1. Abstimmungen & Initiativen

Verantwortungsvolle Sportschützen sagen JA zur Initiative

Sehr ge­ehrte Sportschützen

 

Da Sie vom Massnahmen-Katalog der Initiative «Schutz vor Waffengewalt» explizit ausgenommen werden und Ihnen ja – wie uns allen – am Herzen liegt, dass die Menschen friedlich zusammenleben, dass mit Waffen nur verantwortungsvoll und professionell umgegangen wird und Recht und Ordnung zu allen Zeiten und von jedermann eingehalten werden, bietet sich Ihnen jetzt eine einmalige Chance:

Als Profis wissen Sie, wieviel Übung der richtige Umgang mit der Waffe erfordert. Und Sie wissen, was man damit anrichten könnte. Es ist also ein unübersehbares Signal, wenn Sie sich mit einem JA zu dieser Initative in aller Form von Waffengewalt distanzieren. Ein Signal dafür, dass Waffen nur in geübte Hände gehören. Ein Signal dafür, dass Sie den Umgang mit Waffen nur im Zusammenhang mit Ihrem Sport, mit der Jagd, den Soldaten im Dienst, der Polizei und dem Personenschutz tolerieren. 

So nehmen Sie Ihre Verantwortung als Fachleute auf diesem Gebiet wahr, und Sie können sicher sein, dass Sie in Zukunft noch ernster genommen werden. Auch im Hinblick auf neue, ebenso verantwortlich denkende Mitglieder in Ihren Vereinen.

 

Stefan Weber-Aich, Erlenbach

 

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Comments to: Verantwortungsvolle Sportschützen sagen JA zur Initiative
  • Januar 27, 2011

    Hallo Herr Dreier,

    Ganz offensichtlich legen wir bei “geübte Hände” nicht denselben Massstab an. Angesichts des Potentials, das eine Schusswaffe hat, liegt meine Messlatte für geübte Hände bei Schusswaffen deutlich höher. Jeder, der einen Sport ausübt, ganz gleich, ob Tennis, Fussball oder Biken, würde nicht behaupten, dass er geübt darin ist, wenn er bloss zwei Wochen im Jahr mal ein bisschen spielt. Und diese Sportgeräte sind weit weniger gefährlich.

    Es ist nicht meine Aufgabe, Kriminelle und Banden zu entwaffnen. Und wieso sollten Sie dies tun? Sind wir etwa Polizisten? Oder üben wir Selbstjustiz? Das ist Aufgabe der Polizei. Viele der illegalen Waffen sind ursprüngliche CH-Armeewaffen, die weiterverkauft und vom neuen Besitzer nicht registriert wurden. Ausgemusterte Armeewaffen versorgen den Schwarzmarkt.
    Das mit den Parlamentariern ist ein absolut unnötiger Seitenhieb: Was Herrn Fehr geschehen ist, stimmt auch mich traurig. Und ich hoffe, dass er bald wieder wohlauf ist.

    Ihnen wünsche ich einen schönen Tag, an dem etwas passiert, über das Sie sich von Herzen Freuen können.
    Gruss | Stefan Weber-Aich

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  • Januar 27, 2011

    Ich persönlich finde es sehr schlecht, wenn man versucht aus den Ereignissen vom Albisgüetli einen Vorteil für den Abstimmungskampf zu ziehen. Dies obwohl ich SVP-Mitglied bin und Herrn Fehr schon mal kennen gelernt habe.
    Aber wenn dieses Thema schon angesprochen wurde: Herr Weber, glauben Sie denn ernsthaft, dass diese bewaffneten Chaoten, sofern sie tatsächlich bewaffnet waren, würden ihre Waffen registrieren lassen?
    Wenn diese nicht zu Ende gedachte Initiative angenommen wird, können solche Vorkommnisse ganz schnell Alltag werden. Chaoten und Kriminelle können mit den unbewaffneten und wehrlosen Normalbürgern umspringen wie sie wollen, da diese keine Mittel mehr zum Selbstschutz, wohlverstanden nicht Selbstjustiz, besitzen.

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  • Januar 27, 2011

    Sehr geehrter Herr Krummenacher

    wie bereits erwähnt, tut es mir einfach nur leid, was Herrn Fehr passiert ist. Daraus Kapital zu ziehen, liegt mir fern. Und ich wünschte, es gäbe statt Kommentare dazu nur Genesungswünsche für ihn. Ich habe – ausser bei Herrn Dreier – nirgendwo gelesen, die Chaoten seien bewaffnet gewesen. Wie dem auch sei.
    Oftmals braucht es gar keine Waffen, damit es zu brenzligen Situation oder gar zur Eskalation kommt. Ich habe früher in der Stadt gewohnt und war viel mit Tram und Bus unterwegs. Leute im Suff, Spinner, aggressive Gruppen gab es auch damals, auch wenn das Klima insgesamt noch nicht so aufgeheizt war wie heute.
    Ich habe mehrere Situationen erlebt, in denen Fahrgäste sich bedroht fühlten, aber nichts taten. Da muss man einfach aufstehen, Blickkontakt mit möglichen Helfern aufnehmen und die Bedroher stoppen. Das ist mir mehrmals gelungen, obwohl ich meist der kleinste war und obwohl ich aus Erfahrung wusste, dass mir danach wieder stundenlang schlecht sein würde. (Solche Situationen fahren einfach in die Knochen.)
    So, wie es Konflikte ohne Waffen geben kann, so kann man Konflikte auch ohne Waffen (und ohne Gewalt), aber mit Zivil-Courage lösen. Ich frage mich allerdings, warum heute so viele Leute einfach wegsehen. “Der Staat”, sprich, die Polizei kann einfach nicht überall sein. Auch in früheren Zeiten waren sie nur für die gröbsten Auswüchse zuständig. Die Menschen haben sich gekannt oder fühlten sich auch so füreinander verantwortlich. Heute machen viele nur in der Anonymität des Internets das Maul auf …

    Ich wünschte, alle hier würden ihren Standpunkt, ihre Frage oder ihre eben anders gelagerte Meinung so zivilisiert und respektvoll kundtun, wie Sie das getan haben. Und ich wünsche mir, dass unsere Wutgesellschaft sich beruhigt. Wir haben noch genug echte Probleme.

    Liebe Grüsse | Stefan Weber-Aich

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  • Januar 27, 2011

    Herr Bruno Dreier: Ich habe auch “geübte” Hände nach Ihrer Definition. Meine Waffe zu Hause war aber schon mal in den Händen eines Einbrechers, der sie dann zum Glück hingeschmissen hat. Ob der auch geübte Hände hatte?

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  • Januar 27, 2011

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Ich Glaube, dass hier ein paar Leute einer Gesetzes lücke unterzogen sind
    in unserer Bundesverfassung besteht bereits dieses Waffen Gesetz !
    Man sollte auch mal unter Pragraphen nachschauen und sich vorher informieren lassen,
    Sowie unser Hunde gesetz das uns Steuerzahler wieder einmal vergebens viel Geld gekostet hat! All das schäne liebe Geld, könnte man ja zu besseren Zwecken einsetzten zum Beispiel, Autobahnvignetten Benzin – verbilligung ÖV USW Freundliche Grüsse

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  • Januar 27, 2011

    Hallo Herr Dreier

    Ihre Schilderung und auch das Bedürfnis nach mehr Polizei-Präsenz kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch ich habe Familie. Wenn ich mir jeweils überlegt hätte, was passieren könnte, wenn ich mich einmische, hätte ich es vielleicht nicht getan. Ês ist ein Reflex. Und der ist eben nicht “Zusammenklappen und innerlich verschwinden” wie ich es schon ein paar Mal bei weitaus kräftigeren Zeugen beobachten musste. Es ist ein “He, das können wir nicht zulassen.” Je öfter die Schlichter Bereitschaft zeigen, umso weniger trauen sich die anderen, weil sie mit mehr Gegenwehr rechnen müssen, als ihnen lieb sein kann.
    Sie schreiben, dass die Schweiz gefährlich ist. Hm. Das glaube ich Ihnen. Je nach dem, wo jemand wohnt, wird er/sie mit mehr oder weniger Gewalt konfrontiert. Insgesamt ist die Schweiz aber ein äusserst friedliches Land. Und die Kriminalitätsraten gehen in gewissen Bereichen auch langsam zurück. Worüber ich mir viel mehr Sorgen mache und was mich auch viel mehr bedrückt, sind die verbalen Schlägereien und Gifteleien, online und offline. Das ist klimaschädigend. Das kriecht in unsere Träume. Und das lässt uns mehr Angst haben, als real eigentlich sein müsste.

    Gruss | Stefan Weber-Aich

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  • Januar 27, 2011

    Sehr geehrter Herr Weber-Aich

    Entschu​ldigen Sie bitte die etwas couleurierte Ausdrucksweise, aber… wen wollen Sie eigentlich mit Ihrem Statement auf die Schippe nehmen?
    Gerade die Sportschützen werden bei Annahme dieser nutzlosen und gar kontraproduktiven Initiative die Leidtragenden sein.
    Unsere deutschen, italienischen, österreichischen, französischen, englischen, etc., Sportschützenkollegen​ können nicht nur ein Klagelied, sondern eine ganze Klageoper davon singen, wie willkürlich, schikanös und bürgerfeindlich der Bedürfnisnachweis zu Ungunsten unbescholtener, gesetzestreuer, steuerzahlender Bürger (=Sportschützen) handhaben.
    Als Bürger hat man in der Schweiz nicht nur Pflichten sondern auch Rechte und hunderttausende gesetzestreue Legalwaffenbesitzer haben sich aufgrund irgendwelcher Waffenphobien und Projektionsängste nicht zum vulgären Bittsteller auf Beamten Gnade degradieren zu lassen!

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  • Januar 27, 2011

    Herr Weber, ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen. Ich habe nicht gemeint, dass Sie die Vorkommnisse vom Albisgüetli für Ihren Abstimmungskampf missbrauchen. Dies wird aber in mehreren Beiträgen gemacht und genau das finde ich grundsätzlich falsch! Ich habe meine Gedanken nicht ganz zu Ende formuliert, das tut mir leid!
    Durch eine Annahme dieser Initiative riskieren wir jedoch, dass bei uns die Kriminalität ähnliche Auswüchse nimmt wie damals in Grossbritannien, nachdem dort ein restriktiveres Waffengesetz eingeführt wurde. Grossbritannien hatte einen rasanten Kriminalitäts-Anstieg​ von ca. 40 % wenn ich die Zahl richtig im Kopf habe.

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  • Januar 27, 2011

    Sehr geehrter Herr Krummenacher,

    kein​ Problem.
    wegen Grossbritannien und anderen Ländern: Mir ist schon an diversen Podium zum Thema aufgefallen, dass Befürworter, aber vor allem Gegner der Initiative Vergleiche mit anderen Ländern anstellen. Japan hat eine mordsmässige Selbstmordrate, Grossbritannien einen enormen Zuwachs seit der Verschärfung und so weiter. Diese Vergleiche hinken alle ganz extrem. Diese Länder haben alle völlig anders gelagerte gesellschaftliche Probleme. Nehmen Sie nur schon mal den Druck eines japanischen Schülers: Seit den 80er-Jahren weiss man, dass KINDER mit Magengeschwüren ins Spital eingeliefert und operiert werden müssen, vor lauter Schulstress und Druck der Eltern. Das erste (was beobachtet werden konnte), was die Eltern den Kindern nach der OP ins Spital brachten, waren die Schulsachen! Damit sie nicht hinterher hinken, bloss weil sie jetzt so ein dummes Magengeschwür eingefahren haben.
    England ist nochmals ganz anders. Dieses Land kann von unseren Arbeitslosenquoten nur träumen! Zum einen. Ich bin seit Jahren jedes Jahr eine Woche privat in London, kriege einiges mit und bin ein wenig mit den Verhältnissen vertraut, weil ich auch mit den Leuten spreche. Als ich das letzte Mal da war, wir sassen gerade in der Stube. lief im Hintergrund ein Bericht über ein Quartier, dass seine Video-Ueberwachung ABGESCHAFFT hatte. Der Bürgermeister (eines nicht gerade angesehenen und sicheren Quartiers) wurde gefragt, warum er das denn durchgesetzt habe, wo doch jetzt überall diese CCTV-Kameras aufgestellt würden. Er meinte: “Wenn wir diese Kameras aufstellen, treten wir unsere Verantwortung ab, aufeinander acht zu geben. Wir treten die Kontrolle an eine anonyme Macht ab. Wir kennen uns aber alle, die Nachbarn, die Kinder der Nachbarn. Wenn wir alle zueinander schauen – weil wir keine Kameras haben – ist das eine viel bessere Kontrolle.” Als dieses Interview geführt wurde, waren die Kameras übrigens alle schon ein Jahr lang demontiert. Und auch das Resultat überraschte. Ich habe leider die Zahlen nicht mehr im Kopf. Ich weiss nur noch, wie er gesagt hat, dass die Kriminalität “over all” drastisch gesunken sei und der Zusammenhalt und die Stimmung in diesem Problem-Quartier viel besser sei, als früher.
    Mich verblüfft das überhaupt nicht. Da sind wir wieder bei der Zivil-Courage (am Anfang), der sozialen Kontrolle (wie in einem Appenzeller Dorf) und dem sozialen Zusammenhalt (wie in einem Land, wie ich es mir wünsche).

    Länder lassen sich nicht vergleichen. Das ist ja für viele auch der Grund, nicht in die EU zu wollen. Weil sie zurecht fürchten, mit anderen verglichen und (noch schlimmer) gleich wie andere behandelt zu werden.

    Liebe Grüsse | Stefan Weber-Aich

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    • Juli 18, 2021

      Sehr geehrter Herr Weber,
      mit Ihrer “Beweisführung” dafür, dass Länder nicht miteinander verglichen werden könnten, geben Sie anekdotische Schilderungen, die überhaupt nichts mit dem Thema “Waffengewalt” zu tun haben; von Ihren Ausführungen wird man auf alle Fälle nicht klug. Sicher bestehen Varianten in den Kulturen verschiedener Länder, doch die Kriminalität ist global und ziemlich gleichförmig (mitunter ausgenommen sind fernöstliche Länder). Mit Ihrer Stellungnahme haben Sie sich wortreich einer absoluten Null-Aussage zuschulden kommen lassen. Dass der Nicht-EU-Beitritt aus der Furcht fliesse, “mit anderen verglichen zu werden”, ist ein brachialer linguistischer Versuch, Ihre Generalbehauptung bezüglich Vergleichbarkeit zu untermauern. Sie sind bei der SP, und natürlich haben Sie Ambitionen. Die Unbotmässigkeit, nicht ins Horn der SP zu stossen, bekäme Ihren Bestrebungen natürlich schlecht. Im übrigen finde ich Ihre Initial-Ausserung ebenfalls
      anbiedernd​ und pseudopsychologisch. So hemdsärmlig sind die Schützen nun auch wieder nicht, als dass sie sich von Ihren Worten einseifen liessen.

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  • Januar 27, 2011

    Sehr geehrter Herr Weber

    In allen anderen Bereichen dürfen Quervergleiche oder zumindest Schielaugen zu unseren Nachbarsstaaten rechtens sein, im Vergleich zu den Kriminalstatistiken bzw. zu den Missständen im Waffenrecht jedoch nicht? Hm, das erscheint mir jetzt doch ein wenig erstaunlich?!

    …à​ propos, dies noch zu Grossbritannien. Scheint doch mehr als nur ein Quartier davon betroffen zu sein:

    http://www.t​imesonline.co.uk/tol/​comment/columnists/gu​est_contributors/arti​cle2409817.ece

    htt​p://www.timesonline.c​o.uk/tol/news/uk/crim​e/article2328368.ece

    “However, perhaps most telling is the massive increase in gun violence, disclosed on 25 January of this year (Homicides, Firearm Offences and Intimate Violence 2005-06, Home Office). Buried at page 36 . . . we find [that] . . . gun-related killings and injuries (excluding airguns) have increased by over fourfold since 1998.”

    Aber wir brauchen gar nicht ins Ausland zu schauen, da in der Schweiz derselbe Effekt (wenn auch in kleinerem Ausmass) ebenso entstand:

    Hier der bis 2005 immer noch nicht verzeichnete Sicherheitszuwachs, oder doch eher Sozialschaedlichkeit des 1999 in Kraft getretenen “Bundesgesetzes gegen den Missbrauch von Waffen, Munition und Waffenzubehoer”, und der Vergleich 7 Jahre zuvor als in den allermeisten Kantonen das Waffentragen, der Erwerb von zu Halbautomaten abgeaenderten Seriefeuerwaffen, von Schalldaempfern, von Laser- und Nachtsichtzielgeraete​n, von Deformationsmunition,​ etc., etc., frei ab 18 Jahren war.

