1. Ausländer- & Migrationspolitik

Mario Gattiker tritt als Asyl-Chef ab.

In seiner zehnjährigen Amtszeit gewährte das SEM 114.000-mal Asyl oder eine vorläufige Aufnahme. Das Asyl-Wesen ist längst zu einer tausendfach verwendeten Möglichkeit geworden, in die Schweiz einwandern zu können, unabhängig davon, ob die Menschen in ihren Heimatländern tatsächlich an Leib und Leben verfolgt sind. Diese Entwicklung konnte oder wollte Gattiker nicht ändern.

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Comments to: Mario Gattiker tritt als Asyl-Chef ab.
  • Dezember 30, 2021

    Sie erwecken absichtlich den Eindruck, Herr Schneider, bei der Aufnahme von Flüchtlingen würden in der Schweiz die Gesetze nicht eingehalten. Belege zu Ihren Unterstellungen fehlen natürlich, weil es keine Belege gibt. Die gesetzlichen Asylverfahren funktionieren in der Schweiz. Dazu gehört auch die vorläufige Aufnahme. Herr Staatssekretär Gattiker war der verantwortliche Direktor des Staatssekretariats für Migration SEM. Er setzte u. a. die Beschleunigung der Asylverfahren durch.

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    • Dezember 31, 2021

      Warum wollen viele die Wirklichkeit unserer Asylpolitik nicht sehen?
      „Neue Asylgesetze oder deren Abschaffung braucht es nicht. Die humanitäre Tradition soll bleiben. Aber die Medien müssen endlich aufhören, jeden Kritiker der heutigen Asylpraxis als neuen Hitler anzuschwärzen. Leute, die über Asylmissstände reden, sind keine Verbrecher, sondern gute Menschen. Sie helfen mit, das Asyl zu retten, das an seinem politisch gewollten Missbrauch sonst zugrunde geht.“ (Roger Köppel in Weltwoche 27/2021, 7.7.2021)

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  • Dezember 31, 2021

    Da das Leben dynamisch ist, kann man über Anpassungen im Asylwesen durchaus auch mal diskutieren. Doch ist es nicht besser, wenn Wanderungen nicht erst durch Politik, Konsument, Bürger, Tourist etc. «generiert» werden? Ich denke, der Einfluss vom SEM darauf ist minimal, da durch Firmen und Politik gesteuert. Wir leben in einer globalisierten, kapitalistischen Welt und die Schweiz sahnt dabei auch ab.

    Folgende Gedanken und Fragen zum Thema Migration und Ausländer kamen mir in den Sinn.
    – Was genau tun Firmen, Politiker, Bürger, Konsumenten, Touristen genau, um in den Heimatländern Jobs- und Boden nicht zu vernichten? -> nur Grenzen dicht und weiterhin Geld verdienen wollen geht nicht. Sonst könnte sich dies ggf. bei einer Auswanderungswelle von uns Schweizern – welche hoffentlich nie mehr eintrifft – sich als Bumerang erweisen. Siehe dazu auch: Schweiz – Die Geschichte der Familie Schmitter: Von Rothrist nach Iowa – News – SRF und Film «The Day After Tomorrow – Wikipedia», was möglicherweise auch in Betracht gezogen werden kann inkl. SUPER-GAU eines AKWs im Lande. Es wäre doch ein schönes «Ziel», es mit Ländern nicht zu «verkrachen» und Zuflucht/Hilfe finden zu können.
    – Wächst dort z.B. wegen Klimawandel nichts mehr gelten diese Flüchtlinge dann bei uns auch als «Wirtschaftsflüchtlinge» resp. eben als «nicht echte Flüchtlinge»?
    – Welchen Einfluss hat die Schweiz mit den Investitionen etc. in der globalisierten, kapitalistischen Welt? Mir scheint, dass hier weit über die Landesgrenzen hinaus Einfluss herrscht (Rohstoffe, Aktienanlagen etc.).
    – Wenn man z.B. an die Rohstoffe anderer Länder kommen will, muss man mit den dortigen Behörden etc. zusammenarbeiten. Auch wenn diese die Menschenrechte und andere «Standards» nicht einhalten. Folglich fliesst auch entsprechend Geld … Es wird auch Entwicklungshilfe an die dortige Familienplanung verknüpft.
    – Nachhaltigkeit in Form von «Ablasshandel» dank auch z.B. Zertifikaten à la «wir dürfen mehr konsumieren und die armen Länder, können dafür weniger» geht auf Dauer nicht gut. Hier gilt es gut zu planen und hinzuschauen! Das gleiche gilt für «Green Washing».
    – Wie läuft dies genau mit den Abkommen über Arbeitslosigkeit? Z.B. SR 0.837.913.6 (admin.ch) und Grenzgänger Schweiz | Arbeitslosenversicherung ALV – Arbeitslosigkeit und Arbeitslosengeld (grenzgaenger.de)? Man hört/liest so wenig darüber seitens Medien und seitens Politiker und wenn, dann bleibt mir die Rede vom Plündern der Kassen im Kopf.

    Wir sitzen alle im selben Boot (Erde). Entsprechend sollten wir zusehen, dass wir unsere Spezies «Mensch» erhalten können und in den jeweiligen Heimatländern weder Jobs- noch Boden vernichten. Hier sind die Unternehmen (auch mit Sitz in der Schweiz!) nebst der Politik und dem Konsumenten gefordert. Wie auch immer, Afrika lernt, dass es «keine» Hilfe erwarten kann und unternimmt nun was um z.B. die Herstellung von Impfstoff gegen Corona herzustellen -> Impfstoff-Diplomatie: Geopolitik in Zeiten der Pandemie – Film in voller Länge | ARTE. Dies wird ev. auch Einfluss auf Rohstoff-Lieferketten haben, wenn dort u.a. auch China mitmischt …?

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