1. Sonstiges

Tierschutz- und Schreibtischtäter

Sie sitzen in ihren komfortablen und bequemen Büros und schicken ihre emsigen Soldaten zum Unterschriftensammeln​​ ins Feld.

25‘000 Unterschriften gegen die Bergbauern. Ein Skandal!

Es ist absurd zu glauben, dass die Bergbauern ihre Schafherden wirkungsvoll gegen den Wolf schützen können.

Will die Pedition den Bergbauern helfen? Nein, natürlich nicht. Sie hat das Ziel, den ihnen zustehenden Schadenersatz zu kappen. Besser wäre doch, die Natursoldaten würden die Zusammenarbeit mit den Bergbauern anstreben und ihnen helfen, Einzäunungen der Schafe zu errichten.

Der Tierschutz setzt den Brennpunkt auf das falsche Objekt.

Wolf, Bär und Biber haben keinen Platz in der Schweiz. Denn es gibt zu viele Menschen! Anstatt die Sache der Ecopop-Initiative zu unterstützen, haben sie diese sogar noch bekämpft. (Ich spreche hier nicht von den gegenwärtigen Flüchtlingsströmen).

Mit herzzerreissenden Bildern macht der Tierschutz stets auf sich aufmerksam. Dieses Vorgehen füllt seine Kassen und aktiviert gleichzeitig die Politiker für die Interessen jener Tierschutzorganisatio​​nen. Eine ähnlich organisierte Lobby haben die Bergbauern nicht. Kaum jemand interessiert sich für ihre Sache. Familien, die in der Natur ihren kargen Boden bewirtschaften.

Tiers​​chutzorganisationen sollten in der Schweiz den Fokus eher auf Biotope und auf den Vogelschutz setzen. Da und dort wären weitere denaturierungsmassnah​​men an Flüssen möglich. Das kann der Biber nicht besorgen. Denn ihm ist es egal, welche Bäume er fällt. Die von ihren Spendern anvertrauten Millionen könnten effizienter eingesetzt werden. Natürlich echt für die Natur.

Solange die „Tierschutz- und Schreibtischtäter“ in ihren komfortablen und bequemen Büros nicht umdenken, ist jede Gabe und jedes Vermächtnis an diese nicht für, sondern gegen die Natur!

25‘000 Unterschriften gegen die Natur abgegeben! Skandalös!

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Tierschutz- und Schreibtischtäter
  • November 3, 2015

    Herr Krähenbühl

    Ich denke, Sie meinen folgende Petition des Schweizer Tierschutzes (STS)? Für alle, die gerne wissen möchte, um was es hier eigentlich geht.

    http://www.t​ierschutz.com/alpscha​fe/index.html

    Und hier noch ein aktueller Artikel (auf 20 Minuten):

    http://w​ww.20min.ch/schweiz/n​ews/story/Elektrozaeu​ne-sollen-Schafe-vor-​Woelfen-schuetzen-108​72580

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  • November 3, 2015

    Bei meinem Blog geht es mir vor allem darum zu sagen, dass eine solche Aktion nich fair ist – und dass mir die Bergbauern wichtiger sind als die Wölfe.

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    • Juli 19, 2021

      Ich kann einfach nicht ganz nachvollziehen, wieso es unfair oder gar ein Skandal sein soll, wenn sich der Schweizer Tierschutz für den Schutz der Tiere einsetzt? Schliesslich können sich die Schafe und Wölfe im Gegensatz zu den Bergbauern nicht selber für ihre Interessen stark machen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Vaucanson
      Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wieso sie so tun, als ob ich generell gegen den Tierschutz sein soll. Empfehle ich doch den Tierschutzorganisatio​nen in der Schweiz wegen der Effizienz das Schwergewicht auf Biotope und auf Vögel zu verlagern.

      Was ich neben dem Schutz des Wolfs, des Bären und des Bibers hingegen kritisiere, sind die aggressiven Bettelaktionen.

      De​r Tierschutz ist wichtig. Schon wegen der Massentierhaltung, und auch wegen Tierquälereien zu Gunsten der Kosmetika-Entwicklung​.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Krähenbühl

      Ich habe den Eindruck, dass sie die Tätigkeitsfelder des Tierschutzes und des Naturschutzes zu stark vermischen. Bestimmt gibt es da einige Überschneidungspunkte​, allerdings fokussiert sich der Tierschutz eben nicht nur auf Wildtiere, sondern (wie sie selber richtig anmerken) vor allem auch auf Nutztiere (Massentierhaltung etc.). Dazu gehören auch die Bergschafe.

      Man muss die diesbezüglichen Anliegen des Tierschutzes nicht teilen, man darf auch gegen den Schutz des Wolfes, des Bären, des Luchses und des Bibers sein (obwohl letzterer im diskutierten Kontext der Petition wohl kaum von Bedeutung ist, da er wohl keine Bergschafe verzehrt).
      Aber ich kann nach wie vor nicht nachvollziehen, wieso man von einem Skandal spricht , von einem Engagement gegen die Natur, wenn sich der STS für den Schutz der Bergschafe oder des Wolfes ausspricht? Und inwiefern die Bettelaktionen des STS aggressiver sein sollen, als andere, führen Sie leider auch nicht aus.

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