1. Bildung & Forschung

Nein zur Abschaffung des Kindergartens.

Am Bei­spiel der Pri­mar­schule Dänikon-Hüttikon wird die Kos­ten­spi­rale im Volks­schul­we­sen sicht­bar. In den letz­ten Jah­ren hat sich al­leine der Per­so­nal­auf­wand pro Schüler und Jahr auf rund 11‘000 Fran­ken ver­dop­pelt. Dies führt nun zu einem struk­tu­rel­len De­fi­zit, dem be­reits im nächsten Bud­get mit einer Erhöhung des Steu­er­fussan­teils be­geg­net wer­den muss. Die Kos­ten­ex­plo­sion ist di­rekt auf die Dau­er­bau­stelle in den Schu­len seit der Einführung des neuen Volks­schul­ge­set­ze​s und den damit ver­bun­de­nen Auswüchsen, wie zum Bei­spiel dem ex­zes­si­ven The­ra­pie­an­ge­bot und der Viel­zahl von sonderpädagogischen Mass­nah­men, zurückzuführen. Die Einführung der Grund­stufe würde die Ge­mein­den noch­mals zusätzlich mit min­des­tens 60 Mil­lio­nen pro Jahr be­las­ten, ohne dass ein Bil­dungs­nut­zen er­zielt wird. Diese Tat­sa­che wird selbst durch die Ex­per­ten nach Aus­wer­tung der Schul­ver­su­che nicht ab­ge­strit­ten. Zusätzlich un­ter­wan­dert die Einführung der Grund­stufe den Volks­wil­len zum „Mundart im Kindergarten“, aus die­sen Gründen ist die nutz­lose und teure Prima In­itia­tive wie auch der Ge­gen­vor­schlag ab­zu­leh­nen.

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Comments to: Nein zur Abschaffung des Kindergartens.
  • November 16, 2012

    Es gibt eine Alternative zur Grundstufe:
    Viele Kinder können bereits Lesen, Schreiben und Rechnen bevor sie in die Primarschule kommen. Offensichtlich braucht es die Primarschule nicht um dies zu lernen. Das geht auch im Kindergarten. Es geht nun aber nicht darum möglichst viel in den Kindergarten hinein zu quetschen und ihn zu verschulen!
    Die Kinder lernen Lesen, Schreiben und Rechnen mit den im Kindergarten üblichen Methoden: Singen (ABC-Lied, …), Zeichnen (die Zahl des Tages, …), Spielen (Buchstaben auf der Korkwand, “Zahlenstäbchen” in verschiedenen Farben und Längen, …). Die Kinder wachsen also langsam in die Welt der Zahlen und Buchstaben hinein.
    Viele Lernformen eignen sich für die ganze Gruppe. Die “schon soweit sind” werden im Abteilungsunterricht geschult, wenn es sinnvoll ist mit Methoden, die sonst erst in der Primarschule üblich sind. Dazu kommt, dass sich die Kindern gegenseitig unterstützen werden, die “Kleinen” lernen von den “Grossen”.
    Die Kinder besuchen die Primarschule erst dann, wenn sie im Kindergarten das Basiswissen erworben haben. Das kann dazu führen, dass einige Kinder ein zusätzliches Jahr im Kindergarten bleiben. Das ist nicht tragisch.

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  • November 16, 2012

    Die Grundstufe ist wieder so eine typische Uebung der Schulbürokraten: teuer und nutzlos!
    Einverstand​en: Die Grundstufe wird in einigen Jahren funktionieren. Aber vorher wurden viele Schüler und Lehrer verheizt und so mancher Franken aus dem Fenster geworfen. Besser werden die Leistungen der Schüler dadurch jedoch nicht.

    Der Unterricht im Kindergarten unterscheidet sich sehr vom Unterricht in der Primarschule. Kindergarten und Primarschule passen nicht zusammen. Es ist nicht sinnvoll den Kindergarten zu verschulen!

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