1. Gesellschaft

Schweizer Film: Das gefrorene Herz

Die Schweiz in ihrem Urzustande. Es gibt auch jetzt noch in einigen Bergtälern das ur-schweizerische, archäische gemeinschaftliche Zusammenleben der Einheimischen Menschen. Man grüsst sich noch, Jeder kennt jeden, mit all seinen Stärken, Schwächen & Sorgen, auch der gemeinsamen Freuden. Die Lebensfreude wird hochgehalten, ja obwohl mit viel weniger materiellen Gütern gesegnet als Heute. Ja und die materielle Not macht den Menschen erst schlau und erfinderisch.

Dieser Schweizer Film ist herausragend gut gemacht, es gibt viel neues zu entdecken, wieder zu entdecken – über die Eigenarten der Schweizerinnen und Schweizer. So hat es früher noch auch immer mindestens einen sogenannten “Dorftrottel” gegeben, die auch einen ganz wichtigen Zweck in der Gemeinschaft (unbewusst natürlich) hatten. Niemand hat sich ihrer geschämt. Leider sind heute diese Menschen fast alle verschwunden aus der Öffentlichkeit, das öffentliche Bild wurde von ihnen “gereinigt”, indem diese hinter Mauern nun in Sondersettings “betreut” werden, finanziell sehr lukrativ natürlich. Nur soviel: Die Wahrheit liegt immer dort, wo wir sie am wenigsten vermuten.

Eklatante Kulturunterschiede zu heute

Inhaltlich & kulturell sendet er manche tiefe Impulse wie z.B. dieser Gesellschaftswandel: “Im Film “zächä” die zwei Landstreicher miteinander, und der eine, Zähne z.T. faul und sichtbar schwarz, also schon ein etwas gruseliger Anblick. Dieser schwärmt also von einem Vollblut-Weib dem anderen etwas vor voller Insbrust. Als sNN die Wirtin die zwei bedient, macht er diese, schwärmerisch & serh stürmisch ihre weiblichen Vorzüge lobend, ganz natürlich in seiner archäischen direkten Art sexuell an. Die Wirtin ihm erwidert: “Chabis benutze Du deine Hände”. Als die Wirtin später in den düsteren Keller verschwindet um “Moscht” zu holen, steigt er ihr sofort nach, erwischt sie am Fass, erschreckt sie und brüllt: “So jetz zeig i dir was mini Händ no alles a dir vermögä, du tolls Wiib”. Ihre prallen weiblichen Brüste & ihr Hintern sind sogleich – recht zudringlich – sofort in seiner stürmischen “Bearbeitung”. Sie vermag ihn aber kraftvoll noch weg zu stossen, schreit wie wild um Hilfe, er macht sich aus dem Staube. Später findet man ihn tot – mit Eiszapfen im Gesicht – im Wald elend erfroren. An seiner aufgebahrten Leiche – wohin es dieses Weib ganz offensichtlich noch immer zog – sagte dann exakt diese Wirtin folgendes: “Ähhh, eigentlich isch er jo no ä ganz nätts Mannsbild gsi”. Wer vermag denn zu erahnen, zu sagen, warum gerade sie dies so verständnisvoll, fast liebevoll sagt, zu einem der sie fast vergewaltigt hätte. Warum dieser eklatante diesbezügliche “Kulturunterschied” zu heute?. Denn Hand aufs Herz, wo doch heute jeder Mann für eine noch so kleine Aufmerksamkeit/Avance​​​​​​​​​​/Kompliment einem Wesen des weiblichen Geschlechtes gegenüber, gleich mit einer Strafklage wegen sexueller Belästigung rechnen muss.

Der andere Landstreicher, erst kürzlich sein Freund geworden, setzt sich dafür ein, dass ihm ein anständiges christliches Begräbnis zukomme, auf Kosten der Gemeindekasse, somit allen Einwohnern. Er geigt es beiden Gemeindepräsidenten: “Nid dass er vo dä Rabä und anderem Getier eifach elendiglich no gfrässe wird”. Der eine Gemeindeamman flüstert vor Ort des Geschehens, vor der Leiche stehend, dann sehr leise zu seinem Begleiter; “Du liggt dä nid uff der ganz falschä Sittä bi eüs änä?.” Denn nur einige Meter entfernt sah man schon den Grenzstein der beiden Gemeindereviere, der diese voneinander trennte. Sie gaben dem Landstreicher einige Geldmünzen, damit er sich verziehe. Dieser nicht dumm, witterte dass da etwas nicht stimmte, und sah dann versteckt hinter einer Tanne den beiden zu wie sie den Leichnam auf die andere Seite legten, damit diese Gemeinde die Begräbniskosten selber hatte. Der Landstreiche hat dieses feige “Weschieben von menschlicher Verantwortung” auf seine Art dann selber gelöst, und wie bravourös, einfach köstlich.

Heute schiebt man nicht mehr Einheimische “armi Siechä” anderen Gemeinden zu, man sorgt sogar sofort für eine schnelle Rundumversorgung für jeden Wohlstands-Migranten.​​​​​​​ Die kommen heute ja aus allen Herrenländern zu uns in die Schweiz, ungefragt und alle in die Städte. Dies sehr einfache Landleben würde ihnen, den meisten, wohl nicht behagen. Auch dies ist doch auch ein eklatanter Gesellschaftswandel, den die einen als vorbildlich und human, die anderen als wenig zielführend für die Betroffenen und die Einheimischen, auch als wenig rechtmässig betrachten. In so einem archäischen, in seiner uralten kulturellen Tradition, die ist dort auch heute noch fast erhalten geblieben, jedenfalls in den kleineren Dörfern. Dort würde einem Fremden einfach zugezogenen eine Gabel für ins Heu oder in den Stall in die Hände gedrückt mit der direkten unmissverständlichen Botschaft: “Do nimms se und chum mit, denn wer nid chrampfet bi üüs, de bechunt bi Gott au nüt z’ässä. Und bi Weigerig würdi dä i emänä sonä Fall ganz eifach zum Tüfel in dunklä Wald furtgjagt. Aber ohni Psychologä, Sondersettings und no 160 Frankä Sackgäld näbä Choscht und Logis.”

Solche eklatanten Veränderungen zeigt der Film noch viele auf, man kann dann, insoweit man diese unmittelbar auch begreift, sehr oft auch herzhaft Lachen, und Lachen ist bekanntlich sehr gesund.

«Das gefrorene Herz» den schlauen Korber, der zwei Dörfer zum Narren hält, um seinem Freund ein anständiges Begräbnis zu ermöglichen.

Ein Dialekt-Spielfilm von Xavier Koller aus dem Jahr 1979 in einer restaurierten Fassung in HD.

Viel Vergnügen und neue gute Einsichten wünsche ich allen Schweizerinnen und Schweizern, welche Heimat-Kultur interessiert sind.

https://www.s​​​​​​​​​​rf.ch/play/t​v​/​s​c​h​w​e​i​z​er-​fi​lm​/v​id​eo​/d​as​​-g​​ef​​ror​ene​-he​r​z?​i​d=​9​86​4​0a​8​8​-b4​7​0-4​d​b9-​9​252​​-​bf2​​c​c8b​61​316​​&s​tat​​io​n=6​​9e​8a​c​​16-43​2​​7-4af​4​​​-b873​-​​​fd5cd​6e​​8​95a7​

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Die Kunst ist keine Nachahmung der Natur, sie ist eine Erklärung derselben.

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