1. Finanzen & Steuern

Kapitalerträge pauschal besteuern

Kapitalerträge pauschal besteuern: Schluss mit der Subventionierung der Schuldner
 
„Die pauschale Vermögenssteuer löst viele Probleme heutiger Steuern auf einfachste Weise. Alle Arten von Vermögenserträgen – Zinsen, Dividenden, Kapitalgewinne, Eigenmietwerte, einbehaltene und ausgeschüttete Gewinne, Anlagen in Autos vs. Liegenschaften etc. – würden ganz automatisch gleichbehandelt. Damit entfiele beispielsweise die Diskussion um den Eigenmietwert. Die Anreize zur Verschuldung, um von Inflationseffekten zu profitieren, entfielen. Die Anreize zum Eingehen übermässiger Risiken würden eliminiert. Die Steuererhebung würde massiv vereinfacht. Anreize und Aufwand zur Steueroptimierung und viele Kapitalmarktverzerrun​​gen fielen weg.
Die Subventionierung der Schuldner durch die Sparer entfiele. Die Reform gäbe allen Bürgern Anreize, Kapital zu bilden. Insgesamt würde diese Reform die Finanzmarktstabilität​​, Wettbewerbsfähigkeit und Standortattraktivität​​ der Schweiz massiv steigern. Damit wäre die pauschale Vermögensbesteuerung auch die ideale Antwort auf die international anvisierte Mindestbesteuerung von Unternehmensgewinnen von 15%.
Die Gegenargumente ziehen nicht. Natürlich erwirtschaften nicht alle Anleger immer dieselbe Rendite. In einem Jahr haben manche mit Glück oder Pech höhere oder niedrigere Renditen. Über die Jahre gleichen sich die Unterschiede aber stark aus. Zugleich ist die pauschale Besteuerung der realen Vermögenseinkommen so oder so weit weniger willkürlich als die heutige Besteuerung der nominellen Einkommen. Einnahmenausfälle auf Erträgen und Vermögen würden durch den Wegfall von Schuldzinsabzügen stark gemindert. Verbleibende Ausfälle wären nur gerecht, denn bisher ist Kapital überbesteuert. Deshalb ist klar: Es ist Zeit, die Kapitalbesteuerung umzustellen. Statt ein Teil der nominellen Erträge sollen alle realen Erträge erfasst werden. Dafür ideal ist ihre pauschalisierte Besteuerung aufgrund des Nettovermögens.“ (Prof. R. Eichenberger in Finanz und Wirtschaft vom 31.8.2021)
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