1. Umwelt, Klima & Energie

NOTSTANDSMASSNAHMEN GEG. DIE KLIMAKATASTROPHE: WEITERE DEMOS

Unter dem Motto «Jetzt! Einen ö­ko­lo­gi­schen und so­li­da­ri­schen Neu­star­t» rufen gleich 12 Or­ga­ni­sa­tio­nen zu einer Demo auf­: Lu­zer­ner Ge­werk­schafts­bund,​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​ Juso, SP, Junge Grü­ne, Grü­ne, RE­So­lut, Kur­di­scher Kul­tur­ver­ein, Lu­zern im Wan­del, Psy­cho­lo­gists for Fu­tu­re, So­li­netz, Frau­en­streik und Klimastreik.

In​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​ ihrem Aufruf schreiben die Organisatoren, dass sie nicht zur klimapolitischen Passivität vor Corona zurück wollten. Bald sei ein Kipp-Punkt erreicht, der eine unaufhaltbare Kettenreaktion der Klimaerwärmung auslöse: eine weltweite Klimakatastrophe.

KlimaDer​ von der Agence France-Presse (AFP) geleakte Vorentwurf eines Berichts des Weltklimarats (IPCC) über die globale Erwärmung spricht eine alarmierende Sprache. Demnach wäre ein weiterer Anstieg der Temperaturen dramatisch. (Symbolbild) © pixaba​y

Die​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​ Politik habe bei der Corona-Pandemie gezeigt, dass sie Notstandsmassnahmen in kraft setzen und durchsetzen könne, schreiben die Initianten, und solche wären gegen den CO2-Ausstoss seit einem Jahr nötig gewesen.
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Die​​​ Demo startet am 4. September 2020, um 15 Uhr, auf dem Bahnhofplatz Luzern und führt durch die Neu- und Altstadt in die Bahnhofstrasse. Die Stadt Luzern hat den Umzug bewilligt. Das Organisationskomitee rechnet mit mit einem gewaltigen Aufmarsch.

Zum Schutz vor dem Coronavirus werden die Teilnehmenden gebeten, Distanz zu halten und zertifizierte Mund-Nase-Abdeckungen​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​ zu tragen.

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2​​5​.​​ September 2020

Heute fand in den eidg. Räten nach fast dreijähriger Beratung die Schlussabstimmung zur Totalrevision des CO2-Gesetzes statt. Die Klimajugend ist erbost, dass die Mehrheit in den eidg. Räten nur homöopathischen Massnahmen zustimmt.

Zu Recht, sagt Sonia Seneviratne. Die ETH-Klimaforscherin hat am Sonderbericht des Weltklimarats zum 1,5-Grad-Ziel mitgear​​​​​​​​​​​​​​​​​​​bei​t​e​t​.​ «Das Netto-Null-Ziel bis 2050 ist nicht ambitioniert genug», kritisiert sie. Die Schweiz schummle: Einen Teil der CO2-Reduktion will man durch Kompensation im Ausland erreichen – indem in anderen Ländern Solaranlagen oder Aufforstungen finanziert werden. «Für das sichere Klimaziel, das dauerhafte Schäden vermeidet, dürfte eigentlich ab 2040 die ganze Menschheit nicht mehr CO2-Emissionen ausstossen, als sie aus der Atmosphäre entfernen kann.»

Die Expertin sagt, was JETZT passieren muss:

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1​​​​​​5. November 2020

Eine Studie in Schweden zeigt: CO2-Steuern sind wirksam, wenn sie genügend hoch sind und wennn alle CO2-Verursacher besteuert werden. Zu viele Ausnahmen schränken den Erfolg ein, und zu tiefe Lenkungsabgaben wie in der Schweiz führen weder zum Erfolg 2030 noch 2050.

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2​​5.​​ März 2021

Ab Freitagmittag ruft die Klimajugend in zwanzig Schweizer Städten zum Streik auf. Der Protest soll coronakonform und friedlich bleiben – doch die Schweizer Banken sind besorgt. Weshalb eigentlich?

