1. Sonstiges

Man darf gescheiter werden

Viele Bürger er­war­ten von den Po­li­ti­kern, dass sie “fa­degrad” bei ein­mal geäusserten Mei­nun­gen ver­har­ren. Als ob Ge­schei­ter­wer­den ver­bo­ten wäre! Als Kan­di­dat wer­den mir so viele Fra­gen zu mei­nen Auf­fas­sun­gen ge­stellt, auf die ich eine vorläufige Ant­wort habe. Aber bis ich – im Falle einer Wahl – tatsächlich ent­schei­den muss, er­warte ich noch ei­ni­ges mehr an In­for­ma­tio­nen zur Sache und den Kon­se­quen­zen, dass ich mir eine fun­dierte Meinungsänderung und Überzeugung vor­be­hal­ten muss.

Ich habe noch nie einen Menschen getroffen, der nach reiflicher Überlegung seine Sichtweise revidiert hat und der nicht die neue Meinung für die bessere hielt.

Thomas Notter, Nationalratskandidat CVP Bern, Liste AWG (Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft)

 

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Comments to: Man darf gescheiter werden
  • September 11, 2015

    @ Thomas Notter,

    Sie wollen anscheinend Nationalrat für die CVP werden, und kennen noch nicht mal diese CVP ?

    Sie schreiben;
    “Ich habe noch nie einen Menschen getroffen, der nach reiflicher Überlegung seine Sichtweise revidiert hat und der nicht die neue Meinung für die bessere hielt.”

    Gerade die CVP kann aber sehr wohl ihre Meinung wechseln, oder das berühmte “Fähnlein nach dem Wind” rein strategisch richten, wie es ihr gerade gefällt, auch wenn sie noch im Sommer, genau das Gegenteil sagte. Du sollst nicht lügen, gilt anscheinend dann nicht mehr.

    Verschärfung​en des Asylrechts im Nationalrat diese Woche;

    Trotz Sommerloch-Verspreche​n verschiedener Exponenten der FDP und CVP stimmten diese im Nationalrat konsequent zusammen mit den Linken gegen alle von der SVP eingebrachten Verschärfungen des Asylrechts.

    Konkret heisst dies, FDP und CVP stimmten zusammen mit der vereinigten Linken:
    Nein zum Antrag, dass Asylbewerber verpflichtet werden, ihre Fingerabdrücke, Reisepapiere und Identitätsausweise abzugeben
    Nein zur Mitsprache von Gemeinden und Kantonen bei der Planung und Bewilligung von neuen Asylzentren
    Nein zum Antrag, dass Asylzentren auf einem geschlossenen Areal mit kontrollierten Ausgängen zu führen sind
    Nein zum Antrag, dass renitente Asylsuchende in einem geschlossenen Zentrum untergebracht werden
    Nein zum Antrag, dass das Asylrecht beendet ist, wenn kein Bedarf mehr nach Schutzgewährung besteht
    Nein zum Antrag, gesetzlich festzuhalten, dass die Flüchtlingseigenschaf​t bei Ferienreisen in den Herkunftsstaat erlöschen soll (obwohl dies von der CVP im Sommer explizit gefordert wurde)
    Nein zum Antrag, dass Nothilfeleistungen an illegal Anwesende nur noch befristet ausgerichtet werden, um Druck auf die Ausreise zu machen
    Nein zum Antrag, dass keine Nothilfe mehr entrichtet wird für Personen, die ihren Mitwirkungspflichten nicht nachkommen
    Nein zum Antrag, die Gemeinden und Kantone bei der Ausrichtung der Sozialhilfe für eine längere Dauer finanziell zu entlasten
    Ja zu bedingungslosen Gratisanwälten für alle Asylsuchenden auf Kosten der Steuerzahler (obwohl die FDP dies in der Vernehmlassung noch abgelehnt hatte)
    Ja zu Enteignungen von Privaten für den Betrieb neuer Asylzentren, was einem massiven Eingriff in die Grundrechte gleichkommt
    Sommarug​as Vorlage, die dank der Mitte-Links-Allianz mühelos durchs Parlament rutscht, setzt jegliche demokratische, föderalistische und staatspolitische Grundsätze der Schweiz für den Asylbereich ausser Kraft. Und wofür ? Damit die ganze Welt erfährt, dass man problemlos illegal in die Schweiz einreisen kann und hier von A wie Anwalt bis Z wie Zahnarzt versorgt wird.

    Darum, Exponenten/Innen der CVP sind für mich nicht mehr wählbar.

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    • Juli 19, 2021

      “Gerade die CVP kann aber sehr wohl ihre Meinung wechseln”

      Genau das hat er gesagt.

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    • Juli 19, 2021

      Als Linksgrün die Wiedereinführung des Botschaftsasyls forderte, stimmten CVP und FDP zusammen mit der FDP und lehnten dies ab. Die sogenannten Mitteparteien sind immer noch für eine harte Hand in der Asylpolitik. Im Gegensatz zur SVP bewegen sie sich aber innerhalb des Rechtsstaats und innerhalb der Genfer Konvention. Jedenfalls meistens.

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  • September 13, 2015

    Wenn man in Sachfragen sich genauer informiert und deshalb die Meinung wechselt, ist das nichts als vernünftig. Wenn man aufgrund von Meinungsumfragen die eigene Meinung nach dem Wind richtet, ist das was Anderes, nämlich Opportunismus. Für Aussenstehende ist das nicht immer klar zu unterscheiden. Eindeutige Fälle wie während der Finanzkrise, als die SVP die SP-Parolen gegen Abzocker kopierte, nur weil das gerade in war, sind selten.

    Ausserdem ist es nicht unerheblich, ob eine Partei in einem ihrer Schwerpunktthemen die Meinung ändert, oder ob es sich um etwas handelt, was ihr ohnehin nicht so wichtig ist.

    Das war eine allgemeine Antwort auf eine allgemeine Aussage. Sie dürfen auch gerne mal etwas Konkretes schreiben. 😉

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    • Juli 19, 2021

      ” als die SVP die SP-Parolen gegen Abzocker kopierte”

      Für “Unwissende”… könnten Sie uns ein Bsp nennen?

      Es ist grundsätzlich falsch, seine Meinung in Vergleich zu Anderen zu setzen, somit auch falsch Parteien in Vergleich zu bringen. Eine Meinung basiert nicht daraus, sich in eine Kopie zu stellen.

      Zu äussern, dass man gleicher Meinung ist wie…. ergibt seinen Sinn. Aber es ist falsch zu definieren, dass man der Meinung ist wie…. weil die Andern…

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    • Juli 19, 2021

      “Es ist grundsätzlich falsch, seine Meinung in Vergleich zu Anderen zu setzen”

      Wieso sollte das falsch sein? Die Wahlhilfen auf dieser Seite und auf Smartvote funktionieren doch genauso. Man schaut, welche Politiker die ähnlichsten Ansichten haben, und wählt diese dann.

      Ein schönes Beispiel ist, dass die SVP behauptet hat, die Abzocker-Initiative zu unterstützen. Bei der Abstimmung wurde sie dann von der selben Partei bekämpft.

      http://www.aargau​erzeitung.ch/schweiz/​abzocker-initiative-b​lochers-versprechen-g​ilt-nicht-mehr-124684​182

      Wäre auch seltsam gewesen, wenn ausgerechnet Blocher, der zusammen mit Martin Ebner die amerikanischen Abzockerlöhne überhaupt erst in der Schweiz eingeführt hat, diese plötzlich bekämpft hätte.

      Ein weiteres schönes Beispiel ist der UBS-Vertrag, den die SVP erst kategorisch ablehnte. Da die SP ihre Zustimmung von der Einführung einer Boni-Steuer abhängig machte, kippte die SVP plötzlich und stimmte dem Vertrag zu. Der Schutz der Manager-Boni vor Besteuerung ist dieser Partei sehr wichtig, wenn sie dafür sogar das Bankgeheimnis opfert. Kritik an Abzockerei aus SVP-Mündern war nie ehrlich.

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    • Juli 19, 2021

      “Die Wahlhilfen auf dieser Seite und auf Smartvote funktionieren doch genauso. Man schaut, welche Politiker die ähnlichsten Ansichten haben, und wählt diese dann. “

      Ich wähle nicht Politiker, sondern Menschen. Dies mal zu Ersten.

      Eine Auflistung der möglichen Kandidaten ist auch nicht gemeint mit dieser Aussage, welche Sie nun wiederum in die Extreme ziehen. Es handelt sich hierbei klar um die Aussage, dass man sich als Person nicht mit Andern vergleichen sollte.

