1. Sonstiges

Klimaveränderung… aber zuerst im Kopf

Was mich wirklich beschäftigt ist, dass unsere Gesellschaft immer mehr in den Absicherungsmodus sich entwickelt.

Keine Eigenverantwortung – möglichst kein Risiko eingehen, lieber etwas mehr zahlen oder etwas weniger an Lebensqualität. Überall sichern wir uns ab. Überall wird der Rat von Experten, Planern, Anwälten angenommen oder es wird falls man dies nicht macht mögliche Konsequenzen aufgezeigt. Eben gestern gelesen, dass ein Mädchen in der Schule beim Schlitteln schwer verletzt worden ist. Das ist tragisch. Aber der Ruf nun, dass man möglichst nicht mehr Schlitteln gehen soll oder dass es unverantwortlich ist, ohne Helm zu schlitteln und deshalb die Verantwortlichen an die Kasse kommen sollen, zeigt, wie unser Denken negativ auf Schadensverminderung gesteuert ist. Die Konsequenz ist, dass Verantwortungsträger einfach die Risikominimierungsstr​ategie wählen und gar nichts mehr machen. Das kann es doch nicht sein.

Der Schrei nach Planungstudien, idealerweise mehrere nach einander. Einfach, damit man ganz sicher ist, ist en vogue.

Leben ist irgendwie Lebensgefährlich. Überall lauern gefahren. Besser sich davor schützen. Komplett…. Das geht mit Vermeiden von jeglichem Risiko. Arme Jugend….

Ich bin froh, wenn wir wieder mehr zulassen. Mehr Wagen. kleine Wagnisse wie auch mal wieder einen grösseren Wurf. Klar. Kann auch mal schiefgehen. Aber wer nichts unternimmt, wird zum Unterlasser. Eine Kultur des Scheitern oder besser eben eine Ansicht, dass Scheitern nichts anderes ist als der Nullpunkt, wo man wieder wachsen kann. Ein Scheitelpunkt quasi, der Scheiterpunkt, der neues zulässt, das wünsche ich mir. Das bedingt aber eine Einstellungsänderung im Kopf. Ein Klimawandel der anderen Art. Ein Klimawandel, der im Kopf beginnt und mehr Mut mit sich bringt.

Vielleicht ein Gedanken, der zum Nachdenken anregt Dann ist mein Ziel erreicht.

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Comments to: Klimaveränderung… aber zuerst im Kopf
  • März 24, 2016

    Ich glaube unsere Gesellschaft wagt sehr viel. Entweder ist man zu brav und zurückhaltend oder man kostet sein leben aus, wird innovativ und mutig, wagt unkonventionelle Arten. Letzteres sind wir auf solche Menschen angewiesen. Ihr Blog regt ja nur zum Nachdenken, was in der Politik nicht gebraucht werden kann. Wie soll dann mit neuester Technologie die nötige Innovation hergeholt werden, beispielsweise für den Klimaschutz? Eben mit schrillen Ideen von Personen, die einfach vorwärts machen, ohne jemanden zu fragen.

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