1. Sonstiges

Umverteilung nach unten z.L. des Mittelstandes

Haushalten mit tie­fem Ein­kom­men geht es bes­ser als dem Mittelstand

Staatlic​he Ein­griffe führen dazu, dass der Mit­tel­stand schlech­ter da­steht. Linke und Mit­te-­Po­li­ti­ker su­chen ge­mein­sam Lösungen, um dies zu ändern.

Zum Vergrössern auf die Grafik klicken.

 

Negative Anreize

Koellreuter ist überzeugt, dass es nicht die Wirtschaft ist, die in der Schweiz Verlierer hervorgebracht hat. Zwischen 1994 und 2010 sind die realen Löhne der Mehrheit der Erwerbstätigen zwischen 5 und 15 Prozent gestiegen, im oberen Bereich allerdings um 15 bis 30 Prozent. Entscheidend sei aber, dass die Wirtschaft alle am Erfolg habe teilhaben lassen. Unbefriedigend sei die Situation hingegen bei der staatlichen Umverteilung. Diese sorge dafür, dass die Erwerbstätigen im zweit- und drittuntersten Fünftel nicht über mehr Einkommen verfüge als das unterste Fünftel.

Tatsächlich​ bestehen laut einer Studie der Ökonomin Monika Engler für die Mittelschicht vielen negativen Anreize. Diese führen dazu, dass sich wirtschaftliche Anstrengungen nicht lohnen. Diese Effekte wirken sich insbesondere auf Einkommen zwischen 35’000 und 100’000 Franken aus. Engler hat alle Einkommen, Abgaben wie Steuern und Gebühren sowie staatlichen Leistungen zusammengerechnet und auf die einzelne Personen mit verschieden hohen Salären heruntergerechnet.

D​as Fazit der Ökonomin: Nach den Umverteilungen verfügt eine Person mit einem Salär von rund 12’000 Franken über ein Einkommen von 66’800 Franken und ist damit ökonomisch stärker positioniert als Personen, die ein Salär zwischen 35’000 und 100’000 Franken erzielen. Stark spielt die Umverteilung zwischen Personen, die Voll- oder Teilzeit arbeiten. So verfügt ein kinderloser Haushalt mit einem Vollzeitsalär von 105’000 Franken über ein Einkommen von 66’000 Franken, während ein Haushalt mit einem Teilzeitsalär von 32’000 Franken nach dem staatlichen Eingriff über 72’000 Franken verfügt.

Radikale Vorschläge

Der Grund für diese starken Verschiebungen liegt darin, dass Personen mit sehr tiefen Salären kaum Steuern entrichten, dafür aber von sehr umfassenden Vergünstigungen bei teuren Haushaltsposten profitieren, etwa bei Mieten oder Kinderkrippen. Wer dem unteren und mittleren Mittelstand angehört, bezahlt hingegen Steuern und erhält wenig oder keine Unterstützung.

Die Stiftung CH2048 will nun verschiedene Reformvorschläge erarbeiten und sie in die politische Debatte einbringen. Erste Ideen stellte gestern Ökonom Stephan Vaterlaus an der ersten Stiftungs-Tagung in Luzern vor.

 

  • Individuel​les Wohlstandskonto: Für einen Teil der Sozialleistungen sparen die Bürger künftig für sich selber. In guten Jahren legen sie auf die Seite, in schlechten nehmen sie Geld vom Konto.
  • Berücksichtig​ung der Freizeit: Nicht der Monats-, sondern der Stundenlohn ist entscheidend für die Progression bei der Steuer. Wer für den gleichen Lohn voll arbeiten muss, soll weniger Steuern bezahlen als eine Person, die dafür nur 50 Prozent arbeitet.
  • Erwerbsabh​ängige Umverteilung: Gewisse staatliche Leistungen erhält nur, wer arbeitet. Tiefe Einkommen profitieren stärker als mittlere, sollen aber am Schluss nicht besser wegkommen.
  • Einheitss​teuersatz: Auf die Progression wird verzichtet, Freibeträge führen dazu, dass tiefe Einkommen nicht unter die Armutsgrenze fallen.
  • Besteuerung der Sozialhilfe: Auch wer nicht arbeitet für sein Einkommen, soll dieses versteuern.

 

 

Schlussfolgerungen;

 

1.  Nach dieser Statistik ist Jemand mit einem Einkommen zw. 12’100 – 30’000 infolge Ungebildetheit oder indem er ganz bewusst eben  nur zu 40-50 % arbeitet, hier  i.d. Schweiz am besten “gesegnet”, weil er Geld bis auf 54’800 umverteilt von selbst “aufgeschüttet” einfach ohne eigene Anstrengung geschenkt bekommt, zu lasten des Mittelstandes, die z.B. einfach mehr verdienen oder gar zu 120 % arbeiten. Wo auf der Welt gibt es noch so einen Schwachsinn, der die bewusste Arbeitsverweigerung, das bewusste “Dolce far niente” dermassen fördert & belohnt.

 

2.  Da ist es doch gar nicht mehr verwunderlich, warum wir die letzten 5 Jahre einen derartige Zuwanderung erfuhren, bei diesem irrsinnigen, unsinnigen Umverteilwahnsinn. Der/die Fleissigen, Tüchtigen werden abgezockt resp. finanziell abgestraft, ein ähnlicher schon zu lange – jahrzehntelang – anhaltender Wahnsinn wie die bestens bekannte “Heirats-Strafe”. Ein intelligentes Paar lässt sich pro forma einfach scheiden, und lebt dann, weil finanziell dann viel besser gestellt, munter weiter zusammen.

 

3.   Dieser SP/Grüne/CVP/BPD eindeutige Wahn- & Schwachsinn ist im Wahlherbst 2015 jetzt endlich zu stoppen durch eine Änderung der Mehrheiten in beiden Parlamenten  & des  Bundesrates in Bern. Arbeit, Fleiss, Innovationen & Risikobereitschaft muss sich wieder lohnen können, jedenfalls mehr als “faul herumliegen” & dem Hergott so den Tag abstehlen.

Fröhliche​ Armut ist ehrenvoll; freilich ist sie gar nicht Armut, wenn sie fröhlich ist …. Denn wer genug hat, ist nicht arm, sondern wer mehr begehrt. – Seneca, Briefe, 1, 4, 5.

 

4.  Dem ausserhalb der Gesellschaft stehenden, isolierten Menschen steht, da er gegen niemanden Verpflichtungen zu erfüllen hat, deshalb auch das Recht zu, ganz nach seinem Gefallen zu leben; allein innerhalb der Gesellschaft, wo er notwendigerweise auf Kosten der andern lebt, muss er Ihr durch seine Arbeit einen Ersatz für seinen Unterhalt gewähren. Hierin darf keine Ausnahme stattfinden. Arbeiten ist demzufolge eine unerlässliche Pflicht des sich in der Gesellschaft bewegenden Menschen. Ob reich oder arm, ob mächtig oder schwach, jeder müssige Bürger ist ein Spitzbube,

– Rousseau, Emile, 10, 3.

 

 Quelle;

http​://bazonline.ch/schwe​iz/standard/Haushalte​n-mit-tiefem-Einkomme​n-geht-es-besser-als-​dem-Mittelstand-/stor​y/11211727

Link auch in der 1. Anwort zum anklicken.

 

Do you like Gilbert Hottinger's articles? Follow on social!
Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
Kommentare anzeigen Hide comments
Comments to: Umverteilung nach unten z.L. des Mittelstandes
  • März 14, 2015
  • März 14, 2015

    Es ist nicht der Staat der umverteilt, es sind Menschen in den entsprechenden Funktionen! Die Zuordnung der vom Staat generierten Mittel (ohne diese wären sie nicht auf dem Lohnzettel = Funktion des Geldsystems)!
    Weiter​bildung für Konservative wahrscheinlich eine unlösbare Aufgabe?
    Funktion des Geldsystems – Preis Gemeinwohldienstleist​ungen (Staats- und Sozialquote)

    1. Lö​schen des Mythos Steuer- und Beitragszahler aus dem Denkvermögen:
    1.1. V​orurteile/Meinungen (unbegründet):
    1.1.1​. Der Staat und Sozis stehlen Geld der Anderen
    1.1.1.1. Mit​ der Muttermilch eingesaugt
    1.1.1.2. ​Während der Kindheit von den Vorbetern missioniert
    1.1.1.3.​ Von Ökonomen (dämlichste Denklehre), Politikern und Medien untermauert
    1.1.2. G​eld muss man zuerst einnehmen, bevor man es ausgeben kann

    Der Bürger ist weder Steuer- noch Beitragszahler, sondern im Sinne des Systems, sichert er als Marktteilnehmer mit dem Tauschwert Arbeit/Leistung, einzig und alleine die Wirtschaft und seinen individuellen Lebensunterhalt!
    Ohn​e Geldgenerierung des Staates und anderen Kreditnehmern (Private und Wirtschaft), würden die Mittel im Geldkreislauf fehlen, somit würde keine Geldwirtschaft bestehen!

    Unser Steuersystem ist zu einer reinen Spielwiese für Ökonomen und Politiker (Profilierung) verkommen, dabei ist im Substrat Erwerbswirtschaft, einzig der Parameter Wirtschaftsleistung massgebend! Der Preis der Gemeinwohldienstleist​ung (Staats-und Sozialquote) ist ebenfalls als Wirtschaftsleistung im Geldkreislauf enthalten und muss von der geplanten Staatsverschuldung abgesehen, wieder zurückgeführt (zweckbestimmter Lohnanteil und Gewinne) werden! Die Optimierungsspiele sind reine „Hüttchen-Tricksereie​n“, weil die „Einsparung“ entweder im Tarif eskomptiert, oder anderweitig kompensiert ist! Diese Spielformen sind verantwortlich für viele, teilweise auch hochdotierte, jedoch unnötige Arbeitsplätze! Staatliche Lenkung kann im bestehenden System als Rückforderungsanspruc​h definiert werden, wobei die Kompensation offen gelegt werden muss!

    Die von den Ökonomen geschaffenen “Armutszentren” (Standort- und Steuerwettbewerb), sind die Folge der nicht korrekt umgesetzten Funktion des Geldkreislaufes! Die “Armut” steckt an! Der Mittelfluss der Sozialhilfegelder wird mit Hilfe der Ökonomen (Irrglauben – Missionare), nicht korrekt im Kreis gehalten! Die Gelder fliessen nicht zurück, weil die Steuerquote (Preis der Gemeinwohldienstleist​ung) der ansässigen Bevölkerung dazu nicht ausreicht und folgerichtig müssen sich einzelne Kommunen verschulden! Mehr Schulden in den Armutszentren = mehr Vermögen in den Zentren des Reichtums!

    Die Privatindustrie muss sich, im Gegensatz zum Staat, jederzeit dem Wettbewerb stellen und muss immer versuchen, die Leistungen der Mitarbeiter, erfolgreich in den Tauschhandel zu bringen (Wirtschaftsleistung)​! Gelingt das Vorhaben nicht, werden Arbeitsplätze gestrichen, oder zur Aufgabe führen! Der Arbeitgeber kommt im Sinne des Systems, weder für den Geldtauschgegenwert der Arbeit/Leistung auf, noch beteiligt er sich an den Sozialkosten!

    Kommentar melden
  • März 15, 2015

    Ich habe diese Statistik mehrmals durchgelesen und nur wenig davon kapiert. Es scheint mir, dass der Mittelstand gegen die “Unteren” ausgespielt wird, so nach dem Motto “divide et impera”. Wenn man die katastrophalen Auswirkungen der USTR II und den Widerstand gegen eine Erbschaftsteuer ansieht, sind die Reichen die lachenden Dritten. Die Umverteilung passiert also von unten nach oben oder von der Mitte nach oben. Auch die Bestrebungen der SVP, die Sozialleistungen zu kürzen, passen in dieses Bild. Nicht vergessen sind die Angriffe gegen sog. Scheininvalide.

    Di​e Veröffentlichung der Fondation CH2048 basiert auf einer Studie von Monika Engler. Da diese Studie in englisch abgefasst und schwer verständlich ist, gibt es dazu einen von der Autorin genehmigten Kommentar, der die Aussagen der Studie relativiert.

    http:​//www.ch2048.ch/news/​?nID=582

    Was Ihre Aussage, Herr Hottinger, betrifft: “Dieser SP/Grüne/CVP/BPD eindeutige Wahn- & Schwachsinn ist im Wahlherbst 2015 jetzt endlich zu stoppen durch eine Änderung der Mehrheiten in beiden Parlamenten & des Bundesrates in Bern” ist reine Wahlpropaganda und hat mit der Studie nichts zu tun, es sei denn, Sie befürworten Rentenkürzungen der AHV/IV und der Ergänzungsleistungen oder Sie möchten die Staatsschulen privatisieren und die Kinderzulagen abschaffen.

    Dies will ich nicht! Denn soziale Sicherheit ist Bestandteil unseres Gesellschaftsvertrags​ zwischen Jungen und Alten sowie zwischen Starken und Schwachen.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      „Nicht vergessen sind die Angriffe gegen sog. Scheininvalide.“
      Das​s Sie natürlich die Schmarotzer welche als Scheininvalide auf Kosten der Steuerzahler sich ein schönes Leben machen, schützen wollen ist verständlich, denn schliesslich war es ja Ihre SP, welche noch lange versucht hat, das Thema Scheininvalide zu vertuschen, was aber verständlich ist, denn Ihre SP und die Scheininvalide haben dieselbe Doppelmoral!!

      Kommentar melden

Kommentar schreiben

Neuste Artikel

  1. Sozialpolitik & Sozialsysteme
AHV ausbauen und 2. Säule reduzieren! Um im Rentenalter die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise sicherzustellen (Art 113 Abs. 2 a. BV) ist - zumindest für die Kleinverdiener:innen - der Ausbau der AHV besser geeignet als die zusätzliche Alimentierung der 2. Säule, da er effizienter und unabhängig von Finanzmarktturbulenzen ist.
  1. Ausländer- & Migrationspolitik
Deutschpflicht auf dem Pausenplatz der Kreisschule Reinach-Leimbach AG Nur wer alt ist und hinsehen will, kann erkennen, dass die schöne Landschaft CH und die verschiedenen Eigenarten der CH-Bevölkerung langsam aber stetig unter dem Druck der Internationalisierung zerbröseln. Hab mich schon in manchem Bahnhof gefragt, in welchem Land ich lebe.

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen




Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu