1. Gesellschaft

Nachruf eines Rauchers

Nachruf eines Rau­chers

Gut, hätte ich nicht geraucht, wäre ich vielleicht zehn Jahre älter geworden. Wenn ich jedoch an die Zeit denke, welche ich rauchend mit Freunden draussen stehend oder sitzend verbrachte und ungestört von den Nichtrauchern über alles reden konnte, wonach mir war, dann glaube ich das ich diese zehn Jahre gut investiert habe. Den Eines darf man nicht vergessen wir Raucher waren fast unter uns, drinnen sassen die Gesundheitsfanatiker,​ diejenigen, welche beim Fleisch penibel genau wie ein Chirurg das Beste, nämlich das Fett, abschnitten. Drinnen blieben die Vegetarier und die Veganer, Drinnen bliebe auch die Radikalfeministinnen,​ die Politisch Korrekten also alle die welche hysterische Anfälle bekamen, wenn man einen nicht ganz stubenreinen Witz erzählte, drinnen blieben die linken Meinungsterroristen, welche glaubten die Wahrheit gepachtet zu haben. Mit anderen Worten, draussen waren die lebensfreudigen, die nicht alles erst nahmen, und die das Leben genossen. Natürlich muss man einwenden, dass es statistisch nicht aufging, den drinnen blieben weniger als die 60-70 % Nichtraucher. Dies zu erklären ist einfach. Viele Nichtraucher merkten rasch, dass es Draussen viel lustiger zu und her ging und gesellten sich zu uns. Drinnen blieben am Schluss wirklich nur noch die hardcore-Genussfeinde​. Drinnen blieben die «Langweiler», die Unflexiblen, die «Bünzlis», diejenige, welche nicht auf sich hörten, sondern das machten, was andere verlangen, was die Mode verlangt, was die Stromschwimmer forderten, drinnen blieben, diejenigen, die nicht begriffen, haben, dass es nicht wichtig ist, wie lange man lebt, sondern dass man lebt. Aber hätte ich gewusst, dass im Himmel ein Rauchverbot besteht, hätte ich mich geweigert zu sterben!

PS: Wer diese Glosse nun zu ernst nimmt, soll drinnen bleiben und uns nicht stören

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Nachruf eines Rauchers
  • Dezember 16, 2019

    Eine meiner Freundinnen ist an Lungenkrebs gestorben. Sie hat nie geraucht!

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    • Dezember 18, 2019

      Was wollen Sie damit sagen? Dass man auch ohne zu rauchen Lungenkrebs bekommen kann? Was für eine Überraschung !!
      Oder dass es gesundheitstechnisch irrelevant ist ob jemand raucht oder nicht?
      Ihr Statement erinnert mich an die Lieblingsrechtfertigu​ng der Raucher: Man könne ja auch über die Strasse gehen und überfahren werden.

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    • Dezember 18, 2019

      Puritanisch veranlagt, Herr Zoller?

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    • Dezember 18, 2019

      Nein eigentlich nicht Herr Eberhart. Meine Eltern haben damals einfach sehr gute Präventionsarbeit geleistet.
      Mich nerven halt Raucher die sich mit solchen Phrasen wie der von Frau Votava rechtfertigen wollen. Mir sind diese Raucher lieber die aus voller Überzeugung rauchen und sich der Gefahren und Risiken bewusst sind und dazu stehen können. Diese Schönrederei ist einfach nur dämlich.

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  • Dezember 18, 2019

    Diese Glosse ist semilustig. Ja ich bleibe drinnen und störe nicht. Allerdings soll mir ein Kommentar aus dem Fenster nicht verwehrt bleiben:

    Ich gönne den Rauchern ihre Pause und das zelebrieren Ihrer Sucht von ganzem Herzen, habe allerdings Mühe damit, wenn die gesundheitlichen Risiken verharmlost werden. Ihr Raucher raucht, geniesst es und seid euch bewusst, dass ihr mit einem Bein im Grab steht !! Dann ist alles gut.

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    • Dezember 18, 2019

      Genauso wie Alkaholiker oder sonstige Konsumenten von legalen/illegalen Drogen.

      Oder Personen in Hochrisikosportarten oder Soldaten.

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    • Dezember 18, 2019

      “Genauso wie Alkaholiker oder sonstige Konsumenten von legalen/illegalen Drogen. Oder Personen in Hochrisikosportarten oder Soldaten.”

      Genau!

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    • Dezember 19, 2019

      Wenn ein Eishockeyspieler wieder mal mit Gehinerschütterung ausfällt, ist das kein Zufall, sondern eben Teil des Spiels. Oder wenn ein Skifahrer einen schweren Unfall hat.

      Immerhin ist es sicherer als zu Zeiten der Gladiatorenkämpfe.

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