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Studien sagen nichts

Studien “sa­gen” nichts!

Fast täglich wird im Zusammenhang mit Fragen, die unser Leben, oder die Entwicklung, Zustände oder Meinungen der Menschen etc. betreffen, irgend eine Studie zum Thema erwähnt. Dabei wird sie meistens mit den Worten vorgestellt , die Studie “sagt” oder “laut der Studie”, gefolgt von der Erkenntnis.

Mit solchen Formulierungen sollen Studien als objektive, neutrale Instrumente dargestellt werden, die quasi die Wirklichkeit messen und abbilden. Deren Ergebnisse werden als nicht in Frage zu stellende Wahrheit vorgestellt. Zeigt ein Thermometer bei einem Menschen 41% an, darf man daraus wohl ableiten, der Mensch sei krank. Nun haben Thermometer keine Weltanschauung und Meinungen, die Autoren einer Studie aber sehr wohl. Selbst wenn man ihnen intellektuelle Integrität zubilligt, beeinflussen diese die als Tatsachen in der Studie ausgedrückten Resultate ihrer Studien.

Wie der Verfasser zudem aus jahrelanger weltweiter Erfahrung weiss, wird ein Grossteil von Studienaufträgen nur solchen Spezialisten erteilt, die dem potentiellen Auftraggeber, der Auftraggeberin versprechen oder mindestens mit ihrer Haltung oder der Abhängigkeit von Folgeaufträgen signalisieren, dass die Studie mit dem von ihm oder ihr gewünschten Ergebnis abschliessen werde. Darum bleiben bei vielen Studien die AuftraggeberInnen diskret im Hintergrund, damit der direkte Zusammenhang zwischen dem „wissenschaft-lichen”​ Resultat – dass z.B. tägliches Essen von Dosenerbsen dem Krebs vorbeugt – und ihrem Ziel – mehr Erbsendosen zu verkaufen – verborgen bleibt. Auch dort, wo es einigermassen ethisch zugeht – man darf das bei Aufträgen von Behörden in der Schweiz in der Regel vermuten – stehen Auftraggeber und Autoren der Studie einander oft ideell und politisch nahe, oder die Fragestellung präjudiziert die Antwort und schliesst differenzierte Meinungen zur Frage aus. Mit anderen Worten, die Weltanschauung und Meinungen der Autoren und Wissenschaftlerinnen zum Thema färben selbst im besten Fall die Ergebnisse der Mehrheit der Studien unweigerlich im Sinne der Auftraggeber.

Es wäre deshalb ehrlicher, man würde in Zukunft deutlich sagen, dass diese oder jene Gruppe auf Grund ihrer Untersuchungen die Meinung vertritt, dass…..

Zum Schluss noch die Resultate der jüngsten globalen Umfrage betr. Gewalt in Mann-Frau Beziehungen. Befragt wurden 250‘000 mindestens 16-jährigen Männern auf allen Kontinenten. Sie wurde vom international führenden Advanced Gender Justice Research Centre in Hintervorderanmachiko​n durchgeführt. Die klare Frage lautete:

Haben Sie aufgehört, Ihre Frau/Freundin täglich zu verprügeln? Zutreffendes ankreuzen.

O Ja ​ ​ O Nein. ​ ​ ​

Die Antworten zeigen klar, dass bis vor kurzem alle 250‘000 Männer täglich ihre Frauen bzw. Freundinnen verprügelten, aber 201‘347 Männer damit aufgehört haben und 48‘653 das immer noch täglich tun. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Studien sagen nichts
  • Dezember 21, 2017

    Sehr guter Artikel Herr Frick. Bin ganz Ihrer Meinung.
    Man beachte auch die Impfdiskussion. Impfbefürworter berufen sich ebenfalls stets auf solche Studien, die nachweislich von der Pharma Industrie finanziert und durchgeführt wurden. Während Impfgegner diese (meiner Meinung nach zu recht) in Frage stellen.

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