    Vorsaetzliche​ Toetung:
    Jahr 1992-> 182 Faelle / Jahr 2005-> 204 Faelle

    Koerperverl​etzung:
    Jahr 1992-> 3700 Faelle / Jahr 2005-> 8099 Faelle

    Raub:
    Jahr​ 1992-> 2462 Faelle / Jahr 2005-> 2595 Faelle

    Erpressung:​
    Jahr 1992-> 203 Faelle / Jahr 2005-> 414 Faelle

    Drohung:
    J​ahr 1992-> 2355 Faelle / Jahr 2005-> 8246 Faelle

    Noetigung:

    Jahr 1992-> 501 Faelle / Jahr 2005-> 1593 Faelle

    Freiheitsbe​raubung und Entfuehrung:
    Jahr 1992-> 149 Faelle / Jahr 2005-> 238 Faelle

    Notzucht / Vergewaltigung:
    Jahr​ 1992-> 316 Faelle / Jahr 2005-> 646 Faelle

    Unzuchtsdel​ikte gegen die sexuelle Integritaet:
    Jahr 1992-> 2673 Faelle / Jahr 2005-> 3515 Faelle

    Gewalt und Drohung gegen Behoerden und Beamte:
    Jahr 1992-> 417 Faelle / Jahr 2005-> 1313 Faelle

    Herr Weber, ich möchte Sie an dieser Stelle daran erinnern, dass dies offizielle Zahlen des Bundesamtes für Statistik bzw. der polizeilichen Kriminalstatistiken darstellen.

    Was meinen Sie dazu?

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    • Juli 18, 2021

      Das sind brutale Zahlen. Trotz der vielen Waffen zuhause hat man das nicht verhindern können. Was hat sich in dieser Zeit sonst noch verändert, was sich ebenfalls in Zahlen ausdrücken liesse? Firmenkonkurse? Finanzkrisen mit wertvernichtender Wirkung? Bevölkerungswachstum?​Aufgeriebener Mittelstand bzw. Mittelstand ab CHF 140’000 Jahreseinkommen?

      Andere Frage: Was hat sich 2004 verändert? Zum Beispiel die Armee. Mit der Einführung der Arme 21 wurde der Bestand an Soldaten und Armeewaffen ungefähr halbiert (irgendwie in dieser Grössenordnung – ich bin nicht so bewandert bei Zahlen). Was sich ebenfalls halbiert hat (48% – ich konnte mir EINE Zahl genau merken), ist die Anzahl Tötungen, bei denen Armeewaffen oder ehemalige Armee-Schusswaffen im Spiel waren (Selbsttötungen und andere).

      Wir können Zahlen türmen und nochmals andere Zahlen türmen oder wir können uns fragen, wieviele Tote denn auch für die Gegener der Initiative relevant wären, um ernsthaft ein JA ins Auge zu fassen. Wieviele Tote brauchte es denn für das Gurtentragen-Obligato​rium? Und welches Wehklagen über Bevormundung war damals zu hören?

      Sorry, ich kann da irgendwie nicht mithalten. es kommt so, wie es kommt.

      Liebe Grüsse | Stefan Weber-Aich

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    • Juli 18, 2021

      Tja Herr Weber, unter diesen Zahlen sind etliche Opfer, die sich aufgrund der 1999 gesamtschweizerisch eingeführten Bedürfnisklausel für’s Waffentragen verunmöglicht sahen sich effizient vor rechtswidrigen Angriffen zu schützen. Und nun wollen linksgrüne Pseudopazifisten dasselbe vulgäre Privilegienprinzip eines zu nachweisenden Bedürfnisses auch auf den Waffenerwerb und Waffenbesitz ausdehnen.

      Schon mal davon gehört, dass sich Kriminelle nicht an Gesetze halten? Erklären Sie mir also weshalb sich Kriminelle gerade an das Waffengesetz halten sollten??

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    • Juli 18, 2021

      Herr Piccinno, Ihr Ton gefällt mir nicht. Und ich bin mir sicher, dass ich Ihnen dazu keinen Anlass gegeben habe.

      Gruss | Stefan Weber-Aich

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    • Juli 18, 2021

      Sehr geehrter Herr Weber

      Tut mir leid, dass Sie die von mir vorgelegten, nachlesbaren und nachgewiesenen Tatsachen als Missstimmung meiner Tonlage interpretieren. Dazu haben Sie mir ja nun wirklich keinen Anlass gegeben, wie könnten Sie auch? Wie könnte bei unbescholtenen, gesetzestreuen, steuerzahlenden Bürger, das aufgrund des Bedürfnisnachweises ein auf Beamten Gnade willkürlich zu erteilendes Privileg geänderte Recht, das bis anhin verfassungsmässig garantiert war, eine ein wenig verärgerte Tonlage hervorrufen?
      Aber da Sie anscheinend so sehr auf das honorige Erscheinunsgbild in der Öffentlichkeit von uns Sportschützen bedacht sind, hätte ich doch weiterhin gerne gewusst was Sie zum Erfahrungsschatz eines jeden Dorfpolizisten, dass sich Kriminelle nicht an Gesetze halten, meinen? Und weshalb Sie davon ausgehen, dass sie sich denn gerade an das Waffengesetz halten??

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  • Januar 27, 2011

    Natürlich lassen sich nicht einfach so zwei Länder miteinander vergleichen, genau so wenig wie sich Äpfel mit Birnen vergleichen lassen.
    Und trotzdem ist es auffallend, dass nach einem Waffenverbot die Kriminalitätsrate so drastisch gestiegen ist.

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  • Januar 29, 2011

    Herr Weber

    Sie denken also, der Sportschütze hat nichts zu befürchten. Ausser einem Bedürfnisnachweis, dem natürlcih auch widersprochen werden kann, passiert ja wirklich nichts. Oder vielleicht ist noch zu erwähnen, dass dieser Nachweis mit sicherheit mal wieder bezahlt werden muss, wie übrigens auch die Schützenlizenz.

    Ih​re Partei steht – und das sind keine Meinungen – für die Abschaffung der Armee. Dazu gehört auch die Entwaffnung der Bevölkerung. Und wir dieses Ziel verfolgt, der versucht auf alle erdenklichen Ebenen, dieses Ziel zu erreichen. Wenn nicht heute, dann morgen. Und diese Initiative ist lediglich ein Schritt in diese Richtung.

    Immer wieder wird mit Sicherheit argumentiert. Doch trotz einem Schuss-Waffenarsenal von über 2 Mio. werden vorwiegend Waffen aus anderen Kategorien, z.B. Stichwafen, bei Straftatten eingesetzt. Das heisst doch eigentlich, dass die überwiegende Mehrheit die Schuss-Waffen schon heute äusserst Verantwortungsbewusst​ einsetzt. Ganz anders verhält es sich dagegen mit Stich- oder Schlag-Waffen.
    Aber genau diese relativ sicheren Schuss-Waffen wollen sie verbieten. Und erwarten von den Schützen sogar noch Unterstützung. Da gibt es nur einen Spruch: “Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber”.

    Denn mit eben dem erwähnten Bedürfnisnachweis ist Tür und Tor geöffnet, den Waffenbesitz drastisch einzuschränken bzw. zu verunmöglichen. Denn was ein berechtigtes Bedürfnis ist, habe ich noch in keiner SP-Schrift tatsächlich gelesen. Das bedeutet, dass ich mit auf politisch motivierte Zusagen verlassen müsste – und das wäre, vorsichtig ausgedrückt, ziemlich dumm.

    Die Initiative zielt auf emotionale Bedürfnisse, ohne diese tatsächlich befriedigen zu können.
    Die Suizidmethoden verlagern sich heute schon von der Schuss-Waffe weg. Und das wird nach annahme der Initiative mit sicherheit verstärkt – Suizide mit Schuss-Waffen werden aber dennoch nicht verunmöglicht. Da das Problem des Suizides aber nicht gelöst ist, wird sich die Gesamtzahl nicht markant ändern, zumindest nicht stärker, als der allgemeine Trend.
    Auch glaube ich nicht, dass ich mich als Opfer mit einem Stich-Waffen-Täter wohler fühlen werde als mit einem Schwss-Waffen-Täter. Auch hier sollte das Ziel der Täter bzw. die Verhinderung der Tat sein und nicht die mögliche Schuss-Waffe.

    Wäre​ der Name der Initiative “Waffenverbots-Initi​ative” wäre das zwar ehrlicher, die Initiative hätte aber (noch) weniger Chancen auf Annahme.
    Da die Initianten aber genau das wollen, kann, vor allem aus Schützenkreisen, einzig ein klares NEIN die Antwort sein.

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