1. Sonstiges

MEI “Spitzenvertreter” in Bern

Die Tes­si­ner Kan­tons­re­gie­rung möchte ein Tref­fen mit dem Bundesrat.

 Wie die Grenzgänger bei der Umsetzung der MEI umgesetzt werden soll ist unklar.

59807 Grenzgängerinnen und Grenzgänger arbeiteten Ende 2013 im Tessin. Das sind 4040 mehr als im 2012. Diese Zahl berechnet nur die angemeldeten, viele ItalienerInnen arbeiten schwarz im Tessin.

Seit der Abstimmung vom 9. 2.2014 sollte allen klar sein, dass sich die Tessiner Bevölkerung mit den Grenzgängern und Ausländern schwer tut.

Justizministeri​n Simonetta Sommaruga und Wirtschaftsminister Schneider – Ammann haben für den 13. 3. 2014 Wirtschaftsverbände, Kantone, Städte- und Gemeindeverbände zu einem Treffen nach Bern geladen. Es wird geschrieben es seien „Spitzenvertreter“.

Die Tessiner Regierung wartet auf eine Einladung. Wie ich aus den Tessiner Medien vernehme ist das Tessin nicht eingeladen,

Ausländi​sche Grenzgänger konzentrieren sich vor allem auf drei Regionen:

–       Genferseeregion

–   ​    Nordwestschweiz

–   ​    Tessin

 

In den beiden ersten Regionen ist jede 10. erwerbstätige Person ein Grenzgänger.

Im Tessin ist jede 4. erwerbstätige Person ein Grenzgänger. 

Mir ist unklar, weshalb die Tessiner Regierung, mit ihrer besonderen Erfahrung und mit einem 68,2 % Stimmanteil für die Initiative nicht wichtig ist für dieses Treffen.

Nicht zu vergessen, dass, wie italienische Medien schreiben, die Region Varese (aus der die meisten Grenzgänger kommen) einen massiven Anstieg an Arbeitslosigkeit verzeichnet. 

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: MEI “Spitzenvertreter” in Bern
  • März 14, 2014

    Das Problem sind nicht die Grenzgänger, sondern die Landesgrenzen. Sie führen durch selbst entstehende Arbeitsmarktregionen,​ insbesondere, wenn diese nun nach der Abstimmung scharf trennen sollen, was wirtschaftlich zusammengehört.

    Lö​sung: Als Mitglied der EU würde die Schweiz von der Förderung der Arbeitsmarktregion Tessin/Mailand profitieren. Aber für eine solche Mitgliedschaft findet sich bei uns keine Mehrheit. Also bitte jetzt nicht jammern.

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    • Juli 19, 2021

      Guten Tag Herr von Wildenstein

      Sollte​ das stimmen würden schweizerische Unternehmen in Italien auch willkommen sein. Dem ist aber nicht so.

      Zudem hat Italien, seit es in der EU ist, einen wirtschaftlichen Abwärtstrend.
      Sogar die Automarke Fiat musste verhöckert werden.

      Die Grenzgänger mit Italien sind in einem Grenzgängervertrag geregelt, die EU hat hier nichts zu sagen. Dieser Vertrag muss der neuen Situation angepasst werden.

      Schweizer wollen keine fremde Einmischung, das haben viele Politiker erkannt. Wir sind eine Einheit von vielen Staaten (Kantone sind bei uns Staaten) Wir haben seit 1848 (Totalrevision 1874) eine Lösung gefunden, die auch für die EU Beispiel sein könnte.

      Wenn wir in die EU eintreten, müssten wir auf viele Volksrechte (um die uns etliche Völker beneiden, Politiker eher nicht, da diese Macht verlieren) verzichten. Es wäre für unsere Politiker schwierig dort zu verhandeln, sie müssten immer zuerst das Volk fragen. Auch wenn etwas schon bestimmt ist, hat bei uns das Volk Mittel zu intervenieren.

      Es ist mir klar, dass Sie als Deutscher anderer Meinung sein könnten, das Schweizer System mit den verschiedensten Eingreifformen ist für Ausländer schwer zu begreifen.

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    • Juli 19, 2021

      Frau Evelin Widmer Schlumpf BDP (Mini-Partei/5%) und BR Sommaruga sind offensichtlich nicht in der Lage oder verschliessen bewusst ihre Augen (im Interesse der Wirtschaftsverbände/A​​​​​​​​​​​rbeitgeber?​)​,​ um diese eine von vielen brenzlichen Situationen einzuschätzen zu können/wollen.

      Die​​​​​​​​​​se Verhältnisse beschränken sich leider nicht nur auf den Tessin, sondern es brennt viel mehr im Kanton Genf -> 52,4% der insgesammt 278500! der Grenzgänger in der Schweiz kommen aus Frankreich. Gleichzeitig steigt die Arbeitslosigkeit in den entsprechenden Kantonen Woche für Woche.

      Wie lange will man da noch zuschauen. Haben wir nun “Volksvertreter” oder nicht? Einmal mehr drängt sich der Verdacht auf, das zum Vorteil von Wenigen das Volk ignoriert wird.

      Die Lösung: Zurück zur bewährten Kontigentierung (wie vor der PFZ), wieder mehr Saisonniers und Innländerbevorzugung – ohne wenn und aber, da man ja heute weiss, das es die meisten der durch die PFZ verursachten Probleme vor dem Jahr 2002 noch gar nicht gab.

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