1. Wirtschaft

Korruption in der Schweiz

Warum in die Ferne schwei­fen, denn das Schlechte liegt so nah
Interessiert habe ich das In­ter­view des Migros-Magazin mit Anne Schwöbel von Trans­pa­rency In­ter­na­tio­nal Schweiz ge­le­sen. End­lich wird ein­mal beim Thema Kor­rup­tion nicht immer mit er­ho­be­nem Fin­ger auf die Drittweltländer ge­zeigt, son­dern im ei­ge­nen Land recherchiert.Korrupti​on gibt es überall, auch in der Schweiz, nur wird diese hier tot­ge­schwie­gen. Trotz­dem un­ter­schei­det sich die Kor­rup­tion in der Schweiz von der­je­ni­gen in Drittweltländern. Während in den ärmeren Re­gio­nen der Welt die Kor­rup­tion ein ei­gent­li­cher Wirt­schafts- und Geld­kreis­lauf bil­det, an dem sich mehr oder we­ni­ger jeder aktiv be­tei­ligt, ist es hier­zu­lande ein „Einweggeschäft“ mit je­weils nur zwei Be­tei­lig­ten, nämlich demje­ni­gen der schmiert und demje­ni­gen, der sich schmie­ren lässt. Ein wei­te­rer Un­ter­schied ist auch der kor­rum­pierte Geld­wert. Während es in Drittweltländern eher klei­nere Beträge sind, wird in der Schweiz in einer an­de­ren Liga ge­schmiert. Wer in der Schweiz kor­rupt ist, der tut dies betragsmässig auf hohem Ni­veau. Hier geht es nicht um kleine „Zustüpfe“ son­dern wertmässig um „Geschenke“, die ein Mehr­fa­ches des ei­gent­li­chen Salärs be­tra­gen können.
Es ist begrüssenswert, dass das Thema Kor­rup­tion end­lich ein­mal öffentlich diskus­tiert wird, schade ist nur, dass bei die­sem Thema nur immer von der FIFA ge­spro­chen wird und nicht auch all die an­de­ren Pro­blem­zo­nen auf­ge­lis­tet werden, insbesondere der Hoch- und Tief­bau, das Ge­sund­heits­we­sen,​ die Po­li­tik etc.
Auch hätte das MI­gros-­Ma­ga­zin die Kor­rup­ti­ons­ge­fah​r im ei­ge­nen Be­trieb un­ter­su­chen können und hätte si­cher­lich span­nen­des darüber be­rich­ten können. 

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