1. Wirtschaft

Negativzinsen

„Das Zins­ni­veau wird wohl wei­ter­hin tief blei­ben. Die Na­tio­nal­ban­ken wer­den in der nächs­ten Re­zes­sion in ei­ni­gen Län­dern sogar dazu ü­ber­ge­hen, die No­ten­presse an­zu­wer­fen, um einen Teil des Staats­de­fi­zits zu fi­nan­zie­ren. Das wäre zwar ein Ta­bu­bruch – Na­tio­nal­ban­ken sind ei­gent­lich nur dazu da, das Ban­ken­sys­tem mit Geld zu ver­sor­gen -, aber was bleibt den ü­ber­schul­de­ten Staa­ten an­de­res ü­b­rig?

Es gibt nur deshalb keinen grösseren Aufruhr der Kleinsparer, weil es 80 Prozent der Bevölkerung nicht betrifft. Die Hälfte der Schweizer*innen hat keine Ersparnisse, ein weiteres Drittel hat genügend Geld, um den tiefen Zinsen auszuweichen, indem es Immobilien oder Aktienfonds kauft. Nur etwa 20 Prozent sind Kleinsparer und können sich mit ihrem Vermögen weder Immobilien noch andere Anlagen leisten.“ (T. Straumann in Migros-Magazin Nr. 47, 18.11.2019)

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Comments to: Negativzinsen
  • Januar 5, 2020
    • Januar 5, 2020

      AHV und Pensionskassen legen langfristig an. Es ist zu prüfen, ob für sie nicht der zulässige Anteil an Realkapitalanlagen im In- und Ausland gesetzlich erhöht werden sollte.

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    • Januar 5, 2020

      Herr Oberli
      Haben Sie eine Alternative?

      M.E. sind die Verhinderungen einer Finanzierbarkeit der AHV auf längere Sicht der Linken die grössere Gefahr. Zumal die Negativzinsen ja der Sicherung der Arbeitsplätze dienen.

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    • Januar 5, 2020

      Herr Alex Schneider

      Die AHV braucht keine Aufbewahrung welche über das notwendige Mass der Generierung einer Monatsrente übersteigt. Geld aus dem Nichts braucht keine Reserve. Die Aufbewahrung zirkuliert auch in Umlage, oder fällt die künstliche Aufbewahrung vom Himmel?

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    • Januar 5, 2020

      Herr Franz Krähenbühl
      Alternati​ve? Das System endlich begreifen lernen und die Betrügereien erkennen.
      Die Geldschöpfung aus dem Nichts, wie denn sonst, fragt nicht nach Erwerbsarbeit, sondern verlangt nur die Bedürfnisabdeckung!
      Wir können direkt ab Geburt (Grundsicherung) in Rente gehen, denn die Geldschöpfung alimentiert die Systeme. Wir sind keine Zahler! Wir tauschen die gegenseitige Leistung mit der zugeordneten Geldration. Die Geldschöpfung kann keinen Mangel erzeugen, er muss organisiert werden. Scheinbar will man diesen Betrug nicht erkennen!
      Negativzin​sen erfüllen den Straftatbestand des Diebstahl oder Enteignung, weil keine Gegenleistung erfolgt! Der Gesetzgeber und Justiz decken die Betrügereien, warum wohl?

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  • Januar 5, 2020

    Eine ketzerische Antwort:
    Es ist eigentlich ur-christlich, soviel ich weiss auch im Koran vorgeschrieben, dass man für geliehenes Geld keinen Zins nehmen soll. Wenn unsere Altersvorsorge dadurch ins Wanken gerät, ist das eine Zeichen, dass sie (politisch gewollt) falsch konzipiert ist.

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    • Januar 5, 2020

      Herr beb rofa

      Es wird kein Geld geliehen, sondern die Gelschöpfung erfolgt mittels Bankkredite und Bankinvestitionen (Staat ok, und Bedürfnisabdeckung, nicht aber Mitspielen im Geldspielwarenladen = verfassungswidrig).

      Die Geldschöpfung korrekt umgesetzt, dar weder verzinst werden, noch ein Delkredererisiko beinhalten. Die Forderungen und Verpflichtungen sind auch nicht Bestandteil des Auftragsmandates. Nur dieses Mandat hätte niemals einem Bankensystem überbunden werden dürfen. Brot und Spiele sind der Motor der einfältigen Menschen, welche sich selber Hindernisse baut!

      Die Dummheit steht eben antrainiert vor der Sonne und wirft nur Schatten auf den Geist!
      Die Daumen nach unten Drücker, haben scheinbar noch nie eine Sonne geniessen dürfen?

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  • Januar 5, 2020

    Die Aus- und Nebenwirkungen der Negativzinsen kann man u.A. mit diesem Artikel aus dem 2015 mal anschauen und prüfen. Trotz diesen machte die AHV auch im 2019 Gewinn. https://www.faktuell.​ch/ahv-mit-gewinn/ (Ende Oktober 2019: AHV, IV und EO weiter mit Gewinn). Die Zahlen kann man online prüfen. Bleibt zu hoffen, dass es keinen weiteren AHV-Skandal Heutschi gibt und das Parlament gemäss Auftrag in der Bundesverfassung Art. 112 (Die Renten haben den Existenzbedarf angemessen zu decken). Da wir das 3-Säulen-Prinzip haben ist ein fairer Lohn zwecks Auffüllung dieser Säulen unerlässlich. Somit betrifft dies alles jeden Bürger als Bezüger, Zahlenden, Steuerzahler. Ebenso betrifft dies die Wirtschaft/die Unternehmen, da diese ja wachsen soll und auf Konsum der Produkte/Dienstleistu​ngen angewiesen ist. Ich habe allerdings das Gefühl, dass der gelebte, globale Kapitalismus auch im Bankenbereich überhitzt ist und die Aus-/Nebenwirkungen wir sehen. Somit stelle ich mir die Frage wie lange wir noch die Spirale drehen lassen, welchen Preis wir dafür bereit sind zu bezahlen -> Aus-/Nebenwirkungen auf viele Bereiche inbegriffen. Wird es einen «pompösen Untergang» des gelebten Systems geben oder wird sanft und nachhaltend korrigiert?

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    • Januar 5, 2020

      Die AHV braucht keine Gewinne, denn sie braucht keine Reserve. Geld aus dem Nichts braucht keine Reserve!
      Die Geldschöpfung alimentiert die Systeme zur Abdeckung der Bedürfnisse mittels gegenseitiger Leistung, ob mit oder ohne Erwerbsarbeit!
      Zur Bedürfnisabdeckung tauschen wir die gegenseitige Leistung. Der zugeordnete frei verfügbare Gegenwert der Leistung bestimmt den Grad der Bedürfnisabdeckung (Bruttopreise)!
      Die Umlage der anteiligen Wirtschaftseinnahmen aus den Staats-, Sozial- und Gesundheitsausgaben sind direkt zwischen Wirtschaft und Berechtigten, hier Staat, umzulegen.
      Wann wird der Geist endlich richtig gefüttert, die Logik des Geldkreislaufes gibt, fernab der betreuten Missbildung, die Nahrung!

      Nicht Betrugsspiele kommentieren, sondern sie beenden!

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    • Januar 5, 2020

      Mal ein Rückblick ins Jahr 2002
      Da konnte man über Pensionskassen folgendes lesen:

      “Peinlich für die Regierung: Sie hat es verschlafen, den Mindestzinssatz von vier Prozent während der Hochzinsjahre nach oben anzupassen. Dabei hatte ihr dies der Nationalrat 1992 ausdrücklich empfohlen. Mehr noch: Die Parlamentarische Verwaltungskontrollst​elle bezifferte die Summe, die allein zwischen 1990 und 1992 direkt den Altersguthaben der Versicherten hätten zusätzlich gutgeschrieben werden können, auf mehrere Hundert Millionen Franken. Für die ständerätliche Geschäftsprüfungskomm​ission war es 1995 nur schwer erklärbar, «warum der Bundesrat darauf verzichtet hat, während nahezu sechs Jahren den Mindestzinsstz an die Entwicklung des Geld- und Kapitalmarktes anzupassen». Im Klartext: Hätten der frühere Sozialminister Flavio Cotti und seine Nachfolgerin, Ruth Dreifuss, eine Erhöhung des Zinssatzes eingeleitet, wären die umstrittenen Gewinne der Versicherungen, die sie über Jahre hinweg aus dem Pensionskassengeschäf​t abgezogen haben, weniger üppig ausgefallen.”

      Aber​ dann gabs auch noch einen Börsencrash, wo die Politik und Versicherungen sofort reagiert hatten:

      Pensionska​ssen in Not
      Die Jungen erhalten weniger Rente
      Der Börsencrash bringt die zweite Säule ins Wanken. Der Bundesrat will den Mindestzinssatz für Pensionskassengelder voraussichtlich von vier auf drei Prozent senken. Den Jungen drohen dadurch im Worst Case Rentenkürzungen bis zu 15 Prozent.