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1​9​. April 2021

Sagt der Mars zur Erde: „Du siehst heute aber mies aus.“ Jammert die Erde: “Mit mir geht’s zu Ende. Ich habe Homo sapiens.” – „Mach dir nichts draus!”, tröstet der Mars. „Das hatte ich auch mal. Das verschwindet von selbst.”

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10​.​ Juni 2021

Au​​​​ssergewöh​​​​​​​​​nliche Umstände erfordern aussergewöhnliche Massnahmen: Das gilt unbedingt für auch für die Notmassnahmen gegen die Klimaerwärmung, eine Katastrophe, die bereits seit Jahrzehnten von Wissenschaftern angekündigt worden ist. Um sie zu stoppen, ist nun kluges Vorausdenken und viel Flexibilität gefragt. Es braucht ein grosses Umgewöhnen aller Beteiligten, der Politik und der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Gesamtgesellschaft. Ein komplexes Zusammenspiel aus Lenkungsabgaben mit Erstattung, aus neuen Technologien und verändertem Verhalten der Einzelpersonen. Man wird sich an positive und negative Veränderungen gewöhnen müssen – gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische.

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13​.​ Juni 2021

​Die äusserst zögerliche Schweizer Klimapolitik liegt nach der Ablehnung des sehr moderaten CO2-Gesetzes mit “bürgerlicher” Handschrift in Trümmern. Die nächste Vorlage muss aber noch viel griffiger werden und auch konkrete Massnahmen von 2030 bis 2050 enthalten, wenn nicht, folgen aussichtsreiche Klagen beim Bundesgericht …

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20​. Juni 2021

Die Klimajugend Schweiz ist nach der Ablehnung des CO2-Gesetzes gezwungen, mit Blockaden politischen Druck zu erzeugen.

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24​.​ Juni 2021

Offenbar will die Bewegung “Extinction Rebellion” (XR) ganz Zürich blockieren. Diese Protestform unterscheidet sich von den bisherigen Demos von FFF. XR ist 2018 im UK aus verschiedenen Vorläufergruppen hervorgegangen. Im März 2020 war sie laut Eigenaussage in 67 Ländern auf sechs Kontinenten mit 1141 Ortsgruppen vertreten, in Deutschland waren es 130, in der Schweiz 16, in Österreich 11.

„Die Wissenschaft ist eindeutig, die Fakten sind unumstößlich und es ist für uns unerhört, dass unsere Kinder und Kindeskinder die schreckliche Last einer beispiellosen Katastrophe tragen müssen, die wir selbst verursacht haben. […] Unsere Regierung trägt eine Mitschuld an der Missachtung des Vorsorgeprinzips und am Versagen bei der Feststellung, dass ein unendliches Wirtschaftswachstum auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen nicht machbar ist. […] Wenn eine Regierung absichtlich ihre Verantwortung aufkündigt, ihre Bürger vor Schaden zu schützen und die Zukunft der kommenden Generationen zu sichern, hat sie ihre wichtigste Verantwortungspflicht​​​​​​​ nicht erfüllt. Der ‚Sozialvertrag‘ wurde gebrochen, und es ist daher nicht nur unser Recht, sondern unsere moralische Pflicht, die Untätigkeit und eklatante Pflichtverletzung der Regierung zu umgehen und zur Verteidigung des Lebens an sich zu rebellieren. Wir erklären daher unsere Unterstützung für die am 31. Oktober 2018 ins Leben gerufene Extinction Rebellion. Wir stehen voll hinter den Forderungen, dass die Regierung den Bürgern die harte Wahrheit sagt. Wir fordern, dass eine Bürgerversammlung mit Wissenschaftlern auf der Grundlage der vorhandenen Beweise zusammenarbeitet und im Einklang mit dem Vorsorgeprinzip dringend einen glaubwürdigen Plan für eine schnelle vollständige Entkarbonisierung der Wirtschaft entwickelt.“ (94 prominente Wissenschafter)

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3​0. Juni 2021

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