      Dass man sich “präsentieren” kann oder darf, gegen das hat niemand etwas und kann oder ist legitim. Aber dies ist kein Vergleich, sondern ein zeigen wer man ist, und für was man einsteht. Dieses dann jedoch in Bezug zu bringen um Andere abzuwerten oder mit solchen Aussagen zu diskriminieren ist falsch.

      “Wäre auch seltsam gewesen, wenn ausgerechnet Blocher, der zusammen mit Martin Ebner die amerikanischen Abzockerlöhne überhaupt erst in der Schweiz eingeführt hat, diese plötzlich bekämpft hätte. “

      Genau solche Aussagen sind überflüssig. Jeder kann oder soll sich selber eine Meinung bilden über was richtig oder falsch ist. Es wird publik gemacht und bedarf keinem Fingerzeig als Wertdefinition, wer nun besser oder schlechter sei als der Andere.

      “Ein weiteres schönes Beispiel ist der UBS-Vertrag, den die SVP erst kategorisch ablehnte. Da die SP ihre Zustimmung von der Einführung einer Boni-Steuer abhängig machte, kippte die SVP plötzlich und stimmte dem Vertrag zu. Der Schutz der Manager-Boni vor Besteuerung ist dieser Partei sehr wichtig, wenn sie dafür sogar das Bankgeheimnis opfert. Kritik an Abzockerei aus SVP-Mündern war nie ehrlich.”

      Auch hier ist es absolut möglich, seine pers. Meinung oder die seiner Partei zu erklären, definieren, dieses mittels Argumenten zu versehen. Aber völlig unnötig mit dem Finger auf Jene zu zeigen, welche gegen oder für etwas sind. Es ist und soll jedem seine eigene Entscheidung welche Seite er wählt.

      Es ist absolut lächerlich zu glauben, mit dem die sind böse und die gut zu argumentieren. Dies ist nicht sachlich, sondern basiert lediglich auf dem Versuch Emotionen zu schüren, welche zu unsachlichen Reaktionen führen kann oder wird.

      Haben Sie keine eigene Meinung? Müssen Sie diese immer an Jemandem oder an eine Partei “anlehnen”? Wer ein Selbstbewuss-Sein hat, der hat es nicht nötig sich der eigenen Meinung zu sichern indem er Jene aufzeigt die nicht dieser Meinung seien.

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    • Juli 19, 2021

      ” als die SVP die SP-Parolen gegen Abzocker kopierte”

      Für “Unwissende”… könnten Sie uns ein Bsp nennen?

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    • Juli 19, 2021

      Ich habe mit der Unterstützung der Abzocker-Initiative schon ein Beispiel genannt, Herr Schweizer.
      Und nein, Tatsachen zu erwähnen, die die SVP in einem schlechten Licht dastehen lassen, ist alles andere als überflüssig.
      Sie dürfen gerne Ihre Argumente oder die der SVP hier erklären. Ich habe meine Argumente genannt, Von Ihnen habe ich gelesen, dass diese Ihnen nicht gefallen und dass ich deshalb auf meine freie Meinungsäusserung verzichten soll. Aber Gegenargumente, die meine widerlegen, kamen von Ihnen bisher keine.

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    • Juli 19, 2021

      Sie haben es genannt, aber nicht belegt, wo welche Partei angeblich “abgekukkt” haben soll.

      Sie kennen scheinbar die Argumente der angesprochenen Partei besser als ich, den für mich ist sie zu wenig wichtig, dass ich mir die Mühe nehme, diese pausenlos anzugreifen, Gründe zu suchen warum sie schlecht sei usw.

      Aber da Sie noch immer davon überzeugt sind, dass ich ein solches Mitglied dieser Partei sei, lasse ich Ihnen diesen Glauben. Denn auch ein Irrglaube ist ein Glaube.

      Auch wiederhole ich es Ihnen gerne zum Xten Mal – je mehr Sie eine Partei direkt angreifen, diese dauernd in den Mittelpunkt setzen, umso “attraktiver” wird es. Ich denke die angesprochene Partei wird Ihnen dankbar sein für die Gratis-Werbung die sie andauernd betreiben.

      Gratisw​erbung? Tja wenn Sie dafür sorgen, dass die Partei pausenlos in den Zeilen erscheint, dürfen Sie davon ausgehen “Steter Tropfen höhlt den Stein” – dies aber nicht in der von Ihnen gewünschten Richtung, sondern genau das Gegenteil.

      Sollte es Ihnen noch nicht aufgefallen sein, die heutige Presse arbeitet genau nach diesem Schema.

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