1. Gesundheitswesen

Krankenkassenprämien:​ QUO VADIS?

Die Kran­ken­kas­sen-Prä­​mien stei­gen und stei­gen un­auf­hör­lich, von Jahr zu Jahr. Wenn ich mit Men­schen spre­che höre ich immer wie­der, dass die Kran­ken­kas­sen­prä­​mien neben dem Miet­zins und den Steu­ern die höchs­ten Aus­ga­ben für einen Haus­halt dar­stel­len. Und es ist kein Ende ab­zu­se­hen. Woran liegt das?

Ärzte, Krankenkassen, Spitäler, die Pharmaindustrie: Allen geht es gut und sie wünschen deshalb keine Änderung der bestehenden Situation. Und alle haben im Parlament in Bern eine Lobby,- nur der Prämienzahler nicht!

Aber auch wir, die Prämienzahler, sind an der Situation nicht ganz unschuldig. Warum? Wir suchen bei jeder kleinen Unpässlichkeit sofort den Arzt oder sogar das Spital auf. Wir wollen alle das ganze „Programm“: Das beste Spital, die beste Betreuung, die neuesten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden und natürlich die besten Ärzte. Das hat seinen Preis!

Und dann gibt es noch die Tatsache, dass zu viele Eingriffe stationär durchgeführt werden, welche auch ambulant erledigt werden könnten. Die Krankenversicherer müssten nach dem KVG die Wirtschaftlichkeit einer Behandlung überprüfen und ungerechtfertigte Rechnungen zurückweisen. Dazu gehört auch die Kontrolle, welche Behandlungen ambulant oder stationär durchgeführt werden. Lt. Gesundheitsdirektor GUIDO GRAF (CVP Luzern) hat die Beratungsfirma „PricewaterhouseCoope​rs“ errechnet, dass sich allein mit dieser Massnahme eine Milliarde Franken einsparen liesse! Funktioniert diese Kontrolle der Krankenversicherer nicht, muss die Politik tätig werden. Ich habe mich deshalb entschlossen, eine entsprechende Motion einzureichen, in welcher der Bundesrat beauftragt wird dafür zu sorgen, dass die Kriterien der Wirtschaftlichkeit, der Zweckmässigkeit und Wirksamkeit, die im KVG verankert sind, konsequent eingehalten werden.

Wir müssen endlich die Krankenkosten in den Griff bekommen damit die Prämien nicht noch weiter ansteigen. Doch es liegt im Gesundheitsbereich vieles im Argen. Wenn ich höre, dass in einer Reha-Klinik für den Patient Fr.1’200.—für eine Übernachtung verrechnet wird und für einen Krankenkassenwechsel hohe Prämien ausbezahlt werden muss ich sagen, dass in unserem „Gesundheitssystem“ einiges nicht mehr stimmt. Das muss sich ändern, denn was die Gesundheitskosten anbelangt, stehen wir jetzt schon nach den USA weltweit an zweiter Stelle. Leider gehen zudem Kosten und Qualität im Schweizer Gesundheitswesen nicht immer Hand in Hand. Der Preisüberwacher STEFAN MEYERHANS schreibt, dass sich nach einem OECD- Ländervergleich die Schweiz in Sachen Behandlungsqualität nur im Mittelfeld bewegt. Auch da gibt es noch einiges zu tun…

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Comments to: Krankenkassenprämien:​ QUO VADIS?
  • Dezember 11, 2016

    Das kommt davon, wenn BR und Parlament den Lobbyisten folgen wie das Hündchen seinem Herr. Abgesehen davon haben sie recht, wegen jedem “Bobo” wird der Arzt oder gleich der Spezialist konsultiert
    und in den Spitälern werden völlig unnötige Untersuchungen und Biopsien gemacht, weil die Diagnose falsch war. Dafür gibt es Beweise. Anstatt ca. 1500 kostete alles am Schluss über 5000. So füllt man die Kassen.