      Angetrieben von Ruth Metzler und Pascal Couchepin, beschloss der Bundesrat vor den Sommerferien noch rasch, den Mindestzinssatz für die Pensionskassengelder «voraussichtlich» gleich um ein Viertel zu senken. Damit gab er den massiven Drohungen der privaten Versicherungen nach, die mit der kollektiven Vorsorge Verluste schreiben. Den politischen Hauruck-Entscheid unterlegte der Bundesrat nur spärlich mit Fakten, als ob es um die Subventionen für die Verarbeitung heimischer Schafswolle ginge. Entsprechend gross war von links bis rechts der Rabatz wegen des «Rentenklaus».

      htt​ps://www.handelszeitu​ng.ch/unternehmen/wen​n-weniger-zum-leben-b​leibt

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    • Januar 7, 2020

      Herr Emil Huber

      Ihre Ansichten beschreiben das bestehende System über das Erwerbseinkommen. Auch beim BVG handelt es sich um ein Umlageverfahren jedoch auf dem Niveau der Erwerbseinkommen.
      Auch diese Pflichtsparvorsorge könnte über den Umsatz abgewickelt werden. Für den Fall eines nicht ausreichenden Rentenguthabens, bei längerem Leben als kalkuliert, sollte man eine Reserve anlegen!
      Die Abwicklung wird im Milchbüchliverfahren vorgenommen, wie wenn die Rentenausgaben nicht als Wirtschafseinnahmen verbucht werden und der Wirtschaft gehören. Dafür wird lieber die Lüge indoktriniert, die Alten hätten eine zu hohe Rente erhalten, welche nun die Aktiven zu “bezahlen” hätten.
      Im Versicherungsverfahre​n werden immer die Prämien den Aktiven belastet. Will man bei der Vorsorge einen korrekten Weg wählen, so käme mein Vorschlag zu Anwendung.

      Nochmal​s, das Aufbewahrungsverfahre​n funktioniert auch im Umlageverfahren (Investitionen aus Beiträgen, Beiträge aus Rentenausgaben). Was jedoch unnötig dazukommt, ist die hohe Aufbewahrung, welche jeden Tag nach Rendite schielt!

      Die privaten Pensionskassen haben in der Hochzinsphase gewisse Ausgleiche vorgenommen, welche den Aktiven, später (Deckungslücke) wieder “belastet” wurde. Diese Art der Vorsorge dient der Finanzbranche und Steuerspielformen, schafft unnötige Arbeitsplätze.

      Ein​e Vorsorge sollte immer aus dem Laufenden, mit einer kleinen Reserve für Monatsrentenbildung, abgedeckt werden. Die AHV braucht demnach auch nur eine kleine Reserve. Abwicklung über den Umsatz, im Einklang mit dem Geldkreislauf! Die Ab Wicklung über das Erwerbseinkommen, suggeriert einen Zahler!

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  • Januar 5, 2020

    Würde die Geldschöpfung korrekt umgesetzt, gäbe es weder eine Verzinsung, Delkredererisiko, noch Forderungen (Investition, Konsum = Nachfrage) und Verpflichtungen (Leistung). Auch dem Staat würde das Budget inkl. Soziales abgedeckt. Die Geldschöpfung hat die einzige Aufgabe die Abdeckung der Bedürfnisse mittels gegenseitiger Leistung, ob mit oder ohne Erwerbsarbeit, zu erleichtern. Das Geldumlagesystem wurde dem Bankensystem einverleibt, es ist ein geschlossener Kreislauf. Es braucht keine Liquiditätsschöpfu8ng​ der Zentralbanken! Das Geld aus dem Nichts wird zirkuliert, fertig! Der Virus Zahler könnte nicht indoktriniert werden.
    Die Betrugsspiele, werden tagtäglich kommentiert.
    Die Negativzinsen erfüllt den Straftatbestand, Diebstahl oder Enteignung (Verfassung!), denn es erfolgt keine Gegenleistung, welche zwingend erforderlich ist.
    Negativzinsen sind höchstens für faul gewordene Geldschöpfung zu verwenden (Geldvernichtung). Dafür ist einzig ein zu hohe Geldhortung zu verwenden.

    Die Sozialwerke, müssten auch keine zu hohe Reserve bilden. Die Geldschöpfung aus dem Nichts, braucht keine Reserven, Idiotie pur! Wir könnten schon direkt ab Geburt in Rente gehen, vorausgesetzt die Bedürfnisse werden abgedeckt. Die Geldschöpfung fragt nicht nach Erwerbsarbeit. Wir tauschen unsere gegenseitige Leistung, mit Geld als Tauschgegenwert.

    Wann wird die antrainierte Dummheit endlich beseitigt und die Ursachen der Verwerfungen erkannt. Es sind die Ökonomen, gehört eigentlich in die Sozialwissenschaft integriert, und die Regierenden, welchen die Betrügereien, gesetzlich gedeckt, umsetzen dürfen!

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    • Januar 5, 2020

      Schon wieder ein Daumendrücker unterwegs, welcher seinen Job retten will, oder einfach nicht begreifen kann?

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  • Januar 12, 2020

    Die Notenpresse anwerfen, um ein Staatsdefizit zu finanzieren, ist zwar nicht der richtige Weg, aber eine “verständliche Handlung angesichts der Tatsache, dss Staatliche Investitionen direkt von der Zentralbank (und nicht von den Geschäftsbanken her!) alimentiert werden müssten (siehe Vollgeldinitiative).

    Wenn dem so wäre, hätten die Geschäftsbanken keine Erpresser- Macht mehr über den Staat und könnten sich auch nicht mehr über den Staat (oder Zentralbank) “retten” lassen.
    Wobei das Wort “Retten” von den Geschäftsbanken in diesem Falle als Tarnwort für Erpressen des Staates verwendet wurde, um die Bevölkerung nicht zu verärgern und die geheimen Mechanismen dieses Schuldgeldsystems nicht zu verraten.

    Hätten wir ein Vollgeldsystem, wäre der Staat nicht dermassen verschuldet bei den Geschäftsbanken.-
    Un​d die Geschäftsbanken wären normale Dienstleistungsbetrie​be (Zahlungsverkehr und Spar- und Kreditinstitute, evtl. Vermögensverwaltung),​ aber sicher nicht ein derartig gesellschaftsverwerfe​nder Machtfaktor, so wie es heute der Fall ist.–
    Und anstelle der Geschäftsbanken würde die Zentralbank als alleiniger Geldschöpfer agieren, in Verantwortung gegenüber dem Gesamtwohl.

    Das geschöpfte Geld wäre gedeckt durch Edelmetalle oder die real-wirtschaftliche Investition, welche dann eine solche Geldschöpfung auslösen würde.

    Und es ist falsch zu glauben, dass die Nationalbanken (NB) nur dazu da sind, das Bankensystem mit Geld zu versorgen! Die NB haben auch ein Interesse des Gesamtwohls des Staates wahrzunehmen, und NICHT NUR das der Geschäftsbanken (GB) !!!–
    Die NB ist also nicht nur eine unterwürfige Zudienerfirma der GB!– Und die Bevölkerung soll “aussen vor” bleiben?.– Genau DAS ist ja das, was sich die GB als NB-Modell vorstellen, jedoch falsch und gegen das Gesamtwohl gerichtet ist.

    Wenn aber die NB im Interesse des Gesamtwohls der Bürgerinnen und Bürger agieren würde, hätten wir nicht diese Verwerfungen, welche auf Kosten der Kleinsparer durchgeführt werden, sondern wir hätten plötzlich wieder genügend Geld in der realen Wirtschaft; und es würden nicht mehr die Spekulations-Blasen-B​edürfnisse abgedeckt, mit denen die Grossbanken auf dem Spekulations- Markt herumjonglieren.

    E​in vernünftiges Bankensystem würde auch ein Trennbankensytem beinhalten, wo die Spekulation/ Investmentbanking von der Realwirtschaft/ Investitionen in Güter und Dienstleistungen abgekoppelt wäre.

    Dies würde bewirken, dass bei einem Platzen von einer Spekulationsblase nicht auch noch die Realwirtschaft mit Produktion, Arbeitsplätzen und Konsumenten hinabgezerrt würde.
    Somit ist das Trennbankensystem auch eine gewisse Versicherung der Realwirtschaft vor den “Launen” der Spekulanten.
    Die USA kannten bis Ende der 90-er Jahre so ein System der Bankentrennung (Glass-steagal-Act).

    https://de.wikipedia​.org/wiki/Glass-Steag​all_Act

    Und in Deutschland wurde im Jahre 2014 ein solches Trennbanken-Gesetz in Kraft gesetzt.
    Siehe:
    https://de.wikipedi​a.org/wiki/Trennbanke​ngesetz

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  • Januar 13, 2020

    Betroffen ist jeder, der in eine Pensionskasse einzahlt. Vergleicht eure Rentenversprechungen von damals mit euren aktuellen. Es ist einge eigentliche Umverteilung im Gang.

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