1. Sonstiges

Konsequente Asylpolitik

Eine kon­se­quente Asyl­po­li­ti­k muss Flucht­gründe bekämp­fen, nicht Flüchtlinge.

Unter anderem mit folgenden Massnahmen:

  • konsequen​​tes Exportverbot von Waffen überallhin – zuviel davon gelangt später irgendwie in Krigesgebiete – oder Kriege erfassen die Zieldestinationen der Waffenlieferungen.
  • Ko​​nsequente Ausrichtung der Verkehrs- und Energiepolitik hin zu geringerer Abhängigke​​it von Öl, Gas und Atom. Ein Grossteil der kriegerischen Konflikte weltweit sind die Folge des Kampfes um die Kontrolle dieser sehr ungleichmässig verteilten und daher demokratisch schlecht kontrollierbaren Ressourcen. Mit den meisten Ölkäufen finanzieren wir auch Krieg. Und jede Tonne CO2 bzw. jedes Grad Klimaerwärmung setzt neue Ströme von Klima- und Wirtschaftsflüchtline​​n in Bewegung.
  • Verstärktes​​ Engagement für Vertriebene im Landesinnern von Konfliktgebieten – umfassende Übernahme von Verantwortung (Verwaltung, Unterbringung, Ernährung, Schulung) in Flüchtlingslagern in verhältnismässig zugänglichen Teilgebieten von Konfliktländern (z.B. syrische und irakische Kurdengebiete) und deren Nachbarstaaten
  • Damit gekoppelt: Wiedereinführung des Botschaftsasyls mit der Möglichkeit, ein Asylgesuch vor Ort zu stellen. Wenn Schweizer Lager am Herkunftsort vorhanden sind, allenfalls ausschliesslich vor Ort.
  • ein limitiertes Programm für legale Arbeitsvisa (z.B. ähnlich dem früheren Saisonnier-Statut) für Drittwelt-Länder: Leute (z.B. aus Westafrika), die wesentlich in der Hoffnung auf ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Fortkommen nach Westeuropa streben, müssen eine Alternative zu einem aussichtsarmen Asylverfahren haben, durch das sie dann lange und beschäftigungslos hier festsitzen.
  • Voller Zugang von Flüchtlingen (Leute im Asylverfahren und vorläufig Aufgenommene) zu Bildung und Beschäftigung – wenn das Gesuch abgelehnt wird, haben sie bessere Voraussetzungen, in der Heimat erfolgreich zu sein und nicht gleich wieder davonzulaufen. Wenn es angenommen wird, weil die alte Heimat nicht zumutbar ist, ist ein erster grosser Schritt im Integrationsprozess bereits getan, dass die Leute auf eigene Beine kommen und nicht mehr auf öffentliche Hilfe angewiesen sind.
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Comments to: Konsequente Asylpolitik
  • November 14, 2015

    Zuerst verzichten wir auf Palmölprodukte. Indonesien ist aus diesem Grund im Moment der grösste Klimakiller der Welt. Waffen dienen für die Sicherheit, wie auch für terroristische Taten zugleich. Eine Frage zwischen gut und böse, zwischen Verzweiflung und Zufriedenheit.

    Nic​ht alle Menschen wollen sich in der Schweiz integrieren. Sie wollen ihre Kulturen und Wurzeln aus den Herkunftsländern bewahren, irgendeine Arbeit annehmen, egal wie, Schwarzarbeit inklusive. Flüchtende Frauen wollen hier heiraten, wegen der Aufenthaltsbewilligun​g und dem finanzkräftigen Partner. Das Geld wollen sie in Ihre Heimatländer ihren Familien überweisen. So denken Wirtschaftsflüchtling​e, bevor sie überhaupt in Europa oder in der Schweiz sind.

    Ihre Ideen sind völlig realitätsfremd. Sorgt höchstens für Unruhe.

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    • Juli 19, 2021

      Jeder darf in der Schweiz seine Kultur ausleben, so lange sie mit den Grundwerten der Schweiz (gemäss Verfassung) vereinbar ist. “Integriert sein” heisst nicht “Wie Felix Kneubühl sein”.

      Ihr zweiter Absatz zeigt ein erschreckendes Bekenntnis zu Klischees.

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    • Juli 19, 2021

      Auch an Sie Herr Kneubühl ein Kompliment und die Frage, was Ihr Rezept ist. Wenn Sie Persönlich angegangen werden und somit gezeigt wird, dass die sachlichen Argumente nicht ausreichen. Wie fühlt man sich so gut zu sein?

      “Nic​ht alle Menschen wollen sich in der Schweiz integrieren. Sie wollen ihre Kulturen und Wurzeln aus den Herkunftsländern bewahren, irgendeine Arbeit annehmen, egal wie, Schwarzarbeit inklusive”

      Selbstv​erständlich richtig, dass es solche Leute gibt. Aber vernünftig können sie da mit fremdenfeindlichen Linksaussen (Gegen fremde/andere Meinungen) nicht reden. Die stritten gar ab, dass sich unter den Flüchtlingen auch Terroristen/Schläfer befinden können. Genau richtig!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Mannes

      Wie soll dies ein Klischee sein, wenn ich in St. Gallen selber Gespräche führe mit Personen, die zu uns geflüchtet und perspektivlos sind? Sprechen Sie doch mal mit beispielsweise Somaliern, die nichts anderes können, als mit Drogen zu dealen? Wenn man Ihnen zuhört. (Auf Englisch wohlgemerkt), liegt bei Ihnen die Kohle zum überleben im Vordergrund, sie wollen Eindruck erwecken, was sie getan haben, sagen sogar, dass sie ehemalige Piraten kennen, die in der Schweiz leben. Oder Kenianerinnen, die privat sich prostituieren lassen, um sich eine billige Einzimmerwohnung zu leisten? Gleichzeitig drücken Familienmitglieder aus dem Herkunftsland auf die Erwartungen auf die Schweiz wo Milch und Honig fliessen soll?

      Ich persönlich, habe jahrelange Erfahrung mit solchen Leuten.

      In der Stube sitzen und den Retter auf Vimentis spielen ist wohl das letzte. Finden Sie auch?

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    • Juli 19, 2021

      Es kommt immer drauf an ob man Erfahrungen verallgemeinert oder nicht, Herr Kneubühl. Insofern haben Sie Ihre Erfahrungen mit “nicht alle” eigentlich ausreichend differenziert beschrieben, und mein Einwand mit den Klischees war übertrieben.

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    • Juli 19, 2021

      Genau richtig, Herr Kneubühl. Sie sollten sich nicht unterkriegen lassen. Es wird immer Leute geben (leider meist am linken Rand) welche Ihnen oder grundsätzlich Andersdenkenden u.a. die Worte extra verdrehen. Sie sagen es der ganze Aufbau auch in der Flüchtlingspolitik ist ein Problem. Und etwa die Willkommenskultur schafft falsche Anrzeize.

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    • Juli 19, 2021

      “Sie wollen ihre Kulturen und Wurzeln aus den Herkunftsländern bewahren”

      Na klar! In New Glarus, Wisconsin veranstalten die Einwohner mit Schweizer Wurzeln ja auch Tellspiele. Wo ist das Problem?

      Schon merkwürdig, dass ein Mitglied der LIBERALEN FDP den Menschen ihre Kultur vorschreiben will.

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    • Juli 19, 2021

      Und wieder…

      Wo hat Herr Keubühl geschrieben anderen vorzuschreiben welche Kultur sie haben dürfen? Denn entscheidenden Satz welcher Stefan Pfister weglässt “Nic​ht alle Menschen wollen sich in der Schweiz integrieren.” Darum geht es. Sich integrieren lassen und die Kultur und Werte des Landes respektieren.

      Herr​ Kneubühl ist es für Sie nicht erschreckend, dass gewisse Leute von Linken Rand Ihnen ständig Dinge unterstellen, was Sie NICHT sagten? Als hätten Sie was dafür, wenn die sachlichen Argumente fehlen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kneubühl betrachtet Menschen, die “ihre Kulturen und Wurzeln aus den Herkunftsländern bewahren” wollen, als nicht integriert. Und das ist einfach Quatsch. Jeder darf hier die Kultur leben, die ihm gefällt. Solange er sich an die Rechtsordung hält. Und das ist ja gerade das Schöne hier. Leben und leben lassen. Und ausgerechnet der Neo-Freisinnige Kneubühl redet dagegen an.

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    • Juli 19, 2021

      NEIN das ist kein Quatsch. Wer sich weigert die Kulturen und Gepflogenheiten im Land zu respektieren, die wollen sich nicht integrieren und kann man auch nicht….Und er redet auch nicht dagegen an. Alles richtig, Herr Kneubühl.

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    • Juli 19, 2021

      Was Sie schreiben ist Unfug Herr Mannes. Man kann seine eigene Kultur pflegen und trotzdem die anderen Kulturen im Land respektieren, das schliesst sich nicht gegenseitig aus.

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    • Juli 19, 2021

      Riesen Kompliment Herr Kneubühl. Ich hoffe Sie sind mir nicht böse, weil ich ein Kompliment an mich abgegrast habe. Ich wollte doch auch ein Kompliment erhalten, weil die nur Persönlich werden können. Und herrlich wieder einem falsch zitiert. Ein Schmankerl diese Truppe. Achtung, Herr Kneubühl. Ich schrieb

      “Wer sich weigert die Kulturen und Gepflogenheiten im Land zu respektieren, die wollen sich nicht integrieren und kann man auch nicht….Und er redet auch nicht dagegen an. Alles richtig, Herr Kneubühl. “
      Also wer sich WEIGERT..und nicht das wer seine Kultur pflegt respektiert andere nicht. Aber eben es geht ja nur um das Zeichen. Sehr gut, Herr Kneubühl

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  • November 15, 2015

    Das ein Exportverbot für Waffen irgendetwas ausrichtet ist wohl eher unwahrscheinlich: dann werden Waffen eben gestohlen und geschmuggelt, oder sonstwie selbst hergestellt. Für viele tödliche Waffen und Explosivstoffe braucht es nicht viel. Man kann auch kaum von Unterstützung im Landesinnern sprechen wenn man die dortige Armee und Polizei ungewaffnet lässt.

    Das verstärkte Engagement für Flüchtlinge im Landesinnern oder umliegenden Staaten ist auch nicht allzu einfach: wie unterstützen Sie beispielsweise ein Land wie den Libanon oder Jordanien, die weit höhere Flüchtlingsquoten zu verkraften haben als europäische Länder? Wie unterstützen Sie Menschen direkt in Kriegsgebieten?

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    • Juli 19, 2021

      Hier sind wir uns einmal einig Herr Wagner

      Werden Waffen auch in der Herstellung verboten, damit diese nicht in falsche Hände gelangen können oder könnten, ist es einfach wieder das Küchenmesser welches auch zum guten Nutzen entwickelt wurde. So wie man auch Kanonen für Gutes (Verteidigung und nicht Angriff) nutzen kann oder könnte, wenn man das wollte. Ist halt Einstellungssache, für was man ein Messer braucht.

      Auch ich sehe vor Ort-Lösungen wie das Botschaftsasyl eher kritisch. Dies zum Einen weil diese in oder neben Kriesengebieten (Kampfgebieten) sein müssten oder wären. Und zum Andern, weil man nicht wirklich Botschaftmitarbeiter in solche Gegenden rekrutieren sollte oder muss, aus Gebieten welchen die Landsleute flüchten. Dazu kommt, wird ein Asyl abgelehnt, kann der Fliehende trotzdem auf die “Reise” gehen. Ein solcher Vor-Ortantrag hindert ihn nicht daran.

      Die IN Kriesengebiets-Hilfe ist ebenso kritisch. Da die Hilfe meist nicht da ankommt wo sie soll, oder gar nicht an die Kriesenherde heran kommt, weil dies ersten zu gefährlich ist für Hilfsorganisation und zweitens vielfach durch Kampfhandlungen verhindert wäre.

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  • November 15, 2015

    “Voller Zugang von Flüchtlingen (Leute im Asylverfahren und vorläufig Aufgenommene) zu Bildung und Beschäftigung”

    Seh​e ich eher unsinnig. Nicht weil ich diesen Menschen das verwehren möchte oder würde, sondern:

    – Ein Asylantrag wird wohl kaum solange brauchen, wie der Flüchtling die Sprache lernt und dann noch eine Ausbildung machen kann.

    – dies den Aufenthalt hier erneut verlängern würde, da man einen Lernenden dann nicht aus dem Lernpozess reissen sollte.

    Sie wollen damit also erneut einfach eine Asylverlängerung produzieren. Unnötige Verzögerung von Abläufen.

    In diesem Punkt gibt es nur einen Weg: Schneller, noch schnellere Abwicklung, Abklärung und definition ob es sich um einen effektiven Flüchtling handelt.

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    • Juli 19, 2021

      Ein durchschnittliches abschlägiges Asylverfahren dauerte 2010 230 Tage, eines, das mit der Gewährung von Asyl endet, 400 Tage. Hinzu kommt die Zeitdauer zwischen Asylentscheid und Vollzug: So ist es seit Jahren nicht möglich, Leute nach Syrien auszuschaffen, und wird noch Jahre nicht mehr möglich sein, einfach, weil es Syrien nicht mehr gibt. Die Leute in dieser Zeit beschäftigungs- und bildungsfrei “aufzubewahren” ist einfach nicht sinnvoll, weder in unserem noch in ihrem Interesse.
      Wo schnelle Verfahren und v.a. deren Vollzug möglich sind, bin ich jedoch mit Ihnen einig, dass sie auch anzustreben seien.

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