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  • Dezember 11, 2016

    Ich denke, dass es vernünftig ist, wenn ich zu einem vernünftigen Hausarzt gehe, der mich nicht zu einem Spezialisten schickt, wenn es nicht nötig ist. Meiner ist so einer. Er rät mir, die Grippeimpfung zu machen. Das hat geholfen. Natürlich gibt es Dinge, die man nicht einfach wegreden kann. Ich muss z.B. wegen erheblichen Hautproblemen, zweimal pro Jahr das Blut testen. Das macht der Hausarzt. Der Hautarzt überwachte zuerst drei mal, jetzt 2x den Verlauf der Heilung. Die 2 Medikamente und die Hautpflegemittel wende ich selber an. mit Hilfe einer von mir gedruckten Jahrestabelle. Es ist wichtig, dass der Patient den Überblick über die Behandlungen nie verliert. Es ist auch wichtig, beim Hausarzt die Zeit kurz zu halten.
    Trotzdem habe ich im letzten Jahr für Konsultationen und Medikamente 2600.-Fr gekostet. Das ist zwar weniger als die Jahresprämie. Aber deswegen kann ich nicht auf eine Krankasse verzichten.
    Alle die Kosten, welche Frau Estermann aufzählt, werden wohl vorkommen. Aber es sieht auch danach aus, dass eben alle in der Kette der “Anbieter” ihren Gewinn weiter steigern wollen. (Die Pharmaindustrie, die Spezialärzte, die Spitäler welche zu Privatkliniken geworden sind, nehmen nur noch die gesetzlich erforderlichen 50% Grundversicherten, weil sie sonst vom Kanton keine Subventionen mehr bekämen.
    Und zuletzt: von OECD Rankings halte ich nicht viel. Die Ansichten über die Qualität und Gewichtung Aussagen sind nicht einsehbar. Es ist etwa wie bei den PISA – Studien.
    Ebensowenig bin ich entzückt, wenn jetzt Politiker besonders die arbeitende Bevölkerung aufs Korn nehmen und behaupten, sie gingen wegen jeder Kleinigkeit ins Spital.Solche Aussagen sollten die Spitäler selber machen. Viel mehr zur Gesundheit könnte man beitragen, wenn z.B. Päcklipöstler nicht mehr mit der Stoppuhr rtrainiert und CPS-überwacht 50 Stunden/Woche durch die Strassen hasten müssten.Und am Abend die Abweichungen von Minuten vorgehalten bekommen. Oder auch die Tatsache, dass in Grossraumbüros (ohne eigenen Arbeitsplatz) die Krankheits-Quote bei ca.50%höher liegt,als in kleinen Räumen .Dazu sinkt t in Grossraumbüros die Motivation, die Konzentration und damit die Arbeitsleistung.
    Übringens: war zu lesen, dass die Unfallversicherungen viel mehr ausgeben für Unfälle in der Freizeit als Unfällen bei der Arbeit.

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  • Dezember 12, 2016

    “Und alle haben im Parlament in Bern eine Lobby,- nur der Prämienzahler nicht!
    Aber auch wir, die Prämienzahler,…..” Ich glaube aber Ihnen und Ihren Parteigenossen nicht, dass Sie sich nicht von einer Lobby beeinflussen und steuern lassen, obwohl Sie, Frau Estermann, plötzlich sich als Prämienzahlerin outen. Aber Sie sind ja auch Ärztin und gehören damit auch zur Klasse der Profiteure. Stehen Wahlen an?

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  • Dezember 12, 2016

    Und wenn ich höre, was die Vermittler der KK erhalten pro Abschluss, dann bekomme ich die Kriese. Dass dann nicht mehr viel übrig bleibt von meiner einbezahlten Prämie, dürfte dann klar sein.

    Aber Vermittler bekommen auch Provision, wenn ich die KK wechsle, aber keinen Vermittler dazu brauche. So fliessen 30-40% der Jahresprämie in die Taschen der Vermittler.

