1. Verkehr

Nur eine Klasse für alle

Ende 1950 wurde mit der Ab­schaf­fung der 3. Klasse in der Schwei­zer Ei­sen­bahn ein wich­ti­ger Schritt in die so­ziale Ent­wick­lung ge­macht. Ein wich­ti­ger Schritt, weil ab die­sem Mo­ment die Men­schen der ehe­ma­li­gen 3. Klasse nicht mehr zu­sam­men mit Tie­ren son­dern mit an­de­ren Men­schen der 2. Klasse fah­ren konn­ten. Auf­grund der in­di­vi­du­el­len fi­nan­zi­el­len Möglichkeit blieb je­doch immer noch die grosse Dif­fe­renz zwi­schen der 1. und der 2. Klas­se.

 

Nach etwa 60 Jahren besteht heute beim öffentlichem (nicht privaten) Dienst der Bahn immer noch eine 1. und eine 2. Klasse. Das heisst, noch heute reist im öffentlichen Dienst ein Teil der Menschen bequemer (oder viel bequemer) als andere Menschen nur weil sie über mehr Geld verfügen. Genau wie von 60 und mehr Jahren!

In vielen Fällen bleiben die Waggons der 1. Klasse teilweise sogar leer, während die Waggons der 2.Klasse überfüllt sind und die Leute stehen müssen.

 

Nun, ist es nicht endlich Zeit, zumindest bei den öffentlichen Verkehrsdiensten nur noch eine Klasse für alle zur Verfügung zu stellen?

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Nur eine Klasse für alle
  • Oktober 11, 2011

    Zitat: “Das heisst, noch heute reist im öffentlichen Dienst ein Teil der Menschen bequemer (oder viel bequemer) als andere Menschen nur weil sie über mehr Geld verfügen. Genau wie von 60 und mehr Jahren!

    Nun, ist es nicht endlich Zeit, zumindest bei den öffentlichen Verkehrsdiensten nur noch eine Klasse für alle zur Verfügung zu stellen?”

    Auch alle Nationalräte haben ein 1.Klasse-GA der SBB. Warum gehen nicht die SP-Nationalräte mit gutem Beispiel voran und reisen damit trotzdem in der 2.Klasse? (Z.B. Andrea Hämmerle reist bekannterweise 1.Klasse.) Weil sie dort den kritischen Fragen der Büezer exponiert wären?

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    • Juli 19, 2021

      Oder vielleicht sollte man auch mal viel allgemeiner fragen, warum National- und Ständeräte der SP immer nur den öffentlichen Verkehr fördern, anstatt zukunftsweisend mal ein Gesamt-Verkehrs-Konze​pt zu entwerfen, in welchem alle Verkehrsteilnehmer gleich behandelt werden? In gut 15-20 Jahren werden höchstwahrscheinlich keine Taxi- oder LKW-Fahrer mehr eingestellt werden müssen, da automatische und klimafreundliche Fahrzeuge bis dahin verkehrssicher und ohne Ruhezeiten eingesetzt werden können. Dann wird man sich fragen, ob Eisenbahnen im Nahverkehr noch zeitgemäss sind und warum man früher nicht mehr in ein Gesamtkonzept respektive in den Strassenausbau investiert hat.

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  • Oktober 12, 2011

    Sicher!
    Der typische Parlamentarier kümmert sich nur um die Büezer vor Abstimmungen und Wahlen – aber sonst hält er eher auf Distanz zum gemeinen Volk – ein rasches Bad in der Menge könnte gerade noch hinkommen – aber eine Zugfahrt mit Tuchfühlung zu den kleinen Leuten?
    Die könnten ja derweil hinter die Fassade blicken und erkennen, dass das alles nur Politkarrieristen sind – auch die welche vorgeben den Büezer zu vertreten.

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  • Oktober 12, 2011

    Ich sehe während der Stosszeit keine leeren 1. Klassewaggons! Das sind die Märlis der Leute, welche erst um 10.00 Uhr anfangen müssen zu arbeiten…

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