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Massnahmen zur Unterstützung armer Familien sind gefordert

Die Fa­mi­lie ist das grösste Ar­muts­ri­si­ko. Das zeigt der ak­tua­li­sierte So­zi­al­be­richt des Bun­des­am­tes für Statistik[1]. Die SVP will je­doch mit ihrer Fa­mi­lie­nini­tia­ti​ve rei­che Fa­mi­lien ent­las­ten, indem sie ihnen einen Steu­er­ab­zug für eine nicht getätigte Aus­lage ermöglichen will. Das ist so­wohl steu­er- wie auch realitätsfremd. Denn Steuerabzüge sind nur einer Min­der­heit der Fa­mi­lien möglich. Ge­fragt sind je­doch Mass­nah­men zur Unterstützung ar­muts­be­trof­fe­ne​r Fa­mi­li­en. Meine Re­zepte sind: Die Einführung von Familienergänzungslei​stungen und genügend familienergänzende Kinderbetreuung.

2009 lag die Sozialhilfequote für Alleinerziehende bei 16,9 Prozent. 2011 bereits bei 17,4 Prozent. Für junge Erwachsene, Geschiedene und AusländerInnen sank die Quote, während sie für Kinder zunahm[2]. Das ist die Realität von der ich spreche, die ich als Vorsteherin für Soziales der Gemeinde Wettingen kenne. Auf diese Realität muss eine aktuelle und durchdachte Familienpolitik Bezug nehmen. Die Eigenbetreuung der Kinder steuerlich abzugsfähig zu machen, wie es die SVP-Familieninitiativ​e vorschlägt, begünstigt nur bereits begüterte Familien. Ärmere Familien können keine Steuerabzüge machen, hätten aber Unterstützung nötig. Diese bietet die Mogelpackung der SVP nicht.

Meine Ansätze sind konkret und einfach umzusetzen, die ökonomische Existenzsicherung der Kinder muss gewährleistet werden.

Genügend familienergänzende Kinderbetreuung

Eine​ richtige Familienpolitik beinhaltet flächendeckend eine qualitativ gute familienergänzende Kinderbetreuung, die für alle bezahlbar ist. Damit wird die Erwerbsbeteiligung aller Eltern gefördert und damit auch die Armutsspirale durchbrochen.

Ergänz​ungsleistungen und konkrete Projekte gegen die Familienarmut

Famili​enarmut ist nicht nur als reales Problem anzuerkennen, sondern sie ist aktiv in Form von konkreten Projekten zu bekämpfen und das Ziel zu setzen, Erwerbsanreize zu schaffen und die Vereinbarkeit von sozialem Leben, Familie und Erwerbsleben zu fördern. Ergänzungsleistungen für Familien sehe ich als vordringliche Lösung. Das vertrete ich auch mit meiner Motion „Familienergänzungsle​istungen als Mittel zur Armutsbekämpfung“.

 ​

Deshalb gilt es, die Familienmogelpackung abzulehnen. Nicht einige wenige sollen von einer modernen realitätsgewandten Familienpolitik profitieren können, sondern die grosse Mehrheit, welche wirklich auf Unterstützung angewiesen ist. Zudem gilt es, keine neuen Ungerechtigkeiten zu schaffen – denn wer kann schon ein GA als Berufsausgaben geltend machen, wenn er oder sie einen kurzen Arbeitsweg hat?

 

[1] http://www.bfs.admin.​ch/bfs/portal/de/inde​x/news/publikationen.​html?publicationID=53​91

[2] http://www.nzz.ch/akt​uell/schweiz/sozialbe​richt-familie-und-feh​lende-bildung-bleiben​-groesste-armutsrisik​en-1.18184004

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Comments to: Massnahmen zur Unterstützung armer Familien sind gefordert
  • November 17, 2013

    Nun wird schon wieder auf der Steuerrechtslehre herumgeritten,
    obwoh​l diese in der Praxis bereits schon unzählige Male ignoriert
    worden ist. Frau Feri sucht und findet natürlich Argumente gegen
    die SVP-Familien-Initiati​ve, die überhaupt nicht verhalten: Wenn sie
    glaubhaft zu machen versucht, nur die Reichen würden damit bevorzugt,
    so ist ihr entgegenzuhalten, dass ihre Partei 2011 die fremdbetreuenden Familie mit Steuerabzügen beglückte, wo genau dieselben Bedingungen vorwalten. Ihr intensiver Feldzug hat einen ganz anderen Hintergrund,
    nämlich die Forcierung der Abkehr vom von ihr als unzeitgemäss angesehenen Familienmodells, wo nur ein Elternteil das Geld heimbringt. Das ist reine Ideologie, worein auch die verkorkste Genderlehre spielt (diese hat
    übrigens in unserem staatlichen Erziehungswesen bereits fortgeschritten
    Fuss gefasst).

    Im weiteren soll nach wie vor gelten: Wer ein zu kleines Einkommen
    hat, soll sich auch keine Familien leisten. Doch diese Verantwort-
    lichkeit​ kennen eigentlich mehrheitlich nur die Schweizer; Frau
    Feri macht sich also einseitig für die Immigranten stark, die denn
    auch unverhältnismässig viel von unseren Sozialeinrichtungen
    ​profitieren. Gäbe es diese Einrichtungen nicht, so bestünden kaum
    Zustände, die nach ihrer Darlegung mittels “Armutsbekämpfung”
    zu parieren seien.

    Die “Familienmogelpackun​g”, um ihren eigenen Ausdruck zu
    gebrauchen, der an sprachlicher Schnoddrigkeit kaum zu überbieten
    ist, darf also ohne weiteres zugelassen werden, und ich plädiere für
    ein kraftvolles “JA”.

    Helfen Sie mit, Steuereinnahmen zu reduzieren, womit unsere
    Parlamente endlich zu Ausgabenabstrichen gezwungen werden!

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  • November 17, 2013

    Ja zur Familieninitiative, Bern machts bereits vor der Abstimmung vor, welche krummen/LINKE Touren bereits wieder getrieben werden mit Kitagutscheinen.

    Noch mehr Bevorzugung der linken “Verhätschelerindust​rie und der Bürokratien), statt die Familien zu stärken.

    Artikel​ aus der Berner Zeitung belegt die neuen linken Touren/Bevorzugung der eigenen Klientel, statt Unterstützung von Familien:

    Für Stadtberner Eltern gibt es Kita-Gutscheine zu Weihnachten

    Es ist so weit: Die vom Stadtberner Stimmvolk geforderten Kita-Gutscheine werden ab dem 1.Januar 2014 eingeführt. Der Gemeinderat will die Gutscheine bis Weihnachten an die Eltern verschicken.

    http://www.be​rnerzeitung.ch/region​/bern/Fuer-Stadtberne​r-Eltern-gibt-es-Kita​Gutscheine-zu-Weihnac​hten/story/25119958

    Teilzitat: Wer Gutscheine will, muss in der Stadt Bern wohnen – und: Eine Erwerbstätigkeit von mindestens zehn Prozent wird vorausgesetzt, doch auch wer eine anerkannte Ausbildung oder ein Studium absolviert sowie beim RAV angemeldete Arbeitslose auf Stellensuche sind bezugsberechtigt.


    Familieninitiative Ja/Familien stärken

    Keine Weihnachts-Steuergesc​henke an Studenten und Arbeitslose, wie es Bern versucht mit Kitagutscheinen

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  • November 17, 2013

    Herr Urs Gassmann,

    Sie haben ALLES vorbildlich gesagt, dem brauch ich nichts mehr hinzu zu fügen.

    DANKE.

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  • November 17, 2013

    Wann endlich folgen die “flankierenden Massnahmen” für die Behinderten, Betagten und Kranken hierzulande?

    Währe​nd Quotenfrauen sich lieber emanzipieren werden Behinderte und , Betagte, Kranke in die Psychiatrie verschoben. Aber selbstredend nicht ohne sie vorgängig oder zeitgleich bürokratisch zu bewirtschaften.

    Al​les aus den Reihen SP/welche sich sozial nennen will:

    Berns Gesundheitsdirektor RR Perrenoud ist dahingehend ein Paradebeispiel, da kann man Frauen wie Ihnen Frau Feri nur wünschen, dass Sie hoffentlich und BALD auch einmal einen Gedanken über den Geldbeutel und das eigene EGO verwenden werden/Ihr Statement in der letzten Arena war zwar wortgewaltig, aber ich persönlich möchte nicht tauschen mit ihrem älter werden, wenn Sie schon heute keine Achtung vor Familien und Müttern diese LANDES haben und Sie mithelfen aus einer Familieninitiative eine Steuerdebatte zu basteln.

    Familien sind das Fundament der Gesellschaft. Deshalb JA.

    http://www.vim​entis.ch/d/dialog/rea​darticle/neue-sp-vari​ante-entsorgung-von-b​etagten-und-behindert​en/

    Behindertenver​terin SVP Bern

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    • Juli 19, 2021

      Liebe Frau Habegger,

      in einem Ihrer engagierten Beiträge attestieren Sie Frau Ferri, sie sei wortgewaltig. Hierin kann ich gar nicht mit Ihnen übereinstimmen.Frau Feri ist mit allen möglichen linken Frauenzirkeln verbandelt und bezieht von deren Zentralen die Argumentationspalette​n, die sie sich dann memoriert und, wenn sie das Wort hat, gebetsmühlenartig heruntersagt, ohne auf den gerade aktuellen Gegenstand eingehen zu können, wenn dieser vom Generalthema leicht abzweigt. Als Vertreterin im vordersten Ring der SRF-Arena ist sie eindeutig untauglich – zur Freude ihres politischen Gegners. Sie ist bei uns im Aargau sehr umtriebig; ihre Orientierungsabende sind ausgerichtet auf Auditorien aus lauter Mühseligen und Beladenen, Schwächlingen und Unverantwortlichen, die sich kaum über Wasser zu halten
      vermögen und sich freuen über jede, die ihnen den Bärendienst leistet, sich für ihresgleichen einzusetzen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Gassmann

      danke, sie bestätigen, was ich mit “wortgewaltig” ausdrücken wollte.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Gassmann, dass bestätigt, was ich hinter Frau Fery’s Politik schon immer vermutet habe!

      Das streicheln, all Jener, die sich in der Opferhaltung sau wohl fühlen und für ihr eigenes Leben keine Veratwortung übernehmen wollen und sie lieber auf ein selbstkonstruirtes Feindbild abschieben.(Männer, Reiche und die SVP)

      Mit der bisher erfolgreichen Vereitelung des gem. Sorgerechts, was eigentlich nur ein Grund-Menschenrecht darstellt, beweisst Sie denn auch, wie wichtig ihr die GLEICHSTELLUNG von Frau und Mann / Mutter und Vater, tatsächlich ist. Überhaupt nicht!

      Haupstach​e sie kann gegen Stereotype-Typen wettern, während sie gleichzeitig ihre Frauen und Töchter NICHT von religösen Zwängen und Unterdrückung befreien will.

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  • November 17, 2013

    Arme Familien gibt es, Frau Feri SP, nicht nur unter Doppelverdienern, wie Sie wohl zu glauben scheinen!

    Und auch wo supergut ausgebildete Eltern beide erwerbstätig sind, gibt es Wohlhabende, die ihre Kinder nicht selber betreuen mögen.

    Das zeigt doch ganz klar, dass es Ihnen nicht um arme Familien geht! Denn nicht ob arm oder reich, sondern ausschliesslich das Kriterium “familien-externe-Ki​nderbetreuung” oder “Erziehung durch die eigenen Eltern” macht den Unterschied bei Ihren Forderungen.

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    • Juli 19, 2021

      @ Hans Knall

      Es gibt in Familien keine ‘Doppelverdiener’, sondern manchmal einfach zwei Elternteile, die für je 1 Lohn arbeiten. Doppel- und Mehrfachverdiener finden Sie ausschliesslich in den Teppichetagen von Firmen.

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  • November 18, 2013

    Frau Fery, was bitte ist jetzt daran neu? Von der Sozialhilfe zur
    “Familienergänz​ungsleistung”. Lediglich die Bezeichnung oder!

    Und wieviele Milliarden kostet das den Steuerzahler? Weniger 1,4?

    Vielleicht sollten wir als Gesellschaft diese “veränderten Familienrealitäten” mal ernsthaft hinterfragen! Statt sie noch zu verherrlichen und mit Steuergeschenken, Gratis-Erziehungsanst​alten (zur Not auch zwangsweise) und Quersubventionen noch fördern!

    Und vorallem Frau Fery, genau bei den von Ihnen angesprochenen Armuts-Fällen, endlich beide Elternteile GLEICHERMASSEN und GLEICHBERECHTIGT in die Verantwortung nehmen!

    Im Namen der Kinder, sind tradizionelle Familenmodelle zu fördern und keine Einelternfamilien, Hobbyeltern, Homoeltern und reine Zahlväter!

    Ab Kindergarteneintritt können Eltern (im Kant. Zürich) von der Ganztagesbetreuung in den Schulen zu sehr moderaten Preisen profitieren und 100% arbeiten gehen, wenn sie das wollen oder müssen. Die Kosten können sogar steurlich abgesetzt werden. Schweizweit einführen und gut ist! Oder was wollt ihr eigentlich, noch alles? Auf’s Gradwohl Kinder in die Welt setzen, zum absoluten Nulltarif?!

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    • Juli 19, 2021

      Frau Bächli

      die SP und derer Entouragen erscheinen immer mehr als SpezialistenPartei im Suchen und Verlagern von Problemen, selbstredend stets innerhalb der eigenen “geschützten” Werkstätten.

      Asylw​esen überborden, Gesundheits- und Sozialwesen an die Wand fahren. Und jetzt noch eine Familienindustrie anstreben. Nein Danke.

      Ja zur Familieninitiative

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