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  • Dezember 12, 2016

    Meine deutsche Freundin, die nur eine kleine Rente bezieht, zahlt weniger als Euro 30 Prämie pro Monat. Und da wird auch noch der Zahnarzt bezahlt.Ich, die ich ebenfalls nur eine kleine Rente, gerade ein bisschen zu hoch für den Anspruch auf Prämienverbilligung oder EL, beziehe, fragen Sie mich nicht, wieviel ich bezahle. Kann mir dies jemand erklären?

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    • Juli 19, 2021

      1) In Deutschland bemessen sich die Beiträge an die gesetzliche Krankenkasse nach dem beitragspflichtigen Einkommen (§ 226 SGB V).

      2) Bei Rentner/innen entsprechen die Beiträge mindestens dem 90. Teil der Rente.

      https://de.wikipe​dia.org/wiki/Gesetzli​che_Krankenversicheru​ng#Beitragsbemessung_​und_-tragung

      3) In der Schweiz haben die Prämien keine soziale Komponente.

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    • Juli 19, 2021

      Frau Votava
      Aus dem Bericht von Frau Estermann ist das Spiel der Politiker klar ersichtlich!
      Sie wollen dem Menschen nicht helfen, sondern mit ihm Spielen und dabei ihre Macht sichern!

      Die Pflichtleistungen sind in der Rente einkalkuliert (Geldkreislauf)! Auch in der Schweiz wird das Spiel von Knappheiten zelebriert, damit die Menschen “gedemütigt” werden können! Darum werden die Bedingungen für Spenden, von den Menschen für Menschen, bewusst geschaffen!

      Der Nettogegenwert der Ersatzleistung für Arbeit (Rente) muss einen ordentlichen Lebensstandard ermöglichen!
      Das Geldsystem bietet die Lösung! Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, die ewigen Existenzkämpfe und Armut wären längst überwunden!
      Lesen Sie meine Beiträge im Zusammenhang mit dem Geldsystem und fragen Sie bitte?

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    • Juli 19, 2021

      Herr Oberli, ich betrachte es als einen Fehler, dass wir die Einkommensabhängige Prämie abgelehnt haben.

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    • Juli 19, 2021

      Habe ich gelesen, Herr Bender. Aber wie setzt man das in die Praxis um?

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    • Juli 19, 2021

      “Herr Oberli, ich betrachte es als einen Fehler, dass wir die Einkommensabhängige Prämie abgelehnt haben.”

      Wir, Frau Votava? Ich habe sie nicht abgelehnt. Etwa Sie?

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    • Juli 19, 2021

      Frau Votava
      Das Stimmvolk hat die einkommensabhängige Prämie abgelehnt!
      Meine Begründung dazu, ist ganz einfach: “Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, wir hätten eine andere Gesellschaft, welche sich nicht mehr von den Obrigkeiten manipulieren lässt!
      Solange man den Generationsvertrag als Geldleistung von Jung zu Alt versteht, werden die Bürger weiter manipuliert! Selber Schuld, man könnte sich ja mit dem Geldsystem befassen?
      Der Film über den Gotthard hat klar gezeigt, dass die Menschen, wie damals glauben, das Geld sei ein knappes Kunstprodukt, welches per Antrag an Gott, beschafft werden müsste?
      Die Rentenreform basiert auf diesem Irrglauben und wird als Errungenschaft verkauft! Ein weiteres Lügenspiel von A – Z!

      Die enorme Geldmengenerhöhung (Schuldenwirtschaft) wird an die Wirtschaft einseitig verteilt! Die Schere zwischen Arm und Reich beginnt mit der Zuordnung des Gegenwertes der Arbeit (Wertschöpfung anstatt Produktivkraft) und wird mit der Verschonung der Besserverdienenden bei der Rückführung der Staatsquote (Steuern) fortgesetzt!

      Wie ich erläutert habe, ist der Nettogegenwert (Ration) der Arbeit oder Ersatzleistung massgebend, wie man am Wirtschaftskreislaufs​piel teilnehmen kann! Es ist alles Menschen gemacht und mit der Lüge von Wettbewerbsfähigkeit untermauert! Die sozialen Pflichtleistungen müssen den Binnenmarkt abbilden und nicht dem Wettbewerb mit anderen Ländern standhalten!

      Das zirkulierende aus Schulden bestehende Geldvolumen wird zur Abdeckung der Bedürfnisse einer Bevölkerung verwendet! Wie dieses Geldvolumen verteilt wird, ist massgebend für den Zusammenhalt einer Gesellschaft! Die einfältige Addition für eine willkürliche Periode, sagt überhaupt nichts über das notwendige Geldvolumen aus (Zirkulationsgeschwin​digkeit bis das Geld wieder bei Ihnen ist)!

      Sind Sie am Verstehen des Geldsystem interessiert, so mailen Sie mir?
      georg p bender at hispeed.ch (p = Punkt)

      Es wäre alles so einfach! Geld ist Mittel (Kaufkraft) zum Zweck und muss in der Wirtschaft abgebildet werden (Gegenwerte der Arbeit/Leistung und Güter/Dienstleistunge​n)! Wenn das Krankheitswesen ein höheres Geldvolumen benötigt, so muss man es einfach generieren (wie alle Wirtschaftszweigen)!

      Es ist alles nur ein Spiel mit vielen versteckten Fouls!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Oberli, ich habe sie natürlich auch nicht abgelehnt.

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  • Dezember 13, 2016

    Ökonomie ein Spiel für Menschen! Biete deine Arbeit an wo der Gegenwert am höchsten bemessen wird und lebe da wo der Gegenwert der Arbeit sehr tief ist!

    Daraus ergeben sich alle anderen Verwerfungen!
    Geld als Kunstprodukt kann überall bedarfsgerecht geschöpft werden! Geld ist Mittel zum Zweck und der Gegenwert der Arbeit soll einen ordentlichen Lebensstandard ermöglichen!

    Geld als knappes Gut zu spielen, ist Betrug am Menschen! Daraus wird die Natur ausgebeutet und der Mensch am Arbeitsplatz ersetzt!

    Auf die Krankheitskosten bezogen wäre die Lösung im Sinne des Geldsystems jedoch wie immer, ganz einfach! Verfahren wie bei allen anderen wirtschaftsbezogenen Applikationen: Geldgenerierung und Umlauf sichern! Die Politik als Irrläufer im Orientierungslauf?

    Vernetztes Denken könnte helfen?

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  • Dezember 14, 2016

    wie wäre es, wenn Sie eine Motion einreichen würden, dass die Lobbyisten, VR der KK etc… in Ausstand treten müssten und v.a. auch nicht in Kommissionen Einsitz nehmen könnten? Ich denke beispielsweise an Ihren Parteikollegen Stahl, welcher von der Groupe Mutuel gekauft ist und für Ihre Partei in der Gesundheitskommission​ sitzt. Ach ja, insgesamt sind 8 Parlamentarier gekauft, davon DREI von Ihrer Partei….

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  • Dezember 16, 2016

    Unser Gesundheitssystem hat nur die Aufgabe, das beste und billigste Krankenversicherungss​ystem der Welt ür die Reichsten unseres Landes bereitszustellen.
    Wi​eso gibts denn nicht eine einkommensabhängige Franchise, damit alle ihrem Einkommen entsprechend gleichviel Eigenverantwortung übernehmen müssen?
    Dann bestimmen die Nachfrager den Markt und nicht wie jetzt die Anbieter.

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  • Dezember 17, 2016

    Na ja Frau Estermann. Ich glaube kaum, dass die Menschen gerne zum Arzt gehen. Es sei denn, etwas im Umfeld stimmt nicht und die Menschen brauchen das Gefühl, dass sich jemand um einen kümmert -> arme Gesellschaft sage ich dann.

    Nicht jeder Arzt, arbeitet mit allen Krankenkassen (vorallem nicht Billigkrankenkassen) zusammen. Also haben Patienten die Wahl zwischen Arzt und Krankenkasse, was das Budget der Versicherten auch belastet!

