1. Wirtschaft

SNB: Geldpolitik mit einem Staatsfonds

Nationalbank: Geld­po­li­tik ohne Ver­luste ist mög­lich mit einem Staatsfonds.

Was könnte man tun, damit sich Zentralbanken in der Ausübung der Geldpolitik nicht um Verluste und Verärgerung wegen der ausbleibenden Gewinnausschüttungen sorgen müssen? Man könnte die Aktiven aus der Zentralbank lösen und einer anderen Institution übergeben, etwa einem Staatsfonds, der sie verwaltet. Dann müsste sich die Zentralbank nicht mehr um Verluste kümmern. Das ist ein Weg, über den vor allem die Schweizerischen Nationalbank (SNB) nachdenken sollte.

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Comments to: SNB: Geldpolitik mit einem Staatsfonds
  • Mai 21, 2019

    Verlagerung der Risiken nennt sich das Spiel.
    Ein Staatsfonds macht nur Sinn, wenn es sich um Einnahmen aus endlichen Ressourcen handelt und nicht aus Investitionen aus dem Nichts!
    Dem Bankensystem sollten die Eigengeschäfte im Geldspielwarenmarkt verboten werden. Die Währung kann mit entsprechenden Finanztransaktionsgeb​ühren geschützt werden.

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  • Mai 21, 2019

    Die SNB macht weder “Gewinne” noch “Verluste”. Sie ist keine Geschäftsbank.

    Noc​h ist sie eine Bank, um Geld für die AHV zu besorgen.

    Noch ist sinnvoll, 1 mia aus der Entwicklungshilfe/Asy​lwesen zu nehmen um das Geld der AHV zu geben.

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    • Mai 21, 2019

      Die Zentralbanken dieser Welt bestimmen den Kurs unserer Gesellschaft, alle Verwerfungen die sie in Politik und Wirtschaft wahrnehmen gehen ursächlich von der Geldpolitik der Zentralbanken aus.
      Zentralbanken können sehr wohl grosse Verluste erleiden, sollten diese in die Insolvenz führen, muss zwingend eine Währungsreform stattfinden, welche letztlich den Verlust von Kapitalvermögen und die Renten aller unter dieser Währung lebenden Bürger bedeutet.

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  • Mai 21, 2019

    99% der Aktiven der SNB sind Devisen, dies in einem Umfang von mehr als 120% des BIP, mehr als bei jeder anderen Zentralbank auf dieser Welt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch gerne von Devisenreserven, was nicht der Realität entspricht. Reserven sind Eigenkapital, Devisen nicht. Die SNB besitzt nicht 800 Milliarden Eigenkapital, wie suggeriert, sondern 800 Milliarden Devisenanlagen. Diese wurden mit fast 700 Milliarden Schulden der SNB gegenüber den Banken finanziert.
    Die Grösse der SNB-Bilanz stellt ein gewaltiges Problem für die Schweizer Wirtschaft dar. Warum? Über 99 Prozent des SNB-Vermögens sind in Devisen angelegt – und zwar in ausländischen Aktien und Obligationen.

    Die SNB besitzt somit nicht nur ein Währungsrisiko, sondern zusätzlich ein Schuldnerrisiko und ein Zinsrisiko. Gehen Dollar und Euro auf Tiefststände, so sind gut und gerne 20 Prozent des Vermögens weg. Die SNB hat dann kein Eigenkapital mehr.

    Sollten dann auch noch die Aktien korrigieren und die Zinsen steigen, so kann das nochmals einen dreistelligen Milliardenbetrag kosten.

    Fiele das Eigenkapital der SNB beispielsweise auf minus 100 Milliarden Franken, so müssten die kreditgebenden Banken (UBS, CS, Kantonalbanken, PostFinance und weitere) ihre Guthaben bei der SNB um 100 Milliarden wertberichtigen, was eine sofortige Pleitewelle bei unseren Banken bewirken würde, deren Eigenkapital sowieso schon durch den tiefen Zins bedroht ist.

    Die Banken sind mit ihren Krediten von insgesamt fast 700 Milliarden Franken an die SNB ein gewaltiges Risiko eingegangen. Vor diesem Hintergrund propagieren sie nun, die Devisenanlagen der SNB seien in einen Staatsfonds auszulagern.
    In diesem Fall könnten sie das SNB-Risiko direkt auf die Schweizer Steuerzahler abwälzen. Die Banken wären dann (wenigstens diesbezüglich) „aus dem Schneider“.

    Was tun wir, wenn Banken und Pensionskassen hohe Verluste erleiden oder gar Konkurs gehen, weil die SNB sich mit Devisen verspekuliert hat? Die Schulden der SNB sind nota bene fast viermal höher als jene von Bund, Kantonen und Gemeinden – zusammen.

    Die Fetten Jahre im Bankensektor sind schon seit 2008 vorbei, die Nullzinspolitik der SNB bricht den Banken den Hals. Egal wer als erstes Pleite macht, ob jetzt die SNB oder die Privatbanken, zahlen werden es letztlich die Steuerzahler mit ihren Pensionen und Vermögen.

    Da braucht es lediglich den Umstand das Italien in die Insolvenz rutscht und unsere ganzen Banken gehen inkl. SNB und Wirtschaft den Bach runter. Wir haben in Europa ein riesiges Problem, viele Firmen existieren nur noch wegen der tiefen Zinsen und könnten mit einem Zins von über 1% ihre Kapitalkosten nicht mehr erarbeiten, dies betrifft ca. 15% aller Unternehmen im Euroraum. Des Weiteren schmelzen die Gewinne der Banken dahin wie die Butter in der heißen Bratpfanne, ich gebe den grösseren Banken noch 1 bis maximal 2 Jahre, danach rutschen sie in die roten Zahlen.
    Egal wer als erstes den schwarzen Peter zieht, ob nun die Wirtschaft, ein Land, eine große Bank, es werden Anpassungen stattfinden die alle betreffen. Daneben wird die letzte Finanzkrise aussehen wie ein Kindergeburtstag und wir dürfen uns auf Kriege, Aufstände, Hungersnöte und den Zusammenbruch großer Teile der menschlichen Zivilisation gefasst machen. In solchen Zeiten wird der Verlust der Rente oder unseres Vermögens noch die geringste Sorge sein.

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