1. Aussenpolitik

Nervengift: BITTE KEINE VERURTEILUNG OHNE BEWEISE!

Diese Version ist überholt.

Siehe neue Fassung vorne.

Hypothesen zum Nervengiftanschlag in Grossbritannie

Bitte​​, keine Verurteilung ohne Beweise! ​​ ​​ ​ ​

(Am 15.03.2018 ergänzte und erweiterte Fassung)

G​egenwärti​​​​​​​​g ist die Aufmerksamkeit der Welt auf die Nervengiftattacke auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter gerichtet. Hier nochmals die durch die Medien mitgeteilte Ausgangslage: Er war ein ehemaliger Mitarbeiter des russischen Geheim-dienstes, soll aber bald auch für den britischen Geheimdienst gearbeitet und zahlreiche, im Westen tätige russische Agenten verraten haben. (Er bestreitet das). Dafür wurde er 2006 in Russland mit 13 Jahren Arbeitslager bestraft. 2010 wurde er von Präsident Medwedew begnadigt und mit 3 anderen im Rahmen eines Gefangenen-austausche​​​​s​​​​​​ gegen 10 vom FBI enttarnte russische Agenten entlassen. Er durfte nach England ausreisen und sich dort mit seiner Frau niederlassen (Salisbury) und wurde Engländer.

Obschon es die meisten Menschen nicht merken – weil es so unerhört raffiniert stattfindet – befinden wir uns in einer Zeit der extremen Meinungsmanipulation.​​​​​​​​​​ Zudem “befinden wir uns in einer Vorkriegszeit” (ich zitiere den grossen SPD Politiker Egon Bahr). Russland wird durch eine geschickte Kampagne als Feind aufgebaut. Auch das merken wir wegen der Meinungsmani-pulation​​​​ nicht (Ich werde ggf. später in einem Artikel darauf zurückkommen).

Nun zur konkreten Frage: Wer hat die Nervengiftattacke in Auftrag gegeben? UK Aussenminister Johnson hat schon gleich zu Beginn der Untersuchungen ohne Beweise praktisch Russland dafür verantwortlich gemacht. Auch für die britische Premierministerin May, Präsident Trump und die westlichen Medien scheint das schon ganz offensichtlich zu sein. Beweise liegen immer noch keine vor oder werden von der britischen Regierung vielleicht noch zurückgehalten. Dann wäre ihre Reaktion begründet. Dass das Gift vor 40-50 Jahren in der Sowjetunion entwickelt wurde, ist kein Beweis. Aber in der öffentlichen Wahrnehmung wird das gewünschte Feindbild gestärkt. Im folgenden einige Hypothesen (unter vielen anderen) zur möglichen Täterschaft:

Hypothes​​​​e​​​​​ 1. Es ist denkbar, dass Russland dahinter steckt. Nach meiner Meinung ist das aber eher unwahrscheinlich, denn es müsste Putin ja klar sein, dass bei einer solchen Attacke der Verdacht sofort auf sein Land fiele und es weiter ausgegrenzt würde und der Westen wieder näher zusammenrücken würde. Von aussen gesehen hat Russland an sich auch keinen Grund, den von ihm begnadigten, in den Westen entlassenen Mann nach 7 Jahren umzubringen. Es könnte allerdings einen Grund geben: Falls dieser weiterhin gegen Russland geheimdienstlich tätig gewesen wäre.

Hypothese 2. Die USA sind die Macht, die sich besonders seit dem 2. Weltkrieg mit allen Mitteln weltweit einmischt. Dabei haben sie schon öfters Menschen umbringen lassen. Seit einiger Zeit leiten sie die westliche Kampagne des Aufbaus Russlands als Feind. Es könnte ja sein, dass sich Skripal im Zusammenhang mit seiner Entlassung 2010 bereit erklärte, wieder für den russischen Geheimdienst zu arbeiten. Dann wäre er ein legitimes Ziel der USA aber auch Grossbritanniens. Aber da sie daran sind, Russland als Feind aufzubauen, wäre es ebenso denkbar, dass die USA hinter dem Anschlag stehen, um im Westen das Feindbild Russland weiter zu festigen. Man darf ruhig annehmen, dass beide Staaten das anscheinend verwendete, vor langen Jahren in der UdSSR entwickelte Nervengift kennen und mindestens für Tests oder zur Abschreckung einer feindlichen Giftgasattacke hergestellt haben. Wie hätten es sonst die Briten so rasch identifizieren können?

Man muss auch berücksichtigen, dass das Gift rund 20 Jahre vor dem Zusammenbruch der UdSSR entwickelt und produziert wurde. Wie man im Zusammenhang mit deren Ende hörte, verfügte damals z.B. die Ukraine auch über Atomwaffen. (Das Problem wurde im Budapester Memorandum vom 5.12.94 gelöst). Während des Zerfalls der Sowjetunion sollen viele der zerstreut gelegenen A-Waffenlager kaum geschützt gewesen sein, was kriminellen und politischen Kreisen die Möglichkeit gegeben hätte, sich dort zu bedienen.

Die britische Premierministerin May wies auf die Möglichkeit hin, dass das verwendete Gift der russischen Kontrolle entglitten sein könnte. Es wäre denkbar, dass damals in der Ukraine und anderen damaligen Sowjet-Mitgliederstaa​​​​ten auch dieses Nervengift gelagert war und gewisse Kreise davon Reserven für später anlegten. Im Rahmen der vertraglich vereinbarten Zusammenarbeit bei der Zerstörung von atomaren und chemischen Waffen haben US Experten bis vor wenigen Jahren vor Ort u.a. an der Vernichtung von mehreren zehntau-send Tonnen russischer chemischer Kampfstoffe teilgenommen. Es kann nicht ausgeschlos-sen werden, dass auch sie auf dieses Gift stiessen und einige Portionen für eigene Unter-suchungen und z.B. für die Vorbereitung von Schutzmassnahmen mitnahmen. In diesem Fall scheint mir die Hypothese USA aber von geringerer Wahrscheinlichkeit.

H​​​​yp​​​​​these 3. Die Ukraine hat gegenwärtig wegen der grassierenden Korruption und politi-schen Klüngelei grosse Probleme mit dem “Westen”. Die mit Russland bestehen ohnehin nach wie vor. Es ist denkbar, dass gewisse Kreise – wie oben gezeigt – noch aus der Zeit, als die Ukraine Teil der Sowjetunion war, über das russische Nervengift verfügen. Die Ukraine hat ein grosses Interesse daran, dass Feindbild Russland und dessen Spannungen mit dem Westen zu verstärken, um durch den Westen wieder mehr Unterstützung, auch militärische, zu erlangen. Es ist gut denkbar, dass dortige Kreise das Attentat zu diesem Zweck ausgelöst haben. Extreme rechte Gruppen und die Parteien der Oligarchen haben ja vor und während des Maidan-Umsturzes, aber auch seither, in der Ukraine sehr effektive “Arbeit” geleistet, darunter Massentötungen. Sowei​​​​t bekannt ist, allerdings nicht mit Nerven-gift. Hintermänner der Ukraine scheinen mir als Täter gut möglich.

Hypothese 4. Denkbar wäre auch, dass es sich um einen Kampf oder eine Abrechnung unter Verbrechern handelt, sollte es sich erweisen, dass der Ex Spion in diesem “Geschäftszweig” tätig war oder noch ist. Viele der nach dem Zerfall der UdSSR auffallend schnell reich gewordenen Milliardäre haben ihre Vermögen ja auf sehr undurchsichtige Weise erworben und sehr viele sollen ihre Vermögen in Grossbritannien angelegt haben.

Hypothese 5. Etwas weiter hergeholt scheint im Moment eine innerfamiliäre Abrechnung. Die Tochter lebt ja in Moskau, besuchte ihren Vater oft und soll mit ihm ein gutes Verhältnis haben. In dem Fall hätte sie möglicherweise das Gift aus Moskau mitgebracht.

Hypothes​​​​e 6. Schliesslich ist es auch möglich, dass der Angriff von englischen Kreisen verübt wurde. Falls England und dessen Geheimdienste auch Proben des in der UdSSR entwickelten Nervengifts haben oder ein anderes, so würde das selbstverständlich kaum mitgeteilt werden. Falls der Anschlag z.B. von britischer Seite verübt worden wäre, könnte entweder – falls vorhanden – das russische, bei dessen Fehlen ein anderes Nervengift verwendet worden sein. Im letzteren Fall hätte man einfach zu behaupten, es sei das russische. Nicht umsonst fordert Russland jetzt Proben des identifizierten Giftes. Ein Grund für eine solche Attacke der britischen Abwehr könnte sein, dass sich Skripal, wie schon erwähnt, vor seiner Niederlassung in England wieder dem russischen Nachrichtendienst zur Verfügung gestellt hat. Die sehr häufigen Besuche seiner in Moskau lebenden Tochter dienten dann dem persönlichen und mündlichen Überbringen seiner Nachrichten nach Moskau und von dort der Honorare in bar, da für diesen Ex-Doppelspion die Benützung irgend eines technischen oder schriftlichen Übermittlungsmittels oder von Überweisungen viel zu riskant wäre. Er wurde sicher von britischen Geheimdienst überwacht.

Hypothese 7. Eine abenteuerlich, aber doch nicht ganz auszuschliessende Möglichkeit wäre, dass der Ex-Geheimagent das Nervengift durch seine Tochter aus Moskau mitgebracht bekam, z.B. in einem Geschenk – ohne deren Wissen entweder für die Hypothese 1 – oder mit deren Wissen, um selber im Auftrag Moskaus jemanden umzubringen. Im zweiten Fall wäre dabei etwas schief gelaufen.

Eigenartige​​​​r Ablauf.

Es gilt, noch einen anderen Aspekt zu berücksichtigen: Die britischen Behörden haben im Internet sowohl Luftaufnahmen des Zentrums von Salisbury veröffentlicht, wo sich die beiden Opfer aufhielten, wie auch verschiedene Schlüsselzeiten. Daraus ergibt sich, dass Skripal und seine Tochter schon vor ihrem Zusammenbruch ca. 2 ¼ Stunden lang (oder sogar länger) und mindestens seit 1 ½ Stunden vergiftet gewesen sein müssen ohne etwas davon zu merken. Vor ihrem Tod spazierten sie vom Parkhaus noch in eine Bar (dort Giftspuren), dann weiter in ein Restaurant (dort Giftspuren), anscheinend zum Mittagessen, dann noch ca. 6-7 Minuten zurück, bis zur Bank im Park, wo sie bewusstlos gefunden wurden. Eine Drittperson, die sie vergiftete, sei es mit der flüssigen, sich in Gas auflösender Form, oder in Pulverform, hätte selber gewisse Schutzkleider tragen und die beiden hätten ja merken müssen, wenn jemand auf sie zukommt. Es besteht die Möglichkeit, dass es ihnen in der Bar z.B. mit einem Getränk verabreicht wurde. Das hätte für die Ausführenden dort auch umfassende Sicherheitsmassnahmen​​​​ erfordert. Weder in der Bar noch im Restaurant gab es weitere Schwerverletzte. Wurden beide erst nach so langer Zeit und dann auch noch gleichzeitig schlagartig bewusstlos? Man darf annehmen, dass Skripal oder seine Tochter mindestens dem Notalldienst angerufen oder Passanten angesprochen hätten, hätten sie vorher bedrohliche Symptome bei sich oder dem Anderen gespürt oder gesehen.

Mit anderen Worten: Alles ist möglich. Aber es ist unverantwortlich, wenn jetzt westliche Regierungen und Medien in einer Zeit hoher Spannungen ohne Beweise sofort Giftpfeile verschiessen und Anschuldigungen erheben. Aber vielleicht benützen sie die Lage einfach, um bewusst das Feindbild weiter schwarz zu färben.Die neutrale Schweiz darf keinesfalls beschuldigen und verurteilen und Strafen verhängen, solange der Fall nicht eindeutig geklärt ist.

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Comments to: Nervengift: BITTE KEINE VERURTEILUNG OHNE BEWEISE!
  • März 13, 2018

    Da einzig Gute daran ist aber, dass man jetzt wieder gute Gründe hat, die Russen dafür zu hassen. Und natürlich auch die Nordkoreaner, und so hat man wenigstens grossmehrheitlich einen gemeinsamen BöFei.

    Oder ungefähr so. Ablenkung war ja immer ein guter Grund, um von Anderem abzulenken. Und wie der Russe letzte Nacht im CNN meinte, da werde eine Art politischer Hysterie aufgebaut, mit dem Ziel und Zweck, von den eigenen politischen Problemen, wie dem von Theresa May mit Europa, oder zum Beispiel der Neudeutschen Führung, die ja im Moment wirklich Wichtigeresim eigenen Land zu tun hätte, als sich auch noch gross um Rest-Europa zu kümmern, abzulenken.

    Und so müssen halt Feinde her, und Agenten, und natürlich auch Gift, denn Gift gehört seit Menschengedenken mit dazu, wenn es um Macht und Machterhalt ging und geht. Und schliesslich können die Agenten ja auch nicht mehr überall bewaffnet rumlaufen, oder Bomben werfen, ohne gross aufzufallen.

    Es ist daher wirklich alles nur Theater. Zudem lebten und leben Agenten immer gefährlich. Vor Allem Abgesprungene oder Verräter. Das geht in jedem Krimi so. Auch wenn es uns, auch in unseren eigenen Radio- und TV-Sendern, doch so ganz anders präsentiert wird.

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  • März 13, 2018

    Theresa May ist im Unterhaus geifernd über Russland hergezogen. Es scheint in den Nato-Ländern opportun geworden zu sein, alles was schief läuft den Russen in die Schuhe zu schieben. Sie meint mit grosser “Wahrscheinlichkeit” sei Russland für den Giftanschlag in England verantwortlich. Wer die Oeffentlichkeit mit “Wahrscheinlichkeiten​” informiert, sollte auch offenlegen, auf welchen Datengrundlagen diese Wahrschenlichkeitrech​nung basiert.
    Frau May hat eine eigenartige Rechtsauffassung. Es liegt nicht an Russland, die Unschuld zu beweisen, die englische Polizei muss den Täter finden und die Tat beweisen.

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    • März 14, 2018

      Theresa May und die Lizenz zur Randale. Von Willy Wimmer. (einem ehemaligen CDU Politiker aus Deutschland)
      https:/​/www.nachdenkseiten.d​e/?p=42901

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    • März 16, 2018

      eb rofa. Rechtstaatlichkeit ist schön, wenn sie auch durchführbar ist. Aber ich denke, in Geheimdienstkreisen, geht es ja nicht rechtsstaatlich zu und her. sondern es finden schmutzige “Aktionen” gegen andere Länder statt. Und wie unsere Bundeanwaltschaft gegenwärtig mit einer vom türkischen Staat organisierten “Vorbereitungsaktion”​​ zur Entführung eines Bürgers konfrontiert ist, kann sie weder eine Person verhaften noch vorladen. Es handelt sich um Botschaftspersonal der Türkischen Botschaft. Also bleibt nur ein “geharnischter Eidgenössischer Protest.”
      Putin – hat auch eine eigene Vorstellung von “Russischer Demokratie”: Wer sich getraut, bei den Wahlen gegen ihn anzutreten, wird vorher “abserviert”. D.h. irgendeines Vergehens beschuldigt. Und damit darf er gar nicht mehr an den Wahlen teilnehmen.
      Neue Parteigründungen können mit einem einzigen Satz aufgelöst werden. Der Staat behauptet einfach, es handle sich um “… eine vom Ausland gesteuerte und bezahlte Gruppierung”. Und das wäre ja verboten.
      In Russland sind alle NGO’s meldepflichtig und müssen beim Staat eine Bewilligung einholen, die ziemlich willkürlich behandelt wird.

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    • März 16, 2018

      Ja. Anscheinend hat Russland schon US NGO’s als “unerwünscht” gekennzeichnet, zum Beispiel im August 2016:

      Nicht gemäss der New York Times, sondern halt der Moscow Times:
      https://themo​scowtimes.com/news/tw​o-american-ngos-decla​red-undesirable-in-ru​ssia-55023

      P.S. Seit 1992 haben die USA Russland mit 65’000 amerikanische NGO’s überzogen (“Russian Democracy Act”, gemäss Herrn Mausfeld):
      https://w​ww.youtube.com/watch?​v=Rk6I9gXwack&t=1h16m​52s

      Was machen die eigentlich da und wieviele russische NGO’s gibts in den USA?

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  • März 14, 2018

    Letztlich haben die Briten keinen wesentlichen Zeugen oder gar Tatverdächtigen.

    N​ichts was vor einem britischen Gericht vorgebracht werden könnte.

    Man kann denken, wenn ein professioneller Geheimdienst der Ausführende war, die Täter über alle Berge sind.

    Sicherlich werden Geheimdienstinformati​onen zurückgehalten, die nicht an die Öffentlichkeit sollen.

    Die Brücken ganz abbrechen wird sicherlich keine Option sein. Schon gar nicht, wenn man gerade beim brexit sich ausserhalb der EU neu orientieren muss.

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  • März 15, 2018

    Ein wenig direkter auf geopolitischer Ebene und politisch-ökonomische​r Ebene argumentiert:

    Paul​ Craig Roberts, Ökonom und Ex-Mitglied Regierung Reagan, USA:

    Wann wacht Russland auf?
    https://www.pau​lcraigroberts.org/201​8/03/14/will-russia-w​ake/

    Auf deutsch googelisiert:
    https:​//translate.google.ch​/translate?sl=en&tl=d​e&js=y&prev=_t&hl=de&​ie=UTF-8&u=https%3A%2​F%2Fwww.paulcraigrobe​rts.org%2F2018%2F03%2​F14%2Fwill-russia-wak​e%2F&edit-text=&act=u​rl

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  • März 15, 2018

    >> Obschon es die meisten Menschen nicht merken – weil es so unerhört raffiniert stattfindet – befinden wir uns in einer Zeit der extremen Meinungsmanipulation.​​​​​​​​​

    Es gibt auch kritische Medien. Beispiel: TheIntercept:
    https:​//theintercept.com/20​18/03/14/u-k-expels-r​ussian-diplomats-foll​owing-chemical-attack​-wont-sanction-oligar​chs/

    Herr Frick: Ich kann Ihnen sehr einfach erklären worums geht:

    In den meisten Medien wird Russland verdächtigt.
    Ganze Artikel werden jetzt geschrieben, die nur auf diesen EINZIGEN möglichen Täter
    hinweisen. Auch im Tagesanzeiger.

    Der​ Effekt nach 1, 2 Wochen ist sehr einfach:
    Leute, die sich noch an die Stories erinnern können, werden den Giftanschlag, oder den Namen Skripal mit Russland und Putin assoziieren, WEIL gar keine anderen Tatverdächtigen genannt werden.

    So funktioniert die Propaganda und sie ist leider relativ erfolgreich.
    Die Propaganda ist nicht raffiniert, aber man kann sich ihr trotzdem nur schwer entziehen.

    Es geht nicht um Facts sondern darum, dass Sie den Giftanschlag oder den Namen Skripal nach einiger Zeit NUR(!) mit Russland oder Putin in Verbindung bringen werden.
    Es geht um das wenige, das in unserem Gedächtnis nach einiger Zeit noch hängenbleibt.

    Nach​ einem Monat fragen sich einige Leute vielleicht:

    Wie war das doch gleich mal mit diesem Giftanschlag in Grossbriannien?
    ..Ac​h ja, das war doch diese Sache mit …Russland und Putin

    Tja 🙂

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    • März 16, 2018

      Immerhin toleriert Moskau den Giftgaskrieg in Syrien…

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    • März 16, 2018

      Wie war das doch gleich mal mit diesem Giftgas Sache in Syrien?
      ..Ac​h ja, das war doch diese Sache mit …Präsident Assad.

      Eine kleine Bitte:
      Kann mir jemand schnell einen Link auf die saubere Untersuchung der Vorfälle mit Präsentation der verwendeten Materialien und rechtlich anerkannter Beweisführung hier geben?

      Danke!

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    • März 17, 2018

      Herr Krähenbühl

      Zum Giftgasangriff in Syrien:

      “Aufgrund von detaillierten Informationen aus Regierungskreisen in Washington kam Seymour Hersh schon bald zu dem Ergebnis, dass es sich hier um einen Giftgasangriff „unter falscher Flagge“ gehandelt hatte. Bestätigt wurde dies durch eine weitere Studie des Massachusetts Institut of Technology (MIT).

      Sie weist nach, dass die Giftgasraketen entgegen den offiziellen Angaben der US-Regierung nicht von einer Militärbasis oberhalb der Stadt abgefeuert wurden. Die eingesetzten Raketen hatten nur eine Reichweise von maximal 2 km und müssen deshalb aus den von Assad-Gegnern kontrollierten Gebieten abgefeuert worden sein.”

      Studie des MIT:
      https://www.sot​t.net/article/272192-​New-analysis-from-Mas​sachusetts-Institute-​of-Technology-of-rock​et-used-in-Syria-chem​ical-attack-undercuts​-US-claims

      Quelle der obigen Statements:
      https://​www.rubikon.news/arti​kel/giftgasmassaker-w​ar-false-flag-operati​on

      Nun ist es aber so, dass Russland ja nach Wunsch der syrischen Regierung die Assad Gegner bekämpft hat. Wenn die Studie des MIT (Massachusetts Institute of Technology) korrekt ist, entspräche Ihr Statement nicht der Wahrheit.

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    • März 19, 2018

      Besten Dank für Ihre Ergänzung, Herr Plaz.

      Dennoch, ich habe bis heute nichts von einer Verurteilung der Giftgasangriffe seitens der Russen gehört oder gelesen. Möglich, dass es mir entgangen ist. Keine Verurteilung heisst für mich Tolerierung. Zugriff zu den chemischen- und konventionellen Waffen hatten beide Kriegsparteien. Kriegsparteien lügen immer, auch wenn sie nur im Hintergrund beteiligt sind. Das gilt besonders auch für die amerikanische. Zumindest muss ich doch sagen, dass solche Veröffentlichungen wie die vorliegende vom MIT, in den USA möglich sind. In Putins Russland bezweifle ich dies.

      Herr Frick, der Verfasser dieses Blogs hat natürlich recht, wenn er fordert, >>BITTE KEINE VERURTEILUNG OHNE BEWEISE!
      Ganz besonders für die Schweizer, deren Medien sich nach der Neutralitätsmaxime ihres Landes richten sollten…

      Im Uebrigen ist es heutzutage für den Normalbürger (zu denen zähle ich mich) fast nicht mehr möglich, seriösen Journalismus von unseriösem, wie “fake News” bis hin zu Verschwörungstheorien​ zu unterscheiden. Ich spreche da nicht von offensichtlichen, klar, als solche erkennbaren Publikationen.

      Int​eressantes Buch: Zensor USA
      Das Buch beinhaltete verschiedene Episoden diverser investigativer Journalisten.
      Vorwort von Jean Ziegler: Wie die amerikanische Presse zum Schweigen gebracht wird…
      Pendo Verlag Zürich 2004
      Die Geschichten sind indessen nicht neu. Aber die Methoden sind geblieben.

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    • März 19, 2018

      Herr Krähenbühl

      Besten Dank für Ihre Antwort.
      Ich bin mit Ihrer Argumentation einverstanden.

      Dan​ke für den Buchtipp.

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  • März 16, 2018

    Für Putin ist es sehr nützlich: Er kann sich als harter Verteidiger Russlands aufspielen, ohne die direkte Verantwortung wahrzunehmen. Der ewige Zar der die ewige Krim zurückgeholt hat.

    Der Westen hat einen grossen Sündenbock, der als Einigungsfaktor dient. Angesichts von Trump, brexit, Orban, Polen, Italien und dem Aufstieg des Populismus ist das dringend nötig.

    Der Populismus lebt und wird weiter gedeihen.

    Der “kalte Krieg” zwischen GB und Russland hat nie wirklich aufgehört und bis heute ist das Verhältnis belastet.

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  • März 16, 2018

    Herr Frick, sauber durchdachte Thesen, welche Sie hier Präsentieren. Ich wage noch die These, dass Doppelagenten eine Spezies ist, welche weniger häufig einen natürlichen Tod sterben.

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    • März 23, 2018

      Berufsrisiko so zu sagen. Die Briten sind da ein wenigs speziell. In keinem anderen Land wird der Geheimdienst so öffentlich diskutiert wie in der UK.

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  • März 20, 2018

    Für Interessierte hier die Fortsetzung des Krimis:

    >> Beweise, bitte!
    https://www.r​ubikon.news/artikel/b​eweise-bitte

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