1. Gesundheitswesen

Personalmangel im Gesundheitswesen

Die Schweiz verfügt über eines der bes­ten Ge­sund­heits­we­sen der Welt. Doch der Man­gel an qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal gefährdet diese Struk­tur an allen Ecken und Enden:

Mehr als die Hälfte der Hausärzte geht in den nächsten knapp zehn Jahren in Pension. Nachfolger sind kaum zu finden und es droht, dass Arztpraxen aus unseren Dörfern verschwinden. Ich fordere daher, dass der Bund den Numerus Clausus für Medizinstudenten an den Universitäten abschafft. Wir haben schlicht zu wenig Medizinstudenten.

Üb​er die Hälfte der Ärzte und Pflegefachpersonen in den Spitälern stammen aus dem Ausland. Wie lange noch werden ausländische Fachkräfte zu uns in die Schweiz arbeiten kommen?

Was nützt es, genügend Spitalbetten und Heimplätze zu haben, wenn kein Betreuungspersonal mehr da ist? 

Ich fordere den Bundesrat auf, endlich aktiv zu werden und die nötigen Schritte einzuleiten. 

 

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Comments to: Personalmangel im Gesundheitswesen
  • August 15, 2011

    Bezüglich Numerus Clausus stimme ich ihnen zu.

    Damit der Anstieg an Bedarf von weiterem Personal auch noch weiter reduziert wird, gibt es aber noch weitere Möglichkeiten. Es gibt in der Schweiz über 300 Spitäler. Gemäss Studien würden aber für eine flächendeckende, hochstehende Versorgung 50 Spitäler ausreichen. Die Politik soll sich endlich mal diesem Problem annehmen und eine gesammtheitliche flächendekende Lösung für die Schweiz erarbeiten. Ich bin eigentlich positiv zum Föderalismus eingestellt. Aber hier können wir uns das schlicht nicht mehr leisten und es macht auch keinen Sinn.

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  • August 15, 2011

    Es wurden in den letzten Jahren über 100’000 zusätzliche Stellen im Gesundheits- und Sozialbereich geschaffen. Deshalb müssen wir auch von Jahr zu Jahr mehr Krankenkassenprämien zahlen. Hausärzte haben beigetragen, dass die Kosten nicht noch mehr explodiert sind. Eine Entlastung bei der Administration und eine höhere Vergütung wären daher angebracht und könnten junge Ärzte motivieren wieder Hausarzt zu werden. Sind wir dank den 100’000 neuen Stellen wirklich gesünder geworden? Ich glaube nicht.

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    • August 16, 2011

      Herr Keller, wenn die Masseinwanderungsinit​iative angenommen wird, können diese Stellen nicht mehr besetzt werden. Denn: machen Sie mal wieder einen Krankenbesuch im Spital und schauen, wie viele Ausländer da arbeiten. Wie wollen Sie Abgänge ersetzen?

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    • August 16, 2011

      Die Ecopop-Initiative beschränkt den Zuwachs absolut, die SVP-Initative nicht. Daher bin ich eher für die SVP Variante, ausser die Konstellation im BR wäre nach den Wahlen so unmöglich, dass eine sinngemässe Umsetzung unmöglich wäre.


      Zur Info der Initiativtext der SVP Initiative:
      Die Schweiz steuert die Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern eigenständig.
      2
      Die​ Zahl der Bewilligungen für den Aufenthalt von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz wird durch jährliche Höchstzahlen und Kontingente begrenzt. Die Höchstzahlen gelten für
      sämtliche Bewilligungen des Ausländerrechts unter Einbezug des Asylwesens. Der Anspruch auf dauerhaften Aufenthalt, auf Familiennachzug und auf Sozialleistungen kann beschränkt werden.
      3
      Die jährlichen Höchstzahlen und Kontingente für erwerbstätige Ausländerinnen und Ausländer sind auf die gesamtwirtschaftliche​n Interessen der Schweiz unter Berücksichtigung eines
      Vorranges für Schweizerinnen und Schweizer auszurichten; die Grenzgängerinnen und Grenzgänger sind einzubeziehen. Massgebende Kriterien für die Erteilung von Aufenthaltsbewilligun​gen
      sind insbesondere das Gesuch eines Arbeitgebers, die Integrationsfähigkeit​ und eine ausreichende, eigenständige Existenzgrundlage.
      4​
      Es dürfen keine völkerrechtlichen Verträge abgeschlossen werden, die gegen diesen Artikel verstossen.

      N​un zum Krankenbesuch: Zuerst den Schweizer Studenten mit dem Numerus Clausus verbieten Medizin zu studieren und sich dann beklagen, dass nur ausländische Ärzte in den Spitäler sind.

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    • August 17, 2011

      Im Spital arbeiten nicht nur Studierte!

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