1. Sonstiges

Pikettentschädigung für Wochenbetthebammen

Der Büla­cher Stadt­rat hat die Leis­tun­gen der Stadt­ver­wal­tung ana­ly­siert um die Aus­ga­ben zu sen­ken. Den Rot­stift hat er bei den frei­wil­li­gen Bei­trä­gen in den Be­rei­chen So­zia­les und Ge­sund­heit be­schlos­sen. So wer­den die Bei­träge für die Pi­ket­tent­schä­di­g​un­gen für die Wo­chen­bett­be­treu­​ung durch frei prak­ti­zie­rende Heb­am­men in der Höhe von Fr. 17‘000.- voll­um­fäng­lich ge­stri­chen.

Dieser Entscheid ist aus Sicht des Schweizerischen Hebammenverbandes (SHV) Sektion Zürich und Umgebung wenig verständlich. Schliesslich sorgt der Bereitschaftsdienst der Hebammen im Wochenbett dafür, dass gesundheitliche Probleme bei Neugeborenen und Müttern schnell erkannt und behandelt werden können und dadurch einen kostensenkenden, präventiven Charakter hat.

Die Pikettentschädigung ist im Kanton Zürich auf der Gemeindeebene angesiedelt. Von 169 Gemeinden im Kanton Zürich zahlen aktuell deren 147 Pikettentschädigung. Da die Hebammen in ihrer Wohngegend, also meistens nur in einer oder wenigen der umliegenden Gemeinden arbeiten, entsteht dadurch eine ungleiche Lohnsituation für frei praktizierende Hebammen.

Wird Prävention abgebaut werden die Kosten anderswo steigen. Die Massnahme des Bülacher Stadtrates ist kosmetischer Natur mit schädlichen Nebenfolgen.

In diesem Zusammenhang haben wir den Regierungsrat um die Beantwortung verschiedener Fragen gebeten. Die Ausführungen des Regierungsrates ist enttäuschend, denn er sieht keinen Handlungsbedarf. Er schreibt: Im KVG seinen diejenigen Leistungen aufgeführt, die wirtschaftlich und effektiv seien. Unnötiges sei eben nicht aufgeführt. Die Arbeit der Wochenbetthebammen wird zu wenig wertgeschätzt. Wir schauen, welche Massnahmen ergriffen werden müssen.

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Comments to: Pikettentschädigung für Wochenbetthebammen
  • November 27, 2016

    Frau Monika Wicki,

    Im Prinzip gebe ich Ihnen recht, es muss zuletzt beim Beginn des Lebens überhaupt, nämlich bei den Hebammen, den jungen Müttern, den Babys, den Kleinkindern gespart werden. Auch nicht bei den Schulen, der Ausbildung junger Menschen ect. Aber genau dies geschieht doch heute im vermehrten Masse, oder ?

    Gleichzeitig unterliegt Ihre Partei die SP nämlich hier einem grossen Widerspruch, nämlich bei dem von der SP penetrant immer weiter betriebenem Import von Wirtschafts- & Sozialimmigranten, wie z.B. den Eriträern, welche zu 98 % zu zehntausenden, einfach nicht integrierbar zum grössten Teil (ca 82 %), jetzt jahrelang, voraussichtlich jahrzehntelang – nämlich wohl bis zu deren Lebensende, einfach viel zu bequem, zu träge nicht integrierbar in unsere kulturellen Errungenschaften sich nicht integrieren, sondern in den Sozialkassen hängen bleiben. Dieses im völlig falschen Mitleid ausgegebene Geld fehlt zwangsläufig anderswo, auch ein Naturgesetz der Mathematik.

    https:​//tp.srgssr.ch/p/srf/​embed?urn=urn:srf:ais​:video:7470d9d1-9319-​4582-b4e0-8dfb265c6b5​8&start=0

    Verstehe​n Sie doch auch endlich einmal, irgendwo muss ja dann Geld eingespart werden, denn es sind noch keine gebratenen Enten von Himmel gefallen, dies ist Natur- resp. Schöpfungsgesetz. Wenn wir schon bei der Schöpfung, der Natur sind, ist es nicht völlig natürlich, jedes Tier ist selbständig befähigt, sich sein Futter selber zu suchen ? Manchmal braucht es aber eben auch eine gewisse “Not” wie bei den Tieren, zum Beispiel eben Hunger, damit man sich selbständig auf den Weg macht und seine Nahrung selber “sucht” (verdient) dann auch noch selber zubereitet, respektive “verschlingt”. Dies ist unabhängig des kulturellen Hintergrundes oder der Nationalität auch beim Menschen so.

    Nächstenliebe ist heute auch gefragter denn je, da sind Sie sicher (hoffentlich) mit mir einer Meinung, dies heisst eben dann auch, LIEBE am NÄCHSTEN, nämlich zu aller erst im eigenen Revier, nämlich eben am NÄCHSTEN, an Schweizer/Innen und Ausländerinnen im eigenen Revier, Letztere, die seit Jahrzehnten hier auch arbeiten und sich so selber den Lebensunterhalt eigenständig zu verdienen wissen.

    Ungefähr 3.2 Milliarden CHF könnten jährlich eingespart werden, Tendenz zunehmend, womit die Hebammen-Entschädigun​g und vieles weitere keinesfalls immer so völlig am falschen Ort äusserst beschämend gestrichen werden “müssten”. Sie sehr geehrte Frau Monika Wicki, so könnten Sie auch einen erheblichen zweckmässigen Beitrag dazu leisten, indem Sie sich für diese Nächstenliebe jetzt stark machen.

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  • November 28, 2016

    Ist es Heute eigentlich wirklich zuviel verlangt, für das eigene Kind, auch mal ins eigene Portemonaie zu greifen, wenn man schon die Dienste einer 365 Tage/24h Hebamme, in Anspruch nehmen will?!
    Zumal Bülach ein eigens Spital mit Geburtsstation hat, wo 24h ein Notfallteam bereit steht? Ich habe kein Problem, Famililien mit Kindern solidarisch zu unterstützen, aber bei der Luxus-Hebamme, hört es für meinen Geschmack, eigentlich auch auf!

    “Die Arbeit der Wochenbetthebammen wird zu wenig wertgeschätzt. ” Deshalb ist sie den Eltern, auch nichts wert?!

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  • Februar 4, 2017

    Ich wurde in Chur 1942 geboren und zwar im “Kantonalen Frauenspital”. Im Frauenspital kamen Wöchnerinnen aus abgelegen, “unversorgten” Orten des Kantons, um die letzten Wochen vor der Geburt zu verbringen. Im Frauenspital wurden die Frauen auf die Geburt und die Pflege der Säuglinge vorbereitet. Sie arbeiteten im Betrieb, in der Küche, der Waschküche und der Lingerie mit oder beschäftigten sich mit Stricken und spazieren. Heute gibt es diese Institution in dieser Form nicht mehr. Das kann damit zusammenhängen, dass die Strassennetze den Hebammen erlauben in nützlicher Frist in jedes Tal zu gelangen.
    Wenn nun die Gemeinde Bülach die Pikettkosten für freischaffende Hebammen streicht, hat Bülach zwar einen kleinen Betrag eingespart. Wenn jemand das Kind in der Geburtsabteilung vom Spital Bülach zur Welt bringt, zahlt es am Ende die Krankenkasse. Und diese Rechnung wird höher ausfallen, als die Hebamme kostet, die ins Haus kommt.

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