    Ärzte doktern teilweise länger als notwendig herum. Es gibt durchaus Dinge, die erst bei einem anderen Arzt herausgefunden werden weil dieser den für ihn neuen Patient anders anschaut (anstelle vom Alter bei Schwindelgefühl -> Gehirntumor; anstelle vom “berühmten Novemberhusten” -> Asthma etc.). Ist man Angehörige eines psychisch Kranken gibt es für diese wenig Möglichkeiten der Entlastung und sie erhalten anstelle von echter Entlastung Medikamente sie müde machen, so dass sie anstelle von “funktionsfähig bleiben” schlafen. Therapien, welche helfen können sind nicht immer zugelassen und entsprechend dauert es länger bis Menschen wieder fit sind.

    Der Arbeits- und Leistungsdruck hat in den letzten Jahren stark zugenommen, dass man Medikamente braucht um diesem stand zu halten.

    Das alles geht ins Geld. Nicht nur bei den Krankenkassen und Patienten, sondern auch bei Unternehmen welche mit längeren Ausfällen zu kämpfen haben und deren Mitarbeiter infolge mangelnder Motivation zu starkem Leistungsdruck nicht optimale Arbeitsmenge und -qualität erbringen können.

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  • Dezember 26, 2016

    Es sind ja nicht mal nur die hohen Prämien alleine, man darf zu diesen wenn man erkrankt ist auch noch für Franchisen, Selbstbehalte und nicht kassenpflichtige Medikamente / Leistungen zusätzlich bezahlen.
    Von der Naturheilkunde ganz zu schweigen, in der Grundversicherung nicht vorhanden.
    Stattdess​en wird Geld verbraten, Beispiel Spital Heiden:
    Ein Chefarzt schrieb: “Er stelle fest, schreibt P. B dass sehr viel Zeit der Mitarbeitenden mit Sitzungen, Projektgruppen und dergleichen verschwendet werde, während sich die Geschäftsleitung in den letzten Jahren mehrheitlich mit Reorganisationen und ähnlichen selbstbezogenen Übungen profiliert habe.”

    http://www.tagbla​tt.ch/ostschweiz/appe​nzellerland/Spital-He​iden-ist-akut-gefaehr​det;art159210,4794410​

    Ich denke das wird kein Einzelfall sein, man sieht es überall, dass die Kernaufgaben in den Hintergrund rücken und stattdessen viel Zeit vom modernen Management für oben genannte “ÜBUNGEN” vergeudet wird, auch in anderen Branchen.

    Dazu kommt das ganze System, immer wieder neue Medikamente für die gleichen Krankheiten. Zum Einen wegen Ablauf der Patente, zum Andern um die Pharma am Laufen zu halten da die Forscher, Chemiker etc. ja arbeitslos würden wenn sie nicht ständig wieder neue Medikamente erfinden können.
    Insbesondere​ Krebsmedikamente sind beliebt. Zitat Novartis Vasella zu Roche “Roche ist führend im HOCHPROFITABLEN Krebs-Bereich.”
    Von den Ursachen für die ständige Zunahme der Krebserkrankungen gar bei jungen Menschen will man nicht viel wissen, denn das könnte ja der Wirtschaft schaden.
    Man lese mal ein paar Bücher des verstorbenen Dr. Walter Mauch, vielleicht geht dem Einen oder Andern ein Licht auf.

    Weiterer Grund:
    Dass Kosten und Prämien längst nicht so hoch sein müssten, zeigen folgende Tatsachen:

    1.Es gibt innerhalb der Schweiz in vergleichbaren Gegenden erhebliche Kosten- und Prämienunterschiede. Im Kanton Waadt beispielsweise sind Kosten und Prämien um rund zwanzig Prozent höher als im Kanton St. Gallen. Den Gründen geht niemand akribisch nach.

    2.Verglichen​ mit dem Ausland leiden die Schweizerinnen und Schweizer an einer Ärzteschwemme: Im Jahr 1980 genügte in der Schweiz ein Arzt pro 406 Einwohner. Ende 2013 gab es einen Arzt pro 250 Einwohner. Laut Statistik der OECD gibt es bei uns 24 Prozent mehr berufstätige Ärzte pro Einwohner als im Durchschnitt der Industrieländer. Besonders extrem ist die Dichte der Spezialarzt-Praxen. Wo die Spezialisten-Dichte besonders gross ist wie etwa in den Kantonen Waadt, Bern und Zürich, sind auch die Kosten und Prämien höher als in andern Kantonen – ohne einen auch nur im Ansatz bewiesenen gesundheitlichen Nutzen.

