1. Sicherheit & Kriminalität

Sollen Kitas blaue Flecken bei der KESB melden?

Bezug auf das Votum Schwan­der in fol­gen­dem Bericht:

https://www.​​​​​​nau.ch/politik/d​e​b​a​t​t​e-um-auswei​tu​ng​-d​es​-k​indess​chu​tze​s-i​m-n​ati​o​nalr​at-6​5270​168

Hier​​ geht es offenbar nicht nur um harmlose blaue Flecken, denn die gehören zur Kindheit, wie das Amen in der Kirche. Ein gebrochener Arm(*) ist immer noch kein Grund, einem Elternteil Missbrauch vorzuwerfen, es sind triviale Beispiele. Es geht um konkrete(*) Gefährdungen und die müssen nachgewiesen werden wie auch andere strafbare Handlungen Beweise erfordern.

(*) konkret bedeutet zum Beispiel, wenn das Kind sagt “meine Mutter/Vater macht mir weh bzw. hat mich geschlagen”. Babys und Kleinkinder können das vielleicht noch nicht so gut artikulieren und ein gebrochener Arm bei einem Kleinkind ist schon etwas ungewöhnlich. Verletzungen von Kleinkindern äussern sich eher durch Beulen am Kopf oder Schürfungen am Knie oder Ellenbogen durch Stürzen. Regelmässig blaue Flecken bedürfen daher schon einer genaueren Beobachtung durch das Kitapersonal. In der Beobachtung der Eltern, wie sie mit dem Kind allgemein umgehen, wie das Kind auf seine Eltern reagiert und wie der Umgangston mit dem Kind klingt kann man normalerweise mit der Intuition und mit gesundem Menschenverstand erkennen, ob Kinder misshandelt werden.

Nach Art. 448 Abs. 2 können Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Hebammen und Entbindungspfleger, Chiropraktorinnen und Chiropraktoren,Psycho​​​​​​​loginnen und Psychologen sowie ihre Hilfspersonen nur dann zur Mitwirkung verpflichtet werden, wenn die geheimnisberechtigte Person sie dazu ermächtigt hat oder die vorgesetzte Behörde oder die Aufsichtsbehörde sie auf eigenes Gesuch oder auf Gesuch der Erwachsenenschutzbehö​​​​​​​rde vom Berufsgeheimnis entbunden hat.

Auch wenn die betroffene Person, das Kind oder dessen Eltern nicht mit den Wahrnehmungen der Fachperson einig sind, bedingt also ein Verdacht nach der neuen Kinderschutzvorlage (Geschäft 15.033) zwingend eine Meldung an die KESB.

Wahrnehmungen sind sehr subjektiv und es darf nicht passieren, dass Fachpersonen in der sozialen Arbeit eine übermächtige Rolle einnehmen können. Die Gefahr des Irrtums ist ebenfalls mächtig gross und deshalb dient eine routinemässige Verdachtssabklärung nicht dem Wohl und dem Schutz einer betroffenen Person oder eines Kindes!

Das Wohl einer betroffenen Person und eines Kindes wird nämlich auch dann gefährdet, wenn das Interesse und der Schutz des Gefährdungsmelders höher gewichtet wird. An die Meldepflicht ist nämlich ein Straftatbestand bei Meldepflichtverletzun​​​​​​​g geknüpft und so will sich jede meldepflichtige Fachperson, die einen Hinweis zu verantworten hat auf der sicheren Seite wiegen und lieber einmal eine Meldung zuviel machen als selber das Risiko eingehen, strafrechtich belangt zu werden. DAS KANN NICHT IM WOHL EINER HILFSBEDÜRFTIGTEN PERSON LIEGEN, wenn ein vermeintlicher Schutz aufgezwängt werden soll. Eine Anhörung und Einvernahme kann sowohl für das Kind wie auch für die Eltern eine verhältnismässige Belastung darstellen und ihren Ruf und Ehre schädigen! Die Folge davon wäre, dass das Kind sich schämen muss, weil so eine seelische Belastung nicht spurlos an ihm vorbeizieht und womöglich auch im schulischen Umfeld so ein Verdachtsdelikt nicht im Verborgenen bleibt. Wie würde sich das Kind fühlen, wenn seine Schulkameraden auf dem Pausenhof fragen: “was haben Deine Eltern mit dir gemacht”?

