1. Finanzen & Steuern

Staatsstellen und –löhne: Sparpotenzial vorhanden!

Die Beschäftigtenstatistik zeigt, dass seit Einführung der Personenfreizügigkeit von den seit Mitte 2006 geschaffenen 843’000 neuen Stellen in der Schweiz, deren 420’000 beim Staat und staatsnahmen Betrieben entstanden.

Bei den Anstellungsbedingungen des Staatspersonals herrschte lange Zeit eine Art stiller Konsens: Die Löhne waren nicht besonders hoch, dafür waren die Stellen ausgesprochen sicher. Fabrikarbeiter werden in Rezessionen entlassen, Polizisten, Lehrerinnen und Steuerkommissäre aber braucht es noch in der grössten Wirtschaftskrise.

An der Arbeitsplatzsicherheit hat sich nichts geändert, beim Lohn hingegen ist es vorbei mit der Bescheidenheit. Bundesangestellte verdienen heute fast 12 Prozent mehr als ähnlich Qualifizierte in der Privatwirtschaft. Bei den Kantonen und den Gemeinden beträgt der Zuschlag je rund 5 Prozent. Dies zeigt eine neue Analyse des Luzerner Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik.

Sowohl beim Bund wie auch in den Kantonen und Gemeinden müssen die Gesetzgeber das Heft in die Hand nehmen. Sie müssen erstens mehr Transparenz einfordern. Jede neue Stelle muss nachvollziehbar begründet werden. Zweitens müssen sie auf ein Lohnsystem pochen, das zwar marktgerechte Löhne kennt, diese aber nicht überbietet.

Comments to: Staatsstellen und –löhne: Sparpotenzial vorhanden!

Neuste Artikel

  1. Aussenpolitik
Trump wird von den Mainstream-Medien verteufelt. Die Mainstream-Medien auf der ganzen Welt verteufeln Trump als Undemokraten und als Gefahr für die Welt. Eine grosse Partei und ihren Anführer so dermassen in eine Ecke zu stellen, ist aber ebenfalls undemokratisch. Ähnliches passiert bei uns mit der SVP und ihren Protagonist:innen.
  1. Bildung & Forschung
Ausländische Studierende: Schluss mit hohen Subventionen Der ETH-Rat will nun die Gebühren an den technischen Hochschulen für ausländische Studierende verdreifachen. Gut so: Dieser Entscheid geht in die richtige Richtung. Aber der neue ETH-Tarif für ausländische Student:innen liegt immer noch ein Mehrfaches unter jenem von vergleichbaren Eliteschulen wie Oxford.

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen

Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu