1. Sonstiges

Über neoliberalen Kapitalismus und Menschenrechte.

Der heut­zu­ta­ge, gelebte neoliberale Ka­pi­ta­lis­mus ist nicht mit Men­schrech­ten ver­ein­bar.

Viel wurde dieser Tage über Menschrechte diskutiert und es scheint als wurden Tiefe Gräben gezogen. Dabei sind die Menschen die, die Menschenrechte am vehementesten Vertreten, gleichzeitig starke Vertreter der neoliberalen Wirtschaftspolitik des Westens. Liberalismus kommt von lat. liber „frei“, lat. liberalis „die Freiheit betreffend“, „freiheitlich“. Leitziel des Liberalismus ist die Freiheit des Individuums vornehmlich gegenüber staatlicher Gewalt. Ein Grundsatz den wahrscheinlich viele Menschen vertreten und miteinander teilen. In der heutigen Zeit wird dieses Wort missbraucht für den Deregulierungswahn der den Westen durchzieht. Heute ist es nicht der Mensch, der Unternehmer der befreit wird vom Regelungswahn, sondern die Grosskonzerne, die Banken, die Hedgefonds, die Versicherer, die Pharmariesen, die Waffenindustrie und viele mehr. So werden Türen geöffnet für Geldproduktionsmaschi​nerien die ohne Rücksicht auf Kollateralschäden Ihre Gewinne maximieren und Ihren überstaatlichen Einfluss ausbauen können. Junges Beispiel: Hedgefonds NML Capital und Aurelius verklagen Argentinien auf 1,3 Milliarden Dollar, Argentinien Zahlungsunfähig. Ähnliches geschieht in Kanada, Mexiko, Venezuela, Brasilien, praktisch überall in Südamerika, Afrika und Europa.In Griechenland zum Bespiel profitieren Hedgefonds und Banken in einem nie dagewesenen Ausmass von der Kriese die Sie selbst ausgelöst haben, dass die Alarmglocken läuten sollten. Nötig zu erwähnen, der Ausverkauf des Service Public, Massenentlassungen und den Landraub durch Private. Und das angestossen durch die Trojka in Brüssel. Also Liberalismus heisst im anglo-amerikanischen Sinne demnach: Unternehmen machen was Sie wollen und wenn Sie ins Fettnäpfchen treten, bezahlt der Bürger dafür, der FAULE. Liberalismus als Freifahrtschein. In Afrika wird Wasser privatisiert und bei uns teuer als regionales Quellwasser verkauft, während in Afrika Kinder verdursten. So weit sind wir.

Die Worte Freiheit und Menschenrechte, ja selbst Krieg für die Menschenrechte sind in Aller Munde und bezirzen die Herzen der Fernsehzuschauer und der Zeitungsleser. Und plötzlich sind Krieg und Menschrechte unter einen Hut gebracht. Die geopolitischen Interessen werden dabei konsequent ausgeklammert und verschwinden im Nähkästchen. Und wie wir alle wissen wird heute nicht mehr genäht sondern maschinell produziert. Selbst die NATO hat in Friedensgebieten nichts mit Menschenrechten gemein, siehe Niederfrequenzanlagen​ in Ex-Jugoslawien. Menschen erleiden in einem Masse starke Kopfschmerzen dank der NATO, dass Sie sich das Leben nehmen, oder Drogen nehmen dass es aushaltbar ist, für WAS? Bessere Reichweite für Radar?, Wettermanipulation, wie unzählige Patente angemeldet sind, oder einfach aus Spass? Ich weiss es nicht. Auf jeden Fall Militärtechnik.

Un​ser globales, zunehmend liberalisiertes Finanzsystem beruht auf Schulden und deren Wachstum. Aus einem natürlichen systembedingten Reflex können Unternehmen, umso grösser Sie werden, keine Rücksicht nehmen auf Mensch und Natur. Jedes Unternehmen muss mehr Gewinne einfahren als im Vorjahr ansonsten geht man Pleite. Zudem wird alles automatisiert, man spricht immer davon, Jeder Mensch hat das Recht auf Arbeit. Ja wie soll jeder Mensch arbeiten wenn ein Unternehmen effizient sein muss, Kosten einsparen muss, der Wettbewerb so stark ist dass immer weniger Menschen, immer mehr bewältigen müssen. Also das ganze System klammert Menschenrechte automatisch aus. Neoliberale Wirtschaft und Menschenrechte sind wie zwei gleiche Pole die sich abstossen, es funktioniert entweder das Eine oder das Andere.

Und die Politik scheint sich mit den Wirtschaftsinteressen​ verschworen zu haben. Wörter wie Wettbewerb, „Soziale“ Marktwirtschaft und Wachstum findet man in Jedem Wahlprogramm. Wie lange sollen wir den noch wachsen? Wäre die Welt eine Scheibe würden wir irgendwann über den Rand gedrängt. Paradoxerweise werden Kriege von der Politik immer als Krieg gegen den Terror oder für die Menschenrechte propagiert. Natürlich, keiner würde freiwillig in den Krieg ziehen, wenn man Ihm sagen würde wir müssen da hin weil Ölleitungen dadurch führen und wir den Russen diese Macht nicht zugestehen wollen, oder: Da hat es noch Schiefergas und das müsse wir uns krallen, sonst können wir die Energie die du so verwenderisch verbrauchst, nicht mehr liefern. Oder wir müssen in den Krieg weil sich ein Diktator, den wir Jahre lang unterstützt haben, Ihm Waffen verkauft, Kredite gegeben haben, gemerkt hat dass er instrumentalisiert wird und sich gegen den mächtigen Dollar stellt. Und nicht zu vergessen, niemand würde in den Krieg ziehen, wenn man im sagt, du musst weil wir ausser Waffenexporte keine Einnahmenquellen mehr haben und wir dann den Menschen gegen die DU kämpfst indirekt Waffen verkaufen können. Es gibt unzählige Gründe für Krieg, aber Menschenrechte und Frieden waren es nie. Vor Allem nicht wenn man mit Uranwaffen, die Kriegsgebiete zusätzlich noch verseucht, NATO lässt grüssen, und unzählige Nachfolge Generationen, behindert auf die Welt kommen und 8Jährige Kinder mit Krebskrzinomen nur so übersäht sind.

Wir sollten endlich mal begreifen, das es nur einen Weg gibt zu Frieden, Harmonie und Menschenrechten. Waffen ablegen und zerstören. Und die künstliche Wirtschaftsmechanisme​n, den von uns geschaffenen künstlichen Mangen, der nur durch die ungerechte Verteilung zu Stande kommt auszuschalten.

Und​ noch etwas persönlich von mich an Euch, liebe Vimentisblogger. Ich finde es toll dass es hier Menschen gibt die sich interessieren und sich in Wortgefechte begeben. Eines wollen wir doch alle, Frieden und Gerechtigkeit für Alle. Dann lasst uns gemeinsam Ideen schreiben und konstruktiv diskutieren. Und uns nicht die Worte im Munde verdrehen und um Formulierungen kämpfen.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Über neoliberalen Kapitalismus und Menschenrechte.
  • August 18, 2014

    Um Ihren sogenannten Neo-Liberalismus in die Schranken zu weisen, ist das Erste mit Bestimmtheit die Blocher-Initiative ‘Landesrecht vor Völkerrecht’ abzulehnen. Diese Initiative begünstigt über die zunehmende ‘Freiheitlichkeit’ mit der Verknüpfung ‘Isolation der Schweiz’ so, dass diese Initiative dann bedeutet; die Reichen in der Schweiz bauen ihr Einfluss aus und dient als Resultat Blocher’s persönliche Machtposition. Die schweizer Politik muss der Allgemeinheit dienen und nicht zum Vorteil einzelener Weniger, die reich sind. Mit der Mischung Liberalismus, Eigenverantwortung und Rücksicht ist dies möglich.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kneubühl, Ob Landsrecht oder Völkerrecht Vorrang hat, tut bei diesem Thema nichts zur Sache wenn Sie mich fragen. Alles eine Auslegeart. Noch schnell ein Einwurf, um so kleiner die Gruppe ist, die selber entscheiden darf was für Sie richtig ist und was nicht umso Gruppenfreundlicher fallen die Gesetze für diese Gruppe aus. Deshalb bin ich bei dieser Frage noch etwas gespalten. Das Völkerrecht ist ja eine gute Sache und niemand sollte sich über solche allgemeingültigen Regeln stellen. Jedoch setzen sich praktisch alle Staaten und Konzerne über das Völerrecht hinweg wenns um die eigenen Interessen geht. Da verstehe ich nicht warum die Schweiz immer so hart kritisiert wird. Wir führen keine Völkermorde druch, zumal nicht direkt. Im Gegensatz zu USA und EU, die diese Aktiv mitgestalten und selbst durchführen. Augenmerk nach Innen ist immer gut, aber Kritiklos an den Volksverbrechern vobrei, auch nicht gut.

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    • Juli 19, 2021

      Ja, aber wenn Landesrecht vor Völkerrecht gelten soll, dann ist die Isolation gegeben und die SVP hat dann die freie Bahn, den Neoliberalismus zu leben mit weniger Verantwortung. Aussenpolitsch kann die SVP gravierende Schäden anrichten, indem sie dort verbreitet und vormacht, dass wir besser sein sollen als die Nachbarländer. Dann beginnt die SVP-Diktatur, weitere Initiativen durch die SVP folgen, um den Souverän hörig zu machen, damit die SVP-Unternehmer mit ihrem Gefolge wenig Gegenwind erhalten. Ein klares Ziel der SVP des Machtaufbaus auf Kosten Unbeteiligter. Leider wird sie sich täuschen damit und das Ausland wird uns zunehmend ignorieren.

      Der Weg oder das Ziel der SVP (gemäss Blocher) ist sonnenklar:

      Die schweizer Bevölkerung für die Zwecke der SVP zu missbrauchen.

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  • August 18, 2014

    Das waren noch Zeiten, Herr Hügli, als diese fromme Denkart, für uns blauäugige Hippies das gelebte Ideal darstellte… Das war die echte Power der Flower, peace man.

    Aber inzwischen hat man auch Charles Bukowsky gelesen und Solschenizyn. Man hat langsam gemerkt, dass es da trotzdem noch viel Scheisse gibt auf der Welt und man ist echly realistischer geworden.

    Dennoch ist eine Einsicht geblieben: Geld regiert die Welt.
    Deshalb muss es auch heute noch heissen: Weg mit den Geldmonopolen, das Geld muss frei sein!

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    • Juli 19, 2021

      Ich möchte aus Ihren Zeilen, Herr Knall, nun aber nicht ableiten müssen, dass Sie die Hyppy-Bewegung samt Woodstock gutheissen?

      Die Psycholeichen, die da übrig geblieben sind, werden heute kaum noch erwähnt.

      Woodstock war nichts anderes als eine Schlammpornoparty. Von wegen ‘Befreiung’, wie es später hiess.

      Dass das im Rückblick als kultig dargestellt wird, ist schon mehr als realitätsfremd.

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    • Juli 19, 2021

      Hans Knall, Geld ist die Wurzel allen Übels wie man so schön sagt. Deshalb ja weg mit Geldmonopolen und rein in ein Geldsystem das dient, nicht dem wir dienen. Den Geld ist ja perse nichts schlechtes, Geld kann auch gutes tun, nur liegt es an uns es zu tun.

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    • Juli 19, 2021

      Ich sagte ja, Herr Limaa, man ist realistischer geworden. Aber solange man sich im jugendlichen Alter eben noch nicht bewusst war, dass das Ganze in die Tonne läuft, war es ein unbeschreibliches Gefühl, sich der Illusion einer weltweiten „Peace-and-Happy-Welt​“ hinzugeben.

      Da war die Sehnsucht nach dem Guten wirklich echt. Vergleichen Sie nur die Musik und deren Songtexte mit den heutigen Raps. Vergleichen Sie die damaligen Kinofilme mit den heute deren Stelle einnehmenden Viedospielen. Vergleichen Sie die damals vielgelesene Literatur und Poesie mit der heute verbreiteten 20-Minuten-Lesekultur​. Und im Gegensatz zu den linksproletischen 68ern waren die Hippies, nie aggressiv oder gewalttätig.

      Wie gesagt, geblieben ist die Erkenntnis, dass das Geldmonopol die Menschen weltweit unterdrückt und dass es abgeschafft werden muss. Heutzutage weiss man, dass das Schema von Peace and Love dafür nicht genügt.

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    • Juli 19, 2021

      Mit Ihren obigen Ausführungen kann ich mich schon eher anfreunden. Danke.

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    • Juli 19, 2021

      Genau, Herr Hügli, solange Geld ausschliesslich den Preis für die Verrechnung echter Werte darstellt, wird es entsprechend dem Bedarf an Gütern und Dienstleistungen oder zur Vorsorge verwendet. Kriege zum Beispiel sind ohne „Falschgeld“ gar nicht finanzierbar.

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  • August 19, 2014

    Nochmals, Herr Hügli, was bitte ist in Ihrem Blogtext zitiert und was von Ihnen? Quellen? Auch mehr oder weniger sinngemäss selbst verwurstete Texte benötigen einen Hinweis auf die Herkunft. Das ist das gesetzliche Recht der Autoren und der Editoren. Sie wollen doch nicht etwa kopierte Informationen als von Ihnen geschrieben ausgeben?

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    • Juli 19, 2021

      Wenn Sie an den Grundlagen für von Kommentatoren geäusserte Meinungen Zweifel hegen, Herr Wild, so ist es Ihre Aufgabe, den entsprechenden Gegenbeweis anzutreten und zu belegen, warum die Schlussfolgerungen nicht folgerichtig sein sollen.

      Ganz plump ist die inzwischen verbreitete Belegneurose, welche Mitdiskutierer befällt, wenn sie einfach keine Argumente haben. Nur zu behaupten man glaube nicht was jemand anderer sagt, ist noch lange kein Beweis dafür, dass es nicht stimmt.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Wild, ich verstehe nicht genau was Sie von mir wollen. Wenn Sie an meinen Aussagen zweifeln, dann bitte weiderlegen Sie sie. iSt Ihr gutes Recht. Wir sind ja hier für den Austausch. Jedoch ist kein Satz den hier geschrieben habe ich kopiert. Es sind meine eigenen Wort die darauf abzielen zu zeigen dass man nicht gleichzeitig den unendlichen Wachstum un gleichzeitig Menschenrechte propagieren kann, aus den oben erwähnten Zusammenhängen zwischen Liberalismus, Wirtschaft, Ausbeutung und Krieg. Das wollte ich aussagen wenn Sie das anderst sehen, dann bitte teilen Sie sich mit. Über Meinungen lässt sich nun mal nicht streiten Herr Wild. Und wenn Sie ein Problem haben mit Beispielen von mir dann ist das Ihr Problem, wenn sie es nicht glauben, machen Sie sich schlauer. Ich für meinen Teil habe meine Hausaufghaben zu diesem Thema gemacht ob Ihnen die AUsführungen passen oder nicht.

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    • Juli 19, 2021

      Und Sie erwähnen es ja es ist das Recht des Autores, nicht die Pflicht. Ich könnte Ihnen viele Quellangaben machen, nur nützt es nichts wenn sie diese nicht auf ihren Inhalt überprüfen. Zudem schneide ich so viele Themen an. So sind wir es uns nähmlich gewohnt von Wild und Lohmann konsorten.

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    • Juli 19, 2021

      Wie Sie sehen können Herr Wild, ist mein zweiter Name Marcel, dass lässt auf eine Mann schliessen. Herr Wild, ich habe es geschrieben, ich kann Ihnen leider nicht weiterhelfen. Vielamls schreibe ich meine Kommentare über mein Handy, deshalb ist die Rechtschreibung, die Wortwahl und die Grammatik nicht immer korrekt. Wie sind ja wohl hier nicht in der Schule und sind hoffentlich über solche Kleinigkeiten hinweg.

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    • Juli 19, 2021

      Ich würde Ihnen ja gern glauben, Herr Hügli. Aber Stil, Wortwahl und Grammatik sind im grossen Mittelteil Ihres Blogs NICHT Ihr Stil. Der ist viel unbeholfener, wie man es auch in diesen zwei Antworten sofort bemerkt, und mit “Konsorten” ist Ihre Ausdrucksweise auch daneben.

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  • August 21, 2014

    Sehr interessant, so als Mitbrinsel und als unterstreichung des Blogs:
    http://www.ne​opresse.com/europa/ce​ta-nimmt-demokratie-g​eiselhaft/

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