1. Sonstiges

Krankenkassen, Versichertenmodelle und Politik

Wird man nicht dazu ani­miert durch Wer­be­an­ru­fe, Com­pa­ris, jährliche Hin­weise die Krankenkassenprämien zu op­ti­mie­ren und Kran­ken­kas­sen zu ver­glei­chen? Je nach Le­bens­si­tua­tion (Rent­ner, Sozialhilfebezüger, Tief­lohn­seg­ment etc.) ist man auch froh, wenn man eine möglichst günstige Prämie be­zah­len darf und zum Arzt sei­nes Ver­trau­ens gehen kann. Oder ist das zu viel ver­langt? Of­fen­bar haben Pra­xen mit Bil­lig­kran­ken­kas­​sen und deren Mo­del­len wie Haus­arzt­mo­del­len (As­su­ra, Su­pra, Kol­ping ….) ein Pro­blem und neh­men nicht mehr neue Pa­ti­en­ten an, die dort ver­si­chert sind. Sei es wegen den Verträgen zwi­schen Kran­ken­kas­sen und Pra­xen oder weil die Kran­ken­kas­sen den Pra­xen Ar­beit, die sie selbst er­le­di­gen soll­ten übergeben. Dies kann es doch nicht sein! Und vor allem nicht in der Grund­ver­si­che­rung​! (An­mer­kung: Man passe also auf, was aus der Grund­ver­si­che­rung​ raus­ge­kippt wird/wer­den soll…).

Wäre der nächste Schritt dann, dass Pra­xen langjährige Pa­ti­en­ten vor die Wahl­stel­len: „Andere Ver­si­che­rung oder an­de­ren Arzt suchen“? Si­cher auch nicht wünschenswert!

Passt man die Kran­ken­kasse von Pri­vat, resp. Halb­pri­vat zu All­ge­mein an, kann man auch noch froh sein, wenn ein Arzt einen noch ope­riert (es sei denn er hätte be­reits an der Per­son meh­rere Ein­griffe gemacht).

Medikamente können plötzlich nicht mehr ent­spre­chend im­por­tiert wer­den und man muss z.B. das 5x teu­rere nehmen.

Ist man All­ge­mein­ver­si­ch​ert kann es sein, dass man Hilfs­mit­tel kriegt (z.B. künstliche Ge­len­ke), die nach einem Jahr ka­putt sind und er­setzt wer­den müssen. Die teu­re­ren wer­den von den Kran­ken­kas­sen nicht übernommen.

Um Ver­si­che­rungs­kos­​ten zu sen­ken wer­den si­cher auch noch unter An­lei­tung eines Ver­tre­ters Tricks in der For­mu­lie­rung an­ge­wandt samt Un­ter­schrift auf Pa­pier, damit eine an­dere Ver­si­che­rung zahlt. Man stelle sich das Hick­hack zwi­schen Ver­si­che­run­gen (Un­fall­ver­si­che­r​ung, Kran­ken­kas­sen inkl. Grund- und Zusatzversicherungen)​.

Ist das, das Ge­sund­heits­we­sen,​ wel­ches die Schweizerbürger wirk­lich wünschen? Also ich nicht!

Welches Ge­sund­heits­sys­tem​ wünscht ihr euch und wel­che Er­fah­rung habt ihr ge­macht? Bitte be­denkt bei euren Ant­wor­ten, An­lie­gen, Ab­stim­mungs- und Wahl­ver­hal­ten, dass alles Mögliche und Unmögliche ein­mal einen persönlich tref­fen kann und dass sel­ber be­zah­len sehr teuer kom­men kann.

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Comments to: Krankenkassen, Versichertenmodelle und Politik
  • Juni 18, 2015

    Werte Frau Sägesser;
    Die Einheitskrankenkasse,​ nach eingehender, jedoch überraschend einseitigen Aufklärung (Manipulation) der Wirtschaft, hat der Souverän vor Kurzem abgelehnt! Ironie = Resultat, tiefere Prämien bei stark verbesserten Dienstleistungen (Alterspflege, etc.)!
    Alles was nach Sozial tönt, ist Links und muss demnach (Lehre der Bürgerlichen), dem Menschen schaden!
    Wer nicht versteht, dass wir alle auf Pump eines Anderen, unseren Lebensunterhalt und Sparen (Aufbewahrung) bestreiten und Erträge einzig aus Investitionen oder Kosten (Geldausgeben) generiert werden können, werden wir alle Staats- und Sozialaufgaben, falsch einordnen!

    Die Ökonomie, Wirtschaft und Politik will ihr zugedachtes Spiel erfolgreich gestalten! Darum müssen wir Menschen auf unser Wohlergehen bedacht sein und uns nicht von sog. Finanzierungsprobleme​n, manipulieren lassen!

    Es wird von Frankenstärke, anstatt Euroschwäche gesprochen und von der Schwierigkeit im Wettbewerb mit anderen Volkswirtschaften bestehen zu können! Dabei braucht kein Land, Export für die eigene Bedürfnisabdeckung! Als Maxime sollte eine ausgeglichene Leistungsbilanz gelten! Der Preis für die Günstlinge des Exports ist für die Menschen sehr hoch! Mit diesem Unwissen wird ebenfalls gespielt!

    Wissen ist Macht, um jedoch an der Macht zu bleiben, ist Unwissen sehr hilfreich!

    Die Ökonomie (Kässeliverfechter = Aufbewahrung = Schulden) als für mich dämlichste Denklehre (Pseudowissenschaft),​ könnte man sehr gut mit einfacher Wirtschaftskunde, Finanz- und Betriebsrechnungswese​n und Marketing, ersetzen! Als Grundlagen Wissen, muss zwingend die Funktion unseres Geldsystems (Schneeballsystem) vermittelt werden!

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  • Juni 20, 2015

    Man kann über Therapien sprechen und welche bezahlt werden sollen, resp. welche nicht. Ich denke, dass jene Therapie bezahlt werden soll die wirkt und am wirtschaftlichsten (kostengünstig und möglichst ohne Nebenwirkungen) ist.

    Was ich mich noch fragte ist, ob es rechtens ist seitens Praxis einen Patienten aufgrund der Krankenkasse in welcher er versichert ist (Leistungen im Obligatorium sollten ja gleich sein) abzuweisen (neue Patienten unter z.B. Assura, Kolping, Supra nicht mehr zu nehmen). Oder ist dies eine Grauzone?

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  • Juli 9, 2015

    Also ich wurde noch nie gefragt wo ich versichert bin bevor ich einen Termin bekommen habe. Nicht beim Hausarzt und auch nicht bei Spezialisten. Grundsätzlich ist ein Arzt aber sicherlich frei darin zu entscheiden ob er einen neuen Patienten annimmt oder nicht, ausser in einem Notfall, ohne dies spez. begründen zu müssen. Und die Höhe der Prämien, setzt NICHT die Krankenkasse fest sondern der Bund! Wenn es günstigere gibt, dann nur weil sie die Prämien quersubventionieren mit Gewinnen aus den Zusatzversicherungen und Investments. Der Leistungskatalog kann sich in der Grundversicherung gar nicht unterscheiden.

    Und jeder Chirurg kann nur Privatpatienten nehmen, das ist sein Recht!

    Bei der ersten OP war ich privatversichert. Bei der zweiten hab ich mich aber allgemein angemeldet, weil ich nicht nur für eine Nacht und das Entfernen der Schrauben nochmals den Selbstbehalt bezahlen wollte. Er hat mich nicht selbst operiert und war stink sauer! Mir war eigentlich egal, wer den Schraubenzieher hält, ich habe 1500.- gespart und durfte den Kühlschrank halt nicht benutzen.

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  • Juli 9, 2015

    Interessant, wenn Menschen bei den Ärzten nicht nach den Krankenkassen gefragt werden…

    So möchte ich doch wissen, weshalb die Unterschiede. Ich werde bei jedem Arztbesuch (Hausarzt, Frauenärztin, Augenarzt) gefragt, ob die Adresse, Tel.-Nr. und Krankenkasse noch korrekt sind. Hat auch was mit dem Verrechnen zu tun http://www.rgw.ch/ele​xis/dox/elexis-arztta​rife-schweiz.pdf Seite 15:

    3 Schritt für Schritt: Verrechnen, Rechnungen erstellen und ausgeben
    3.1 Fälle, Rechnungsempfänger und Kostenträger Ein ‘Fall’ ist die Zuordnung eines Patienten zu einem Kostenträger und einer Identifikation des Kostenträgers für den Fall. Beispiel: Patient, Krankenkasse und Versicherungsnummer für KVG-Behandlungen oder Patient, Versicherung und Unfallnummer für UVG-Behandlungen, oder Patient, IV-Stelle und AHV-Nummer für IV-Behandlungen.

    Zudem ist es interessant für die Praxis zu wissen (je nachdem, was in der Grundversicherung nicht mehr gedeckt ist und je nach Deckung durch die Zusatzversicherung gedeckt werden soll, resp. beim Hausarztprinzip je nach abgeschlossenen Verträgen zwischen Krankenkassen und Praxen etc. etc. etc.) wie und wo der Patient versichert ist.

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    • Juli 19, 2021

      “Interessant, wenn Menschen bei den Ärzten nicht nach den Krankenkassen gefragt werden…”

      Frau Sägesser, richtig lesen bitte!


      Elsi D. Stutz sagte Vor 14 Stunden

      Also ich wurde noch nie gefragt wo ich versichert bin BEVOR ich einen Termin bekommen habe.”

      Sie schrieben:

      “Of­fen​­bar haben Pra­xen mit Bil­lig­kran­ken­kas­​​sen und deren Mo­del­len wie Haus­arzt­mo­del­len (As­su­ra, Su­pra, Kol­ping ….) ein Pro­blem und neh­men nicht mehr neue Pa­ti­en­ten an, die dort ver­si­chert sind.”

      Wenn Sie einen Termin bei einem neuen Arzt wollen, fragt man Sie erst, wo sie versichert sind? Müsste ja so sein, aus der Praxis weisen wird man Sie ja kaum, oder?

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  • Juli 10, 2015

    Vor kurzem lehnte das Volk die Einheitskasse ab, aus gutem Grund!! Den noch nie ist es geschehen dass, etwas was die Linken wollen, eine Entlastung für die Bevölkerung bedeutet hätte!
    Eine Einheitskasse wäre der Bevölkerung bedeutet teurer zu stehen kommen, als das aktuelle System, welches von SP-Bundesrätin Ruth Dreifuss vorangetrieben wurde. Wo hätten die Linken die Kosten senken wollen? Die einzige Kostenstelle welche die damaligen Befürworter hervorbringen konnte, war die Verwaltung! (Interessanterweise sind es dieselbe welche bei den Beamten nicht sparen wollen). Die Frage war somit, was wohl günstiger kommt: Eine Verwaltung wie im aktuellen System, bei der jede Krankenkasse versucht, aus marktwirtschaftlichen​ Gründen die Verwaltungskosten tief zu halten, oder nach System Einheitskasse, bei dem es nicht nur haufenweise Überflüssige Beamten entstanden wäre, sondern jeder auch mit einem noch grösseren Gehalt als die Abzocker von den Banken( erstaunlicherweise waren es ja, fast alle der Befürworter der Einheitskasse, welche die Bänker als Abzocker verurteilt haben!

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  • Dezember 20, 2015

    http://www.bernerzeit​ung.ch/dienste/rss/st​ory/25057856fdp-und-s​vp-wollen-die-freie-a​rztwahl-einschraenken​/story/16300504#mostP​opularComment Die SVP und FDP wollen die freie Arztwahl einschränken. Das Nachsehen haben die Bürger, die dann entweder die Krankenkasse oder den Arzt wechseln dürfen. Dann suche man mal auf dem Lande einen anderen Hausarzt. Zudem dürfte dann das Prämienoptimieren (Billigkrankenkassen etc.) noch schwieriger werden und das Nachsehen haben dann da Rentner (AHV/IV samt EL) und Sozialhilfebezüger. Wie stand es denn auf dem Plakat denn der SVP betr. Freiheit?

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  • Dezember 20, 2015

    Offenbar passt mein Kommentar mit Link weiter unten zur BZ “http://www.bernerzei​t​ung.ch/dienste/rss/​st​ory/25057856fdp-un​d-s​vp-wollen-die-fre​ie-a​rztwahl-einschra​enken​/story/16300504​#mostP​opularComment Die SVP und FDP wollen die freie Arztwahl einschränken” nicht allen. Denn dieser ist bereits zwei Mal gemeldet worden … Wäre toll, wenn mal eine Begründung zur Meldung käme.

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    • Juli 19, 2021

      So oft die dieser Kommentar und jener weite unten gemeldet wurde hat wohl einer keine Eier um eine Begründung mitzuteilen (was diesem Mensch nicht passt) oder schlicht einen “Spieltrieb”. Ob dieser “Spieltrieb” der Qualität von Vimentis förderlich ist?

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  • Dezember 20, 2015

    Frau Sägesser,

    Meinen Sie etwa Ihren Artikel in „ Neuste Leserkommentare“ der unter meinen angezeigt wird? Und obwohl dieser laut Ihnen „angeblich“ gemeldet wurde, immer noch lesbar ist? Interessant!
    Mir ist bewusst, dass seit den Wahlen die extrem-Links/Grünen einen noch grösseren Knick in der Optik haben als vor den Wahlen. Und von SP-Propaganda-Troll Kremsner wissen wir ja, das die extrem links/Grünen kein Problem haben, die Wahrheit gegen eine Lüge auszutauschen, damit die SP-Logik weiter funktioniert und ein möglichst grosser Empörungseffekt hervorzurufen!
    Da passt es doch „zufälligerweise“ perfekt für Sie, dass „angeblich irgendjemand“ Ihre Beiträge meldet ( Nach meinem Wissen sollten die dann aus den „neusten Leserkommentare“ gelöscht werden, und nicht wie Ihre noch lesbar bleiben), um „angeblich“ irgendwelche Links zur BZ zu verschleiern. Dass „Zufälligerweise“ erst durch diese „ominöse“ Person, dass Interesse drauf gelenkt wird, ist natürlich wieder nur „Zufall“!

    Ich finde ja verdächtig viel Zufall!!

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    • Juli 19, 2021

      @Martin Bracher. Na da kennen Sie wohl Vimentis-Möglichkeite​n noch nicht so gut und wie die Kommentare doch noch ersichtlich sind. Danke übrigens für die Werbung zu meinem Kommentar weiter unten. Das Gesundheitswesen ist mir ein Anliegen. Dabei geht es mir nicht um Luxus, sondern um die wirtschaftlichste/eff​izienteste Möglichkeit für Patienten. Dies im Vertrauensverhältnis zum Arzt. Sicher allerdings nicht mit der Wahl die Krankenkasse oder den Hausarzt zu wechseln wenn die Verträge zwischen Arzt und Krankenkasse vom Arzt nicht toleriert werden -> Habe auch auf Vimentis darüber geschrieben. Erinnern Sie sich an diesen Beitrag?

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