1. Ausländer- & Migrationspolitik

Terroristen-Freund in der Schweiz ?

Dem Sou­ver­än wurde an­läss­lich der Ab­stim­mun­gen Du­blin- und Schen­gen-­Ver­träge zu­ge­si­chert dass mit der Da­ten­bank EURAC die Fin­ger­ab­trü­cke von Mi­gran­ten, Asy­lan­trag­stel­ler​n​​ & Flücht­lin­gen ab­ge­nom­men und dort ein­ge­speist wür­den. Damit würden Mehr­fach­ge­su­che in un­ter­schied­li­chen​​​ Län­dern un­mög­lich, deshalb die Lan­des­gren­zen geöff­net wer­den könn­ten. Mit die­ser Da­ten­bank würde die Si­cher­heit sogar noch er­höht. Und wie sieht die Pra­xis heute aus, denn genau diese Ver­spre­chen er­wei­sen sich schon wie­der als reine Luftblasen.

Begünst​​igung von Straftaten

Unsere Grenzen sind wie Scheunentore weit offen und die Schweiz gerät zunehmend auch in den Sog der Ermittlungen zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz vom 19. Dezember 2016. Neue Dokumente belegen, dass auch der Verbindungsmann des Weihnachtsmarkt-Atten​​​täters Anis Amri, 24, Spuren in der Schweiz hinterlassen hat. Beim Verbindungsmann handelt es sich um Bilal A., einen 26-jährigen Islamisten aus Tunesien. Mit ihm hat Amri am Vorabend des Anschlags in einem Berliner Lokal gegessen – die beiden unterhielten sich intensiv. Es ist möglich, dass Bilal A. wusste, was Amri vorhatte, und sogar bei der Planung mitwirkte. A. Bilan war es möglich sich gleich mit vier verschiedenen Namen frei in der Schweiz zu bewegen was einem Supergau gleichkommt.

Datenbank EURAC völlig unbrauchbar?

Wie ist das denn möglich – falls denn die Fingerabdrücke tatsächlich registriert worden sind in der Datenbank EURAC – dass selbst mit vier verschiedenen Namen die verantwortlichen Personen ihn nicht erkannten, also alle Zuständigen Personen in der Schweiz völlig genarrt wurden ?. Unabhängig von diversen Namen ist mit Sicherheit auch dann jemand noch erkennbar, weil der Fingerabdruck ändert sich ja bestimmt nicht. Wäre dem nicht so, wäre diese Datenbank ja auch völlig unbrauch bar. Das bedeutet dass die dafür verantwortlichen Personen entweder diese Überprüfungen nicht oder nur sporadisch & laienhaft vornehmen, was völlig unverantwortlich & strafrechtlich relevant (Begünstigung von Straftaten) wäre. Die Frage ist darum wie viele mit diversen Namen noch in der Schweiz sich analog aufhalten und sich ebenfalls so frei bewegen können, womöglich so auch noch an mehreren Orten Sozialhilfe beziehen können?.

Sicherheit ist zu hinterlegen

Der Amri-Freund ist in der Schweiz fichiert, wie Recherchen zeigen. Am 14. Oktober 2014 ersuchte er hier um Asyl, seine Fingerabdrücke wurden angeblich in die europäische Datenbank Eurodac eingespeist. Doch nur zehn Tage später nahm er seinen Antrag zurück. Was er dann machte, wissen die Schweizer Behörden nicht. Es sei kein Nachweis seines Aufenthalts mehr möglich. Das geht aus einem Briefwechsel zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie dem Landeskriminalamt Berlin hervor. Die deutschen Amtsstellen hatten im Zug eines Dublin-Verfahrens Informationen aus der Schweiz eingeholt. Heisst dies nun dass jeder “Vogel” in der Schweiz einfach aus seinem Nest ausfliegen kann wie ihm beliebt?. Werden diese dadurch aber nicht wieder begünstigt, wir Inländer/Innen ihnen gegenüber dagegen diskriminiert?. Denn wir müssen uns doch offiziell immer abmelden und am neuen Ort schön brav wieder anmelden. Ist das Migrationsamt (SEM) in Bern noch nie auf die Idee gekommen, dass von jedem eine Sicherheit zu hinterlegen ist um solchem eben vorzubeugen?.

Unter nachfolgenden vier Namen konnte er sich frei in der Schweiz bewegen:

Als Libyer bessere Chancen auf Asyl

Für den Gebrauch von Bilal A.s Tarnnamen in der Schweiz gibt es nur eine stichhaltige These. Vermutlich tauchte er nach dem Rückzug des Asylgesuchs unter und wurde dann später bei einer Kontrolle erneut behördlich erfasst –sei es wegen eines Delikts oder wegen illegalen Aufenthalts. Bei der Befragung gab er einen erfundenen Namen an – dies führte zum Zusatzeintrag. Dass drei ähnlich lautende libysche Namen existieren, muss nicht heissen, dass Bilal A. dreimal erfasst wurde. Bereits ein kleiner Schreibfehler (!) kann im zentralen Migrationsinformation​​​s system der Schweiz zu einem ­neuen Alias-Namen führen.

Bilal A. wusste wohl, dass er als Libyer bessere Chancen hatte, in der Schweiz bleiben zu können, weil zwischen den Ländern kein (?) Rückübernahmeabkommen​​​ besteht. Wieviel “Entwicklungshilfe” liefert denn die Schweiz nach Lybien?.

Mit Tunesien gibt es eine Migrationspartnerscha​​​ft, die Zwangsausschaffungen erlaubt. Eine berechtigte Frage bleibt, wieso werden überhaupt Tunesier, Lybier, Marokkaner überhaupt erst in ein Asylverfahren zugelassen, da dies doch alles sichere Staaten sind. Erst kürzlich hat diese Deutschland in die Liste der zukünftig sicheren Staaten aufgenommen. Erweist sich somit die parlamentarische Demokratie nicht als viel effektiver als die direkte Demokratie wenn es denn dazu auch noch erst eine Volksabstimmung bräuchte?

Soviel mir bekannt sind auch von “unserer” Regierung sogenannte Dekrete (Vollzugsverordnungen​​​) auch sehr schnell möglich, aber man muss es auch machen wollen.

Quellenanga​​​be: Tagesanzeiger

Do you like Gilbert Hottinger's articles? Follow on social!
Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
Kommentare anzeigen Hide comments
Comments to: Terroristen-Freund in der Schweiz ?
  • Februar 8, 2017

    Dublin und Schengen Abkommen, sind das Papier nicht wert, auf das sie geschrieben sind!
    Jedes Land macht doch genau nur das, was es will!
    Keine Fingerabdrücke sind doch einfach absurd !
    Dazu noch die Grenzen offen und sehr Einladend!
    Auf der anderen Seite, muss ich sie fragen, ob sie auch schon von der Quanten-Theorie gehört haben?
    Ein sehr kleines Teilchen (Asylant) kann zur gleichen Zeit, an mehreren Orten existieren. Das mit der Unterstützung der Schwezer Steuerzahlenden sogar noch luxuriös!

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Eberling

      Es gibt keine Steuerzahler, oder erhalten Sie, das Ihnen in Ihrem Gegenwert der Arbeit/Leistung zur Rückführung zugeordnete Geldvolumen vom Himmel? Geldkreislauf = Quanten-Theorie?

      W​ir alle stammen von Afrika ab! Wir Schweizer sind die besseren Menschen?

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Bender

      Das mit der Quanten-Theorie hat eigentlich überhaupt nicht das geringste zu tun mit mit der Überfüllung der Schweiz.
      Das war nur ein Vergleich, mit den vernachlässigten Fingerabdrücken.
      In unserem “Asylwesen” ist einfach von Anbeginn der Wurm drin!
      Wer holt denn den da raus?
      Das Ganze stinkt einfach zum Himmel !

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Manfred Eberling

      Als sozial-liberal denkender Mensch, ist es für mich nicht verständlich, warum die Technik nicht für alle Menschen gelten soll? Der Finger- und Genabdruck ist keine Utopie mehr, weil die Menschen müssen “unterdrückt” und kontrolliert werden können, damit die Spiele der Macht auch funktionieren!

      Wir​ schaffen auch Roboter welche uns von der Erwerbsarbeit befreien, obwohl das Kunstprodukt Geld, unendlich, bedarfsgerecht geschöpft werden kann!

      Anstatt das Geldsystem im Sinne des Systems mit Gesetzen zu sichern, werden die kreierten Spiele darum herum, mit gewissen Regeln ausgestattet!

      Das Wissen um das Geldsystem, ist der ominöse Quantensprung zur Verhinderung von Manipulation!
      Schein​bar wollen die Menschen unterdrückt und gedemütigt werden? Avenir Suisse als Denkfabrik, dass ich nicht lache! Denkfabrik zur Manipulation? Die einfältigen Ideen zur Verbesserung der Bergregionen, zeigen es doch deutlich, dass die Ökonomen (Handwerker der Macht) keinen blassen Schimmer vom Geldsystem haben dürfen! Man kann nicht jede Region dem Wirtschaftsprinzip unterordnen, sonder die Wirtschaftsregionen haben diese Randregionen zu sichern! Geld- und Güterkreislauf = Sicherung der Systeme! Das Preisniveau ist nur für den Export relevant! Würde die Globalisierung den Sozialstandard für ein ordentliche Leben beinhalten, könnte man von einem fairen “Wettbewerb” reden!

      Diese existenziellen Fragen gilt es zu lösen, damit die Völkerwanderung ein Ende finden kann!

      Kommentar melden
  • Februar 9, 2017

    Alleine im Kanton Aargau 2016 von 1317 Wegweisungsentscheide​n sind 939 (neunhundertneununddr​eissig) untergetaucht unter der Verantwortung von Ex-Regierungsrätin Hochueli, grüne Partei. Baut sich da eine Parallelgesellschaft auf. Sicher nicht optimal für die Sicherheit.

    Die kürzlich frisch gewählte Ex-Bezirksgerichtsprä​sidentin Frau Roth SVP hat das Amt nun neu übernommen, es besteht da die reelle Chance das dies nun besser wird, denn das fachliche Rüstzeug hat sie mit Sicherheit um diesem extremen Missbrauch unseres Gastrechtes jetzt Paroli zu bieten. Wir werden es sehen.

    Die Frage sei gestattet, wovon leben diese “Abgetauchten” eigentlich?.

    http:​//www.aargauerzeitung​.ch//aargau/kanton-aa​rgau/im-aargau-tauche​n-zwei-von-drei-abgew​iesenen-asylsuchenden​-unter-130953972

    Kommentar melden
  • April 5, 2017

    Ob verstärkte Grenzkontrollen oder gar geschlossene Grenzen helfen würden? Ich weise darauf hin, dass der Attentäter von London, Khalid Massood, in England geboren wurde und auch dort aufgewachsen ist. Sein gewalttätiges Wesen war zwar bekannt, nichts, aber auch gar nichts deutete auf eine Verbindung zum IS hin. Wir werden den IS weder mit Waffengewalt noch mit Restriktionen besiegen können, denn der Krieg findet eigentlich im Kopf statt. . Ein User hier auf Vimentis hat einmal eine eigene Imam-Ausbildung in der Schweiz angeregt. CH ausgebildete Imame in den Moscheen, die ausländische Hetzprediger ersetzen, würde m.E. mehr bewirken als alle weltlichen Sanktionen.

    Kommentar melden

Kommentar schreiben

Neuste Artikel

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen

Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu