1. Medien & Kommunikation

SRG-Konzession: Wo sind Ethik und Mehrwert versteckt?

Konzessionsentwurf für die SRG: Wo sind Ethik und Mehr­wert für die Ge­sell­schaft zu finden?

„Das publizistische Angebot der SRG hat hohen qualitativen und ethischen Anforderungen zu genügen. Es zeichnet sich aus durch Relevanz, Professionalität, Unabhängigkeit, Vielfalt und Zugänglichkeit (Art. 4 Abs.1).“ Ich frage mich nun, wo ist in diesen Kriterien – die im Anhang noch spezifiziert werden – die Ethik versteckt, und was genau ist ein Mehrwert des SRG Angebots für die Gesellschaft (Art.5 Abs.1)? Da wäre doch zu hinterfragen, ob die Übertragung von Formel 1- und Motorradrennen, dopinggesteuertem Profisport, endlosen Krimifolgen, Gewalt- und Zynikerfilmen irgendetwas mit hohen ethischen Anforderungen zu tun hat oder gar Mehrwert für die Gesellschaft erzeugt. Oder glaubt ihr, mit dem „Wort zum Sonntag“ sei euer ethischer Anspruch bereits erfüllt?

Schon der Titel von Art. 40 „Neue finanzielle Bedürfnisse der SRG“ zeigt, in welcher Richtung der Finanzbedarf der SRG in Zukunft gehen könnte: nach oben! Eine Reduktion der Gebühreneinnahmen wird schon gar nicht in Erwägung gezogen, obwohl sich die Gebühreneinnahmen von 1984 bis 2016 von 0,4 Mia CHF auf 1,24 Mia CHF erhöht haben.

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Comments to: SRG-Konzession: Wo sind Ethik und Mehrwert versteckt?
  • April 12, 2018

    Die Gebühren sollte in Steuern also Rückfluss von Staatsausgaben umgewandelt werden.

    Anstatt an Symptomen herumzudoktern, sollte endlich die Ursachen erkannt und verändert werden. Was Sie dann noch schreiben hätten, müssen Sie selber eruieren?
    Der Zahler Mythos ist auch als Betrug in der Verfassung verankert. Warum wohl?
    Die Beteiligung am Gemeinwohl nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, verleugnet den Konsument oder Nutzer als einzigen Zahler!
    Richtig müsste es heissen: Der Rückfluss der Staats- und Sozialausgaben muss über den Endpreis des Produktes oder Dienstleistung abgewickelt werden.

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  • April 13, 2018

    Wir hatten ja die Gelegenheit, Ja oder Nein zur Abschaffung der Billag zu stimmen. Eine Chance wurde vertan. Nun bitte nicht jammern.

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    • April 14, 2018

      Man darf aber trotzdem auf eine bessere SRG hinwirken!

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    • April 14, 2018

      Nur bewirkt dies nichts mehr bei der SRG. Schon bei der RTVG Abstimmung wurde viel versprochen und kaum was gehalten.

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    • April 14, 2018

      Sicher darf man das Herr Alex Schneider. Nur, ich glaube…nicht daran…bei der Hohen Zustimmung um Bleibehalt einer Billag / SRG, dass die sich ändern werden.
      Entschuldige​n sie, wäre ich an der Stelle einer SRG, ich würde auf meinem Hohen Ross hocken bleiben, darin bestätigt, wie hoch die Akzeptanz einer SRG (was ja eigentlich die Programme ausmachen) ist.
      Und alles was Sie (für mich zu Recht) hinterfragen, dient ja dem Föderalismus der Schweiz…so fertig gespottet..

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