    3.In der Schweiz gibt es zu viele Akutspitäler: Pro Einwohner fast viermal mehr als in Holland. Viele führen heikle Operationen nur einmal im Monat oder noch weniger durch – das Risiko tragen die PatientInnen.

    4.In​ Schweizer Spitälern erleiden jährlich über 120’000 PatientInnen infolge von falschen oder verspäteten Diagnosen, Infektionen, Behandlungsfehlern oder unzweckmässiger Medikation einen gesundheitlichen Schaden, müssen nochmals operiert oder nachbehandelt werden – mit allen Kostenfolgen. Die Hälfte dieser Schäden wäre vermeidbar.

    5.In keinem Land Europas müssen die Krankenkassen für Medikamente so viel Geld ausgeben wie in der Schweiz. Die Krankenkassen werden gezwungen, auch viele unwirtschaftliche und unzweckmässige Medikamente zu vergüten.

    http://w​ww.infosperber.ch/Art​ikel/Gesundheit/BAG-B​erset-Arzte-Klartext-​zu-den-steigenden-Kas​senpramien

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  • Januar 3, 2017

    Frau Estermann wie lange sind Sie schon als SVP Politikerin in Bern?
    Was sie hier uns weismachen wollen ist nichts Neues, wo bleiben ihre Vorschläge für eine Verbesserung der Situation?
    Die Kosten steigen ja nicht erst seit 2 Jahren.
    Zwischen 1996 und 2013 sind die Gesundheitskosten teuerungsbereinigt um rund 66% angestiegen. Im gleichen Zeitraum haben sich hingegen die monatlichen Durchschnittsprämien der Grundversicherung viel stärker, nämlich um 102%, erhöht. Sie haben sich also mehr als verdoppelt.
    Ich bin gespannt auf richtige Vorschläge nicht nur Hinweise wie “…muss ich sagen, dass in unserem „Gesundheitssystem“ einiges nicht mehr stimmt..”

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    • Juli 19, 2021

      Grüezi Herr Mosimann
      Am einfachsten ist es doch wenn wir die Kranken-Kassen dürch Lenkungsabgaben finanzieren können. Damit können wir auch das CO2 -Problem lösen wenn wir die CO2-Lenkungsabgabe erhöhen.

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  • Januar 15, 2017

    Da kann ich nur Lachen den als es um die Abstimmung der Grundversicherung gegangen ist haben, viele Bürger eine Einheitskasse gewünscht, ohne den grossen Überteuerten Verwaltungsapparat unserern heutigen Krankenkassen Versicherungen. geschätz werden heute bei den Grundversichtungen über 2,5 Billiarden Franken Eingenommen und das pro Monat; WOHIN GEHT DAS GELD.
    Kauft man in der Apotheke heute eine Medikament und bezahlt es bar kostet es 50.– Fr. Wird das gleiche Medikament über die KK abgerechnet 150.– FR ?????????? so geht es weiter.
    Die Pharmaindustrie entwickelt Medikamente, die eine Krankheit unterdrücken, und einen Monat später bricht sie wieder aus, würde man Tee trinken, sich eine Woche lang die Krankheit auskurieren. hat das zwei gute Gründe, Die Krankheit ist weg nicht mehr im Körper, die Köper eigene “Gesundheitspolzei” kennt den Erreger und bekämpft Ihn bei einem neu auftreten so das die Krank heit gar nicht ausbrechen kann, KKasse profitiert, und der Mensch auch. Nur einer nicht die Pharmaindustrie mit Ihren überteuerten Medis, die dazu noch andre Krankheiten hervorrufen.
    Der Narr gibt zu dieser Stellungsnahme keine Antwort und Lacht einfach alle aus, die klagen.

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