1. Sicherheit & Kriminalität

Manipulierte Gesellschaft, Verteidigung der Schweiz u.a

Da meine Ant­wort an Herrn Wag­ner auch nach zehn ver­su­chen so­fort immer gelöscht wur­de, muss ich sie hier als Ar­ti­kel publizieren.

 

Bottmingen, 7.09.2014

 

Seh​r geehrter Herr Wagner, 1. Es bräuchte zu viel Zeit und würde zu lang, schriftlich umfassend zu argumentieren. Auch Ihre Frage am Schluss schriftlich zu beantworten, bräuchte sehr viel Zeit und Platz. Dazu folgendes: Falls wir angegriffen würden, wären wir in der Regel der Verbündete des Feindes unseres Angreifers. Wie ich schon schrieb, prüften die USA 1944 einen Durchmarsch durch die Schweiz. General Guisan hatte schon einige Monate vorher eine grosse Armeeübung durchgeführt, in der ein Angriff durch die Allierten angenommen worden war. Da aber weder der Bundesrat noch der General wollte, das wir in diesem Fall unfreiwillig Waffenbrüder der Deutschen würde, lautet der Befehl an die Armee, im Falle eines alliierten Angriffes genügend starke Kräfte bereit zu halten, um eine von Deutschland eingeleitete militärische Hilfe sofort bekämpfen zu können. In diesem Fall, hätte die Schweiz einen Zweifrontenkrieg geführt. Aber wie ich auch schon schrieb, die „Joint Chiefs of Staff“ der US, also deren oberste militärische Führung, fanden, der Erfolg eines Angriffes auf die Schweiz sei angesichts des schwierigen Geländes, und der kleinen, aber anerkannt effizienten Schweizer Armee im Kampf auf ihrem eigenen Boden zweifelhaft („doubtful“). (Das US Magazin TIME hatte in einem langen Artikel „Die Schweiz klein und zäh“ geschrieben, die Schweiz habe die zweitbeste Armee Europas.Die beste war die Wehrmacht – laut Schlussbericht des US Senates über den 2. Weltkrieg: „Der beste Soldat, vom Anfang des Krieges bis zum Schluss des Krieges, war der deutsche Soldat“). 2. Ich bin mir sehr bewusst, dass wir in einer durchmanipulierten Welt leben. Grundsätzlich glaube ich à priori keine Meldung mehr. Was wirklich geschah, wer weiss es. (Auch wer auf die Demonstranten auf dem Maidan schiessen liess, oder das Malaysische Flugzeug abschoss). Ich nehme an, Sie kennten auch die zahlreichen erfundenen Meldungen der USA über Angriffe auf z.B. die eigene Flotte im Golf von Tonkin, russische U-Bootbasen und Luftwaffestützpunkte auf dem winzigen Karibikinselstaat Grenada, Massenvernichtungswaf​fen im Irak, etc. Sie wurden alle verbreitet, um militärische Interventionen dort in der öffentlichen Meinung zu begründen. Sie wiesen sich im nachhinein alle als bewusste Fälschungen. Im Falle Vietnams hat der US Kongress, als die Fälschung des von Reagan behaupteten vietnamesischen Torpedoangriffes auf US Kriegsschiffe im Golf von Tonkin entlarvt wurde, seine eigenen Beschluss, den die US zur Kriegführung ermächtigte, widerrufen. Das spricht für den Kongress, konnte aber die durch den Krieg angerichtete Hölle nicht mehr rückgängig machen. 3. Ich bekam durch Kontakte das Bild einer jungen Frau aus dem mittleren Osten, die gerade nackt von einer Gruppe Männer auf die Seite gelegt wurde. Einer schneidet ihr den Hals durch, der andere fängt das Blut auf. Ein weiteres Bild zeigt eine Gruppe von Männer, die triumphierend abgeschnittene Männerköpfe in die Luft hält. Ich war mir gleich bewusst, dass das auch gestellt sein könnte. Nach allem, was man aber nun aus dem Kampfgebiet hört, auch Bilder, die die Jihadisten selber im Internet verbreiten, halte ich es für ziemlich glaubwürdig, abgesehen davon, dass es seit es Menschen gibt und zwar überall, von Menschen anderen Menschen alle denkbaren Bestialitäten angetan wurden und immer noch werden. In Nanjing wurden 350’000 Frauen , Kinder, Männer bestialisch umgebracht. Darunter waren 20’000 junge Frauen die von rasenden japanischen Soldaten vergewaltig und dann umgebracht wurden, indem man ihnen Pfähle oder zerbrochene Flaschen durch die Scheide in den Unterleib stiess. Das hat nicht mit speziell unmenschlichen Eigenschaften der Japaner zu tun, sondern entspricht der menschlichen Natur, die je nach den äusseren Umständen ins bestialische kippt. Unsere eigene europäische Geschichte ist ja auch ausserordentlich reich an Beispielen. Wie schon gesagt, das wollen die Armeebefürworter von unserem Land mit einer sehr starken Armee abhalten. Aber es ist wahrscheinlich schon zu spät. 4. Wusste die unmenschlich harte Führung des Abwehrkampfes von Leningrad schon vorher, dass sie mit ihrer unglaublichen Brutalität gegen ihre eigenen Leute Erfolg haben werde? Haben die Finnen, als sie 1939/40 vier Monate lang einer überwältigen sowjetischen Übermacht Stand hielten, gefragt, ob sie gewinnen werden? Haben die Griechen, als sie am 28. 10. 1940 an Massendemonstrationen​ „Nein“ skanidierten, Nein zum Ultimatum, und sich für den Krieg entschieden, gefragt, ob sie gegen die Achsenmächte gewinne können. (Auch das habe ich schon gesagt: Der 28. Oktober ist heute als „NEIN“ Tag ein griechischer Nationalfeiertag.) Die Griechen hielten als einziges der von der Achse am Anfang des Krieges angegriffenen Länder, 6 Monate lang stand und haben damit den Ausgang des Krieges massgebend beeinflusst. Alle anderen waren schon vorher demoralisiert, allen voran das mächtige Frankreich. Man muss im Krieg zu extremer Härte, Disziplin und Opfern bereit sein, “ohne irgend eine Aussicht auf Erfolg“, d.h. ohne vorher zu wissen, wie es ausgeht (Wobei ich doch hoffe, dass man selbst im schlimmsten Fall bei uns nicht zu Mitteln greifen würde, wie die sowjetische – und viele anderen – Führungen.). Wer sagt, wir kämpfen nur, wenn wir sicher sind, dass wir gewinnen, also keine Soldaten „verheizt“, hat innerlich schon kapituliert. Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick 7.09.2014

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Comments to: Manipulierte Gesellschaft, Verteidigung der Schweiz u.a
  • September 7, 2014

    Schauen Sie bitte mal die Sendung Panorama / ARD von der vergangenen Woche an. Was da gezeigt wird, ist haarsträubend.

    Die​ pleite USA haben unter Obama ein iraqpolititsches Destaster hinterlassen.

    Jetz​t kontaktieren Sie die ex Generäle von Saddam Hussein (Sunniten), u. a. einen hochrangigen General, der in Jordanien lebt und dem man hoppla hoppla unvermittelt 10 Jahre Penstionsleistungen nachbezahlt hat. Jetzt!

    http://dase​​rste.ndr.de/panorama​/​archiv/2014/Pakt-mi​t-​dem-Teufel-USA-suc​hen​-Buendnispartner-​gege​n-ISIS,is104.htm​l

    ​Bei dieser Sachlage wird klar und deutlich, dass die die Europäer als ‘Gemeinschaft der Willigen’ ohne UNO Beschluss dort unten Krieg führen lassen wollen.

    Ein Krieg in Mitteleuropa käme den Amis gelegen. Die US Militräindustrie hätte sofort dort wieder Arbeit, trotz > 60 Billionen Miese in der US Staatsverschuldung! Lassen sich die militärisch unfhähigen EU Brüssel Europäer via die NATO in ein solches Spiel ein, sind sie nicht mehr zu retten. NUR: da wir die ‘Haut’ von tausenden europäischer Soldaten verheizt und nicht jene von z. B. Martin Schulz + Co.!

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  • September 7, 2014

    Herr Frick:

    Ich glaube nicht das Sie wirklich gelöscht wurden. Manchmal, wenn man zu lange an etwas schreibt, läuft der Cookie ab, und dann wird der Text einfach nicht gespeichert sobald man auf “Kommentar veröffentlichen” klickt (meist ist man anschliessend auch ausgelogt). Ich habe mir angewöhnt wenn ich länger an etwas schreibe vor dem Klick alles in die Zwischenablage zu kopieren, damit ich meinen Text notfalls einfach nach Neu-Anmeldung einfügen kann.

    Zum Thema:

    Ich finde faszinierend wie Sie hier ausführlichst über längst vergangene Kriege referieren können (selbst wenn das gar nicht gefragt war), aber andererseits nicht in der Lage sein wollen in ein paar Stichworten zu erklären wie Sie sich eine wirksame Verteidigung unter heute möglichen Bedrohungslagen vorstellen. Sie verstehen sicher das ich mir dazu meinen Teil denke.

    Faszinieren​d auch mit welcher Inbrunst und Überzeugung Sie an anderer Stelle über nackte, geschächtete Christinnen berichten, deren Blut an reiche Araber verkauft wird, aber auf die Frage “Wo haben Sie denn das her, ich finde keine Quellen ausser Hetzblogs” plötzlich behaupten, Sie glauben sowieso keiner Berichterstattung mehr. Wenn das so ist, warum schreiben Sie denn dann solche Sachen?

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    • Juli 19, 2021

      Herr Frank Wagner,
      Nebst Ausrüstung für Soldaten aller Waffengattungen braucht es einen Willen eines jeden einzelnen “Mannes” Soldaten, sich für sein Land auch einzusetzen.
      Früher war der da, dieser Wehr-Wille, heute werden jene die diesen Wehr Willen hatten, belächelt und zur Sau gemacht, von welchen, die niemals genug Willen hätten, für etwas Einzustehen, sich für etwas einzusetzen.
      Und dies auf der Ganzen Linie. Es geht nicht nur um Armee, einen ev Krieg, Nein, auch privat kriegen die nichts auf die Reihe.

      Stimmen sie nicht zu? Okay. Journalisten als blendendes Beispiel können nur in etwa etwas nachplappern, Halbwahrheiten, tendenziöse Sachen schreiben, was geneigte Leserinnen und Leser dann lesen.
      Oder man verfasst Statistiken, die es nicht braucht, dazu erst noch nicht stimmen. und so weiter und so fort…das alles ist nur peinlich.

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    • Juli 19, 2021

      Auch das ist keine Antwort auf meine Frage, wie sich die Schweiz bei den aktuellen Bedrohungslagen verteidigen könnte. Reiner Willen allein genügt sicher nicht.

      Was Statistiken angeht die man hauptsächlich dann für gefälscht erklärt wenn die Aussagen nicht in den Kram passen, oder dasselbe bezüglich Presseartikeln, da habe ich schon endlose Diskussionen geführt, die fange ich nicht a.

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    • Juli 19, 2021

      Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Mit vollem Einsatz, List, allem was man zur Verfügung hat.
      Sie können auch einen Betrieb gründen, einen Business Plan vorlegen, am Schluss kommt es ganz anders wie sie akribisch geplant haben.
      Oder es geht schief, aber sie haben es wenigstens versucht.

      Nein, ich spüre wenn ich Sie lese, da ist nichts, aber rein gar nichts von dem Vorhanden, was es bräuchte. Tschuldigung, meine Sichtweise, das bringt nichts.

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    • Juli 19, 2021

      Werner Nabulon:

      Sie kennen mich nicht. Ich habe bereits einen Betrieb gegründet den ich nach ein paar Jahren aufgeben musste, habe dafür persönlich viel geopfert, ich habe Willen, Einsatz usw. … aber ich bin Pragmatiker. Wenn Sie mir mit Pathos kommen, schalte ich auf Durchzug … kommen Sie mit Fakten, dann interessiert mich auch wieder was Sie zu sagen haben.

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