1. Gesellschaft

Manchmal wünsche ich mir das Teeren und Federn zurück

Die Redensart vom Tee­ren und Fe­dern ist in metaphorischer Weise gebräuchlich als Dro­hung, je­man­den zur Strafe zu quälen und auf Dauer bloßzustellen. Wenn ich die letz­ten Zei­tungs­aus­ga­ben lese, wünschte ich mir diese Form des Tee­ren und Fe­dern zurück. Wes­halb: Mir deucht, dass immer mehr Ge­sell­schaft schädigende Per­so­nen mit Ein­spra­chen und An­zei­gen ver­su­chen un­sere Ge­sell­schaft und Kul­tur zu zerstören. Das dümmste Bei­spiel, nämlich der Kampf gegen die Ta­pas-­Bar in der Zuger Alt­stadt, erwähne ich schon gar nicht, sonst habe ich sich auch eine An­zeige am Hals. Aber mir lief schon fast die Galle über als ich das Bei­spiel von der idio­ti­schen Dro­hung mit An­walt wegen des wegen Weih­nachts­schmucks der Mon­tes­so­ri-­Schule​ Moos­bach­hof. Hörte. Sol­che Que­ru­lan­ten gehören na­ment­lich ge­nannt und bloss ge­stellt. Ganz den Nuggi raus ge­hauen hat es mir als ich hörte, dass die Po­li­zei Walch­wil wegen des Try­chelns ausrücken muss­te. Wer Kul­tur ein­mal im Jahr nicht erträgt gehört ge­teert und ge­fe­dert und aus der Stadt ge­jagt. Für mich stellt sich immer mehr die Fra­ge, ob wir nicht An­zeige und Ein­spra­che Möglichkeiten mas­siv einschränken soll­ten. Dies je­doch überall. Vor allem müsste man der Po­li­zei die Kom­pe­tenz geben zu igno­rie­ren. Gegen die­ses Igno­rie­ren kann dann ge­trost ein Rechts­mit­tel gewährt wer­den. Vor allem müssen Ein­spre­cher und An­zei­ge­er­stat­ter​ ver­pflich­tet sein alle Kos­ten zu tra­gen und mit ihrem Namen ge­rade zu ste­hen. Eine An­zeige oder Ein­spra­che, bei der der Han­delnde sich nicht öffentlich dazu be­ken­nen will ist in der Regel so oder so Lusch. Natürlich gibt es immer Aus­nah­men, aber diese wer­den wir wohl in den Griff be­kom­men!

Michel Ebinger Rotkreuz

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Comments to: Manchmal wünsche ich mir das Teeren und Federn zurück
  • Dezember 15, 2013

    Wer glaubt, dass gegen Gesetze verstossen wird, kann eine Anzeige machen. Kommt die zuständige Instanz zum Schluss, dass tatsächlich ein Verstoss vorliegt, hat der Anzeigenerstatter der Gesellschaft einen Dienst erwiesen. Illegales wurde aufgedeckt oder verhindert. Kommt die Instanz zum Schluss, dass alles in Ordnung ist, ging zwar Zeit verloren, aber dafür weiss nun jeder, dass alles rechtens ist. In der Regel trägt dann der Kläger die Kosten. Das nennt man Rechtsstaat.

    Der Polizei die Erlaubnis zur Arbeitsverweigerung zu geben oder Wildwest-Bräuche einzuführen ist so haarsträubend wie die Fälle des Philip Maloney.

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    • Juli 19, 2021

      Selbstredend, Herr Pfister, denn niemand schützt die überdimensionierten “behördlichen Bürokratie-Werkstätte​n”, wie die Rot/Grünen, alles zu Lasten der real arbeitenden Bevölkerung.

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  • Dezember 15, 2013

    Es gibt natürlich auch die Anzeiger, welche mit falschen Anschuldigungen von Anzeigen gegen sich ablenken wollen. Grundsätzlich haben Sie aber schon recht, Herr Ebinger. Aber ich muss die Staatsanwaltschaften und Behörden auch in Schutz nehmen. Die lachen teils köstlich über gewisse Anzeigen. Müssen diese aber -zumindest zunächst- behandeln. Da läuft vieles ab, dass der Steuerzahler bezahlt, was unnötig wäre!

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  • Dezember 15, 2013

    Herr Ebinger

    Die Schweizer Bürger/Innen bräuchten halt auch JURISTEN nicht selbstverliebte Abzocker, welche sich finanzieren lassen über die Allgemeinheit.

    Ger​ade Behinderte/Betagte und Kranke und derer Angehörigen hierzulande haben null Rückhalt in diesem Bereich.

    Wo sind sie die Juristen, welche diese Mitbürger/Innen vertreten?

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  • Dezember 30, 2013

    “Manchmal wünsche ich mir das Teeren und Federn zurück”

    Das war zuerst gegen die Regeln im Forum. Es wird sicher nachträglich auch noch gelöscht …

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    • Juli 19, 2021

      Der Leserbrief wurde in verschiedenen Zeitungen mit positiven Reaktionen veröffentlicht und Vimentis ist keine Zensurbehörde und ich glaube nicht, dass es gegen die Regeln verstösst den Teeren Federn metaphorisch verwendet ist kein Aufruf zu einer Straftat

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    • Juli 19, 2021

      Das ‘Ausräuchern’ war auch metaphorisch und vor allem nicht ernst gemeint.

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