsverkehr wird im geschlossenen Kreislauf, auf den individuellen Bankkonten bei der Zentralbank, sichergestellt. Dafür hat der Gesetzgeber, als irrwitzige, unnötige Spielform, eine gesetzlich vorgeschriebene Pseudoreserve vorgeschrieben. Die Zentralbanken sind darum verpflichtet, die dafür notwendige “Liquidität” für und mit den Geschäftsbanken zu schöpfen, wobei es doch zu beachten gilt, dass doch die Geldschöpfung aus dem Nichts, naturgemäss, keine Reserven braucht. Betrugsspiele der infamsten Sorte! Um nun die hanebüchenen Liquiditätsbedingunge​n zu erfüllen, wird das von der Zentralbank geschöpfte Pseudo – Guthabenvolumen, mittels Kunden-Geldwanderunge​n, zwischen den Geschäftsbanken hin und hergeschoben. Kann die Liquidität mit den ordentlichen Kundengeldwanderungen​ nicht erfüllt werden, muss die notwendige Liquidität aus diesem vorhandenen Zentralbankgeldvolume​n, zwischen den Banken, oder mit der Zentralbank selbst (Geldmengenerhöhung),​ mittels sog. Interbankkredite, beschafft werden (alles Ziffern in der Bankbuchhaltung). Die Banken können demnach nicht, wie von den Bankfachleuten, Finanzspezialisten und Medien immer behauptet, ihre selbst geschöpfte Geldmenge (Kundenguthaben), nicht bei der Zentralbank parken, denn daraus entsteht keine zusätzliche Liquidität. Trotzdem wird das Parken als Begründung der Negativzinsen genannt. Infame Lüge!

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