1. Aussenpolitik

Mehr Schweiz für die Welt

“Wenn es der Welt gut geht, dann geht es auch der Schweiz gut.” Die­ses Zitat stammt von alt Bun­des­rat Di­dier Burk­hal­ter, ein po­li­ti­sches Vor­bild für mich. Der da­ma­lige Aus­sen­mi­nis­ter er­wähnte dies im Rah­men einer Jah­res­ta­gung der Di­rek­tion für Ent­wick­lung und Zu­sam­men­ar­beit.

Mich erinnerte die Aussage an ein Bibelwort, das mich immer wieder fürs politische Engagement motiviert hat. Es steht im Buch Jeremia und lautet: “Bemüht euch um das Wohl der Stadt, in die ich euch wegführen liess, und betet für sie. Wenn es ihr gut geht, wird es auch euch gut gehen.“

Der Schweiz geht es heute sehr gut. Gemäss dem Wohlstandsindikator der UNO belegen wir heute nach Norwegen den 2. Rang, wenn es um Einkommen, Ausbildung und Lebenserwartung geht. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich und braucht unablässiges Engagement von uns Politikern, dass dies auch langfristig stabil bleibt.

Gleichzeitig hängt unser Wohl nicht nur davon ab, wie es der Schweiz geht, sondern auch von unseren Nachbarländern und Nachbarkontinenten.

Und ihr Wohl wiederum ist in unserer globalisierten Welt auch stark von unserem Handeln abhängig. So ist zum Beispiel unsere Situation der Zuwanderung in direktem Verhältnis zur teilweisen Perspektivlosigkeit afrikanischer Jugendlicher in ihren Herkunftsländern. Oder die Art und Weise der Herstellung vieler technischer Produkte (z.B. Mobiltelefone), die wir verwenden, hat einen direkten Einfluss auf die Arbeits- und Lebensverhältnisse vieler Arbeiter in afrikanischen Minen.

So ist es mir ein zentrales Anliegen, dass meine Politik in der Schweiz nicht nur auf uns Menschen hier fokussiert bleibt, sondern auch das Wohl unserer Nachbarn im Blick hat; nicht zuletzt deshalb, weil es für unsere Zukunft auch hier entscheidend ist.

Die Schweiz hat der Welt vieles zu bieten: Ich denke an unsere partizipative, direkte Demokratie, an unseren Föderalismus oder an unser duales vorbildliches Berufsbildungssystem.​

Mein politisches Engagement in der Schweiz kommt deshalb immer auch aus einem globalen Bewusstsein und aus einer grossen Dankbarkeit.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Mehr Schweiz für die Welt
  • August 23, 2019

    Der Welt würde es gut gehen, den Menschen ebenso, wenn man einmal von den verrückten Gedanken wegkäme, sich der Religionen wegen zu bekriegen.

    Das kann sich jede Religion ins Heilige Buch reinschreiben, man führt keinen Krieg gegen Andere, nur weil die einen “anderen Gott” anbeten, ….

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    • August 23, 2019
    • August 24, 2019

      “Aus­gangs­punkt der Charta ist die Men­schen­würde” ja, ok einverstanden.

      Als ref Mensch habe ich nicht angefangen, anders Gläubige zu beschimpfen, sondern ich bin mit Toleranz (Balgrist Moschee) aufgewachsen, das war nie ein Problem. Der verlauf der Zeit hat das Thema anders Gläubige zu einem Problem gemacht.
      Und etwas speziell wurde es, als damals das Frauenstimmrecht eingeführt werden sollte, (zum Glück auch wurde), was mich damals zum Austritt bewogen hat.

      Diese Menschenwürde sollte aber überall anerkannt werden, nehmen wir eben mal das Thema Weltklima, wo die “sog Lügner” jene die das nicht glauben, als Lügner bezeichnet werden.

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    • August 29, 2019

      Wer definiert denn diese Menschenwürde? Die selben Menschen, die seit 2000 Jahren definieren, was wir gefälligst zu glauben haben?! Und wen wir zu bekriegen haben.
      Es ist seit tausenden von Jahren immer das selbe alte Spiel! So intelligent ist der Mensch. Leider nicht in der Masse! Gebt Ihnen eine Bibel und den Koran und sie folgen euch blind.
      Gebt Ihnen Greta. Und sie glauben wieder an den Osterhasen!

      @Herr Nabulon
      Es geht immer um den selben Gott. Aber es herrscht halt auch in diesem Business, Marktfreiheit. Und zwar eine Grenzenlose, Absolute. Aber sicher keine Gott gegebene…
      Das, ist dann schon viel eher unser Klima. Aber das ist ja grad das tolle! Man muss dran glauben. Und die “Lügner”, nagelt man einfach wieder an ein Kreuz.
      Natürlich würden wir uns selbst nur einen Gefallen tun, wenn wir unsere Natur nicht so geringschätzend behandeln würde, aber wir mussten sie uns ja zu Untertan machen!
      Doch wer sagte: “und dann trampelt möglichst achtlos auf ihr herum.”. Gott? Kann ich mir nicht vorstellen!
      Also waren das seine selbsternannten Stellvertreter auf Erden. Oder wer erzählte uns, Tiere hätten keine Seele und schwarze Menschen wären Tiere und Homosexuelle, Andersgläubige und Frauen wohl auch?! Manche tuen es bis heute, selbst bei uns, ungestraft noch!

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    • August 30, 2019

      Wo sie Recht haben, Frau Stutz, haben sie Recht.

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    • August 30, 2019

      Gemäss der Bibel ist ja alles Gott gegeben. Er hat das ja alles gemacht. Er ist auch für das Wetter und das Klima verantwortlich.
      Also ist es eine Anmassung, zu glauben, wir Menschen können das machen.

      Gott hat uns dafür bestimmt, dass wir über diese Welt herrschen. Über etwas herrschen heisst Verantwortung übernehmen, und gemäss unserem Verstand sorgsam mit den Mitmenschen aber auch den Tieren und der Natur umgehen.
      Herrschen heisst nicht, sich als Tyrann an den Menschen vergehen und wie die Vandalen plündernd durchs Land zu ziehen. Das steht auch irgend wo in dem Buch, dass man achtsam sein soll.

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  • August 23, 2019

    Weiter unterdrückt man keine Frauen, man zieht nicht über Sexuell anders ausgerichtete Menschen her, oder wartet in irgend einer Form auf den Weltuntergang und so weiter…

    Religion​en die solches als Inhalt haben, denen geht man am besten aus dem Weg..

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  • August 23, 2019

    “Der Schweiz geht es heute sehr gut. Gemäss dem Wohlstandsindikator der UNO belegen wir heute nach Norwegen den 2. Rang, wenn es um Einkommen, Ausbildung und Lebenserwartung geht. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich und braucht unablässiges Engagement von uns Politikern, dass dies auch langfristig stabil bleibt.”

    Woow! Sollen wir uns jetzt etwa bei euch Politikern, dafür bedanken? Offensichtlich haben Sie das Grundlegendste unserer Demokratie nicht verstanden! Ihr verdankt euren Wohlstand uns und nicht umgekehrt!

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  • September 19, 2019

    Herr Jost, EVP

    Ex-FDP-Bundesr​at Didier Burkhart sei ein Vorbild für Sie, auweia, denn das ist doch der, welcher uns Schweizern einen Mühlstein um den Halls als das Paradies auf Erden verkaufen wollte. Als er es merkte, spät aber besser als nie, hat er sich aus dem Bundesrat, aus der Verantwortung feige verdrückt.

    Und genau darum sind Sie Herr Jost, NICHT wählbar.

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