1. Gesellschaft

SVP Unterstützt die Diskriminierung von Schweizerinnen

Die SVP hat in der Fi­nanz­kom­mis­sion des Ber­ner Gros­sen Rates letzte Woche verhindert, dass Fir­men, die an Aufträgen des Kan­tons Bern Geld ver­die­nen auch auf Lohn­dis­kri­mi­nie­r​ung geprüft werden. An­ders ge­sagt: Fir­men die Kantonsaufträge ausführen, dürfen mit (4,6 Mia.) Steu­er­geld Kasse ma­chen, auch wenn sie Frauen beim Lohn diskriminieren.

 

In der Stadt Bern kämpft die SVP gleichzeitig gegen die angebliche „politische Diskriminierung von Schweizern“ durch eine Ausländermotion – unter anderem mit dem erfolglosen Versuch eine Volskabstimmung zu verhindern. Die Diskriminierung von Schweizern ist demnach ein Skandal, die Diskriminierung von Schweizerinnen aber kein Problem. Dabei ist Lohngleichheit durch die Verfassung garantiert. Durch die tieferen Frauenlöhne entgehen Gemeinden, Kantonen, Bund und Sozialwerken seit Jahrzehnten Milliarden, und unzähligen Privathaushalten viel mehr an Einkommen. Ein Grund mehr für Frau und Mann am 7. März auf den Bundesplatz zu stehen.

 

Die Schweiz war laut WEF übrigens 2014 das konkurrenzfähigste Land der Welt. Da können wir durchaus von unseren Unternehmen erwarten, dass sie sich wenigstens an Gesetz und Verfassung halten, anstatt Teile der arbeitenden Bevölkerung um den Lohn zu bescheissen.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: SVP Unterstützt die Diskriminierung von Schweizerinnen
  • März 2, 2015

    Bei den Staatsangestellten müssten die Löhne von Männern gesenkt und für die Frauen erhöht werden. Dann kommen wir auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Gerechtigkeit ohne Belastung des Volkes. Sehr gut.

    Wehrpflicht für Frauen zu gleichen Konditionen wie bei Männern auch. Das macht schlank, stark und kräftig. Fertig McDonald’s.

    Was wollen Sie eigentlich mit diesem 7. März? Was meinen Sie mit Teilen unserer arbeitenden Bevölkerung. Die Frauen?

    Wenn eine Stadtpräsidentin 230’000.– verdient, statt 260’000.– wie bei einem Mann? Wegen so etwas gehen Sie auf die Strasse?

    Als Mann würde ich mich schämen für so was auf die Strasse zu gehen. Das ist die Aufgabe der Frauen und ich traue ihnen zu, dass sie selber etwas erreichen werden.

    Ich persönlich bin froh, dass die Frauen Geld haben, denn es ist auch für mich und für weitere Männer eine willkommene Entlastung ohne dass wir, die Männer, überhaupt fragen müssen. Die Grosszügigkeit der Frauen schätzen wir Männer ebenfalls oder etwa nicht?

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  • März 3, 2015

    Scabolcs Mihalyi SP

    Haben Sie da nicht etwas viel Verschiedenes in einen einzigen Blog gepackt.

    Es war doch zum vorne herein klar, das der SP Stadthalter die Beschwerde der jungen SVP ins Leere laufen lassen würde. Wie kann man auf die Idee kommen, dass glaublich nur 200 Unterschriften von Ausländern reichen um eine Abstimmung zu erzwingen. Wie auch Sie wissen sollten, müssen Schweizer Bürger entschieden mehr Unterschriften zusammen bringen. Und dies nennen Sie und die SP Demokratie. Meine Ja wird die SP dafür nie erhalten.

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    • Juli 19, 2021

      Ich muss die Zahl korrigieren. Es braucht 400 Unterschriften nicht wie glaublich die erwähnten 200. Doch für schweizer Bürger braucht es noch immer mehr.

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  • März 4, 2015

    “Die Schweiz war laut WEF übrigens 2014 das konkurrenzfähigste Land der Welt. Da können wir durchaus von unseren Unternehmen erwarten, dass sie sich wenigstens an Gesetz und Verfassung halten, anstatt Teile der arbeitenden Bevölkerung um den Lohn zu bescheissen.”

    Die Schweiz kann seit der Aufhebung des Mindestkurses gegenüber dem Euro nicht mehr das konkurrenzfähigste Land der Welt sein. Das innovativste hingegen schon, Herr Szabolcs Mihalyi. Deshalb bin ich für dich CH-Wirtschaft zuversichtlich.

    Pr​ofitieren vom höheren Frankenkurs tun alle Konsumenten, sogar Sie selber. Schauen Sie, was über der Grenze gekauft wird! Die Devise: Hoher Lohn, billig einkaufen… Hat vielleicht auch ein bisschen etwas mit Egoismus zu tun.

    Natürlich leiden viele Betriebe unter der Frankenlast. Es gibt einige, die die Produktion ins Ausland verlagern müssen (nicht wollen)! Aber diese birgt auch Vorteile. Die Schweiz muss weniger Ausländer und Grenzgänger beschäftigen – zu Gunsten der Bevölkerungsdichte, der Entlastung der Infrastrukturen und der Umwelt.

    Lohnunters​chiede zwischen Mann und Frau bei gleicher Arbeit müssen verschwinden!

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  • März 11, 2015

    Raphael Brügger sagte gerade eben

    Ich bin der Überzeugung, dass letzten Endes jeder seinen Arbeitsvertrag selber unterschreibt. Wieso unterschreiben die Frauen so was, wenn sie nicht mit dem Lohn einverstanden sind?

    Viele Männer jammern ende Jahr nach mehr Lohn, weil sie leider auch heute noch in den meisten Fällen die Ernährer in der Familie sind. Und auch weil Männer mit viel Geld mehr Zuneigung von Frauen bekommen (leider). Wer immer wieder beim Chef nach mehr Lohn verlangt, erreicht dies eher, als diejenigen die nie fragen. Wird dieser Tatsache, bei den ewigen Lohndiskriminierung von Frauen Diskussionen, Rechnung getragen?

    Wenn Frauen wirklich das selbe leisten wie Männer, dann sollten sie auch den selben Lohn erhalten, keine Frage. Ich denke, das unsere Wirtschaftsbosse clevere Leute sind und nichts auslassen um noch mehr zu verdienen. Wenn die Manager und Chefs mit den Frauen die gleiche Leistung erhalten würden für weniger Lohnkosten, dann gäbe es in allen Kaderpositionen kaum noch teure Männer. Doch heute gibt es offenbar immer noch zu wenig Frauen in Kaderpositionen gem. Angaben den Medien und Frauenorganisationen.​​ Wie kommt das? Sind die Wirtschaftsbosse doch nicht so clever wie ich meine oder bekommen sie Erfahrungsgemäss einfach nicht die gleiche Leistung? Ich weis es nicht!

    Ich glaube nicht an Lohndiskriminierung der Frauen. In meinen Augen linke SP-Feministen Propaganda, die leider schon viele Männer glauben. Oder könnten sie sich Vorstellen, wenn sie selber Unternehmer wären, dass sie Jemanden einfach so mehr Geld geben (13x im Jahr) nur weil dieser Jemand ein Mann ist. Sehr absurde Vorstellung.

    Wenn es eine Diskriminierung gibt, dann Frauen gegen sich selber, den die unterschreiben die Arbeitsverträge selber.

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