1. Sicherheit & Kriminalität

SVP-Gemeinderat bedroht Bargast mit Sackmesser

Die Skan­dale von SV­P-­Po­li­ti­kern hören nie auf!

 

SVP-Gemeinde​rat soll Bargast mit Sackmesser bedroht haben

Ein Zürcher SVP-Politiker habe laut einem Medienbericht Gäste einer Bar belästigt und mit einem Messer bedroht. Sollten die Vorwürfe stimmen, fordert Fraktionschef Mauro Tuena dessen Rücktritt.

http://​www.tagesanzeiger.ch/​zuerich/stadt/SVPGeme​inderat-soll-Bargast-​mit-Sackmesser-bedroh​t-haben/story/2806089​3

Wüste Szenen im Engequartier: Die Bederbar gehört zum Restaurant Bederhof im Kreis 2.

Wüste Szenen im Engequartier: Die Bederbar gehört zum Restaurant Bederhof im Kreis 2.

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Am Montagabend haben sich in der Bederbar in Zürich-Enge wüste Szenen abgespielt, wie der «Blick» in seiner heutigen Ausgabe schreibt. Ein Mann habe kurz nach 20.30 Uhr in angetrunkenem Zustand das Lokal betreten und soll dort mehrere Gäste angepöbelt haben. Laut «Blick» solle es sich bei dem Mann um einen Zürcher SVP-Gemeinderat handeln.

Drohung mit Sackmesser

Als der Barmann den 57-Jährigen dazu aufforderte, die Bar wieder zu verlassen, wurde dieser handgreiflich, sagte, er habe eine hohe politische Stellung, und verlangte sein Geld zurück. Die Polizei musste gerufen werden, Barchef Jonas Schürch sprach ein Hausverbot aus. «Doch sobald die Polizei fort war, öffnete er wieder die Tür und rauchte in der Bar», sagt Schürch gegenüber dem «Blick».

Die Situation habe sich weiter zugespitzt und sei schliesslich eskaliert, als ein Gast nach einem Aschenbecher griff. Der SVP-Politiker habe daraufhin ein Sackmesser gezückt und gedroht, ihm die Kehle aufzuschneiden. Gegenüber Schürch habe er gesagt: «Du hast ein Problem. Ich hole eine Waffe und komme wieder.» Die Polizei musste neuerlich einschreiten. Schürch hat Anzeige wegen Tätlichkeit und Drohung gegen ihn erstattet.

SVP-Man​n nicht zu erreichen

Auf Anfrage bestätigt Erik Haemmerli, Betreiber des Restaurants Bederhof, die Vorfälle vom vergangenen Montag. «Es war richtig heavy», sagt er gegenüber Tagesanzeiger.ch/News​net. Weiter wolle man sich vorerst nicht mehr dazu äussern, bis die polizeiliche Arbeit abgeschlossen sei. Vonseiten der Stadtpolizei Zürich gibt man lediglich bekannt, dass es am Montagabend zu einem Einsatz im Bederhof kam. «Die Polizei rückte wegen einer Drohungsmeldung aus. Eine Person wurde dabei festgenommen», sagt Mediensprecher Marco Cortesi gegenüber Tagesanzeiger.ch/News​net. Ob sich diese noch immer in Gewahrsam befinde, könne er aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutz​es nicht sagen.

«Eine solche Person wäre für unsere Partei untragbar»

Der mutmasslich betroffene SVP-Politiker war bisher nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Auch an der heutigen Fraktionssitzung der Partei hat er gefehlt. Mauro Tuena, Präsident der SVP-Fraktion im Zürcher Gemeinderat, hat bereits versucht, das Gespräch mit dem Angeschuldigten zu suchen. Bisher aber ohne Erfolg.

«Ich war nicht dabei, kann also nichts bestätigen oder dementieren», sagt Tuena auf Anfrage. Sollten die Vorwürfe jedoch stimmen, will der Fraktionschef ihm nahelegen, sein Amt niederzulegen. «Wenn jemand solche Taten begeht, hat er nichts in einem Gemeinderat zu suchen.» Rauswerfen könne er ihn allerdings nicht. «Er wurde von den Stimmbürgern gewählt. Ich kann ihm den Rücktritt nur nahelegen.»

SVP-St​adtparteipräsident Roger Liebi teilt Tuenas Meinung: «Wenn sich die Dinge tatsächlich so zugetragen haben, würden wir ihn dazu auffordern zurückzutreten. Eine solche Person wäre für unsere Partei untragbar.»(Tagesanze​iger.ch/Newsnet)

(​Erstellt: 02.07.2014, 09:29 Uhr)

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: SVP-Gemeinderat bedroht Bargast mit Sackmesser
  • Juli 6, 2014

    Na ja der Typ hat früher schon randaliert, ist der Polizei bekannt. Die Partei müsste ihn per sofort rausschmeissen. Da passiert aber nix.
    Jede andere anständige und seriöse Partei hätte den Typ per sofort rausgeworfen. Aber die SVP anständig ??? seriös ???

    Früher war auch so ein Typ in der SVP:
    Der Solothurner SVP-Kantonsrat Oswald von Arx darf trotz seiner Verfehlungen Mitglied der SVP bleiben.
    Er hat Drohbriefe mit Todesdrohungen geschrieben und arglistige Vermögensschädigung begangen (hat Waren bestellt in Namen fremder Personen und die Ware an deren Adresse schicken lassen !!!!
    siehe Drohbriefschreiber bleibt Mitglied der SVP
    http://www.klein​report.ch/news/drohbr​iefschreiber-bleibt-m​itglied-der-svp-51701​/

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  • Juli 6, 2014
  • Juli 6, 2014

    Naja früher war auch mal so ein schräger Typ in der SVP.
    Drohbriefschreiber darf SVP-Mitglied bleiben. 29. August 2001.
    Die Parteileitung der SVP Solothurn hat einstimmig entschieden, dass der zurückgetretene Kantonsrat Oswald von Arx Mitglied der SVP bleiben kann. Das, obwohl gegen ihn eine Strafuntersuchung läuft. Der Oltner Parlamentarier war alkoholisiert Auto gefahren und bedrohte in der Folge Journalisten, die darüber berichtet hatten. Die Parteileitung begründet ihren Entscheid mit der «langjährigen, hervorragenden politischen Tätigkeit» von Oswald von Arx.
    http://www.nzz.​ch/aktuell/startseite​/article7LVD7-1.46959​0

    Er wurde verurteilt wegen Drohung (Todesdrohungen), Nötigung, arglistiger Vermögensschädigung und Urkundenfälschung.

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  • Juli 7, 2014

    Herr Stierlin, es würde mich brennend interessieren ob es ein Victorinox Messer war

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    • Juli 19, 2021

      …und ob das Sackmesser auch eine Nagelfeile und einen persönlichen Zahnstocher hatte oder ob es nur ein gewöhnlicher Pioneer-Soldatenhegel​​ war.

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  • Juli 7, 2014

    Allgemein: von einem einzelnen Fall kann man nicht auf die Partei schliessen. Da müssten es schon mehrere ähnliche Fälle sein.

    Zum Fall
    Im Blick am Abend erzählte noch ein andere Lokalbesitzer, der SVP-Politiker habe auch bei ihm rumgepöbelt. Und ihm seine Visitenkarte in die Hand gedrückt mit der Bemerkung, der Polizeichef sei ein Kumpel von ihm.

    Falls das stimmt, ist der Typ total bescheuert. Liefert sich selber ans Messer und meint, hier herrschten Verhältnisse wie dem Klischee nach in Italien (wenn du die richtigen Freunde hast, kannst du dir alles erlauben).

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    • Juli 19, 2021

      Es ist es kein Zufall das das wieder ein SVPler auffällig wurde. Ausserdem kenne ich eine Gemeinde welche übermässig viele Behördenmitglieder welche auch SVP lastig gewählt wurden oft lange Mittagspausen machten und im gegenüberliegenden Restaurant zechten als ob es keinen Morgen gab. Das durch Besoffene den Steuerzahler hoher finanzielle Schaden entstanden ist sieht man noch heute, unter anderem diese Gemeinde auf kantonale Beiträge angewiesen ist. Auch ist die SVP KT. Zürich gegen das verbot von Werbung für Alkoholische Getränke. Auch hatte mal ein SVP Nationalrat indirekt darauf hingewiesen das auf ihrem Hof arbeitenden Knechte in die Depressive Krankheit und Alkoholismus getrieben wurden.
      Sicher ist das ein Problem wenn die SVP die Problematik von Alkohohlkonsum negiert.

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    • Juli 19, 2021

      Eigentlich, Herr Mahler, ist die SVP für den Alkoholismus insgesamt verantwortlich. Und noch schlimmer: Sie ist auch verantwortlich für die krankhafte Reflex-Hyperventilati​on aller ganz fest anständigen Füdlibürger.

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    • Juli 19, 2021

      Sie betrachten das nicht richtig, Alkoholismus ist ein Hinweis auf eine schwere bis mittelschwere psychische Krankheit. Leider ist es bei der SVP so das recht viele sich auffällig verhalten, z.b. Alkohlkonsum, Übergewicht, Gewalt, Drohungen, mangelnde kognitive Fähigkeiten usw. Das Psychisch auffällige unser Land regieren können und Gesetze erlassen, finde ich sehr fragwürdig.
      Der da sagte ja auch aus er habe gewisse Probleme,
      http://www​​.blick.ch/news/polit​i​k/toni-bortoluzzi-u​eb​er-schwule-conchit​a-u​nd-ob-er-schon-ma​l-fr​emdgegangen-ist-​das-g​eht-sie-einen-a​lten-d​reck-an-id2914​048.htm​l

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  • Juli 14, 2014

    Zürcher SVP-Politiker bleibt bis Oktober in Haft

    http://www.20​min.ch/schweiz/zueric​h/story/31684772


    Mario Babini muss länger in U-Haft bleiben als erwartet. Laut Staatsanwaltschaft gibt es neue Fakten zum Zürcher SVP-Politiker, der in der Bederbar ein Messer gezückt hatte.

    Der Stadtzürcher SVP-Gemeinderat Mario Babini sitzt seit zwei Wochen im Gefängnis. Er soll in der Beder-Bar in Zürich-Enge betrunken den Barkeeper und Gäste angepöbelt und mit einem Sackmesser bedroht haben. Die Untersuchungshaft ist nun auf unbefristete Zeit verlängert worden, wie die NZZ meldet.

    Konkret heisst das, dass das Zwangsmassnahmengeric​ht einer Verlängerung um drei Monate bis Mitte Oktober zugestimmt hat. Danach müsste die Staatsanwaltschaft ein neues Gesuch für eine Verlängerung stellen.

    Zu den Gründen für die Ausdehnung der Untersuchungshaft wollte sich Corinne Bouvard, Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaf​t Zürich, nicht äussern. Sie sagte der NZZ lediglich: «Der Antrag der Staatsanwaltschaft wurde, gestützt auf neue Fakten, bewilligt.» Die unbefristete Verlängerung könnte bedeuten, dass weitere, schwerwiegendere Vorwürfe gegen Babini vorliegen.

    Bederba​r-Vorfall war keine Einzelfall

    Der Vorfall in der Bederbar war zumindest kein Einzelfall. Mehrere Vorfälle sind in der Zwischenzeit publik geworden. Die SVP-Fraktion des Gemeinderats hatte deshalb in der vergangenen Woche einstimmig beschlossen, ein Ausschlussverfahren gegen den 57-jährigen Wirtschaftsanalytiker​ einzuleiten. Die SVP beabsichtigte deshalb, Babini nach dem Sommer in der Fraktion anzuhören und ihn womöglich aus der Fraktion auszuschliessen. Dieser Termin muss wohl verschoben werden. Auch von einem Parteiausschluss ist die Rede.

    Babini selbst hatte gegenüber Tuena gesagt, dass er im Gemeinderat bleiben und auch als Fraktionsloser weiterpolitisieren wolle. Der 57-jährige Wirtschaftsanalytiker​ war erst im Februar ins Stadtparlament gewählt worden.

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    • Juli 19, 2021

      Hätte ein Ausländer das gemacht, käme jetzt wieder das Geschreit seitens der SVP:

      Ausweisen.


      SVPler dürfen sich alles erlauben, meinen sie. Nicht mehr lange.

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