Gestern, 17.09.2016, lief auf Phö­nix wie­der die Serie “A­me­ri­can Terr­roist­s”. Die Epi­sode hiess: “Das Ver­sa­gen der Ge­heim­diens­te”. Diese Epi­so­de, wie auch die ganze Serie ist sehr emp­feh­lens­wert.

Es​ war sehr aufschlussreich zu hören, weshalb die NSA und der britische sowie der französische Geheimdienst trotz Speicherung aller vorhandenen Daten der Kommunikation nicht fähig sind und waren, die Anschläge zu verhindern. In den Fällen von Mumbai/Indien und dem Anschlag in Boston wurde sogar anhand von Fällen dokumentiert, weshalb die Geheimdienste gar nicht erst herausfanden, dass die Anschläge demnächst stattfinden würden. Es waren die Ausreden hochrangiger Geheimdienstleute vor dem Kongress zu sehen, die bestätigten, dass man mit so vielen Daten eine Nadel im Heuhaufen suche.

Für diesen Heuhaufen werden also alle Daten der Amerikaner ausspioniert? Wie gefährlich das ist, wenn die Daten in falsche Hände geraten oder an die Öffentlichkeit gelangen, haben wir bei Snowden erfahren, der nun von der amerikanischen Regierung als “Nichtswisser” und kleiner Programmierer denunziert wird.

Wenn also schon ein kleiner Programmierer mit solchen Daten an die Öffentlichkeit gelangen kann, was kann in einem bösartigen Fall passieren? Ich wage mir das nicht auszudenken.

Genau so würde es unserem Nachrichtendienst ergehen, wenn er beginnen dürfte jeden Verkehr übers Internet “abzusaugen”. Viel zu viele Daten, von denen keiner eine Ahnung hat, wie sie ausgewertet werden könnten. Aber der Missbrauch wäre möglich, wie sich in Bern auch gezeigt hat, als ein Informatiker alle Daten aus dem Haus schmuggelte und verkaufen wollte. Unser Nachrichtendienst hat schon heute alle Kompetenzen, wenn ein konkreter Verdachtsfall vorliegt. Aber der Nachrichtendienst will offensichtlich nicht nur auf Verdacht hin tätig sein können.

Die französische Polizei rennt derzeit, aufgrund von Meldungen des Nachrichtendienstes“ von Fehlalarm zu Fehlalarm und nimmt diese, wie man im Fernsehen sah, mittlerweile nicht mehr sehr ernst.

Nein zum Nachrichtendienstgese​​tz. Sicherheit gibt man nicht preis für die Freiheit, schon gar nicht ein richtiger Schweizer. Da wird nicht für’s Volch gearbeitet.

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