1. Ausländer- & Migrationspolitik

Migration und die Verteidigung vom Schweizer Wohlstand

Der Phi­lo­soph Armen Aven­es­sia schreibt zum Thema Mi­gra­tion: “Ka­pi­ta­lis­mus war und ist – und wird es bis in seine letz­ten Züge blei­ben – ein auf sys­te­ma­ti­scher Un­gleich­heit und struk­tu­rel­lem Ras­sis­mus auf­bau­en­des Wirt­schafts­sys­tem,​​​ das na­tur­gemäss zu Mi­gra­ti­ons­be­we­g​​​un­gen der Aus­ge­beu­te­ten führ­t.” Ob man das Pro­blem dem Ka­pi­ta­lis­mus zu­schrie­ben mag oder nicht – die glo­bale Un­gleich­heit hat sich zu­sam­men mit ka­pi­ta­lis­ti­schem​​​ Er­folg in der Zeit des Ko­lo­nia­lis­mus ent­wi­ckelt. Wie at­tra­tiv wäre der glo­bale Han­del, wenn nicht his­to­risch erkämpfte Ein­kom­mens­dif­fe­r​​​en­zen ge­nutzt wer­den könn­ten?

Freihandel soll theoretisch zu einem Ausgleich führen. Doch weder für Konzerne, die vom Handel leben, noch für verwöhnte Konsumenten, die von Billiglohnproduktion profitieren, wäre ein Ausgleich vorteilhaft. Freihandel ist zweckmässig, wenn er auf natürlichen oder mengenbezogenen Vorteilen beruht – aber nicht getrieben von Einkommensunterschied​​​en, welche die kaufkräftigen Akteure nicht überwinden wollen, da sie sonst nicht mehr kaufkräftig wären. Solange der Umgang mit der Migration weniger Kraft erfordert als die Abwehr vom Ausgleich (z.B. Aufrechterhaltung einer Exportindustrie trotz hohen Löhnen), wird es Migration geben. Die Kräfte vom Markt können stärker sein als manche mögen.

Wäre ich ein Homo Oeconomicus bzw. anstelle von Christoph Blocher, so würde ich auch Millionen in Politik investieren, z.B. gegen eine Erbschaftssteuer, um ein Vielfaches an Steuern zu sparen und meine Macht und Privilegien zu verteidigen. Und vor einer Diktatur warnen, um nicht verdächtigt zu werden, selbst zu der ominösen Obrigkeit zu gehören, die den Volkswille missachte. Bis zu einem gewissen Punkt mag der Weg der Schweizerischen Volkspartei zweckmässig sein, um den Wohlstand der Schweiz zu verteidigen. Bis zu dem Punkt, wo Extremisten frustrierter Gesellschaften als Attentäter unsere Wohlstandsgesellschaf​​​t terrorisieren. Über die Grausamkeit von Anschlägen hinaus genügt alleine die Angst vor der unfassbaren Gewalt, um unsere Gesellschaft zu terrorisieren. Terrorismus ist der Krieg der Armen, Krieg ist der Terrorismus der Reichen.

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Comments to: Migration und die Verteidigung vom Schweizer Wohlstand
  • Januar 24, 2016

    Freihandel hat noch nie zu einem Ausgleich geführt.

    Was hat Louis IVX getan? Sein eigenes Volk geplündert, damit er reich und mächtig sein konnte. Was hat Stalin getan? In seinem Wahn jeden möglichen Gegner umbringen lassen, damit er bis zu seinem Tod an der absoluten Macht bleiben kann. Um an der Macht zu bleiben, hätte er vielleicht nur einen Bruchteil umbringen lassen müssen.

    Wie soll Freihandel theoretisch zu einem Ausgleich führen? Bekanntlich ist es so, wer in eine nachgefragte Position investiert, dem steht das Glück noch reicher zu werden zur Seite.

    Wer sind die Nachfrager? Leute, die zum Beispiel das I-Phone benutzen. Ein paar wenige wurden damit reich. Für die Rohstoffproduktion bei diesem Trend werden Kinder in der dritten Welt eingesetzt, die durch die quälende Arbeit eine niedrige Lebenserwartung haben.

    Wer gerne Fussball schaut, unterstützte offenbar noch die FIFA, die vor den Ermittlungen nicht mehr wussten, was mit soviel Geld anfangen, ausser irgendwie hin und her zu bestechen. Der Eishockeysport ist dafür kleiner und geteilt in die Verbände IIHF und der NHL vorbildlicher, obwohl dort ebenso viel Geld im Spiel ist.

    Fazit: wer eine Idee hat, die zu einem Trend führt, wird reich. Die Konsumenten dieses Trends lösen die Ungerechtigkeit aus. (Siehe I-Phone) Das ist die Realität unserer Gesellschaft. Der Zwischenhandel und die Produzenten sind durch diese Nachfrage dieses Trends so unter Druck, dass massenweise armutsbetroffene Kinder in ihrer Gesundheit geschädigt werden.

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