1. Sonstiges

Unheilige Allianzen schaden der Zukunft der Armee

Das Ende der Som­mer­ses­sion wurde von der Ab­leh­nung der Ar­mee­re­form im Na­tio­nal­rat geprägt. FD­P.­Die Li­be­ra­len be­dau­ert, dass die SVP, zu­sam­men mit der SP und den Ar­mee­ab­schaf­fern,​ eine mo­derne und ef­fi­zi­ente Armee ver­hin­dert. Wir wol­len eine Ar­mee, die auf die künftigen Be­dro­hun­gen vor­be­rei­tet ist.

Die Armee ist ein für die Sicherheit und die Landesverteidigung der Schweiz wichtiges und unverzichtbares Instrument. Die Bedrohungen haben sich verändert. Die Armee muss modernisiert werden. Wo einst Panzer nötig waren, müssen heute sensible Infrastrukturen vor Cyberattacken oder Terroristen geschützt werden.

Die FDP will eine Armee mit 100’000 Mann und einem jährlichen Budget von 5 Milliarden Franken. Der Entwurf, der dem Nationalrat vorgelegt wurde, hätte eine moderne und effiziente Armee ermöglicht. Besonders beunruhigend bei diesem Resultat ist, dass die SVP und die SP mit völlig entgegengesetzten Interessen eine unheilige Allianz eingegangen sind. Auf diese Weise kann keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden. Während die SP die Armee abschaffen möchten, schmollt die SVP, weil das Budget nicht so hoch ist wie gewünscht. Jetzt ist die Armee und damit die Sicherheit in unserem Land gefährdet. Man kann nur noch hoffen, dass der Ständerat wieder Ordnung schafft und dass BR Ueli Maurer seine Truppen zügeln wird. Andernfalls wird die Sicherheit der Schweiz nicht mehr gewährleistet sein.

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Comments to: Unheilige Allianzen schaden der Zukunft der Armee
  • Juli 22, 2015

    “Unheilige Allianzen”? Ist denn der “bürgerliche Schulterschluss” eine heilige Allianz?

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    • Juli 19, 2021

      “Unheilige Allianzen”? Gegenfrage: ist denn der “rotgrüne Schulterschluss” eine heilige Allianz?

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    • Juli 19, 2021

      Sie sollten sich doch nicht an solchen Dingen “aufhängen”.
      Es zeigt doch, dass sogar SP und SVP in gewissen Dingen einig sind.

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  • Juli 22, 2015

    Raumsicherung, subsidiäre Einsätze, Katastrophenhilfe und Friedensförderung sind bereits heute wichtige Bereiche unserer Armee. Sie sollen die Eckpfeiler unserer zukünftigen Militärstrategie sein.

    Raumsicherun​g …
    … kommt zum Einsatz, wenn drohende Gewaltakte von überregionalem, nationalem oder internationalem Ausmass die Möglichkeiten unserer zivilen Truppen (Polizei, Grenzdienst, …) überfordern.

    Subsi​diäre Einsätze …
    … umfassen Sicherungseinsätze verschiedenster Art (z.B. bei internationalen Konferenzen). Auch Anlässe von nationaler Bedeutung sind oftmals ohne die Unterstützung durch unsere Armee nicht möglich. Da solche Aufgaben in der Regel eine neue Erfahrung sind, werden die eingesetzten Truppen in Schulungen (auch mental) auf diesen Dienst vorbereitet.

    Katas​trophenhilfe …
    … ist bei grossen Ereignissen auch in andern Ländern ohne Armeeeinsatz nicht denkbar.

    Friedensf​ördernde Einsätze …
    … leistet unsere Armee in Bosnien Herzegowina, Kosovo, West Sahara, Mali, Ghana, Kongo, Burundi, Südsudan, Somaliland/Puntland, Naher Osten, Kaschmir und Südkorea. Das ist eine schwierige international koordiniert zu erbringende Aufgabe, welche für den Weltfrieden von entscheidender Bedeutung ist.

    Doch es gibt nach wie vor Einheiten in unserer Armee, die nicht mehr dem Sicherheitsdenken der in der Schweiz bekannten Sicherheits-Strategen​ und auch der sich weiter entwickelnden Volksmeinung entsprechen.

    Armee​chef André Blattmann hat unser Vertrauen nicht. Die “Gefahrenkarte”, mit der er dem Parlament und via Tagesschau auch uns im März 2010 seine Sicht dargestellt hat, zeigt, dass seine militärische Laufbahn keine geeignete Vorbereitung für eine in die Zukunft blickende Sicherheitsstrategie ist. Bundesrat Ueli Maurer ist zwar ein von uns geschätzter “Buchhalter”, der nicht mehr wie sein Vorgänger Samuel Schmid die längst nicht mehr zeitgemässe Armee verlottern lässt. Doch ein weit blickender Sicherheits-Stratege ist auch er nicht.

    Geeignet für den Posten des Armeechefs wäre ein junger gut ausgewiesener Manager, dessen Sicht der zukünftigen Militärstrategie im Parlament und im Volk breit abgestützt ist.

    Und hier Blattmanns “Gefahrenkarte”, die bei den Parlamentariern, dem Schweizer Fernsehen, den Journalisten und auch bei uns Bürgerinnen und Bürgern sehr schlecht angekommen ist: http://www.srf.ch/play/tv/ta​gesschau/video/aerger​-ueber-gefahrenkarte-​von-blattmann?id=99ba​d301-2e00-4ffd-b632-3​349944bd77d

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    • Juli 19, 2021

      Solange es noch so “alte” Militärstrategen gibt, die denken, mit Panzern kann man Asylanten und mit Kampfjets Demonstrationen verhindern, solange glaube ich nicht an eine “moderne” Armee oder wie man diese Institution dann auch immer nennen sollte/wird.
      Schluss​endlich soll sie den Schutz der Menschen dienen und nicht irgendwelche fantasievollen “Feindbilder” bekämpfen oder unersättliche Waffenhändler finanzieren.

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