1. Medien & Kommunikation

Wannacry und die Staatstrojaner

Wie jeder nach­le­sen kann, hat Wan­nacry Si­cher­heits­lü­cken​ aus­ge­nutzt, die vom NSA be­wusst für ihre Spio­nage ge­nutzt wur­de.

Dank der Abstimmung letztes Jahr hat der Souverän beschlossen, dass nun auch auch der NDB solche Sicherheitslücken in Windows (oder jedes andere Programm) mittels Staatstrojaner ausnutzten los.

Was gerne verschwiegen wird, dass auch jeder solche Lücken nützen kann, auch kriminelle Personen und jeder andere Geheimdienst.

Ein weiterer Schwachpunkt sind Sicherheitsupdates, die nicht ausgeführt werden, obwohl verfügbar. Die enstprechende Sicherheitslücke hätte per Patch bereit seit März 2017 gesichert werden können.

Immer mehr Infrakstruktur wird ans Internet angeschlossen und damit der Gefahr von Cyberangriffen ausgesetzt.

Beim Gesundheitswesen, Strom- und Wasserversorgung oder anderer wichtiger Infrastruktur wäre dies sehr verhängnisvoll.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Wannacry und die Staatstrojaner
  • Mai 20, 2017

    Herr Eberhart,
    Sie haben völlig recht mit der Feststellung, dass die Zukunft sehr verhängnisvoll werdem könnte. Aber was ist die Lösung, ohne dass es sehr viel Geld kostet? Soll man die wichtigsten Versorgungsträger vom Internet kappen? Soll der Bund die Sicherheit im Netz besser überwachen um mit Top-Spezialisten vorzubeugen versuchen? Wie soll in Zukunft die Datensicherung durchgeführt werden, dass Wanna-cry und Konsorten nur ein müdes Lächeln ins Gesicht der Security-Fachleute zaubert? Sind überall in der Industrie die Daten so zu sichern, dass sie mindestens gleichzeitig auf zwei Laufwerken geschehen und ein drittes zeitverzögert, oder reichen gewöhnliche Datensicherungen? Sie sehen, es gibt keine Lösungen, wo nicht sehr viel Geld benötigt wird. Wer soll das bezahlen? Private, die Firmen, der Bund?
    Ausserdem wird es auch in Zukunft so sein, dass immer Lücken gefunden werden um Boshaftigkeiten oder Erpressungen in die Welt zu setzen. Das Allerbedenklichste aber scheint mir, dass viele Leute und sogar solche von der IT, der Security immer noch viel zu wenig Bedeutung beimessen, dass fängt schon im Kleinen an, indem man Updates nicht nachfährt, Windows-Versionen benützt, für die es keine Updates mehr gibt etc.

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  • Mai 21, 2017

    Ich würde mir darüber nicht allzuviele Sorgen machen, das Internet ist doch eher nur der Spiegel unserer Gesellschaft. Und eine Gesellschafft, wo Raffgier und Egozentrik als höchst erstrebenswerte Eigenschaften gepriesen werden, bleibt es doch letztlich Allen frei, sich daran zu beteiligen, oder dann halt nicht.

    Und die Raffgier ist es doch auch, die Leute dazu befähigt, Angänge in unbekannten eMails anzuklicken, nur, weil im Fronttext steht, man stünde 5-4-3-2-1 Sekunden davor, von Facebook, oder wem auch immer, als zukünftiger Millionär ausgewählt worden zu sein. Dass aber solch menschliche Schwächen dann auch ausgenutzt werden, ist doch auch nicht mehr als normal, der Grossteil des CH-TV-Kabelnachtprogr​ams besteht ja bereits bald nur noch aus Angeboten, die streng limitiert sind, und nur für die nächsten 5 Minuten gelten, und kein Mensch stört sich daran, dass die immer gleichen Angebote dann trotzdem monatelang zu sehen sind.

    Oder dann die ganzen ESO-Angebote, da fliessen Millionen, von meist abgefrusteten Frauen, pro Jahr in die Kassen deren, die sich ein Hobby daraus machten, diesen bemitleidenswerten Figuren die Kohle aus den Säcken zu rauben. Aber im Grunde genommen ja auch nicht viel anders, als die Amerikanerin, in ihrer Kirche mit den immer gleichen zehntausend Followern…

    … solange also die Menschheit grossmehrheitlich aus Glaubenden und Hoffenden besteht, solange wird die Minderheit der Wissenden und Könnenden daran arbeiten, dem Haufen Unbelehrbarer das Geld aus den Säcken zu ziehen. Die Einen legal, und offiziell, und die Anderen so, wie es sich am besten machen lässt.

    Aber es geht alles einfach viel zu schnell. Und so rennt die Technik der Sicherheit ganz einfach meilenweit voraus, denn der Druck, zu den Ersten zu gehören, ist derart gross, dass sich gar niemand mehr dagegen wehren kann, ohne den Anschluss vielleicht damit
    ganz zu verlieren.

    Und so verkauft man halt das Internet als etwas Gutes, und Bewährtes, und verschweigt, dass das Internet weder gut, noch bewährt ist, es ist ein Medium, mit welchem man doch ganz langsam erst lernt, wie es überhaupt funktioniert, im Zusammenhang mit Menschen, und all ihren Bedürfnissen, Wünschen, Neigungen, Hoffnungen, und Problemen.

    Es liegt daher wirklich nur an uns selbst. Wie mehr wir uns damit verbinden, desto abhängiger werden wir, bis zu dem Punkt, wo es ohne einfach gar nicht mehr geht. Bei Trinkern, Drögelern, und Fettsüchtigen nennt man sowas Abhängigkeit, und in wenigen Jahren schon werden wir die ersten Kliniken im Land haben, wo Online-Geschädigte auf Kassenkosten eine Herberge finden, um so wenigstens temporär-vorübergehen​d etwas ‘normalisiert’ zu werden, für so etwa 1’000 Stutz pro Tag….

    Ich liebe es trotzdem, das Web, und ich gebe zu, ohne es nicht sein zu können, ich war ja von Anfang an schon mit dabei. Meine Ausrede dabei ist heute zumeist Herr Alzheimer, aber vielleicht ist es ja auch nur Langeweile, die mich dazu treibt, mir wohl selber noch etwas beweisen zu wollen. Aber ich lerne so zumindest noch etwas dazu, verstehe so besser, wie es funktioniert, und konnte so zumindest bislang immer dafür sorgen, dass meine Maschinen ‘sauber’ blieben. Auch wenn es, im Falle meiner geliebten XP’s, einen rechtlich vielleicht nicht ganz ‘lupenreinen’ Refister-Eintrag brauchte, um von Billy Gates das auch weiterhin zu erhalten, was mit doch eigentlich, als legalem Käufer, zusteht, denn die UPDATES machten sie ja sowieso, wennauch nur noch für die, die dafür bezahlen.

    Die Natur macht es uns vor, fressen und gefressen werden, ist der Zweck, und wahrscheinlich auch das Ziel. Daher wird auch kein Sozial-Staat es je schaffen, denn wie mehr sozial, desto mehr verliert der Mensch seine eigenen Fähigkeiten, und die Sozialkompetenz dazu. Und so steigt seine Abhängigkeit, von dem, was ihm noch zur Verfügung steht, und sein vermeintlich ‘echtes’ Erleben ist letztlich alles nur noch virtuell.

    Und das nennt man dann das finale Internet ALLER Dinge, wahrscheinlich, oder so…
    unkorrigiert, dafür virenfrei…

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    • Juli 19, 2021

      IoT ( Internet of things ) bzw. “Internet der Dinge” heisst das Schlagwort. Eine Technologie, –
      – das lässt sich bereits jetzt sagen – die ohne Microsoft Windows auskommt.

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    • Juli 19, 2021

      Oops, aber da habe ich doch erst letzte Nacht gelesen, dass es bereits ein WIN-10 für das Web der Dinge gäbe.

      http://www.com-ma​gazin.de/praxis/inter​net-dinge/betriebssys​teme-internet-dinge-1​222988.html?page=2_io​t-betriebssysteme

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    • Juli 19, 2021

      Richtig Herr Jacob

      Es gibt Windows 10 IoT schon länger. Nur, wer setzt das schon ein?
      Win 10 IoT dürfte das gleiche Schicksal erleiden wie WinRT; Es wird eingestellt.

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    • Juli 19, 2021

      Keine Ahnung, ehrlich gesagt, aber ich hatte auch nie ein Ressentiment gegenüber MS, wo wären wir denn heute, hätte es Bill Gates nie gegeben. Die anderen waren sowieso meist nur Edelbastler und Codefreaks, und der Knaller, der ihn nicht einmal empfangen wollte, als Gates ihm sein DOS abkaufen wollte, hätte sich sicher dafür seither jeden Tag mindestens einmal in den Kopf schiessen können…

      Aber zugegeben, mit seinem Active-X Schei.. hat ja auch alles erst so richtig begonnen. Und von da an war es immer viel wichtiger, erstmal mit dabei zu sein, und die Sicherheit hinkte von da an immer meilenweit hinterher.

      Die ganz grosse Gefahr ist daher eher, dass es auch in Zukunft nicht viel besser werden könnte, und allein schon der Wettbewerbsdruck, teils aber auch das Wissen, viele zwingt, in Sachen Sicherheit Kompromisse einzugehen.

      Man wird es noch lernen müssen. Und grad vorletzte Nacht kam ein Beitrag über Singapur, mit seinem Anteil von 55 Prozent Hochschulabsolventen in technischen und digitalen Berufen im Parlament. Und ging durch den Kopf, um was es meist in unseren Parlamanten geht, einem Parlemant, welches sich lieber über Transgender und alleinhabende Kinder-Mütter unterhält, als über so komplizierte Dinge, die sogar mit dem gefährlichen Strom zu tun haben. Ausser die Bundesrätin vielleicht, aber die kam ja auch aus der Strombranche, bevor sie Bundesrätin wurde…

      Auch so ein Virus, aber was soll’s. es kam mir einfach in den Sinn, denn der Bericht aus SIngapur hat mich wirklich etwas erschreckt. Auch wenn ich zum Aufwachen ja eigentlich schon viel zu alt bin…

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