Am 9. Fe­bruar stim­men wir unter an­de­rem auch über die Volks­i­ni­tia­tive “Ab­trei­bungs­fi­na​n­zie­rung ist Pri­vat­sa­che” ab. Diese In­itia­tive will, dass die Kos­ten für einen Schwan­ger­schafts­ab​­bruch in der Regel nicht mehr durch die Grund­ver­si­che­rung​ der ob­li­ga­to­ri­schen Kran­ken­ver­si­che­r​ung übernommen wer­den soll. Ich möchte Sie bit­ten diese In­itia­tive ab­zu­leh­nen und ein Nein auf den Ab­stim­mungs­zet­tel​ zu schrei­ben. Die In­iti­an­ten geben an, Kos­ten spa­ren zu wol­len. San­te­suisse spricht von 7 -10 Mio. Fran­ken, die für Schwangerschaftsabbrü​che auf­ge­wendet wer­den, was ge­rade mal 0.03 Pro­zent der Ge­sund­heits­kos­ten​ aus­macht. Die Be­hand­lungs­kos­ten​ aus ver­pfusch­ten Schwangerschaftsabbrü​chen kom­men die Ge­sell­schaft we­sent­lich teue­rer zu ste­hen. Die Vor­lage ist aus­ser­dem dis­kri­mi­nie­rend: Frauen sol­len al­leine für die Kos­ten eines Schwan­ger­schafts­ab​­bruchs auf­kom­men, während die Männer aus der fi­nan­zi­el­len Mit­ver­ant­wor­tung ent­las­sen wer­den. “Schwan­ger­schaft ist keine Krank­heit” wird ar­gu­men­tiert, das ist si­cher rich­tig, aber ein Schwan­ger­schafts­ko​n­flikt ist ein tiefer psy­chi­scher Kon­flikt und des­halb auch behandlungsbedürftig.​ Übrigens ist die Ge­burt eines Kin­des auch keine Krank­heit.

Der Zugang zu einem fachgerechten durchgeführten Schwangerschaftsabbru​ch für alle, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten, ist also eine Frage von Grundrechten und Solidarität. Deshalb stimme ich Nein zu dieser unsolidarischen und frauenfeindlichen Initiative.

Bianca Maag-Streit, Reinach BL
Landrätin und Gemeinderätin

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
Kommentare anzeigen Hide comments
Comments to: Unsolidarisch und frauenfeindlich
  • Februar 4, 2014

    Ausgerechnet die SP/in den SP- und Linken Kreisen boomen Quotenfrauen und Emanzen wie nie, welche einen Blankocheck von der Allgemeinheit erzwängen wollen, dass wenn “Kind der Karriere im Weg”, man die volle Verantwortung und ALLE Kosten/inkl. ethische Bedenken der Allgemeinheit anlasten kann.

    Nein zu solchen Blankocheks!
    Ja zu Kindern, Ja zu verantwortungsvollen Eltern, JA zur Initiative

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Sie zeichnen ein grauenhaftes Bild der Frauen! Die stagnierenden Abtreibungszahlen seit der Fristenregelung zeigen ja gerade auf, dass Frauen nicht aus Lust und Laune abtreiben. Es tun’s gleich viele wie vorher – und ich lege meine Hand ins Feuer, dass es keine leichtfertig tut. So sieht MEIN Bild der Frauen aus.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      An der Fristenlösung ändert sich nichts, sowenig, dass nicht mehr abgetrieben werden kann.

      Es tuns gem. Statistiken derzeit gleich viele wie vorher, wird sich absehbar ändern, aus den erwähnten Gründen.

      Es geht rein darum, ob es der Allgemeinheit angelastet werden soll.

      Frauen wollen immer emanzipierter sein, nun, das sollen sie ohne Wenn und Aber sein dürfen, dazu gehört auch Eigenverantwortung und nicht diese der Allgemeinheit zu übertagen.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Meinen Sie wirklich, das jemand abtreibt, weil sie “emanzipiert sein” will? Das ist doch Unsinn! Das sind Frauen in Notlagen!
      Ich kenne viele emanzipierte Frauen – und keine einzige würde leichtfertig abtreiben.
      Und was ist mit dem Mann, der an der Schwangerschaft “mitschuldig” ist? Wieso wird er einfach aus der Verantwortung entlassen?

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      “Wieso wird er einfach aus der Verantwortung entlassen?”

      Wolle​n Sie als nächstes auch Familienplanung via KK versichern? Oder was kommt als nächstes, wo die Allgemeinheit zur Kasse gebeten werden soll von den Linken – federführend der SP.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Entschuldigen Sie, aber die “Familienplanung” ist ja eben gerade versichert. Im Falle einer Schwangerschaft/Gebur​t muss ich ja nicht mal den Selbstbehalt übernehmen (im Gegensatz zum Abbruch, ob gewollt oder nicht!). Sie wenden sich mit Ihren Aussagen voll gegen die Frauen, die selber schauen sollen – der Mann ist fein raus.
      Und – notabene – reden wir hier über ca. CHF 1.-/Jahr für jede(n) Prämienzahler(in). Arme Allgemeinheit!

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Schwangerschaft ist KEINE Krankheit sondern man schenkt Leben!!! Bei Vergewaltigung bin ich dafür es über die Allgemeinheit zu finanzieren.

      Es gab nie soviele Verhütungsmöglichkeit​en wie heutzutage.

      1.-/pr​o Prämienzahler stimmt auch nicht, weil es hochgerechnet wurde auf die Gesamtbevölkerung und viele bezahlen die Prämien schon gar nicht selber/z. B. all die verhätschelte linke Klientel (einmalmehr linke Augenwischerei).

      J​a arme Allgemeinheit, immer mehr glaubt die SP, die Allgemeinheit sei ihr Selbstbedienungsladen​. Gerade die EIGENEN Betagten, Kranken und Behinderten inkl. Angehörige ausnehmen, bürokratisch bewirtschaften, austricksen, weil die Jungen keine Verantwortung tragen wollen. Sun, Fun and nothing to do, die Allgemeinheit soll schauen!

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021
    • Juli 19, 2021

      @ L. Mathis,

      1. Ja von 12’000 Abtreibungen i.d. Schweiz pro Jahr sind 11’899 aus Lust & Laune heraus, was für mich ein erschreckendes Frauenbild ergibt.

      2. Wo soll denn Not entstehen, beim 2. höchsten pro Kopf Einkommen weltweit ?

      3. Wenn sich eine “emanzipierte” Frau naiv mit jedem charakterlosen Gesellen paart, ist auch das in ihrer eigenen Verantwortung.

      4. Eine anständige Frau tötet nicht LEBEN, sie bringt es hervor, aber nur wenn sie LIEBE in sich hat.

      Kommentar melden
  • Februar 4, 2014

    Frau Habegger
    gerade Sie müssen über Quotenfrauen und Emanzen, sehr viel wissen. Ich denke viele dieser Frauen sind arm und in Not. Wie Sie schon schrieben, haben Sie das Gefühl die Emanzen treiben dann hald ab und sollte es wieder vorkommen erneut. Geht es Ihnen noch, ich denke keine Frau treibt aus Freude ab, aber auch gar Keine auch keine Emanze oder Quotenfrau. Auch ich bin gegen Abtreibungen und doch denke ich Kinder die unerwünscht sind haben haben zum Teil kein leichtes Leben. Zudem wenn Frauen Aborte machen müssen (ja Frau Habegger das gibt es) ist das sehr gefährlich für die Frau, wollen Sie das?
    Es kann sein, dass die Krankenkasse eventuell mehr bezahlen müsste als eine normale Geburt kostet. Da habe ich ein klares NEIN abgegeben. Sollten solche Frauen noch sterben sind genau solche Leute wie Sie schuld. Ich betone ich hätte nie abgetrieben, aber ich war auch nicht in der Lage das ich das müsste.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Sie reden von all den Zugewanderten etc. welche wir Schweizer/Innen dank der obligatorischen KK nach Grenzübertritt auch mitfaninzieren müsseen. Während man Mitbürger/Innen dieses Landes an den Pranger stellen will, weil sie die Prämien nicht mehr bezahlen können? (Notabene diese Bürger/Innen zahlen SEIT JAHREN!)

      Danke, auch gleich noch ein Grund für ein JA !

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Frau Schopfer
      Wie wärs mit ein wenig Selbstverantwortung tragen, wie wir es damals auch mussten????
      Bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit Vergewaltigung das ist ein anderes Thema

      Kommentar melden
  • Februar 4, 2014

    Als selbstbewusste Frau komm ich mir echt Bevormundet vor. Was ist los mit euch SP Emanzen, Quotenregelung da, Rosinenpickerei dort, was soll dass?

    Es wird mit allen Mitteln versucht die Frau als Opfer und Beschützenswert zu Degradieren mit solchen Emanzen Gefasel. Entweder sind wir Emanzipiert oder nicht.

    Die Scheinheilige Welt der Frauen gibt es nicht, Frauen Betrügen ihre Ehemänner genauso, um die Studi-Zeit zu finanzieren Prostituieren sich sehr viel Frauen, kommt es zur Scheidung steht der Mann danach ohne Hosen da.

    Ich entscheide über Verhütung, ich werde Schwanger, ich entscheide über ein Leben das bei einer Abtreibung ohne jegliche Change und Schutz ist!

    Das heisst, ich trage selber die Verantwortung mit dem Erzeuger, wie auch immer! Also Zahle ich auch selber.

    Es kann nicht sein, das der Bürger per Gesetz zum Massenmörder genötigt wird!

    Kommentar melden
  • Februar 8, 2014

    1. Frauen die nur weil ihnen eine Schwangerschaft, ein edles Geschenk Gottes mit Seele, gerade nicht i.d. Live-Style passt, einfach abtöten, gefallen mir gar nicht, mag ich auch nicht unterstützen (Ausnahme bei Vergewaltigung).

    2​. Jede werdende Mutter hatte zuvor ihren freien Willen, mit wem sie das Bett teilt, also hat sie und der werdende Vater ALLEINE auch die Konsequenzen zu tragen, sicher nicht ANDERE, Unbeteiligte,

    3. Von Solidarität etwas zu Faseln, wenn es um lebensfähiges töten geht, ist schon recht pervers, Solidarität im Guten, Leben befördernden geht aber i.O,

    4. Mir graut es ehrlich gesagt, wenn ich hier lese wie materialistisch Sie diese Thematik nur sehen, einfach mit Jedem Sex haben, die Allgemeinheit soll die Folgen finanziell dann übernehmen. Sie scheinen so ja noch gar nicht richtig pubertiert zu haben.

    Mein Vater sagte nämlich u.A. immer treffend;

    “Wer die Suppe sich einbrockt,
    der löffelt sie auch selber wieder aus, Basta.”

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      In der Regel trägt die Frau die Selbstverantwortung wenn sie schwanger wird! Und es ist halt schon so, dass ein Kind oft dann bei jüngeren Frauen nicht in den Lifestyle passt, dass ist aber weder ein Grund noch eine haltbare Entschuldigung ein Kind abzutreiben. Gewünscht oder nicht gewünscht, die Mutter, und oder der Kindsvater, sollten die Kosten übernehmen. Bin auch der Meinung, dass es in Ausnahmefällen z.B bei einer Vergewaltigung Sache der Versicherung/KK ist, da es sich in solch einem Fall um einen sexuellen Übergriff handelt und die Folge wäre dann eine ungewollte, Schwangerschaft.

      Kommentar melden

Kommentar schreiben

Neuste Artikel

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen

Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu