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Toleranz bitte!

„Wer hätte ge­dacht, dass einer Aus­sage der vor 100 Jah­ren er­mor­de­ten Kom­mu­nis­tin und Re­vo­lu­tionärin Rosa Lu­xem­burg ge­rade heute enorme Ak­tua­lität zu­kommt: «Frei­heit ist immer Frei­heit der An­ders­den­ken­den.»​ An­dere Mei­nun­gen «­nie­der­ma­chen» – sei es «­nie­der­schrei­en»,​ «­nie­der­knüp­peln» oder «­nie­der­schrei­ben»​ – ist nie ein Zei­chen der Stär­ke. Es be­legt ein­zig die Angst, dass die ei­ge­nen «Ar­gu­men­te» schlicht nicht zu ü­ber­zeu­gen ver­mö­gen.“ (Prof. Peter V. Kunz in der AZ vom 2.12.2019)

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Comments to: Toleranz bitte!
  • Dezember 6, 2019

    “Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit des anders Denkenden. Nicht wegen des Fanatismus der »Gerechtigkeit«, sondern weil all das Belehrende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die »Freiheit« zum Privilegium wird.”

    (Die Russische Revolution, Hrsg. Paul Levi, Verlag Gesellschaft und Erziehung G.m.b.H., 1922, S. 109, Internet Archive)

    Die Polin Rozalia (Róża ) Luksenburg hatte ihren politischen Familiennamen (mit n) nach dem Ort Luksenburg (Russisches Reich) gewählt. Sie wurde deutsche Staatsbürgerin. Anfang 1919 gründete sie die Kommunistische Partei Deutschlands mit, die ihr Programm annahm, aber die von der SPD-Regierung geforderte Teilnahme an den Parlamentswahlen ablehnte. Nachdem der Aufstand der KPD niedergeschlagen worden war, wurden sie und Karl Liebknecht von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schü​tzen-Division ermordet.

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  • Dezember 6, 2019

    Wie verrottet müssen die Gedankengänge sein, wenn man heute noch als Massstab für Freiheit nimmt, was die Gründerin der Kommunistischen Partei in Deutschland betreffend die Russische Revolution propagiert haben soll?
    Wissend dass der Kommunismus das ultimative Gegenteil von Freiheit bedeutet! Jeder kann ja nachschauen, was es bei den Kommunisten mit der „Freiheit der Andersdenkenden“ auf sich hat…

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    • Dezember 7, 2019

      Nicht jedes Parteimitglied darf an der Ausrichtung seiner Partei gemessen werden. Es gibt immer auch Richtiges im Falschen.

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    • Dezember 7, 2019

      Warum sollten die Mitglieder einer Partei nicht an deren Ausrichtung gemessen werden? Schliesslich nimmt ja ein „Partei“-mitglied eben explizit „Partei“. Es ist völlig unsachlich davon auszugehen, dass ein Parteimitglied eine der Partei entgegengesetzte Meinung einnimmt. Wozu auch?
      Und: Was gibt es denn „Richtiges“ im Kommunismus?

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    • Dezember 9, 2019

      Es gibt nicht DEN KOMMUNISMUS. Es ist wichtig, dass in jeder Partei ständig über das Parteiprogramm kontrovers diskutiert wird, ohne Minderheitsmeinungen zu unterdrücken.

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    • Dezember 10, 2019

      Doch, Herr Schneider, es gibt nur DEN Kommunismus! Da gibt es keine Minderheitsmeinungen.​ Die werden grundsätzlich IMMER unterdrückt.
      Unterschiedliche Ausprägungen desselben Kommunismus äussern sich nur in der Brutalität der Methoden mit denen DER Kommunismus durchgesetzt wird.

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  • Dezember 6, 2019

    Ein Grund für die Unreformierbarkeit des russischen Kommunismus: jede Kritik ist im Grunde unerwünscht und muss unterdrückt werden, um die Parteilinie durchzudrücken.

    We​nn man einmal mit Glasnost und Perestroika beginnt, ist das Parteimonopol gebrochen und damit alles, was den Kommunismus nach russischer Art ausmacht.

    Dementsp​rechend sind auch die Klimahysteriker auf dem Holzweg, wenn alleine das Klima zählt und alles andere sich unterordnen muss.

    Damit wird der Kommunismus einfach nur durch die Klimahysterie ersetzt, die alles erlaubt, weil alles andere untergeordnet ist.

    Machtpolitik und Protektionismus wird salonfähig unter dem Deckmäntelchen des “Klimaschutzes”.

    VdL und Warren beschreiten diesen Weg, während die “Klimajugend” die Presse ablenkt und für gute Stimmung für die Klimahysterie sorgt.

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  • Dezember 6, 2019

    Ich sehe heute die Auswirkungen dieser falsch verstandenen Toleranz, was im Namen einer Toleranz so alles abgeht.
    Nichts gegen Menschen von früher. Aber, die technische Entwicklung, der Zeitgeist, wie wir im hier und jetzt leben, prägt das Denken der Menschen.
    Immer eine spannende Frage: Wir würde so eine Person von Damals, diese Re­vo­lu­tionär(in) heute denken?

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  • Dezember 6, 2019

    Aussagen von damals, vor hundert Jahren, einfach übertragen und nicht in den Kontext von heute stellen, ist schlicht und einfach töricht!

    Jede abweichende Ansicht ist andersdenkend! Man muss argumentativ seine Meinung sagen und nicht einfach werten, eine Untugend der heutigen Zeit!

    Was sich jedoch seit ewigen Zeiten gehalten hat, ist die infame Lüge, dass Geld knapp sei, wir Steuer- und Sozialzahler seien! Diese Dummheit, nicht zu verwechseln mit dumm (Adjektiv) steht vor der Sonne und wirft nur Schatten auf den Geist.

    Die praktizierte Organisation der Geldschöpfung, lügt Geldknappheit vor, um die Menschen, bevormunden zu können. Die Parteien möchten diese Bevormundung unterschiedlich umsetzen. Wir haben die Wahl zwischen Dumm- und Blödheit, aber es macht scheinbar riesig Spass.

    Die Menschen gehen auf die Strasse, um gegen Ungerechtigkeiten zu demonstrieren. Leider bekämpfen sie nur die Symptome und nicht die Ursachen. Die Rentenreformen sind das Paradebeispiel der Betrügereien der Regierenden und Ökonomen! Geld wird erst vernichtet, wenn es zum Bankschuldner zurück gebucht oder die Bankinvestitionen abgeschrieben sind! Nebenbei: Geld kann auch vom Staat, schuldenfrei in Umlauf gebracht werden, hat die gleiche Wirkung, wie Schulden, welche systembedingt, niemals vernichtet werden können. Von wegen Schulden der späteren Generation überlassen, die Jungen glauben noch diesen Irrsinn, die Geldvermögen sind wohl im Himmel geparkt?

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  • Dezember 6, 2019

    «Tolerieren bedeutet ertragen, und zwar gegen die eigene Überzeugung. Und das hat nur in einer Gesellschaft Platz, die den Widerstreit verschiedener Meinungen und Positionen kennt. Toleranz braucht als Gegengewicht zwingend die Auseinandersetzung, die furchtlose Debatte. Wer nicht bereit ist zu tolerieren, dass seine Überzeugungen zur Diskussion stehen, darf keine Toleranz beanspruchen. Wer nicht tolerant ist, darf sie auch nicht einfordern. Darauf hat Karl Popper hingewiesen, als er nach der Erfahrung des Faschismus das unausweichliche Paradox gesellschaftlicher Toleranz anmahnte: Sobald Intolerante toleriert werden, hielt der Theoretiker der offenen Gesellschaft fest, gehen die Toleranten über kurz oder lang zugrunde: Grenzenlose Toleranz führt zum Verschwinden der Toleranz.» (aus NZZ vom 26.12.2016)

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    • Dezember 7, 2019

      Diese Erkenntnis Karl Poppers, Herr Bader, fasst eine Wahrheit zusammen, deren Verkündung heute so wichtig ist wie noch nie!
      Man werde sich der „Toleranz der Intoleranten“ bewusst, die ausgerechnet bei den entscheidenden Themen unserer Zeit herrscht: Klima, Islam, Migration! (Klimaleugner, Islamophobie, Fremdenfeind, Rassist…)

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  • Dezember 6, 2019

    …und, was soll ich aus diesem “Blog” nehmen? Ich weiss nicht, was Sie damit meinen, Herr Schneider.
    Glauben Sie, die Rosa Luxemburg sei tolerant gewesen?
    Solch ein Blödsinn!

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    • Dezember 7, 2019

      Da sie ja nie wirklich an der Macht war, ist der Praxistest ausgeblieben.

      Inso​fern ist das reine Theorie, was passiert wäre oder nicht.

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    • Dezember 7, 2019

      Reine Theorie ist das nicht, Herr Eberhart. Immerhin war die Rosi Mitgründerin der Kommunistischen Partei. Und was die Kommunistische Partei von Toleranz hält, kann inzwischen jedermann selber nachprüfen…

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  • Dezember 7, 2019

    “Wolf Biermann begrüßte die Veröffentlichung der Leninkritik Rosa Luxemburgs 1974 als großen Fortschritt für die DDR. Er forderte deren umfassende Demokratisierung als Folge daraus, gegebenenfalls durch eine Revolution, und die Einheit der Linken in Ost- und Westdeutschland.[119]​ Er zitierte den Satz von der Freiheit der Andersdenkenden in seinem Konzert in Köln 1976, worauf die DDR-Regierung ihn ausbürgerte.[120] Das Zitat stand am 17. Januar 1988 auf einem Plakat von Demonstranten bei den jährlichen offiziellen Feierlichkeiten zu ihrem Todestag. Der Vorfall löste eine Verhaftungs- und Ausweisungswelle aus und gilt als ein Vorbote der Wende von 1989.[121]” (Wikipedia)

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    • Dezember 7, 2019

      Biermann gehört zur Gilde der Witzbolde! Wie anders ist es erklärbar, dass ein einigermassen intelligenter Mensch „die Demokratisierung“ der vollkommunistischen „Deutschen Demokratischen Republik“ besingt, wenn nicht durch schwarzen Humor?

      Ob Sie nun mit Biermann-Schnauz, Luxemburg-Geschwätz oder auch Che-Guevara-T-Shirt Ihre Bewunderung für kommunistische Diktaturen ausdrücken wollen, so bleibt das eiserne Prinzip unverrückbar: Kommunismus ist das pure Gegenteil jeglicher Demokratie! Trotz aller Sprüche.

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  • Dezember 7, 2019

    …Grenzenlose Toleranz führt zum Verschwinden der Toleranz.” zitiert Herr Bader ein Zitat von Karl Popper.

    Toleranz kann man nicht immer praktizieren. Einen Beitritt zur EU oder auch eine Akzeptanz fremder Richter und damit den Knebelvertrag mit der EU kann nicht toleriert werden.

    Nicht als Vergleich, aber als Beispiel, was Toleranz bewirken kann, ersehen Sie an den Folgen der Pazifisten Chamberlain GB und Daladier FR, die den Deutschen die militärische Aufrüstung, die Besetzung des Saargebietes, die Verbrüderung mit Oesterreich, den Ueberfall auf die Tschechei und letztlich die Aufteilung Polens zwischen Deutschland und der Sowjetunion toleriert haben!

    Forderung nach Toleranz ist ein unüberlegter und dummer Vorwurf an die Politiker.

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    • Dezember 7, 2019

      Hitler besass einen gewissen Charme und konnte im Direktgespräch anscheinend überzeugend diskutieren.

      Lange​ Zeit dachte man, man könnte Hitler irgendwie einspannen in ein System, währenddessen im geheimen bereits beschlossen war, das früher oder später der Krieg kommt (nach der erfolgreichen Aufrüstung zwischen 1939-1941):

      Schon bei der Olympiade 1936 war der Krieg beschlossen in geheimen Sitzungen. Die Welt liess sich damals einlullen aufgrund des friedlichen Nazi-Deutschlands, und überhaupt sei die Geschichte mit den deutschen Juden völlig übertrieben dargestellt.

      Es gab scharfe Anweisungen während der Olympiade jede Provokation zu unterlassen und die Judenhetze vorläufig aus den Strassen zu entfernen. Auch “Untermenschen” sollten sich willkommen fühlen . Im deutschen Team hatte man eine Quoten-Jüdin eingeladen, um zu demonstrieren, dass man die Regeln des IOC akzeptiert.

      Weiss gekeidete Olympia-Helfer sollten das Bild der SA/SS-Männer verdrängen, um jede negative Meinung über Nazi-Deutschland zu verhindern.

      Letztl​cih war die Charme-Offensive erfolgreich und das IOC feierte den grössten Erfolg seit Beginn der Olympiaden. Pompöser hatte vorher noch niemand Olympia zelibriert

      Das Stadion von 1936 steht übrigens immer noch und wird heute noch gehegt und gepflegt.

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    • Dezember 7, 2019

      Für, Herr Hofer, den EU-Beitritt, fremde Richter oder den Rahmenvertrag, ist der Begriff „Toleranz“ gar nicht anwendbar. Denn es geht ja dabei nicht um ein Nebeneinander, sondern ganz klar um den Ersatz des eigenen Rechts der Souveränität und der Unabhängigkeit durch fremdes Recht, fremde Gerichtsbarkeit und internationale Fremdbestimmung.

      Genauso ist zum Beispiel das „Tolerieren“ einer Ideologie, die sich die Vernichtung aller Andersgläubigen zum Ziel setzt, gar nicht denkbar. Das würde nämlich nicht nur zum Verschwinden der Toleranz führen, sondern zum Verschwinden der Tolerierenden…

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  • Dezember 7, 2019

    Beim Zitat “Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden” bezieht sich auf die politische Diskussion; im Falle von Rosa Luxemburg auf die Diskussion innerhalb der kommunistischen Partei. Es geht ihr sicher nicht um die Toleranz von Gewalt!

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    • Dezember 8, 2019

      Wenn es doch nur, Herr Schneider, um die politische Diskussion innerhalb der kommunistischen Partei geht, warum bringen Sie denn das Zitat in einem Diskussionsforum und nicht im Parteiblatt? Und warum heisst es in Ihrem Artikel nicht, dass sich die Losung demnach nur an Kommunisten richtet?

      Hören Sie doch auf! In Wahrheit wollten Sie damit eigentlich nur Ihre eigene Gutmenschlichkeit publik machen und zeigen, dass Sie sich als moralisch überlegen fühlen. Warum Sie dazu lächerliche kommunistische Allgemeinplätzchen verwenden müssen, ist ziemlich offensichtlich…

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    • Dezember 9, 2019

      Nein. Das Zitat ist auch in einem andern Zusammenhang gültig: Es geht um die Toleranz in der politischen Diskussion allgemein. Vielleicht können Sie, Herr Knall, auch davon noch ein bisschen lernen?

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    • Dezember 11, 2019

      Sie sollten sich entscheiden, Herr Schneider. Bezieht sich der Spruch nun „auf die Diskussion innerhalb der kommunistischen Partei“, oder auf die „politische Diskussion allgemein“?
      Oder ist es für Sie so, dass die allgemeine politische Diskussion für Sie nur innerhalb des Kommunismus stattfindet?
      Vom Kommunismus kann man höchstens lernen, dass er das grösste Übel für freiheitsliebende Bürger ist…

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  • Dezember 8, 2019

    Das ist natürlich eine sehr,sehr heikle Aussage!Wieder in einer Zeit dahin geschrieben und propagiert,wo Könige und Kaiser mehr und mehr auf ihren Niedergang,als regierende Funktion im “Reich”zusteuerten!Di​e royale Denkweise allerdings,war und ist doch bis heute eine faszinierende,von Prunk,Reichtum und Macht umwobene Geschichte.
    Darum sind alle anderen politischen Entwicklungen,hin zu Richtungen,wo der “Untertan”endlich frei sein würde..!..ja gar selber mitentscheiden sollte…!..natürlich​ in den damaligen “Machtzirkeln”absolut​ nicht tolerierbar gewesen!Da herrschte selbstverständlich null Toleranz zu solchen politischen “Machenschaften”!
    Di​e Rosa Luxemburg,die natürlich fasziniert gewesen sein muss,von der Idee,diesem mächtigen Adel alles wegzunehmen,also zun entmachten und alles sozusagen dem “Volke” zu übergeben.
    Mit der Idee von Toleranz für “Andersdenkende” hat sie wohl zuallererst an ihre neuen Ideologien gedacht und wohl kaum viel “Toleranz” aufgebracht,für das bis anhin gewesene royale politische System von Autorität und deren Funktionen.
    Es hat also eigentlich keine politische Legitimation für das gegeben,was unter einer demokratischen Regierungs-Weise als “Toleranz” wirklich gemeint und zu verstehen ist…!!
    Darum kann man diese damaligen Aussagen als ein Appell zu Toleranz für Andersdenkende kaum ernst nehmen!
    Der Kommunismus hat absolut keine Toleranz geduldet und hat ebenso Millionen Menschen das Leben gekostet,wie Nationals-Sozialismus​ oder später folgende Diktaturen überall auf der Welt,die schlussendlich nur Elend und Not hinterliessen.

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  • Dezember 8, 2019

    Toleranz ist ein anderes Wort für Feigheit.
    Toleranz ist ein Kennzeichen der Schwäche, eine Koketterie von Sterbenden

    Mittler​weile gibt es an den europäischen Universitäten unzählige von der EU geförderte Gender-Lehrstühle, die Studenten, pardon! Studierende, zur Sprachpolizei ausbilden. Ideologen wollen unsere Zungen besetzen. Unser Sprechen soll in Formeln gepresst werden, die eine rigide Moral für richtig hält. Auf Stil und Klang der Sprache nimmt diese Moral keine Rücksicht, vielmehr wird der Sprachkörper immer wieder vergewaltigt – erst noch mit einem Aufwand, der Millionen an Steuergeldern verschlingt.
    Zu Tells Zeiten, als die Verschwörer ihre drei Finger zu den glänzenden Sternen gereckt haben, war das Zeichen der Diktatur, Gesslers Hut, für alle sichtbar. Er hing auf einer Stange und musste von den Passanten gegrüsst werden. Die Sprachpolizei von heute hat Ihnen diesen Hut ins Maul gestopft. Sie sehen ihn nicht, aber Sie würgen daran. Und wenn wir uns nicht wehren, wenn wir nicht wieder zu Rebellen werden, die sich in lauer Sommernacht treffen, um unter den Sternen die Freiheit zu beschwören, werden wir an diesen Hüten ersticken.
    Ein anderer neuer Hut ist der Begriff Toleranz. Heute dominiert er jede Predigt, jeden Leitartikel, jedes politische Statement, und ich mache jede Wette, dass sämtliche 1.-August-Reden, die schweizweit gerade gehalten werden, ebenso fantasie- wie kritiklos zur Toleranz aufrufen. Das Schlimme daran: Wer sich dieser Sitte verweigert, wird sofort als Nationalist, als Rassist, gar als Faschist verschrien. Sollten Sie leise zu fragen getrauen, was von diesem Begriff eigentlich zu halten sei, hauen Ihnen die Obermoralisten, die das Wort Toleranz auf ihren Fahnen tragen, die Fahnenstange über den Schädel.
    Ich sage es laut: Toleranz ist ein anderes Wort für Feigheit. Der rumänisch-französisch​e Philosoph E. M. Cioran hat es noch klarer ausgedrückt: «Toleranz ist ein Kennzeichen der Schwäche, eine Koketterie von Sterbenden.»

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    • Dezember 8, 2019

      Wenn Sie, liebe Leser gar nicht einverstanden sind mit dem, was ich hier sage, kann ich doch sagen, was meiner Denkart entspricht. Es kann sein, dass man sich ein paar Feinde macht, und ich zweifle nicht daran, dass sie mir schaden können, aber niemand zwingt mich, etwas zu sagen, was ich nicht glaube. Machen Sie Gebrauch von der Freiheit, der wir uns rühmen, der Freiheit der Gedanken und der Freiheit der Rede. Machen Sie Gebrauch von der Freiheit, bevor sie verrostet, denn die Freiheit gehört zu den Dingen, die sehr rasch und rettungslos verrosten, wenn man sie nicht braucht

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    • Dezember 8, 2019

      Sehe ich auch so, Herr Gutier. Wahre Toleranz wäre ja eigentlich immer nur aus einer starken Position möglich. Tolerieren kann nur jemand etwas, wenn er gleichzeitig in der Lage ist, es eben nötigenfalls auch nicht zu tolerieren.
      Wer sich andererseits auf dem unterlegenen Posten wiederfindet, kann gar nicht darüber entscheiden ob er etwas tolerieren will oder nicht. Er muss höchstens froh sein, wenn er selber von den Überlegenen toleriert wird.

      Wie Sie es richtig beschreiben, geht es bei der heutigen Verwendung darum, den ursprünglichen Begriff „Toleranz“ in sein Gegenteil zu verkehren. Es ist ein exzellentes Beispiel für das so genannte „Framing“ (in einen anderen Rahmen stellen) durch die Psychotechnik der Neurolinguistischen Programmierung (NLP).

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    • Dezember 8, 2019

      «Wie Sie es richtig beschreiben,»

      Er hat es nicht selbst geschrieben, Herr Knall und er sollte zumindest die Quelle seines kopierten Kommentars angeben.

      «Mittlerweile gibt es an den europäischen Universitäten unzählige von der EU geförderte Gender-Lehrstühle, die Studenten, pardon! Studierende, zur Sprachpolizei ausbilden. Ideologen wollen unsere Zungen besetzen …»
      https://www.aarga​uerzeitung.ch/komment​are-aaz/toleranz-ist-​ein-anderes-wort-fuer​-feigheit-132907705

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    • Dezember 8, 2019

      Richtig Herr Bader, der Link stimmt, ich wollte ihn nach den Kommentaren dazu angeben.
      Es ist eine Rede von Thomas Hürlimann, diese hat mich seither fasziniert und sie hat seither nichts von Aktualität verloren !

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    • Dezember 8, 2019

      Nun denke ich,gibt es natürlich auch eine kleine Differenz von Toleranz und Duldung!Wer Macht hat,kann leichter etwas tolerieren.weil er,… sich”,seiner Macht bewusst”,….!..in der Lage ist, trotzdem schlussendlich sein “Machtwort” zu sprechen,falls es ihm zu gefählich bzw, zu “bunt” wird.
      Dann gibt es eben noch das “Szenario” des “Duldens”…!…es wird gerade noch so geduldet..!..also man toleriert es noch…!!
      Man kann es als Schwäche auslegen,oder eben es als tolerant bezeichnen!
      Ich denke,dass es in Diskussionen schon wichtig ist,dass das “Gegenüber” tolerant ist.Eine Diskussion ist nur eine Diskussion,wenn die Teilnehmer tolerant bleiben und andere Meinungen eben zulassen können.
      Geht es jedoch um öffentliche Geschehnisse,ja gar gewalttätige Auseinandersetzungen,​sollte Toleranz eigentlich definitiv keinen Platz mehr haben.Lässt man das zu,ist Toleranz ganz klar ein Indiz von Schwäche und falschem Gutmenschentum,wie es heute leider zu oft praktiziert wird.

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    • Dezember 9, 2019

      Herr Gutier

      Sie verwechseln Toleranz mit Inkonsequenz, ein Problem unserer Tage und den Verwirrungen der Worte geschuldet welche in unser Gesellschaft Einzug gehalten haben. Die schlimmste Form der Zersetzung einer Gesellschaft ist die als Toleranz getarnte Inkonsequenz. Sie zerstört nicht nur jegliche Toleranz innerhalb einer Gesellschaft, sie fördert eine Form von Intoleranter Konsequenz welche der Gewalt nicht abgeneigt ist.

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    • Dezember 9, 2019

      Oder um es mit einem Zitat von Bernhard von Bülow am Vorabend der Nationalsozialistisch​en Diktatur zu beschreiben:
      „Die Freiheit, die Sie meinen, das ist die Willkür für Sie, der Terrorismus für andere. Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag’ ich dir den Schädel ein.“

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  • Dezember 9, 2019

    Wenn wir gerade bei den Kommunisten sind halte ich mich eher an Lenin der da sagte:
    “Massenerschi​eßungen sind ein legitimes Mittel der Revolution.”
    oder Stalin:
    “Ein Toter ist sicher eine Katastrophe, aber 100.000 Tote sind nur eine Zahl für die Statistik.”

    Wie Roland Baader so treffend über die Gleichmacherei und Gleichmacher bemerkte:
    „Im Tod sind wir alle gleich. Deshalb ist der Völkermord die Lieblingsbeschäftigun​g der Gleichmacher.“

    Ich​ würde keine Menschen Zitieren deren Ideologie im letzten Jahrhundert zu den schlimmsten Massenmorden geführt haben, welche die Menschheit je erlebt hat.

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    • Dezember 9, 2019

      Was der Kommunismus mit der “Freiheit der Andersdenkenden” zu tun haben mag, möge mir einer von den Daumen-nach-unten-Drü​cker doch bitte mal erklären. Hätte die USA seit 1945 die selben Opferzahlen vorzuweisen wie die Kommunistischen Regimes dieser Welt, der Aufschrei und das Entsetzen wäre (zu Recht) immens.
      Ein anderes Zitat von Luxemburg lässt tief blicken wie das mit der Freiheit der Andersdenkenden gemeint ist: „Der Bürgerkrieg, den man aus der Revolution mit ängstlicher Sorge zu verbannen sucht, läßt sich nicht verbannen. Denn Bürgerkrieg ist nur ein anderer Name für Klassenkampf, und der Gedanke, den Sozialismus ohne Klassenkampf, durch parlamentarischen Mehrheitsbeschluß einführen zu können, ist eine lächerliche kleinbürgerliche Illusion.“
      Merke, beim Klassenkampf spielt die “Freiheit der Andersdenkenden” keine Rolle, die gilt nur so lange man zu der richtigen “Klasse”, sprich Proletariat oder Funktionär, gehört.

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  • Dezember 9, 2019

    Der Inhalt dieser Aussage stimmt sehr wohl. Er ist sogar hochaktuell, denn die Meinungsfreiheit wird gerade heut zu Tage von verschieder Seite in Frage gestellt.
    Gerade von den Kommunisten, denen ja Rosa Luxemburg angehört, wurde und wird auch heute noch die Meinungsfreiheit arg gebeutelt.
    In kommunistischen Staaten wie China, Nordkorea, Vietnam, Kuba ist dies nach wie vor der Fall.
    Und selbst in sog. “kapitalistischen Staaten”, wie hier in Westeuropa sind die Linken, insbesondere die radikale Linke wie Antifa, “Schwarzer Block” und andere “Radaubrüder” überall bereit, anders Denkende niederzubrüllen, deren Kundgebungen zu stören, und selbst vor Gewalt schrecken diese Kreise nicht zurück.

    Also von daher, lieber Hr. Schneider, ist Rosa Luxemburg ein denkbar schlechtes Beispiel, sie als “Avantgardistin” der Meinungsfreiheit darzustellen. Gerade diejenigen Leute aus demselben Meinungsspektrum haben SEHR grosse Mühe mit der Meinungsfreiheit.

    ​Aber auch von offizieller Seite wird die Meinungsfreiheit angegriffen:
    Ich erwähne hier das Internetdurchsetzungs​gesetz von Heiko Maas.
    Ebenso die von der EU beschlossene “Datenschutz”-Grundve​rordnung DSGVO ist ein klarer Angriff auf die Meinungsfreiheit, vor allem auf die kleinen unabhängigen Infokanäle.— Siehe:
    https://www.y​outube.com/watch?v=ru​JQ8Jv3zbA

    Auch die vereinheitlichten Konzernmedien sind nicht gerade Protagonisten der Meinungsfreiheit.– Was den Globalisten nicht in den Kram passt, wird todgeschwiegen und deren eingesandten Meinungen werden einfach nicht abgedruckt. Insbesondere kleine Parteien und Gruppierungen, welche unkonventionelle Meinungen vertreten, werden konsequent übergangen.

    Ja, wir leben in einer Zeit, wo die Meinungsfreiheit arg unter Beschuss steht und an diversen Orten bereits nicht mehr gewährleistet ist.– Selbst hier in Europa.–

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  • Dezember 27, 2019

    „Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen. (…) Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“ (Karl Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde)

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    • Dezember 27, 2019

      Das Popper-Zitat, Herr Gutier, hat Herr Bader schon vor 20 Tagen weiter unten in dieser Diskussion eingebracht. Es wurde sowohl von mir, als auch später von Herrn Hofer in einem eigenen Kommentar kommentiert…

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