1. Umwelt, Klima & Energie

Klimafreundlicher und landschaftsschonender​ Atomausstieg

Die Grünen präsentieren zwei Szenarien

Die Grünen haben am Diens­tag in Bern zwei de­tail­lierte Sze­na­rien zum Atomaus­stieg präsentiert. Diese be­wei­sen: Die Schweiz kann ihre Atom­kraft­werke nach 45 Jah­ren Lauf­zeit ab­schal­ten, wie es die In­itia­tive der Grünen ver­langt. Auf den Bau von Gas­kraft­wer­ken kann dabei ver­zich­tet wer­den. Ein kli­maf­reund­li­cher​ und land­schafts­scho­nen​­der Atomaus­stieg ist möglich. Die bei­den Sze­na­rien zei­gen zudem auf, woran die heu­tige schwei­ze­ri­sche Ener­gie­po­li­tik krankt: Der Bund muss Ener­gie­ein­spa­run­​gen, Ener­gie­ef­fi­zi­enz​ und er­neu­er­bare Ener­gien stärker fördern.

Die zwei von den Grünen präsentierten Szenarien zeigen, dass die künftige Stromversorgung einerseits auf Solar- und Windenergie, andererseits aber auch auf Energieeinsparung und Energieeffizienz basieren wird. Im Winter, wenn die Produktion aus erneuerbaren Energien schwankt, sind unterstützende Massnahmen notwendig. Dann muss Windenergie aus der Schweiz und dem Ausland die stark ausgebaute Solarstromproduktion ergänzen. Photovoltaische Module auf gut gelegenen Infrastrukturen in den Bergen und Wärme-Kraft-Kopplunge​n, die auf erneuerbaren Energien basieren, ergänzen dieses Dispositiv.

Das Szenario «Kursänderung» beweist, dass der Atomausstieg leichter und günstiger möglich ist, wenn eine umfassende Politik des Energiesparens und der Energieeffizienz betrieben wird. Dazu gehören insbesondere eine umweltfreundlichere Mobilität, die Förderung einer ressourcensparenden Kreislaufwirtschaft und eine Veränderung des Verhaltens jedes einzelnen. Der Atomausstieg ist jedoch auch möglich, wenn man sich auf gezielte Massnahmen im Bereich der Energie beschränkt. Dies zeigt das Szenario «Energiereform», welches von einem leichten Anstieg des Stromverbrauchs ausgeht.

Beide Szenarien fordern Massnahmen, die einfach und rasch umgesetzt werden können. Energieeinsparungen und Energieeffizienz müssen ebenso gefördert werden wie die erneuerbaren Energien. Für elektrische Apparate – auch solche in der Industrie – wie für Gebäude müssen Energiestandards festgelegt werden. Die finanziellen Mittel für die kostendeckende Vergütung für grünen Strom müssen aufgestockt werden, um die rund 20‘000 Projekte zu finanzieren, welche auf eine Realisierung warten. Mit einem ökologischen Steuersystem, wie es die Grünen bereits 1994 in einer Volksinitiative forderten, kann das dazu notwendige Geld beschafft werden.

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Comments to: Klimafreundlicher und landschaftsschonender​ Atomausstieg
  • August 26, 2012

    Technisch ist der Verzicht machbar. An die Umsetzungen glaube ich nicht. Auf jeden Fall habe wurden einmal in der Rot-Grün regierten Stadt Zürich irgendwelche konkreten Schritte unternommen.

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  • August 26, 2012

    Sehr geehrte Frau Rytz

    Erfahrungsgem​äss brauchen unsere Politiker(innen) Vimentis gerne, um ihre Beiträge zu publizieren. Die Meinung von uns Lesern interessiert sie weniger. Vielleicht beachten sie noch gerade knapp, wie die Reaktionen zu ihren eigenen Artikeln ausfallen. Ich erlaube mir, Ihnen hier Dinge zu schreiben, welche den vielen aufmerksamen Vimentis-Lesern schon bekannt sind.

    Dass die Grünen bei ihren Abschätzungen in eine Traumwelt eintauchen, ist uns nicht neu. Um die zukünftige Stromversorgung zu beurteilen, dienen uns weder ihre unrealistischen Szenarien noch die de facto mit Vorgaben des Bundesrates und des Uveks erstellten Expertisen. Viel aussagekräftiger ist ein Blick nach Österreich. Das Land hat eine ähnliche Ausgangssituation wie die Schweiz. Die Anstrengungen in Richtung erneuerbare Energien sind dort sehr gross. AKW findet man im ganzen Land nicht. Doch offensichtlich gelingt die Umstellung auf erneuerbare Energien nicht wie gewünscht. Österreich ist zunehmend von fossilen Kraftwerken abhängig. Grafik: http://www.ch-strategie.ch/O​esterreich.pdf

    Wen​n ich versuche, unsere zukünftige Energieversorgung und unseren Strombedarf abzuschätzen, komme ich zu ganz anderen Ergebnissen als ihr Grünen. Bei einem Atomausstieg bis ca. 2035 müssten wir bis dann etwa sieben grosse Gaskombikraftwerke bauen. Die Stromkonzerne kamen etwas später als ich zum genau gleichen Ergebnis.

    Übrigens​ ist es gut denkbar, dass meine Briefe und Mails an die Mitglieder des Ständerates (insbesondere an diejenigen im Urek) dazu beigetragen haben, dass das “Hintertürchen” beim Atomausstieg offen gelassen wurde. Es gilt nun kein Technologieverbot und Frau Bundesrätin Leuthard muss periodisch die Resultate der Schweizerforschung inkl. neue Technologien der Kernenergie-Nutzung publizieren oder vortragen. Diese Schreiben haben unter anderem auch folgenden Link auf meine früheren Vimentis-Beiträge zum Thema Energieversorgung enthalten: http://www.ch-strategie.ch/V​imentis-Benedikt-Jorn​s.pdf

    “Über die Atomenergie entscheidet letztlich das Volk”, sagte Bundesrätin Doris Leuthard am Swiss Economic Forum. Die Volksabstimmung soll 2014/15 stattfinden. Für die Grünen wird es nicht ganz einfach sein, das sich seit ca. Mai 2012 langsam abzeichnende “Nein” des Schweizer Volkes zu akzeptieren. Der Atomausstieg sollte nur soweit vollzogen werden, wie die erneuerbaren Energien auch wirklich imstande sind, die Stromproduktion abzudecken. Hier ein Vorschlag für eine umfassende Energiepolitik, welche einerseits realistisch ist und andrerseits garantiert, dass wir auch weiterhin in der Rangliste für eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieversorgung der Internationalen Energieagentur IEA ganz zu oberst auf dem Spitzenplatz bleiben: http://www.ch-strategie.ch/E​nergiepolitik.pdf

    Ich gehe davon aus, dass mein Vorschlag für eine Neuformulierung des Artikels 89 der Bundesverfassung (Link am Schluss von “Energiepolitik”) gute Chancen hat, vom Volk angenommen zu werden. Etwa die Leserbeurteilungen im Blog zur Tagesschau des Schweizer Fernsehens zeigen eine deutliche Zustimmung: http://www.ch-strategie.ch/A​tomausstieg-Volksmein​ung.pdf

    Es ist dies zwar nicht die Wunschlösung der Grünen, doch werden die Bedingungen für die vermehrte Nutzung der erneuerbaren Energien verbessert. Ein Atomausstieg wird so nicht ausgeschlossen, auch wenn ich selbst davon überzeugt bin, dass die Kernenergie-Nutzung auch langfristig mit neuen Brennstoffen und Kernfusion ein wichtiger Pfeiler unserer Energieversorgung sein wird.

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    • Juli 19, 2021

      Ja ja, Herr Selk, wenn es nach Ihnen ginge, würde ja wieder Herr Kammler und seine Freunde ans Ruder kommen, dann hätten Sie ihre Batterien und endlich Ruhe vor den Roten und Grünen…..

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  • August 27, 2012

    “Ökologisches Steuersystem”? A la Widmer-Schlumpf ? Wie’s scheint würde sich das äusserst familienfeindlich auswirken und wäre nur wieder ein versteckter Staatsstreich = Umverteilung von unten nach oben mit einem gewaltigen Zustupf für den geschätzten Staatsapparat und allem Nonsens der sich darin befindet und darin veranstaltet wird.

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  • August 27, 2012

    Entweder will man den Atomausstieg oder nicht. Will man ihn, so muss man auch dazu bereit sein die Konsequenzen zu tragen und die Schritte zu gehen. Will man ihn nicht, so muss man auch hier bereit sein die Konsequenzen zu tragen und Schritte zu gehen. Die Panikmache der Wirtschaft betr. höheren Kosten zieht bei mir nicht weil die Wirtschaft sowieso die Kosten auf den Konsumenten abwälzt. Ist man bereit mich Menschen zu sprechen und “Sammeltaxis” zu bilden, so kann man auch die Kosten für das Benzin teilen. Lösungsmöglichkeiten gibt es viele mehr nebst noch Energieeffizienz ausnutzen und entsprechend Stromsparen. Doch eben, dies muss man wollen. Somit lautet die Frage was wir Bürger wollen. Die Gefahren der AKWs und anderen sollten entsprechend bekannt sein wie die Problematik der Abfallentsorgung des radioaktiven Mülls etc. etc. etc.

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    • Juli 19, 2021

      Es ist sicher unbestritten, dass alle gewinnen wenn wir bewusster mit dem Energieverbrauch umgehen – erst mal egal ob Atomstrom oder Alternativ.
      Klar ist auch das keiner einen Gau will, sondern lieber die alternativen Energieerzeuger die bei einem Gau nicht dermassen tödlich sind.
      Aber wenn unsere Atomkraftgegner aus dem Bundeshaus wie immer gleich darangehen dem Bürger noch mehr Geld aus der Tasche ziehen zu wollen und das in einer Zeit die mehr als Unsicher ausschaut, dann kann man vom Bürger nicht erwarten, dass er einen weiteren Raubversuch des Staates gefügig abnickt. Also wird man mit der Zeit stillschweigend bei dem bleiben was man hat, dass ist zwar saugefährlich – aber günstig.
      Ich ziehe übrigens die Bereitschaft unserer bundesrätlichen Atomausstiegsbefürwor​terinnen generell in Zweifel. Diese Statements kamen zu Anfang zu aalglatt gebürstet nach der Volksmeinung. Als Zweites wurde dann aber sofort und immer wieder auf die fürchterlichen Kosten eines Ausstiegs hingewiesen. Die Reaktion aus den gequälten Bürgerseelen und natürlich aus der Wirtschaft waren vorhersehbar und erwünscht! Den Ausstieg aus der Atomkraft wird es nie geben, weil von allem Anfang an nie wirklich gewollt. Die Biegsamkeit gemäss dem Trend im geschockten Volk zu Anfang, war reine Taktik, nichts weiter!