Wenn konkrete Hinweise für Misshandlungen vorliegen und diese offensichtlich sind, dann ist Handeln angesagt. Es darf nicht sein, dass jeder Verdacht ein Routineverfahren auslöst und im Gegenzug strafbaren Handlungen eines Beistandes wie zum Beispiel die Sorgfaltspflichtverle​​​​​​​tzung, die ungetreue Geschäftsbesorgung und andere strafbaren Verdachtstatbestände von der Aufsichtsbehörde und von den Gerichten als VERSEHEN entschuldigt werden, nachdem die Anzeiger/Beschwerdefü​​​​​​​hrer zuerst eine Unsumme für die Verfahrenskosten berappen müssen.

Dieses Ungleichwicht in der Handhabung der Beweislast führt mit der fehlenden Waffengleichheit zu unverhältnismässigen Verfahren und letztendlich bleibt auch die Frage unbeantwortet, WER DIE KOSTEN FÜR DIE ABKLÄRUNGEN TRÄGT, wenn ein vermeintlicher Verdacht sich als Unwahrheit offenbart?

Bitte denkt daran, wenn Eltern in ANGST leben müssen, alles PERFEKT machen zu müssen, dann ZWINGT der Staat seine Bürger in eine KORSETT. Ich appelliere an die Vernunft und den gesunden Menschenverstand des ausgebildeten Fachpersonals.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
Kommentare anzeigen Hide comments
Comments to: Sollen Kitas blaue Flecken bei der KESB melden?
  • November 26, 2017

    Soll es in der Schweiz norwegische Verhältnisse geben? Eine Ohrfeige und das Kind/die Kinder landen für immer bei Pflegefamilien?

    Si​nd wir schon beim Spitzelsystem, wo überall STASI-Agenten lauern?

    Nein zur staatlichen Allmacht der KESB.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Richtig, Herr Eberhart.

      Es ist vollkommen unbegreiflich wie man als Antwort (oder wohl als „Lösung“) auf die inzwischen aufgedeckten, teilweise krassen Fehlbeurteilungen im damaligen, staatlich versauten Verdingwesen, ein staatlich beherrschtes KESBwesen einführen kann.

      Zumal sich inzwischen ein bürgergestütztes Vormundschaftswesen als ziemlich tauglich und vernünftig herausgestellt hatte…

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Ganz genau. Siehe Kinder der Landstrasse oder die Skandale um katholische Einrichtungen für Frauen die unverheiratet schwanger wurden.

      Überall dort, wo man gottgleich herschen kann, herscht Machtmissbrauch und Arroganz.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Zitat von Nationalrat Karl Vogler (CVP) vom 28.11.2017:

      “Minderjährige haben gemäss Artikel 11 Absatz 1 der Bundesverfassung einen verfassungsmässigen Anspruch auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit.
      Adre​ssaten dieser Norm sind in erster Linie der Bund, die Kantone und die Gemeinden, welche im Rahmen ihrer Zuständigkeiten mit rechtsetzenden Massnahmen für den nötigen Schutz der Minderjährigen zu sorgen haben, dies notabene neben den privaten erziehungs- und betreuungsberechtigte​n Personen, die von dieser Norm ebenso in die Pflicht genommen werden”.

      Darauf sollte man sich verlassen können!

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Auszug aus der Medienmitteilung vom 26.4.2016:

      “Peter Föhn (SVP/SZ) versicherte, auch er sei gegen Missbrauch. Aber er sei geschlagen worden als Kind, und es habe ihm nicht geschadet. Im Muotathal sei das eben anders als in Zürich. “Man kann die Kinder gleich in die Wiege des Staates legen. Ich glaube nicht, dass es besser herauskommt”, sagte Föhn”.

      Schläge sind eine Vorstufe von Gewalt und diese ist ein Ausdruck von Hilflosigkeit!

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Der Schutz, Frau Bloch, den Herr Vogler da den Minderjährigen gnädigerweise “zuspricht” ist nicht derjenige den diese brauchen.

      In erster Linie wäre es nämlich wichtig, dass wenigstens noch die Kinder vor dem Zugriff des Staates geschützt werden!
      Aber mit jeder neuen „rechtsetzenden Massnahme“ werden sie mehr und mehr den eigenen Eltern entrissen, vergemeinschaftet, indoktriniert und zu willigen Staatssklaven gepresst.

      Das ist ja auch die eigentliche Absicht hinter dieser CVP-Heuchelei und gleichzeitig die fatale Folge der einschleimenden Gutmenschenpunkte-Sam​mlerei dieses “Volksvertreters”…

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Hans Knall

      Wir werden im 1. Semester 2018 sehen, ob Sie mit Ihrer Feststellung richtig liegen.

      Ich werde dann hier meine Eindrücke zu meiner eigenen Evaluation veröffentlichen, sobald meine persönlichen Erfahrungsberichte vorliegen.

      Kommentar melden
  • November 27, 2017

    Ich vermute mal, in der KESB tummeln sich staatsnahe Leute, in geschützten Arbeitsplätzen, die anderswo in der Privatwirtschaft wahrscheinlich nie einen Arbeitsplatz mit so überrissenem Lohn bekommen würden.
    Ich bin sehr skeptisch gegenüber dieser Organisation, am besten man hat nie im Leben etwas mit denen zu tun.
    Meine Jungs sind schon aus dem Alter, aber es könnte noch irgendwann zu einer ungerechtfertigten Entmündigung durch die KESB kommen, darum immer dieser Organisation aus dem Weg gehen !

    Kommentar melden
  • Dezember 5, 2017

    Frau Bloch,
    Ich würde mir an Ihrer Stelle mal überlegen wie schlau es ist, das Bild Ihrer Tochter hier zu veröffentlichen. (Oder auf Facebook, im Wathsapp Profil.)

    Stichwort​: Persönlichkeitsrecht des Kindes! Nur so von Wegen, Missbrauch der elterlichen Gewalt.

    Kommentar melden
  • Dezember 6, 2017

    Früher hiess die KESB wohl Vormundschaftsbehörde​.
    Auch diese Behörde hat wohl manches Leben zerstört (vielleicht auch manches gerettet, will ich nicht ausschliessen).
    Was mich stört, wenn bei irgendwelchen Behörden irgendwelche Missbräuche oder Fehlentscheide stattfinden sieht man immer nur ein Allheilmittel: Es heisst bessere Ausbildung der Angestellten. So etwas wie charakterliche Eigenschaften welche beruflich geeignet wären scheinen überhaupt nicht zu existieren?

    Es soll alles nach Paragraphen, rational, objektiv und administrativ über die Bühne gehen.
    Für Bauch- und subjektive Entscheide wie das “Herz am rechten Fleck haben” scheint kein Platz zu sein?
    Wenn man nur mit solchen Massstäben arbeitet muss man sich fragen, ob es dann überhaupt noch Menschen sein müssen welche beim KESB, Sozialamt etc. arbeiten?

    Da könnte man genauso gut Roboter mit Algorithmen die Entscheide fällen lassen, immerhin wären das dann keine Sadisten oder Machtmenschen.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Ja, diese Überlegungen könnten von mir sein. Ich liebe Menschen, die das “Herz am rechten Fleck haben” und somit würde ich auch mit einem Roboter kooperieren, wenn er gerecht, friedlich und achtsam mit Menschen umgeht. Diesen Algorithmus, wie auch die Zerstörung kann programmiert werden – durch Menschenhand.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Das gilt nicht nur für die KESB, auch bei Scheidungen würde ein Formular und ein Computergeneriertes Urteil völlig ausreichen! Ist ja eh reine Mathematik für die Richter, um Gerechtigkeit oder gar das Wohl der gem. Kinder, geht es da ja def. nicht. Also wozu dann das ganze kostspielige, zermürbende, dreckige Wäsche waschen im Richterzimmer? Mutter hat eh immer recht und weiss allein was das beste für IHR Kind ist, und nur wenn es Mutter wohl ist, darf es auch IHREM Kind wohl sein, selbst wenn es dafür ohne Vater aufwachsen muss, weil der Mutter, nicht mehr passt.
      Auch eine Art massiven Missbrauchs, aber kratzt ja praktisch keinen! Im Gegenteil, je rachsüchtiger, je perfider, egoistischer desto mehr Support von Seiten Behörden! (Ausnahmen ( mit Herz und Verstand) bestätigen auch hier nur die Regel)

      Kommentar melden
  • Dezember 6, 2017

    Ich habe selbst keine Kinder, aber ich habe seinerzeit mit meinem Hund eine Hundeschule besucht. Den Hund zu schlagen, auch wenn er sich noch so unmöglich benommen hatte, war ein “no go”. Denn das unmögliche Benehmen sei die Schuld des Menschen, wurde uns gesagt. Und ich denke, das ist bei Kindern auch so. Eltern, die ihre Kinder schlagen, sind unfähig diese zu erziehen.

    Kommentar melden
  • Dezember 10, 2017

    Es gibt in der Schweiz das Zivilgesetzbuch > ZGB. Die Artikel 296 – 317 geben Auskunft über die Fragen, die hier diskutiert werden. Wenn es aber um strafbare Handlungen an Kindern geht, gibt das Strafgesetzbuch StGB Auskunft.

    Kommentar melden
  • Dezember 10, 2017

    Guten Abend Herr Müller

    Dieser Beitrag basiert eigentlich auf die von Ihnen benannten Artikel aus dem Zivilgesetzbuch (Art. 314 ff) und Strafgesetzbuch (Art. 443) und die Debatten zu den Differenzen sind geführt worden. Demnach ist der Kinderschutz ausgedehnt worden und eine Meldung an die Schutzbehörde erfolgt, wenn es den Anschein macht, dass eine mutmassliche Gefährdung des Kindswohl vorliegen könnte. Mit anderen Worten: Eine abstrakte Gefährdung des Kindswohls, ohne Vorliegen von konkreten Hinweisen, erfordert eine Meldung an die KESB. Nun, dazu gibt es nicht mehr viel zu sagen, ausser dass man den Kindererziehung nicht mit der Hundehaltung vergleichen soll, obschon beides beseelte Wesen sind, die auf eine Trennung bzw. auf einen Verlust mit seelischem Schmerz reagieren.

    Die Gefahr in dieser Formulierung liegt aus meiner Erfahrung darin, dass das abstrakte Gefährdungspotential dazu führen kann, dass ein Entscheid einer Behörde dazu führen kann, dass die konkrete Gefährdung übersehen wird.

    Ein Beispiel:

    Wenn zwei Parteien um das Besuchsrecht des Kindes streiten und die Behörde befindet, dass die Mutter das Kind abstrakt gefährdet, weil sie den Kontakt (aufgrund konkreter Hinweise) zum Vater nicht unterstützen kann.

    Szenario 1:

    Die Mutter will sich rächen und verweigert den Besuchskontakt zum Kindsvater, der sich vielleicht immer vorbildlich als Vater verhalten hat. Dann würden jedoch keine konkreten Hinweise für eine Kindswohlgefährdung vorliegen und somit wäre das Kind abstrakt gefährdet, weil es von der Mutter womöglich negativ beeinflusst wird.

    Szenario 2:

    Die Mutter hat keinen Grund sich zu rächen, sondern sie möchte den Schutz des Kindes (aufgrund konkreter Hinweise einer Kindswohlgefährdung) gewährleisten und fordert die entsprechenden Abklärungen (neutrales Sachverständigengutac​hten) und allenfalls entsprechende Massnahmen im Rahmen einer Besuchsbegleitung. Die konkreten Hinweise können Unerfahrenheit, Alkohol- oder Drogensucht, Wahrnehmungsstörungen​ im Sinne einer bekannten Psychischen Erkrankung, Neigung zu Pädophilie oder ein lasterhafter Lebenswandel sein (Aufzählung nicht abschliessend).

    Hier wäre es doch falsch, wenn die KESB die abstrakte Gefährdung mit der konkreten Gefährdung des Kindswohl verwechseln würde und das Kind aus einem Verfahrensirrtum einer Gefahr aussetzen würde?

    Kommentar melden
  • Dezember 11, 2017

    Ausgeweitet soll ja eigentlich nicht wirklich der „Kinderschutz“ werden, sondern nur die Kompetenzen der Staatsbehörde KESB sich in die Privatsphäre der Familien einzumischen und bei „Überprüfungen“ deren Zusammenlebensvariant​e zu beurteilen, zu massregeln, zu regulieren.

    Für Viele auch schon nicht mehr überraschend, setzt die „Ausweitung“ der Obrigkeitskompetenzen​ nicht dort an, wo tatsächlich die meisten Kinderquäler-Fälle passieren: Zum Beispiel in Muslimischen Familien wo Mädchen von klein an auf den Besitzstatus für Männer sowie Buben zum religiösen Eiferer und künftig den Nichtgläubigen Überlegenen getrimmt werden. Die findet man zudem eher selten in Kinderkrippen oder im Schwimmunterricht, wo „blaue Flecken“ festgestellt werden könnten.

    Während es aufgrund reiner Vermutungen in Schweizer Familien bereits leicht zu drastischen Behördenmassnahmen wie Kindeswegnahme oder Entmündigungen kommen kann, werden teilweise auch unserer Zivilisation widersprechende Verhaltensweisen in muslimischen, tamilischen oder animistisch-afrikanis​chen Familien als „zur Kultur“ oder „zur Religion“ gehörend administriert.

    Was​ ist der wahre Grund dieser permanenten Einschränkung der Selbstbestimmungsrech​te der Schweizer Bürger bei gleichzeitiger Erhöhung des Drucks auf diese, dem eigenen Verständnis entgegengesetzte Verhaltensweisen zu tolerieren oder gar als „lebensnotwendiges“ Ausleben der heimatlichen „Kultur“ (vor der die meisten behaupten geflohen zu sein) zu verstehen?

    Kommentar melden
  • Dezember 13, 2017

    Wenn ich die Frage beantworten soll, denk ich an folgendes…

    Spiel​platz, oder sonst wo, stösst sich das Kind so, dass es am Körper blaue Flecken gibt, so etwas nennt man eine Prellung. Das kann es geben.

    Nun wird im Kindergarten in der Schule entdeckt, das Kind hat blaue Flecken. Wird man dem Kind glauben, wenn es als Antwort gibt, ich habe mich gestossen, bin gefallen, als Antwort?

    Ich denke, nein die Antwort wird nicht überzeugen….

    Wei​l..Erwachsene welche geschlagen werden genau diese “Ausrede” ich bin hingefallen, habe mich gestossen benutzen, um eine Gewalttat zu vertuschen.

    Es führt also Automatisch zu einer Untersuchung, einmischen der Behörde ins Private, was nun Sache ist. Und so weiter und so fort.

    Dann kenne ich die Behörden noch so, dass wenn ein richtig Renitenter Typ Gewalttäter vor Ihnen ist, sofort Anwälte daher kommen, die Behörden Angst vor Gewalt gegen sich haben etc….

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Warum soll man einem Kind nicht glauben? Warum sollte man einer erwachsenen, mündigen Person nicht glauben? Wenn eine Person behauptet, nicht geschlagen worden zu sein, dann ist dieser Aussage zu glauben, es sei denn, man wolle nicht glauben.

      Sagen Sie mir, was würde sich ändern, wenn die Gesetzesvorlage geändert wird? Wäre die Aussage des Kindes glaubwürdiger als ohne Gesetzesänderung?

      Lassen wir einmal das Beispiel der erwachsenen Person ausser acht, denn erwachsene sagen manchmal bewusst die Unwahrheit, vielleicht aus versicherungstechnisc​hen Gründen….Ein “Unfall” wird in der Regel von der Unfallversicherung bezahlt. Ein Übergriff erfordert zusätzliche Traumatisierungen durch Abklärungen der Versicherungsansprüch​e etc.

      Ob ein Kind die Wahrheit sagt oder lügt, sollte eigentlich jeder erwachsene Mensch mit einem gesunden Menschenverstand erkennen können. Für ein Kind wäre es auch unzumutbar, durch ein Verhör seine Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen und es wäre genauso kindswohlgefährdend, wenn die Behörde bzw. die interdisziplinären Fachpersonen ein Kind zu einer Falschaussage nötigen. Wenn das Kind sagt, es sei umgefallen, dann darf man ihm nicht einreden, dass es vom (Stief-)Vater oder von der (Stief-)Mutter geschlagen worden sei. Damit nehme ich niemanden in Schutz, denn ich weiss, wovon ich rede und ich habe die Erfahrung gemacht, dass man das Kind nicht ernst genommen hat, als es konkrete Hinweise gemacht hat. Ich vertraue daher den Argumenten nicht: “man dürfe nur dann den Behörden eine Meldung machen, wenn es im Gesetzbuch steht”. Das ist eine billige Ausrede, die in der Tat missbraucht werden kann, um Täter zu “schützen”, indem es nachher heisst, die Mutter/Vater würde das Kind abstrakt gefährden, weil sie den Kontakt zum “Peiniger” abbricht. Ja sagen Sie mir, welche Mutter würde ihr Kind weiterhin einem Vater/Stiefvater übergeben, wenn er das Kind unsittlich anfasst oder sexuell missbraucht?

      Und trotzdem möchte ich hinweisen, dass das Rechtsstaatsprinzip der Unschuldsvermutung auch hier gilt.

      In Art. 10 der Strafprozessordnung gilt jede Person bis zu ihrer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig. Es darf also nicht sein, dass Eltern unschuldig schuldig werden und ihnen womöglich das Kind ohne k o n k r e t e H i n w e i s e entzogen wird. Das verletzt nicht nur die Bundesverfassung, sondern auch die EMRK.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Die Erwachsenen haben sie bereits ins Feld geführt, leider ist das so, dass aus „Gründen“ solche Taten verheimlicht werden.
      Und den Kindern glaubt man nicht, da immer das Böse und Schlechte vermutet wird. Möglicherweise zu Recht?
      Fakten sind, da ist die Mutter die den Horror erlebt, (wir haben festgestellt) da wird gerne gelogen, das geschieht ebenso, wenn das Kind das Opfer ist.
      Und leider ist es oft so, vielfach erwiesen, dass eben die Mutter lügt, (aus was für Gründen auch immer) weiss, dem Kind geschieht dies und das, es nicht anzeigt.
      Dann kommen die Traurigsten Fälle dazu, bei denen eine Person durch falsche Anschuldigungen denunziert wird, eine ganz gemeine Billige Masche, um in einem Konfliktfall den / die Ex abzusägen.
      Früher waren die Männer hauptsächlich betroffen von den falschen Anschuldigungen, heute sind auch Frauen betroffen, die solchen Anschuldigungen gegenüberstehen.
      So nebenbei werden gefakte Statistiken und Aussagen gemacht, jeder 4/6 Vater oder nahe Verwandte übe Gewalt aus, und so weiter, um eine KESB zu rechtfertigen.
      Der Hammer des ganzen; Sind wirklich echte Gewalt Probleme vorhanden, haben diese KESB und weitere Behörden nicht den sorry „Arsch in der Hose“ wirklich dagegen vorzugehen.
      Art 10: Unschuldsvermutung in der heutigen Zeit? Mit der heutigen Presse? Bei den Fanatikern auf solchen Gebieten?
      Da wird aus Mediengeilheit / Sensationsberichte sofort davon berichtet, es wird gemutmasst, die Person wird bereits verurteilt, bevor klar ist, schuldig oder nichtschuldig.
      Das sind beweisbare Fakten welche in den letzten Jahren abgingen. Heute sehen wir, hoffentlich, was solch ein Verhalten bringt. „Nur Chaos“.

      Kommentar melden
  • Dezember 14, 2017

    Wenn man bedenkt, dass bei gewissen Delikten de facto keine Unschuldsvermutung mehr existiert und gleich mit voller Härte vorgegangen wird, kann man sich das Vorgehen der KESB vorstellen.

    Wenn das ganze sich als falsch erweist, ist dann das nur eine Kurzmeldung wert ist und keinerlei Entschuldigung der Behörden.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Wenn man bis es so weit ist, die Existenz und Würde eines Menschen, sei es Frau oder Mann zerstört hat, was will man da noch Entschuldigen?

      Kommentar melden

Kommentar schreiben

Neuste Artikel

  1. Finanzen & Steuern
Finanzielle Lage des Bundes ist alarmierend: Schuldenbremse durchsetzen! Seit der Corona-Pandemie ist der Bundeshaushalt für die Mitte-Links-Mehrheit endgültig zum Selbstbedienungsladen geworden. Im Interesse der Steuerzahlenden und der künftigen Generationen ist dieses masslose Ausgabenwachstum zu stoppen

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen




Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu