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SVP: Wahlschlappe um Wahlschlappe

Nach den mas­si­ven Ver­lus­ten an bei den Na­tio­nal­rats­wah­l​en, dem ge­schei­ter­ten Sturm aufs Stöckli, der Nie­der­lage bei den Bun­des­rats­wah­len und den mas­si­ven Ver­lus­ten bei den kan­to­na­len Wahlen gehörte die SVP auch die­ses Wo­chen­ende beim zwei­ten Wahl­gang der Re­gie­rungs­rats­wah​­len im Kan­ton Waadt zu den Wahlverlierern.

Eine​ gute Analyse der kantonalen Wahlen im März 2012 finden Sie hier:

Grünliberale top, SVP floppt

 

Wahlschlap​pe in der Waadt
Im zweiten Wahlgang der Regierungsratswahlen im bürgerlich dominierten Kanton Waadt sicherten sich drei linke Frauen die verbleibenden drei Sitze. Mit dem besten Resultat wurde Nuria Gorrite (SP), die Stadtpräsidentin von Morges, gewählt. Sie erhielt 53,08 Prozent der Stimmen (74’438). Auf dem zweiten Platz folgt die bisherige grüne Regierungsrätin Béatrice Métraux mit 52,29 Prozent (73’325) vor ihrer Regierungsratskollegi​n Anne-Catherine Lyon (SP), die 50,04 Prozent der Stimmen (70’165) auf sich vereint.

Abgeschlage​n auf dem vierten Rang und damit nicht gewählt ist der Waadtländer SVP-Generalsekretär Claude-Alain Voiblet. Er erhielt 62’480 Stimmen, das entspricht einem Stimmenanteil von 44,56 Prozent.

Es zeigt sich einmal mehr, dass selbst bürgerlich-konservati​ve Wähler lieber linke Kandidaten wählen als diejenigen der SVP.

 

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: SVP: Wahlschlappe um Wahlschlappe
  • April 1, 2012

    Grundsätzlich einverstanden! Aus meiner Sicht gibt es drei Gründe für diese erneute Wahlniederlage bei Regierungsratswahlen:​

    1. Der Rechstrutsch der SVP macht sie für viele Bürgerliche nicht mehr wählbar! Gerade bei Majorzwahlen wäre die SVP auf diese bürgerlichen Wähler angewiesen.

    2. Der SVP fehlen Persönlichkeiten! Gerade Majorzwahlen sind eben Persönlichkeitswahlen​!

    3. Der allgemeine Abwärtstrend der SVP, der durch die Affäre Blocher und die Verstrickung zahlreicher SVP-Vertreter in kriminelle Machenschaften verstärkt wurde!

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  • April 2, 2012

    Dann wünsche ich Ihnen doch frohe Festtage, geniessen Sie diese Wahlniederlage.

    Od​er wollten Sie mit diesem Artikel etwas anders ausdrücken?

    Wenn ja? Was denn bitte schön?

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  • April 2, 2012

    Ich habe noch eine Frage:
    Was machen Sie und Ihre Freunde bloss wenn die SVP nicht mehr existiert?
    Haben Sie noch andere Themen?

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  • April 2, 2012

    Hahah, was für ein Wunschdenken und Beweis dafür, Herr Hauser, dass Sie einfach ein bisschen drauf los schreiben. Kein bürgerlicher würde nur um nicht die SVP zu wählen links wählen. Da gibt es kleiner “Uebels”, auf welche man ausweichen kann bevor man politischen Selbstmord begeht.

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    • Juli 19, 2021

      Werter Herr Steffen

      Die Beispiele der Ständeratswahlen in den Kantonen St. Gallen und Bern zeigen neben vielen anderen auch, dass Herr Hauser recht hat und Sie unrecht!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Lohmann, ich gratuliere zur persönlichen Wahlauswertung bei jedem Wähler. Muss eine höllische Arbeit gewesen sein jeden Wähler persönlich zu fragen ob er heute anstatt die SVP für die SP gestimmt hat.

      Zeigt einmal mehr, dass Sie vom Wahlverhalten der bürgerlichen nicht viel verstehen und die Problematik, die gibt es tatsächlich, nicht erkannt haben. Macht nichts !

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  • April 2, 2012

    Werte Damen und Herren

    Herr Hauser hat hier objektiv und sachlich die Ergebnisse des zweiten Wahlgangs der Ständeratswahlen im Kanton Waadt weitergegeben.

    Es gehört in einer Demokratie dazu, dass die Wahlergebnisse offen kommuniziert und diskutiert werden.

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    • Juli 19, 2021

      Objektiv wäre zB. folgender Wortlaut:
      “Es zeigt sich diesmal, dass die Wähler im Kanton Waadt mehr linke Kandidaten gewählt haben als rechts-bürgerliche.

      Das ist eine objektive Formulierung und trifft die Tatsachen ohne Partei zu ergreifen.

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  • April 2, 2012

    Zuerst möchte ich im Waadt allen gewählten Kandidaten herzlich zur geglückten Wahl gratulieren. Ich bin überzeugt, dass die Leute ihr Bestes geben werden.

    Herrn Hauser kann ich mit seinen emotionalen Triumphgefühlen durchaus verstehen, auch wenn diese nicht wirklich angebracht sind. Kann es sein, das er Schadenfreude zeigt?

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    • Juli 19, 2021

      Aber Herr Vogt,

      Herr Hauser hat hier völlig objektiv und neutral die Wahlergebnisse aufgezeigt und eine durchaus logische Schlussfolgerung gemacht. Was ist daran Schadenfreude?!?

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    • Juli 19, 2021

      Die Schadenfreude ist eine hypothetische Vermutung von mir, deshalb das Fragezeichen am Ende meines Satzes. Wenn jemand von “massiven Verlusten” im Zusammenhang mit der grössten Volkspartei der Schweiz und den Nationalratswahlen schreibt, dann vermute ich zudem fehlende Objektivität. Natürlich wäre die SVP gut beraten, Exekutivkandidaten zur Wahl zu stellen, welche auch Wähler bei anderen Wählergruppen abholt.

      Viel interessanter als der Artikel wäre eine Analyse der Frage, weshalb bei Kantons- oder Nationalratswahlen tendenziell Parteien gewählt werden, welche sich bei der Positionierung auf Parteiführer abstützen, diese Parteiführer dann aber nicht als Regierungs- oder Ständeräte gewählt werden. Eine weitere Hypothese: Könnte es sein, dass es bei den Wählern eine Diskrepanz zwischen Wunschpolitik und der eigenen Courage gibt?

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    • Juli 19, 2021

      Herr Vogt

      Die SVP hat 8 Sitze verloren bei den Nationalratswahlen. Ein derartiger Verlust ist doch für schweizer Verhältnisse eher selten. Ist es da nicht angebracht von “massiven Verlusten” zu sprechen?

      Herr Vogt, dieser Unterschied zwischen Kantons- und Nationalratswahlen einerseits und Regierungs- und Ständeratswahlen andererseits basiert in erster Linie auf dem unterschiedlichen Wahlsystem. Dies wurde übrigens hier schon mehrmals erläutert und auch Herr Hauser hat es angedeutet.

      Bei Majorzwahlen benötigt man eben Kandidaten, die mehrheitsfähig sind (man braucht schliesslich über 50% der Stimmen). Die wählerstärkste Partei zu sein bringt einem da gar nichts, wenn man nicht auch von Wählern von anderen Parteien unterstützt wird!

      Und wie Herr Hauser richtig erläutert hat, gelingt es der SVP eben nicht mehr die bürgerlichen Wähler von ihren Kandidaten zu überzeugen. Diese bürgerlichen Wähler wählen eben mittlerweile lieber linke Kandidaten als die Rechtsaussen von der SVP. So einfach ist das!

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    • Juli 19, 2021

      Abwarten. Mal sehen wohin aufgrund der neuesten Entwicklungen die Wähler hindriften.

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  • April 2, 2012

    “Niemand bestreitet, dass der SVP aufgrund ihrer Parteistärke ein oder sogar mehrere Sitze in der Regierung zustehen.” (Oscar Mazzoleni, Politologe)

    Doch, ich.

    In einer Volkswahl gibt es keine Parteiansprüche auf so und so viele Sitze. Gewählt wird, wer als Person überzeugt.

    Ich wundere mich, dass ein Politiologe den Parteienproporz, der nur beim Bundesrat gilt, einfach so auf einen Kanton überträgt.

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    • Juli 19, 2021

      Völlig richtig, Herr Pfister!

      Regierung​sräte werden eben (fast überall) nach Majorz gewählt. Da reicht es eben nicht, nur möglichst viele Wähleranteile zu holen, sondern man braucht PERSÖNLICHKEITEN, die MEHRHEITSFÄHIG sind!!!

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    • Juli 19, 2021

      Deshalb befürworte ich auch die Volkswahl des Bundesrates. Dann ist auch dort Schluss mit der Anspruchshaltung der grossen Parteien. Und mittelgrosse und kleine Parteien (Grüne, GLP, BDP) haben auch die Möglichkeit, Bundesräte zu stellen, wenn die Kandidaten überzeugen.

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    • Juli 19, 2021

      Die Qualität der KandidatInnen spiel schon länger keine Rolle mehr. Höchstens die Qualität der aufgetischten Lügen.

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    • Juli 19, 2021

      Ja! Genau das denke ich, Herr Witschi.
      Haben Sie tatsächlich das Gefühl man kann in der Politik u.a. funktionieren ohne zu Lügen und ist nicht jede Partei schon beim schummeln und zurechtbiegen der Wahrheit erwischt worden?

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    • Juli 19, 2021

      Was für ein Demokratieverständnis​….

      No Comment…

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    • Juli 19, 2021

      Absolut einverstanden, Herr Pfister.

      Gerade die Grünen haben ja in den letzten Jahren mit überzeugenden Kandidaten Erfolge bei Regierungsratswahlen feiern können (Waadt, Bern, Zürich,…)!

      Das gleiche gilt für GLP und BDP bei Ständeratswahlen (Diener schlägt die Herren Blocher und Maurer haushoch, Luginbühl schlägt Amstutz haushoch).

      Wir brauchen qualifizierte Persönlichkeiten, die Mehrheiten bilden können in den Exekutiven, keine Parteisoldaten, die ausserhalb ihrer Partei keinen Rückhalt haben!

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