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    • Juli 19, 2021

      Danke für Ihre Beiträg Herr Selk und Frau Walder. Ja, der Ausstieg soll keine Hauruckübung sein und ja, es wird debattiert und blockiert. Doch wie lange noch? Auch wenn ich mich nun wiederhole: Wie ich auch auf Vimentis hingewiesen habe hatten wir Lucens, sahen nach Tschernobil und Fukushima nebst anderen. Deshalb in meinem Text, dass man die Schritte auch gehen muss…. Wenn jeder sagt, ja aber nicht auf meine Kosten sind wir in “hundert Jahren” noch am gleichen Ort… – auch wenn am Ende immer der Bürger und Konsument bezahlt. Zweifle also auch (noch) daran. Umso mehr, dass auch im AVES Politiker sind…. Lösungen betr. Benzinpreis = Sammeltaxis. Oder passt nicht mehr als ein Mensch in ein Auto? Können wir denn nicht mehr entsprechend miteinander sprechen und die entsprechenden Kosten teilen und dadurch senken mit dem möglichen Nebeneffekt von weniger Staus? Atomstrom ist (noch) billiger als andere. Wenn also Strompreise erhöht werden sollen, dann muss man auch im Haus sehen, dass man Strom spart so gut es geht und energieeffizientere Geräte welche nicht auch noch im Standbymodus Strom fressen etc.. Wieso eigentlich nicht? Dann muss man auch nicht alle AKW eins zu eins ersetzen….. Das ist der Teil welche wir Bürger dazu so gut wie möglich beitragen können. Betr. Lösungen so sehe ich in diesem Blog Szenarien von Regula Ritz, Grüne. Wie diese umgesetzt werden sollen sehe ich noch nicht wegen Standorten von Windrädern etc. Verunsicherung bringt mir jedenfalls mehr, dass mir noch niemand bestätigen konnte ob es nun einen Evakuierungsplan vom VBS gibt für den Fall der Fälle. Aber eben, irgendwann muss man den Schritt gehen sonst dreht man sich und ich glaube kaum, dass dies mit einer anderen Regierung besser sein wird wenn viele Interessen aufeinander prallen….

      Was also schlagen Sie vor? Welcher Weg soll gegangen werden und wie?

      P.S.: Befreiung der CO2-Abgabe kann möglich sein, wenn man diese auch reduziert (sich dazu verpflichtet hat). Scheinbar braucht Erhöhungen und andere “solche Ermutigungen” weil sich sonst nicht viel bewegt.

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    • Juli 19, 2021

      @Herr Selk. Auch ich weiss darüber nicht alles. Doch versuche ich dank meinen Verbindungen aus meinem Privat- und Berufsleben (auch im Bereich Umwelt) und anderem mir jeweils meine Meinungen zu bilden. Gibt etwas Arbeit, doch so bin ich möglichst vielseitig und aus verschiedenen Perspektiven informiert. Wenn also Propeller in dieser Form nicht erwünscht sind, dann müssen andere Lösungen her. Welche? P.S.: Auch im Bundesrat (die Departementsverteilun​gen sind ja bekannt) gibt es wie bei anderen auch die Möglichkeit der “gebietsübergreiffen​den Themen” wo man zusammen sitzen und sich finden muss. Was also alles untereinander gesprochen wurde und nachher wird kann ich also nicht beurteilen.

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    • Juli 19, 2021

      Ich frage mich einfach mal, warum bei allem was mit Grüner Energie, bzw. “Erneuerbaren” zu tun hat immer als erstes sofort der Vermerk “Mehrkosten” und teurer als …. auftaucht?
      Der Begriff “erneuerbare Energie” ist offenbar diekt verlinkt mit “unheimlich teure Energie”. Warum?
      Es sieht so aus, als MÜSSTE alles was mit dem Schutz und dem sinnvollen Handeln für Mensch und Planet Erde zu tun hat, extrem viel kosten und nur Atomstrom, zwar schädlich und gefährlich, wäre “billig”
      Es ist doch sonnenklar (!) das der von den hohen Lebenshaltungskosten sowieso gebeutelte Normalverdiener diesen hohen Kosten ausweicht wo er kann. Wer kann es ihm verdenken? Es ist ihm zwar bei der Atomstromnutzung nie mehr wohl zumute weil er immerzu an Fukushima denken muss, aber dafür ist die A-Stromrechnung nicht doppelt so hoch wie die für Erneuerbare! Dabei vergisst er, dass eigentlich der Atomstrom alles inklusive (Entsorgung? etc.), in Wahrheit viel teurer ist als angegeben, plus Gau-Risiko!
      Aber keiner fragt sich, ob denn die Umstellung von A. auf E. wirklich so grauenhaft viel kosten MUSS? Dito Bezug der Erneuerbaren.
      Eine Umstellung vpm A-Strom auf E-Strom ist in aller Interesse, warum muss man aus so einem Projekt wieder um jeden Preis Profit schlagen und in Herstellung, Produktion, Bewilligungsverfahren​ und in der Anwendung derartig verkomplizieren, verteuern, dass sie für die Bezüger zu teuer und umständlich sind und deshalb (sobald das Gau-Trauma nachlässt) wieder abgelehnt werden?

      Die ganze Sache wird nicht ehrlich, seriös versucht. Es wird nur versucht aufgrund (berechtigter) Angst vor dem Gau grösstmöglichen Profit mit dem Deal um die Erneuerbaren herauszuschlagen. Und die Politik laviert sich zwischen den Katastrophen halt so durch – nach dem Motto “Klar sind wir für Erneuerbare! Aber letzlich führen alle Wege wieder zurück zum Meiler”!
      Warten auf den nächsten Gau? Vielleicht kapieren dann ALLE, dass die Zeit zum Roulettespielen vorbei ist.

      Es ginge aber auch anders! Mit ehrlichem Engagement in die Forschung/Entwicklung​ und Produktion von Erneuerbaren in dem Sinne das nicht der fianzielle Profit, das lukrative Business an erster Stelle stünde, sondern erstmal den Aufbau eines Systems, dass man so schnell wie möglich einsetzen kann und das finanziell für alle TRAGBAR ist.

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  • August 27, 2012

    Wenn wir schon von Umweltfreundlich sprechen, dann müssen noch ganz andere Schritte zuerst einmal eingeleitet werden.

    Als aller erstes muss der Import von Genmanipulierten Produkten verboten werden. Auch die Anpflanzung in der Schweiz soll strengstens verboten werden.

    Zweitens die Chemtrails in der Luft müssen verboten werden. Flugzeuge die über Chemtrails verfügen, dürfen nicht mehr über dem Schweizer Luftraum hinwegfliegen. Die Chemtrails verursachen eine Minderung der Sonne um 20%. Der Anbau bestimmter Lebensmittel geht unter Chemtrails vollständig kaputt.
    Ausser dem das Aluminium in Chemtrials schadet der Gesundheit.

    Drittens Verbot von Flourid in Zahnpasta und Salz. Flourid sorgt dafür, dass es Löcher in die Zähne gibt und zu dem ist es eine giftige chemische Substanz die in einer Zahnpasta absolut nichts verloren hat. Sie gehört fachgerecht entsorgt.

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  • August 27, 2012

    Zwei Bemerkungen meinerseits:
    Ich habe mich über den Widmer-Schlumpf-Witz köstlich amüsiert und noch mehr als ich die Kommentare gelesen habe. Vermutlich werden wir bereits früher froh sein über Spritpreise von nur 5.- Liter. Trotz intensiver suche und Erschliessung konnte in den letzten Jahren nicht mehr produziert werden. Öl ist endlich und wir verbrauchen es immer schneller. Billig wird ein Ersatz nicht.
    Bei der Strompreiserhöhung habe ich mir vor allem über die Kommentare amüsiert. Da wird immer vom billigen Atomstrom geredet. Bereits ein Neubau wird den Strompreis erhöhen. Noch mehr muss für den Rückbau der alten bezahlt werden. Da wird noch einiges auf uns zukommen. Wir brauchen einen Masterplan Energieumbau hin zu erneuerbaren. Billig ist das ganze nicht zu haben, aber ein neues Atomkraftwerk ist ebenfalls nicht billig. Ich vermute, der Strompreis wird so oder so steigen. Egal was wir machen.

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  • September 5, 2012

    Diese Energiewende heisst Verarmung unseres Landes, was Hauptsächlich die Arbeiter und Angestellten betrifft!

    Stellen wir uns auf eine Gesellschaft mit Superreichen und verarmter Unterschicht ein. Da wird der Staat nicht mal genug Geld haben um die verarmten Schichten mit Notnahrung zu versorgen!

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  • September 6, 2012

    Sehr geehrte Frau Rytz,

    Überhastet und unausgegoren kam der Entscheid des Bundesrates daher, aus der Atomkraft auszusteigen. Nun streiten sich Politiker und Experten, wie dieser tiefgreifende Wandel zu bewerkstelligen sei. Vage Vorstellungen geistern überall in den Köpfen und Medien herum. Das allerdings genügt nicht, denn 40 % unserer Stromerzeugung fliesst aus Schweizer Kernkraftwerken. Hier geht es um den entscheidenden Umbau unseres gesamten Energiesystems, ja unseres Lebensstandards. Hier geht es aber auch um die künftige Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und damit auch um unseren Wohlstand. Die Produktivität nachhaltiger und klimaneutraler Energieträger erweist sich heute als noch sehr begrenzt. Allein um das Kernkraftwerk Mühleberg zu ersetzen, müssten 850 Windanlagen gebaut werden (Björn Püttgen, Leiter des Energy Centers der ETH Lausanne). Ob Wind oder Solar, der Hürden sind noch viele. Mir scheint, in unserer Energiepolitik herrschen gegenwärtig vor allem Emotionen, Populismus und Kurzfristdenken. Die in Zukunft erfolgreichen Technologien sind noch nicht bekannt und doch massen wir uns an, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Last but not least glaube ich nicht, dass sich der Staat als Produzent und Geldgeber eignet.

    Mit freundlichen Grüssen,
    Willy Burgermeister

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    • Juli 19, 2021

      Und wie leben wir, wenn der Wind dann doch nicht so stark bläst, wie von Experten prognostiziert. Siehe Jahresberichte von bestehnden Windanlagen in der Schweiz: Erwartete und effekive Stromproduktion (Es war ein schlechtes “Windjahr”).

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  • September 19, 2012

    Online-Petition ‘Schweizer Energiewende mit der Lokalwirtschaft’: Bis die beiden Volksinitiativen der Grünen vor’s Volk kommen, verstreicht wertvolle Zeit. Diese soll dazu genutzt werden, die Initiativen bekannt zu machen und die bürgerliche Politik zu vorzeitigem Handeln zu bewegen.

    http://ww​w.avaaz.org/de/petiti​on/Schweizer_Energiew​ende_mit_der_lokalen_​Wirtschaft

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  • Januar 30, 2013

    Im Tagi gelesen:

    Gemäss dem Wirtschaftsdachverban​d Economiesuisse sind die volkswirtschaftlichen​ Konsequenzen der Energiestrategie 2050 gravierender als bisher angenommen. Werden die vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen umgesetzt, drohen der Schweiz bis zu 25 Prozent Einbussen des realen Bruttoinlandprodukts (BIP).

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    • Juli 19, 2021

      @Herr Grimm. Las auch davon. Doch wir hatten und haben die Möglichkeit uns um die Entsorgung/Endlagerun​g des Atommülls zu kümmern (anstelle ab- und aufzuschieben), wir hatten und haben die Möglichkeit seit mindestens Lucens 1969, Tschernobil und neu auch Fukushima (nebst weiteren Unfällen/Zwischenfäll​en) uns um die Energieversorgung zu kümmern. Stattdessen wird leider gedroht mit Knappheit und Verteuerung (künstlich hergeführt, aus “Verschleppung” oder Interessenskonflikten​ weil einige Politiker bei AVES sind resp. Landschaftschutz oder was auch immer einem wichtiger ist?)…. Wie auch immer, warten bis ein Unfall hier geschieht möchte ich nicht. Drohungen brauche ich auch nicht. Sondern Lösungen, Kompromisse bitte ohne falsche und irreführende Informationen an die Bevölkerung. Pfründe sichern auf Kosten der Bevölkerung und deren Gesundheit bringt auch nicht ewigs weiter.

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